Home
http://www.faz.net/-gqe-75cpw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Familienfoto im Internet Randi Zuckerberg beklagt Facebook-Leck

Datenschutz-Debatte im Hause Zuckerberg: Randi, die ältere Schwester des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, klagt darüber, dass ein Familienfoto den Weg in die Öffentlichkeit fand - über Facebook.

© dpa Vergrößern Randi Zuckerberg

Wer schon immer wissen wollte, was es bei der Familie des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg an Weihnachten zu essen gibt, konnte über die Feiertage einen Blick in die Festtagsküche des Gründers des größten sozialen Netzwerks der Welt werfen. Zuckerbergs ältere Schwester Randi hatte auf ihrer Facebook-Seite ein Foto ins Netz gestellt, auf dem vier Menschen mit aufgerissenen Mündern auf ihre internetfähigen Mobiltelefone schauen, während sie eine neue Facebook-Funktion zum ersten Mal ausprobieren. Mark Zuckerberg selbst steht teilnahmslos in der Ecke, und die vorbereiteten Frühlingszwiebeln warten unverarbeitet auf der Arbeitsfläche.

Martin Gropp Folgen:

Offensichtlich hatte Randi Zuckerberg aber nicht damit gerechnet, dass dieses Bild im Internet Kreise ziehen könnte. Anscheinend kam sie mit den von vielen Datenschützern als kompliziert angesehenen Privatsphäre-Einstellungen im Netzwerk des Bruders nicht zurecht, mit denen man den Kreis der potentiellen Empfänger auf enge Freunde und Familienmitglieder beschränkt. Entsprechend ungehalten reagierte sie, als die amerikanische Marketing-Managerin Callie Schweitzer das Foto über Twitter an ihre mehr als 40.000 Kontakte verschickte.

Zuckerberg und Schweitzer lieferten sich dann per Twitter einen kurzen, aber unweihnachtlichen Schlagabtausch über Privatsphäre und Etikette in Zeiten des Internets. Schweitzer entschuldigte sich zwar sofort dafür, dass sie das Foto geteilt hatte. Doch Zuckerberg ließ es sich nicht nehmen, ihr noch einmal deutlich zu sagen, wie sie sich die „digitale Etikette“ der Gegenwart vorstellt: „Frage immer nach Erlaubnis, bevor du ein Foto eines Freundes öffentlich ins Netz stellst. Es geht nicht um Privatsphäre-Einstellungen, sondern um Anstand.“

Von der Transparenz, die ihr Bruder nicht müde wird hervorzuheben, wenn ihn jemand auf den Nutzen seines Netzwerks anspricht, war dagegen nicht die Rede.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Facebook und Verlage Die Presse überschlägt sich

Spiegel und Bild kriechen bei Facebook unter. Springer will angeblich die Huffington Post kaufen. Aber was macht Google? Erleben wir gerade die letzten Tage der Presse oder sind manche Verlage cleverer als die anderen? Mehr Von Michael Hanfeld

13.05.2015, 12:10 Uhr | Feuilleton
Facebook, Twitter und Co Neue Berufe: Social Media Manager

Führungskräfte in der Wirtschaft haben im digitalen Zeitalter ein Problem: Sie müssen sich im Internet gut positionieren, haben aber keine Zeit für Facebook, Twitter und Co. Das erledigen heute Profis für sie - die Social Media Manager. Mehr

10.02.2015, 11:15 Uhr | Beruf-Chance
Literatur auf Twitter Schraubt eure Erwartungen runter, Leute

Beim Twitter Fiction Festival ist jeder Nutzer eingeladen, seine literarischen Einfälle in Kurzform der Welt zu präsentieren. Ein wertvoller Beitrag zur Literaturgeschichte – oder einfach nur ein ganzer Haufen Spam? Mehr Von Carolin Schwarz

15.05.2015, 18:41 Uhr | Feuilleton
Türkei Twitter wieder erreichbar

Nach einem Streit über Bilder von einer Geiselnahme im Internet wurde die Blockade von Twitter in der Türkei wieder aufgehoben. Facebook teilte mit, man habe einer türkischen Gerichtsanordnung entsprochen und den Zugang zu bestimmten Inhalten blockiert. Gegen die Anordnung sei aber Widerspruch eingelegt worden. Mehr

07.04.2015, 09:44 Uhr | Politik
Plan der Handy-Firmen Ein Werbeblocker fürs ganze Handynetz

Keine Internet-Werbung auf dem Handy? Wenn es nach Europas Netzbetreibern geht, könnte das bald so kommen. Sie denken über einen Werbeblocker nach. Aber eine lukrative Hintertür soll offen bleiben. Mehr

15.05.2015, 07:43 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 27.12.2012, 14:33 Uhr

Gegen den Faustkampf

Von Joachim Jahn, Berlin

Im aktuellen Streik-Wirwarr wird eines immer wieder vergessen: Eine Arbeitsniederlegung darf nur das äußerste Mittel sein, weil sie schließlich ein massenhafter – wenngleich legaler – Bruch des Arbeitsvertrags ist. Mehr 11 6


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Kaum Männer in den Kitas

Um die Kinder sollen sich auch die Männer kümmern, heißt es seit Jahren. Tun sie auch, aber nur daheim. In den Kitas arbeiten fast nur Frauen. Vor allem in Bayern. Mehr 5