Home
http://www.faz.net/-gqe-768nt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Digitale Exzellenz

Falsche Angaben über Inflation IWF tadelt Argentinien wegen Schummel-Daten

Argentinien hat laut dem Internationalen Währungsfonds nicht korrekte Wirtschaftsdaten weitergegeben. Die wirkliche Inflationsrate sei höher als von Argentinien gemeldet. Bis September soll das Land korrekte Daten vorlegen.

© AP Vergrößern Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Argentinien wegen der Weitergabe nicht korrekter Wirtschaftsdaten gerügt. Die Regierung des lateinamerikanischen Landes solle bis spätestens September die Erhebung der Statistiken über Inflation und Wirtschaftswachstum anpassen, hieß es in einem offiziellen Tadel (“declaration of censure“), den der IWF am Freitag in Washington veröffentlichte. Es handele sich um die erste Mahnung dieser Art, teilte ein Sprecher zuvor mit.

Die Inflationsdaten, die Argentinien an den IWF liefere, seien etwa um ein Drittel geringer als Statistiken, die unabhängige Experten errechneten, verlautete in Washington.

Die Regierung in Buenos Aires und der IWF liegen seit längerem im Streit. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hatte sich bereits im vergangenen Jahr verärgert geäußert, nachdem der IWF mit einer entsprechenden Rüge drohte. Seit 2007 wird über das Zahlenwerk des Landes gestritten.

Argentinien lässt seit längerem keine IWF-Mitarbeiter zur Prüfung der Daten ins Land. Cristina Fernández de Kirchner hatte im Jahr 2010 gesagt, das Land arbeite an einem neuen Verbraucherpreisindex, der neue Konsumgewohnheiten beachte.

Argentinen hatte im Jahr 2001 seinen Schuldendienst einstellt. Der Staasbankrott war einer der größten in der Geschichte.

Quelle: DPA-AFX/Bloomberg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner entgeht Anklage

Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner wird nicht wegen der vermuteten Vertuschung eines Terroranschlags angeklagt. Ein Bundesrichter verwarf die Anklage, die der inzwischen tote Staatsanwalt Nisman vorgebracht hatte. Mehr

26.02.2015, 19:09 Uhr | Politik
Nach Staatsanwalt-Tod Argentiniens Präsidentin will Geheimdienst auflösen

Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat gut eine Woche nach dem ungeklärten Tod des Staatsanwaltes Alberto Nismann die Auflösung des argentinischen Geheimdienstes angekündigt. Mehr

27.01.2015, 09:44 Uhr | Politik
Argentinien Alte und neue Schuld

Mit der umfassenden Reform des Geheimdienstes wollte Argentiniens Präsidentin eine historische Schuld abtragen. Doch nach dem mysteriösen Tod eines Staatsanwaltes sieht der eilige Umbau wie ein politisches Manöver aus. Mehr Von Matthias Rüb, São Paulo

26.02.2015, 16:37 Uhr | Politik
Wie im Krimi Argentinien rätselt um toten Staatsanwalt

Der plötzliche Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman in Argentinien wirft Fragen auf. Die Behörden gehen von einem Suizid des 51-Jährigen aus, dessen Ermittlungen unter anderem Präsidentin Cristina Kirchner belastet hatten. Mehr

20.01.2015, 15:14 Uhr | Politik
Argentinien Zehntausende demonstrieren für Aufklärung im Fall Nisman

Vor einem Monat wurde Sonderermittler Alberto Nisman in Buenos Aires tot aufgefunden - unter rätselhaften Umständen. In Schweigemärschen haben nun Zehntausende die Aufklärung des Falls gefordert. Und gegen Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Mehr

19.02.2015, 11:03 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.02.2013, 22:28 Uhr

Gefühlt belästigt

Von Sven Astheimer

Jeder Zweite hat am Arbeitsplatz schon sexuelle Belästigung erlebt oder beobachtet, sagt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Arbeitgeber müssen künftig noch sensibler werden. Frauenberatungsstellen sehen die Wirtschaft aber schon auf gutem Weg. Mehr 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Was binnen einer Minute im Internet passiert

4 Millionen Suchanfragen bei Google, 277.000 Tweets, 100.000 Freundschaftsanfragen bei Facebook: Hätten Sie gewusst, was binnen einer Minute im Internet passiert? Unsere Grafik des Tages zeigt es. Mehr 6

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden