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Staatsanleihen

Irland
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04.11.2009

Irland

Irland steht bei vielen ganz oben auf der Liste der potentiellen Pleitekandidaten. Mit einer Neuverschuldung von 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) stechen die Iren sogar noch die Griechen aus. 2010 sollen es sogar astronomische 14,7 Prozent sein. Dabei hört schon bei drei Prozent auf, was Finanzmathematiker langfristig für bezahlbar halten. Die irische Wirtschaft dürfte das Defizit nicht so schnell ausgleichen: Sie ist um 7,2 Prozent geschrumpft, und die Bauindustrie ist nahezu kollabiert. Zudem bremst die hohe private Verschuldung den Konsum. Immerhin steuert die Regierung bereits mächtig gegen: Die Gehälter von Staatsbediensteten hat sie um 5 bis 15 Prozent gekürzt. Sie führt weniger Rentenbeiträge für die Staatsangestellten ab und hat Sozialleistungen gekürzt. Noch ist die Staatsverschuldung insgesamt mit 82 Prozent der Wirtschaftskraft (für 2010) nicht ganz ausgeufert. Aber alle hoffen, dass die Regierung nicht für zu viele Ausfälle der Banken geradestehen muss. Sie hat nämlich Giftpapiere für 54 Milliarden Euro übernommen. Würden die wertlos, stiegen die Schulden auf 110 Prozent.