Home
http://www.faz.net/-gqu-z61j
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wege aus der Schuldenkrise in Europa Merkel fordert einheitliches Rentenalter

 ·  Angesichts der Milliardenhilfen für Griechenland und Portugal hat Bundeskanzlerin Merkel das frühe Renteneinstiegsalter und die Urlaubsregelungen in einigen EU-Ländern kritisiert. Griechen, Portugiesen oder Spanier könnten nicht früher in Rente gehen als deutsche Arbeitnehmer.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (56)

Vor dem Hintergrund der Milliardenhilfen für angeschlagene Euro-Staaten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das frühe Renteneinstiegsalter und die Urlaubsregelungen in einigen Ländern kritisiert. Es gehe nicht nur darum, keine Schulden zu machen, sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Parteiveranstaltung am Dienstag in Meschede in Nordrhein-Westfalen.

„Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen - das ist wichtig.“ Nach heftigem Streit wird in Deutschland derzeit das Renteneinstiegsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre heraufgesetzt.

EU-Bürger gehen meist unter 62 in Rente

Merkel fügte weiter hinzu: „Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“ Gesetzlich festgelegt sind in Deutschland mindestens 20 Tage Urlaub.

Schon im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission in einem Grünbuch gefordert, das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Derzeit gehen EU-Bürger im Durchschnitt mit 61,4 Jahren in Rente.

Erst in der vergangenen Woche hatte die dänische Regierung beschlossen, das Rentenalter bis 2022 von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen. Die bisherigen Möglichkeiten für den Vorruhestand sollen stufenweise von fünf auf drei Jahre vor Erreichen der Altersgrenze verkürzt werden.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen