Bei Griechenland, bei Irland, bei Portugal hat er sich nicht getraut, aber nun zeigt er sich im Fall von Italien mutig. Rainer Brüderle, Torjäger der Liberalen im Spiel um die Plätze im nächsten Bundestag, bläst mächtig die Backen auf. Angesichts des politischen Patts in Italien, mit dem in Rom in der nach wie vor schwelenden Euro-Krise eine Lähmung droht, spricht er unverhohlen über einen möglichen Austritt des Landes aus der Eurozone. Italien müsse sich entscheiden, ob es sich der gemeinsamen Währung anpassen wolle. Wenn es das nicht wolle, müssten die Italiener die Konsequenzen ziehen. Das wirkt entschieden, klar, beherzt.
Unmittelbar vor dem Sonderparteitag der FDP zeigt sich Brüderle forsch wie Oskar. Natürlich hat Brüderle in einem wichtigen Punkt recht: Die Italiener können die Verantwortung nicht ignorieren, die sie als Euro-Schwergewicht haben. Aber ob der liberale Spitzenmann seine Position durchhält, wenn es hart auf hart kommt? Als es um kleinere Eurostaaten ging, hat Brüderle für Hilfen und gegen ihr Ausscheiden aus der Währungsunion gestimmt, nicht zuletzt, weil man Dominoeffekte fürchtete. Da fällt es schwer, ihm heute sein markiges Auftreten zu glauben.
Durch Lügen und Umfallen...
Stojan Bogumil (bogumil)
- 09.03.2013, 19:27 Uhr
Brüderle täuscht für seine Karriere
Cornelius Schwarz (CorneliusSchwarz)
- 09.03.2013, 19:11 Uhr
Quatsch! Ich habe die Sendung mit Brüderle gesehen. er blies sich
nicht auf,
Fritz Garbor (Staffelberg2)
- 09.03.2013, 16:42 Uhr
Für´s Lernen ist es nie zu spät.
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)
- 09.03.2013, 15:45 Uhr
Brüderle überschätzt sich
Heiner Schloen (enrike)
- 09.03.2013, 15:39 Uhr