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F.A.S. exklusiv : Viele Krankenhaus-Patienten sind mangelernährt

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142 Millionen Mittagessen werden in deutschen Krankenhäusern jedes Jahr serviert. Aber nur jeder Zweite isst auf. Bild: Frank Röth

Patienten in Deutschlands Krankenhäusern essen nicht genug. Jeder vierte kommt schon mangel- oder unterernährt in die Klinik. Dort folgt oft ein weiterer Gewichtsverlust. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin schlägt Alarm und macht einen Vorschlag.

          Patienten in Deutschlands Krankenhäusern essen nicht genug. Jeder vierte kommt Studien zufolge schon mangel- oder unterernährt in die Klinik. Dort folgt dann in der Mehrzahl der Fälle ein weiterer Gewichtsverlust. Schlimmer noch: Selbst viele anfangs normal ernährte Patienten zeigen nach dem Aufenthalt im Krankenhaus Anzeichen von Mangel- oder Unterernährung. Das behindert ihre Genesung erheblich.

          Deshalb fordert die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin eine zusätzliche verpflichtende Untersuchung aller Patienten, wie sie beispielsweise in den Niederlanden schon praktiziert wird: Bei der Aufnahme ins Krankenhaus und danach in regelmäßigen Abständen sollen alle Patienten gewogen und nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt werden, damit die Behandlung frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagieren kann.

          Das würde nach Ansicht der Ernährungsmediziner auch viel Geld sparen: Auf bis zu 5 Milliarden Euro veranschlagt die Fachgesellschaft die von Mangelernährung im Krankenhaus verursachten Mehrkosten in einem Konzeptpapier, das der F.A.S. vorliegt.

          Am Essen wird in den Kliniken kräftig gespart

          Die Summe entspricht mehr als dem Doppelten der jährlichen Gesamtausgaben der deutschen Kliniken für die Verpflegung ihrer Patienten. In der Vergangenheit haben die Krankenhäuser an diesem Posten kräftig gespart. Einer Umfrage unter Krankenhausbetreibern zufolge belaufen sich die Ausgaben nun auf durchschnittlich 12,73 Euro je „Beköstigungstag“ und Patient – mehr Geld ist nicht drin. Vor zehn Jahren waren es 10 Cent mehr.

          Berücksichtigt man den zwischenzeitlichen Anstieg von Lebensmittelpreisen und Gehältern, sind die Verpflegungsausgaben der Krankenhäuser nach Berechnung der Beratungsgesellschaft K&P Consulting sogar um 15 Prozent gesunken. Außerdem lassen viele Kliniken ihre Küchen veralten. Im Durchschnitt sind die Krankenhausküchen 26 Jahre alt, der Investitionsstau beläuft sich demnach auf rund 700 Millionen Euro.

          Den ausführlichen Bericht über die Defizite des deutschen Krankenhausessens lesen Sie am Sonntag, 20. August in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung oder am Samstag ab 20 Uhr im E-Paper.

          Quelle: lzt./F.A.S.

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