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Eva Pfaff-Düker, Franken „Ich kann alles, außer Technik“

01.06.2008 ·  Sie wurde sanft vom Vater auf den rechten Pfad gebracht. Heute dankt sie ihm dafür. Ihr Weingut ist mehrfach ausgezeichnet. Die Junior-Chefin setzt Prioritäten: wenige Sorten, vor allem Silvaner und Riesling, und eine kleine Menge exquisiten Spätburgunder.

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Manche der Gäste auf ihrem Weingut in Volkach reagieren auf Eva Pfaff-Düker erstaunt: „Die erwarten einen Kellermeister mit roter Nase und dickem Bauch“, erzählt die 42 Jahre alte Fränkin belustigt. Das hat sie beides nicht zu bieten. Dafür aber ein abgeschlossenes Önologie-Studium, eine Ausbildung an der Berufsakademie und zehn Jahre Erfahrung im väterlichen Weinkeller.

Ihr Vater hat sie sanft auf den rechten Pfad gebracht. Ursprünglich hatte Pfaff-Düker Naturwissenschaften studieren wollen, ihr Vater plädierte für Weinbau: „Da hast du alles - Biologie, Physik und Chemie.“ Heute gibt sie ihm recht. „Ich kann alles, außer Technik. Und dafür habe ich zum Glück den richtigen Mann.“

„Unsere Kunden kaufen ein Weinerlebnis“

Mit dem Maschinenbau-Ingenieur leitet sie neben dem mehrfach ausgezeichneten Weingut nahe Volkach am Main auch das Romantik-Hotel der Eltern. „Zur Schwane“ heißt das Haus. Und drei Kinder hat die Unternehmerin auch noch zu versorgen. Mehrmals täglich fährt sie zwischen ihren Betrieben hin und her. Runter in den Ort an der Mainschleife, um im Hotel nach dem Rechten zu schauen, hoch auf den Hügel, wo ihr Urteil im Weinkeller gefragt ist. Als die junge Frau das Weingut im Jahr 1996 übernahm und rasch von 9 auf 25 Hektar erweiterte, war das noch eine kleine Sensation im Land der Bocksbeutel. „Um den hiesigen Wein stand es damals nicht besonders“, berichtet die Winzerin selbstbewusst. „Zu viel Menge, zu wenig Feinschliff.“

Die Junior-Chefin setzte Prioritäten: wenige Sorten, vor allem Silvaner und Riesling, und eine kleine Menge exquisiten Spätburgunder. Von dem kostet die Flasche knapp 30 Euro. „Unsere Kunden kaufen ein Weinerlebnis, da schwingt viel mit rein“, erklärt die Winzerin den Preisunterschied zur Flasche aus dem Discounter. „Wer seinen Wein zum Spülmittel in den Einkaufswagen packt, verpasst viel.“

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