16.09.2009 · Offenbar hat sich Facebook jenseits eines Kults als zentrales Instrument bei der Kontaktpflege etabliert. Schiere Popularität ist indessen nicht gleichbedeutend mit sprudelnden Umsätzen. Ein klares Geschäftsmodell fehlt noch.
Von Roland LindnerDie Online-Gemeinde Facebook verdient Respekt dafür, im schnelllebigen Internetzeitalter zu einer festen Größe geworden zu sein. Es gab Zweifler, die meinten, Facebook könne durch neue Phänomene wie Twitter aus der Mode geraten oder in eine ähnliche Sinnkrise stürzen wie der Wettbewerber Myspace. Aber Facebook baut seine Nutzerzahlen auch fünf Jahre nach seiner Gründung in atemberaubendem Tempo aus.
Offenbar hat sich Facebook jenseits eines Kults für viele Menschen als zentrales Instrument bei der Kontaktpflege etabliert. Schiere Popularität ist indessen nicht gleichbedeutend mit sprudelnden Umsätzen. Facebook erzielt nennenswerte Umsätze; im Verhältnis zur gigantischen Nutzergemeinde sind die Einnahmen aber doch spärlich. Anders als Suchmaschinen wie Google sind Online-Gemeinden wie Facebook bislang keine Goldgruben. Dabei müht man sich redlich: Das Unternehmen feilt an Werbekonzepten und experimentiert mit anderen Einnahmequellen wie einem Online-Bezahlsystem.
Ein klares und zukunftsträchtiges Geschäftsmodell ist indes noch nicht gefunden. Bis es so weit ist, tut Gründer Mark Zuckerberg gut daran, seine Pläne für einen Börsengang weiter in der Schublade zu lassen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.556,50 | +0,82% |
| EUR/USD | 1,2492 | −0,39% |
| Rohöl Brent Crude | 106,54 $ | −0,67% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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