24.01.2010 · Nachdem Präsident Obama in den populistischen Taumel gegen Wall Street eingeschwenkt ist, dient nun Bernanke manchem Senator als Sündenbock. Ein endgültiges Urteil über Bernankes Qualitäten als Krisenmanager hängt davon ab, wie gut es ihm gelingt, die Fed aus den Notmaßnahmen heraus in normales Fahrwasser zu führen.
Von Patrick Welter, WashingtonDie Angst unter den amerikanischen Demokraten, dass das politische Blatt sich gegen sie wendet, ist der einzige Grund für die Unruhe, die um die Wiederberufung von Ben Bernanke zum Vorsitzenden der Notenbank Federal Reserve entstanden ist. Nachdem Präsident Barack Obama in den populistischen Taumel gegen Wall Street eingeschwenkt ist, dient nun auch Bernanke manchem Senator als Sündenbock.
Das politische Spiel wird die Nervosität an den Märkten verstärken. Natürlich darf eine Finanzkrise oder Schaden für die Märkte kein Grund sein, einen schlechten Notenbankchef nicht abzulösen. Doch genau dies ist Bernanke nicht. Man mag manche Entscheidungen der Fed in den vergangenen Monaten kritisieren. Unbestritten aber ist, dass die Notenbank alles in ihrer Macht Stehende getan hat, um die Krise zu dämpfen und zu überwinden.
Ein endgültiges Urteil über Bernankes Qualitäten als Krisenmanager hängt davon ab, wie gut es ihm gelingt, die Fed aus den Notmaßnahmen heraus in normales Fahrwasser zu führen. Nach dem Ausbruch des politischen Unmuts wird das nicht leichter, zeigen doch selbst die demokratischen Befürworter Bernankes dem Fed-Vorsitzenden die Zähne.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.562,70 | +0,87% |
| EUR/USD | 1,2494 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 106,64 $ | −0,58% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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