28.02.2005 · Viva und MTV werden das Musikfernsehgeschäft künftig auf Berlin konzentrieren, der Standort Köln soll trotzdem bleiben. 120 festangestellte Viva-Mitarbeiter werden entlassen, weitere neunzig Verträge nicht verlängert.
Bei den Musiksendern Viva und Viva plus werden 120 der 600 Mitarbeiter entlassen. Weitere 90 Verträge würden nicht verlängert. Das sagte MTV-Geschäftsführerin Catherine Mühlemann am Montag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien aufgenommen worden.
MTV-Mutter Viacom hat die Mehrheit an Viva übernommen und strebt einen Beherrschungsvertrag an, der juristisch aber noch nicht unter Dach und Fach sei, sagte Mühlemann, die am Montag in den Viva-Vorstand berufen wurde. Bei der Viva Media AG soll sie künftig den Fernsehbereich verantworten.
Musik in Berlin, Entertainment in Köln
Ihr Musikfernsehgeschäft werden MTV und Viva in Berlin konzentrieren. Damit wolle man Synergien besser nutzen, erklärte die Viva Media AG am Montag nachmittag in einer Pflichtmitteilung. Das Entertainmentgeschäft hingegen solle in Köln verbleiben und ausgebaut werden. Viva Plus und die Produktionsfirma Brainpool werden dort ihren Unternehmenssitz behalten. Auch das neue MTV Networks Europe Department für Business Development und Network Relation soll in Köln angesiedelt werden.
MTV Networks habe der nordrhein-westfälischen Landesregierung zudem zugesichert, die Musikförderung in NRW auszubauen, um den deutschen Nachwuchs mehr zu fördern. Diese Aktivitäten sollen in Verbindung mit einem weiter entwickelten Konzept für einen deutschen Musikpreis auf Basis des Comet erfolgen, hieß es. Das Land NRW hatte einen möglichen Umzug von Viva nach Berlin im Vorfeld kritisiert.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.562,70 | +0,87% |
| EUR/USD | 1,2494 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 106,64 $ | −0,58% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?