Home
http://www.faz.net/-gqe-o0e9
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FAZ.NET-Spezial Die demographische Zeitbombe

28.04.2005 ·  Den demographischen Wandel vergleichen Bevölkerungsforscher mit einer Zeitbombe. Die F.A.Z. hat auf Sonderseiten einen Aufriß über die komplexen Probleme gegeben, die vor allem den Alterssicherungssystemen entstehen - dazu ein FAZ.NET-Spezial.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

An mahnenden Worten fehlt es nicht. Den demographischen Wandel in Deutschland vergleichen Bevölkerungsforscher mit einer Zeitbombe. "Wir leben vier Jahre länger als unsere Eltern, unsere Kinder vier Jahre länger als wir", sagt Axel Börsch-Supan, Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und demographischer Wandel. Dieser Alterungsprozeß sei einmalig. Verbunden mit einer äußerst niedrigen Geburtenrate, ergibt sich eine enorme Herausforderung für die Sozialsysteme, für die gesamte Infrastruktur und für die Wirtschaft.

Allein steht Deutschland nicht, auch die Bevölkerung Italiens und Japans altert stark. Während die Vereinten Nationen für die Weltbevölkerung bis 2050 ein Wachstum von mehr als einem Viertel prognostizierten, erwarten sie für die erweiterte Europäische Union einen Bevölkerungsrückgang.

Reformen der Dramatik noch nicht angemessen

Die Warnungen dringen langsam ins Bewußtsein. Zwei Drittel der Bundesbürger sind sich des Alterungs- und Schrumpfungsprozesses bewußt, hat jüngst eine Umfrage für die Bertelsmann-Stiftung gezeigt. Die jüngsten Versuche zur Reform der sozialen Sicherung tragen den dramatischen Veränderungen noch nicht wirklich Rechnung.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in den vergangenen Wochen auf Sonderseiten einen Aufriß über die Schwierigkeiten geben, die insbesondere den Alterssicherungssystemen durch den demographischen Wandel entstehen.

Im Herbst will sich auch die Bundesregierung abermals der Reform der Alterssicherung zuwenden, die Rürup-Kommission hat schon Vorschläge unterbreitet. Für die Union arbeitet der frühere Bundespräsident Roman Herzog an Reformplänen. Diesmal könnte weit gesprungen werden. Tabus beim Nachdenken soll es nicht mehr geben. Geprüft wird alles - von der Grundrente über stärkere Kapitaldeckung bis hin zur Anhebung des Rentenalters oder einer Staffelung der Rente nach Kinderzahl.

Quelle: hig., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2003, Nr. 181 / Seite 12Auftakt zur Serie am 7. August, weitere Teile erschienen am14. August (Teil 2: Das gesetzliche Rentensystem ist bedroht)21. August (Teil 3: Wie das Ausland für das Alter sorgt)27. August (Teil 4: Alternativen und Ergänzungen zum Umlagesystem)4. September (Teil 5: Pflegefall Krankenversicherung)11. September (Teil 6: Die Politik bastelt an der Rente)19. September (Teil 7 und Schluß: Das längere Leben als wirtschaftliche Herausforderung)
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Teure Worte

Von Gerald Braunberger

Der angestrebte Vergleich mit den Kirch-Erben lehrt die Deutsche Bank, dass unglückliche Äußerungen sehr teuer werden können. Doch ein Ende mit Schrecken ist einem Schrecken ohne Ende oft vorzuziehen. Mehr

13.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.738,47 +0,68%
 OK
13.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.738,47 +0,68%
FAZ-INDEX 1.504,02 +0,59%
TecDAX 775,33 +0,71%
MDAX 10.290,00 +0,40%
SDAX 5.011,74 +0,53%
REX 421,76 +0,17%
Eurostoxx 50 2.491,54 +0,43%
F.A.Z. EURO INDEX 80,48 +0,59%
Dow Jones 12.872,20 +0,55%
Nasdaq 100 2.565,89 +0,73%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3208 −0,23%
Rohöl Brent Crude 117,90 $ 0,00%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,17 € −0,32%