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Ferngespräche iPhone gegen Telefonzelle

10.06.2008 ·  In Deutschland sterben die Telefonzellen aus - und in Amerika bringt Apple ein neues Mobiltelefon auf den Markt. Selten lässt sich der Wandel der Zeiten so gut an zwei Nachrichten eines Tages spiegeln.

Von Carsten Knop
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In Deutschland sterben die Telefonzellen - und in Amerika bringt Computer-Guru Steve Jobs ein neues Mobiltelefon auf den Markt. Selten lässt sich der Wandel der Zeiten, lassen sich Veränderungen in der Welt der Technik so gut an zwei Nachrichten eines Tages spiegeln.

Das alte Telefon daheim, aber auch die Telefonzelle unterwegs waren Gebrauchsgegenstände. Emotionen hatte man ihnen gegenüber nicht, und wenn, dann nur, wenn die Telefonzelle die eigenen Münzen nicht annehmen wollte oder sich am Urlaubsort abends lange Menschenschlangen vor den wenigen Zellen bildeten. Dann wurde auf "die Post" geschimpft.

Das "iPhone" wird zum Massenprodukt

Mit Emotionen ganz anderer Art werden die Geräte aufgeladen, die der Telefonzelle den Garaus machen. Das lässt sich am "iPhone" von Apple beobachten: Die Marke Apple ist emotional derart positiv aufgeladen, dass selbst technische "Neuerungen", die von Apple-Wettbewerbern wie etwa dem Blackberry-Hersteller RIM längst angeboten werden, noch gefeiert werden.

Kein anderer Name in der Technikwelt ist so positiv besetzt wie Apple. Das Unternehmen war stets innovativ. Es war beinahe pleite und wurde gerettet. Die Produkte sind designorientiert - und zeigen dem weithin unbeliebten Softwarekonzern Microsoft, wie man es richtig macht. Und das neue Preismodell wird das "iPhone" endgültig zu einem Massenprodukt machen, das viele Kunden begehrenswert finden. Für die letzten Telefonzellen sieht es ganz schlecht aus.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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