Zypern, das zweitkleinste Mitgliedsland der Währungsunion, ist vor allem wegen der Krise Griechenlands in eine bedenkliche Schieflage geraten. Denn die Abwertung griechischer Staatsschulden hat auch einen Großteil der Aktiva zyprischer Banken vernichtet. Nun hätte Zypern gerne auch Unterstützung aus europäischen Rettungsfonds, doch über Gegenleistungen für die gewünschten Rettungssummen wollen die Zyprer offenbar nicht so gerne verhandeln.
Mit fehlender Offenheit und Transparenz befördern Zyperns Regierende die Spekulationen darüber, dass Zyperns Geschäftsmodell auf den Finanzmärkten womöglich nicht besonders präsentabel ist. Bevor Zypern Hilfe erhält, sind Antworten auf unangenehme Fragen nötig: In welchem Maß finanzierten sich die Banken bisher über Einlagen aus einer Grauzone in Osteuropa? Hat die Bankenaufsicht bisher nicht so genau hingesehen?
Wenn Zypern klare Antworten schuldig bleibt und gleichzeitig versucht, die wackeligen Banken durch die Hintertür mit Zentralbankgeld über Wasser zu halten, verspielt die Insel die Glaubwürdigkeit, die für eine Mitgliedschaft in der Währungsunion nötig ist - aber auch für Rettungskredite aus Brüssel.
Warum keine Strafanzeige gegen M&S?
Volker Kraft (volkerkraft88)
- 18.01.2013, 21:00 Uhr
Der ELA-Express!
Joachim Schroeder (Pequod)
- 15.01.2013, 19:37 Uhr
Zypern wird von den Dummen in Brüssel u. der EZB sein
benötigtes Geld erhalten, SChwargelder
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 15.01.2013, 17:17 Uhr
Volle Zustimmung und
Rainer Egold (Humanitas)
- 15.01.2013, 16:16 Uhr
Zypern zeigt den ganzen Wahnsinn der EU
michael werner (glaubs-nicht-mehr)
- 15.01.2013, 13:45 Uhr