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Wirtschaftsgeschichte Der zweifelhafte Nutzen des Schuldenrückkaufs

 ·  Griechenland soll nach dem Willen des Internationalen Währungsfonds einen Teil seiner Schulden zurückkaufen können. Das Beispiel Lateinamerika zeigt aber, dass sich das oft nicht lohnt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)

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Marco Maier

Das bestehende Finanzsystem muss zusammenbrechen...

...denn so wie es derzeit aufgebaut ist, hat es keine Zukunft mehr. Ich habe dies in meinen Büchern "Operation Neustart" und "Eine soziale Marktwirtschaft schaffen" auch schon deutlich aufgezeigt.
Ohne eine grundlegende Reform wird es nur noch schlimmer. Da nützen die ganzen Finanztricks auch nicht mehr.

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Simon Eichendorff

Wie hebelt man einen grossen Schaden auf das Zehnfache?

Finanztransaktionen dieser Grössenordnung mit Ansage sind wirtschaftlicher Selbstmord. Das hätte man anders machen müssen, z.B. Gleich anfangs eine Zusage der Eu Staaten an die Banken, innerhalb einer kurzen Frist alle GR Papiere zu 60 Prozent zurückzukaufen, und die Papiere dann in Ruhe mit GR zu verhandeln. Inzwischen hat der Markt durch Auf und Ab schon ein Mehrfaches der Schulden hin und herbewegt, und das zum Schaden der Pensionskassen, also der Steuerzahler. Es kann ja nur schiefgehen, wenn ein Marktteilnehmer Staat seine Absichten offen diskutiert, und andere Marktteilnehmer wie die Banken sich je nach Situation rasch nach Profit orientieren können.

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Joachim Schroeder

''Europaeliten''

Bei soviel Inkompetenz dieser ''EU'' Finanzstrategen auf einen
Haufen wird am Schluß die gesamte ''EU'' pleite sein und nur
Griechenland mit seiner alten Drachme wie der Phönix aus der
Asche steigen!
Im Gegensatz zu dieser ''EU'' hat Griechenland nach fünf Staats-
pleiten mehr Erfahrung in dieser Richtung als die gesamte selbst-
ernannte ''Europaelite'', die vielleicht dann noch nicht einmal
merkt, daß sie gründlich reingelegt wurde!

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 29.11.2012 09:18 Uhr

Das Missgebilde inkompetenter Politiker

Viele Köche verderben den Brei. Jetzt sitzt Europa auf einem Konstrukt, das nur für die Urheber Jobgarantien weit über 2024 bedeutet, Griechenland aber keinen Deut nach vorne bringt.
Dieses Suppentheater hätte man einfacher haben können, indem man auf klügere Köpfe hört, Besserwisserei ablegt oder sich an A. Herrhausen erinnert, der früh erkannte, dass "stark verschuldete Länder ihre Schulden nie zurückzahlen können. Und wenn sie es täten, würde das ihre Lage noch verschlimmern. Das einzig Richtige sei, den Ländern Schulden zu erlassen und sie im Gegenzug zu wirtschaftlichen Reformen anzuhalten."

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Erwin Stahlberg

Demokratie ist wichtig --- = für die EU ein chinesisches Dorf

Eine sogenannte UNION,
die viele ihrer Mitglieder gigantische Verluste erleiden laesst
--- durch BANKEN-Rettungen ---
ist nicht nur n i c h t s wert, sondern teuflisch schaedlich!

In ihr werden Menschen von Panik erfasst.

So etwas ist unhaltbar und muesste s o f o r t beendet werden.
Die deutschen Volksvertreter sind gefordert
--- und n u r sie (!)---
und nicht der Herr Juncker aus Luxemburg.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 29.11.2012 09:06 Uhr

Schuldenrückkauf = Bailout, Teilinsolvenz auf unsere Kosten

Nennen Sie es, wie Sie wollen. Der Rückkauf ist nichts anderes als das. Der Kreditgeber zB Deutschland zahlt die fehlende Summe
Unsere Politiker sind Feiglinge, Vertuscher. Keiner hat das Rückrat, die Wahrheit zu sagen und die Konsequenzen zu ziehen. Weiterwursteln und den Karren immer tiefer in den Dreck schieben - das ist die Handlungsmaxime von Schäuble, Merkel und Co.
Die Presse? Wer berichtet - nicht nur mal nebenbei - von den Demonstrationen und Katastrophen in den betroffenen Ländern. 50% Arbeitslosigkeit in Spanien: Eine ganze Jugendgeneration geht verloren! Aber es wird weiter gemacht! Ein Verbrechen ist das.

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Hanspeter Bühler

In allen Foren in der FAZ

entrüsten sich die FAZ-Leser über die Griechenland-Hilfe. Der Tenor ist eindeutig und ich frage mich, ob der Rest der deutschen Bürger inzwischen nicht auch so denkt. Mir scheint es der Tenor ist eindeutig: Die Steuerzahler werden von allen Parteien belogen und betrogen. Was heute versprochen wird wird morgen schon wieder umgestossen. Nicht Griechenland passt sich der schlimmen Lage an sondern die EURO-Auflagen werden den nach wie vor unübersichtlichen Staatsfinanzen angepasst. Ich bin überzeugt, dass die EU-Verantwortlichen nur noch Prestigedenken und Selbstzwecke als Motive für solche Fehlentscheide im Fokus haben. Die Krux ist aber dass diese überhaupt nie eine Verantwortung übernehmen müssen - so ist Politik. Was tun? Steuerboykott? Wahlenboykott? Der Politik muss ernsthaft klargemacht werden, dass es jetzt reicht!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.11.2012 22:21 Uhr
Ulla Nachtmann

Umfragen

Bild machte vorgestern eine Umfrage online. Als ich mittags schaute hatten mehr als 10500 abgestimmt. 94% dagegen. Dito n-tv, auch 94%.
Kugelt man, findet man noch mehr Umfragen zu "Griechenlandhilfe".
Schaut man in Foren der DMN, Welt etc. findet man 99% Ablehnung und Abscheu.
Der Wahltag kommt am 22. September 2013!
Wa 2013, PdV, Die Freiheit kugeln.

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Christian Fischer

Schnickschnack

Sie vergessen
- Die sogenannten Multiplikatoren der Gesellschaft gehen in hoher Zahl konform mit der ZEIT oder der SZ, d.h. die Lage wird max. nur insoweit schonungslos analysiert, um dann immer festzustellen, dass eine Insolvenz oder ein Austritt etc. noch viiiiiel schrecklichere Folgen hätte.
- Die vielen Technokraten, die sich POLITISCHEN Schlussfolgerungen verweigern und nach einer "Lösung" suchen, als ob es sich hier ausschließlich um eine sachliche und unpolitische "System-Frage" handeln würde.
- Die vielen angeblich weniger gebildeten Bürger, deren privat geäußerte gesunde Skepsis aufgrund der Komplexität des Themas und der vorherrschenden Öffentlichkeit (siehe erste beide Spiegelstriche) unsicher oder schon politikmüde sind.
VOR ALLEM LETZTERE GILT ES ZU GEWINNEN - ALSO BEKENNEN SIE SICH ÖFFENTLICH (womit ich nicht das Forum meine) und helfen Sie durch viel Geduld mit, die "Schweigespirale" zu durchbrechen.

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Otto Berger
Otto Berger (Novaris) - 29.11.2012 07:26 Uhr

Der lange Weg zur Erkenntnis

Der EURO ist ohne gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik + Länderfinanzausgleich fehlkonstruiert.
Die gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik wird es absehbar niemals geben. Es bleibt der Länderfinanzausgleich --- die Schuldenunion.
Einige Staaten der EURO-Zone werden aufgrund ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Basis - selbst bei härtesten Sparmaßnahmen - Transfers benötigen.
Griechenland ist ein solcher Staat.
Ein Großteil der griechischen Staatsschulden sind somit als "nicht geleistete Transferzahlungen" zu bewerten und a b z u s c h r e i b e n .
Diese Erkenntnis scheint sich nach und nach z u n ä c h s t im Griechenland-Drama durchzusetzen.
Es geht der Politik nur noch um die Beantwortung der Frage : Wie sage ich es dem Steuerzahler, der die (unbezahlbaren) Belastungen zu tragen hat
---- insbesondere vor der BT-Wahl 2013 ???
Eine ganz andere Frage ist, ob es nicht ratsam erscheint, im EURO-Drama
(auch wegen der Rechtsbrüche) endlich den Resetknopf zu drücken ??

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Hans-Joachim Kirchner

ich weiß ja

dass der neudeutsche Terminus "Schuldenrückkauf" einen semantischen Schwachsinn bedeutet,
aber es gab bisher zu diesem ökonomischen Irrsinn keine Bezeichnung.
Wie auch immer, und was auch immer die Griechen "zurückkaufen" - es wird per Saldo nur mit dem Geld der restlichen Europäer - und einer Alimentierung durch die wirtschaftlich Soliden ! - möglich sein.
Die Frage zur Moral und Gerechtigkeit möge den Philosophen der Stoff für Jahre reichen...
Zur ökonomischen Frage jedoch "erlaubt" sich ein kleiner Ökonom anzumerken:
was sollte sich bis 2022 - bis 2040 - bis 3000 - jemals ändern, wenn eine Bananenrepublik, deren Lohn-Stückkosten mindestens das 1,6-Fache des europäischen Durchschnittes beträgt,
nicht - alternativ -
a) jährlich das 100.000-Fache an Oliven und Metaxxa esportiert, oder
b) restliche europäische Unternehmen dort signifikant investieren (aber weshalb sollten sie ?),
oder
c) sich alle dortigen Parasiten (Steuerflüchtlinge etc.) plötzlich solidarisch zeigen - oder-oder...

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Paul Hansen

Volksverdummung fuer Fortgeschrittene!

Der Anteil der nicht-Troika Schulden am gr. Gesamtschuldenberg ist gering.... von daher bringt der Schuldenschnitt nur - die IWF Mitwirkung an der Verlaengerung des Dramas, preferably bis nach September 2013.
Es kostet uns viel Geld - die EUR 10Mrd werden wir nie wiedersehen, es handelt sich um Wahlkampfkosten....
Wieviele Kindergaertenplaetze und Foerderung fuer benachteiligte Kinder koenn(t)en wir davon bezahlen?

Wann tun wir alle endlich was ausser uns hier die Finger wund schreiben?

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 28.11.2012 23:36 Uhr

Schuldenrückkauf lohnt nicht immer

Das Manöver ist zu durchsichtig, miserabel ausgeführt und als reine Finanztrickserei entlarvt. Der Ruf aller Teilnehmer wird also weiter lädiert. In ein Umfeld dieser Qualität investiert niemand - jede Investition in dieses Umfeld ist Spekulation

Und die Rechnung? Natürlich gewinnt man ein paar Euro - aber die muß ein anderer zahlen - zB Deutschland, welches den Kredit für den Rückkauf zu 0% bereitstellt und auf einen Teil der Rückzahlung verzichtet (Inflation bei langer Laufzeit).

Es ist wieder einmal kein Schritt in Richtung Problemlösung und damit ein Rückschritt.

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udo fischer
udo fischer (udo44) - 28.11.2012 19:01 Uhr

Schuldenrückkauf lohnt sich immer

Selbstverständlich lohnt sich ein Schuldenrückkauf immer, wenn der Kredit, den ich zum Rückkauf nutze, einen geringeren Schuldzinssatz und eine längere Laufzeit hat.
Ausserdem sollte der Schuldenrückkauf, abhängig von dem Kurs der Anleihen, flexibel über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.11.2012 07:32 Uhr
Helmut Krebs
Helmut Krebs (H_Krebs) - 29.11.2012 07:32 Uhr

Für wen?

Schuldenrückkauf lohnt für die Gläubiger, wenn die Alternative Schuldenschnitt wäre. Griechenland braucht Impulse für Wachstum, Investition in produktive Bereiche. Dazu sollte es mit einer Parallelwährung den Eurodruck auflösen.

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Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 28.11.2012 23:53 Uhr

wo sind wir bloß angekommen ?

Hütchen rechts, Hütchen links, Hütchen in der Mitte !
Und noch mal ganz schnell von vorn.
Am Besten 20 Mal.
Gut zugeschaut ?
Nein !

Also nochmal von vorne.

Das Spiel nennt sich BWLVWL und ist sehr beliebt.

So, Günther,Andreas,Michael,Clemens usw. Ihr tapferen globalen Helden unserer Neuzeit.

Unter welchem Hütchen liegt jetzt die Münze ?

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Jahrgang 1965, Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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