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Familie Lohner „Große Sprünge sind nicht drin“

17.05.2008 ·  Bauingenieur Wolfgang Lohner hat eigentlich als Stellvertreter des Geschäftsführers in seinem Betrieb eine gute Position. Doch seitdem seine Frau erst arbeitslos und dann schwanger wurde, können sich nur noch wenig leisten.

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Endlich, das Baugeschäft zieht an. Darauf hat Bauingenieur Wolfgang Lohner lange gewartet. Er arbeitet in einem Ingenieurbüro in Günzburg als Projektleiter, seit einem Jahr ist er Stellvertreter des Geschäftsführers.

„In den letzten Jahren wurden am Bau viele Ingenieure entlassen“, erzählt der 36 Jahre alte Schwabe. Aber jetzt sind die Auftragsbücher wieder voll. In London, Dubai, Hannover konstruieren sie gerade für Baukonzerne die Fassaden.

Arbeitslos - und dann schwanger

Große Sprünge kann Lohner sich nicht leisten. Seine Frau, eine gelernte Bürokraft, hat früher unter anderem bei einer Zeitarbeitsfirma gejobbt, dann kam ihr eine Fußverletzung in die Quere. Sie wurde arbeitslos - und dann schwanger. Inzwischen haben sie zwei kleine Jungs und wohnen in einem großen Haus in Gundelfingen, zusammen mit zwei befreundeten Paaren. 610 Euro beträgt ihr Mietanteil. „Das ist heftig.“

Er könnte mehr verdienen. Aber er hängt an dem Betrieb, an seiner Umgebung. Er will seine Söhne abends mit ins Bett bringen. „Mehr Geld bedeutet weniger Zeit für die Familie.“ Das will Lohner nicht.

Bildung ist der Familie wichtig. Ihre Söhne würden sie gerne auf die Montessori-Schule schicken. Die kostet aber 130 Euro Schulgeld. „Das Konzept finden wir besser als herkömmlichen Frontalunterricht“, sagt Lohner. Sie berappen auch 30 Euro im Monat für einen Englisch-Kurs. „Der Kleine saugt das auf wie ein Schwamm.“

Zum nächsten Fallbeispiel: Angst vor dem Abstieg: Beispiel Manuela Moers

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