14.03.2012 · Nach der Entscheidung der Eurogruppe bekommt Spanien mehr Spielraum als ursprünglich vorgegeben, muss aber auch sparen. Ist die Regierung in der Lage, sich an die Vorgaben zu halten?
Von Werner Mussler, BrüsselRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Spanien hat die Größe, um eine Parallelwährung zum Euro einzuführen
Oder auch in wirtschaftlich abgehängten Regionen mit anderer
Mentalität eine eigene, ausschließliche Währung
einzuführen, z.B. in Andalusien.
So könnte zumindest der Tourismus wieder in Fahrt kommen, der wegen
des teuren Euros immer weniger Gäste anlockt.
doch der ehrenwerte Euro-Gruppenchef Juncker räumt ihnen Schonfrist
ein - und die Opfer zollen auch noch Beifall.
Nun zur Realität: Seit zehn Jahren, also praktisch mit der
Einführung des Euro (welch ein Zufall!!) entwickelten sich der
Industrieproduktionsausstoß der PFIGS gegensätzlich.
D + 18%
P - 19%
F - 8%
I - 18%
G - 28%
ES- 17% (Quelle : Eurostat).
Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Währung; ohne Sinn und
Verstand zusammengeschnürt ökonomischen Nullen.
Die Lunte brennt und die Pyromanen warten mit steigender Erregung und
Freudentränen in den Augen auf den großen Knall.
Die Methode Berlusconi - jetzt auch in Spanien
Herr Berlusconi versprach auch grosse Einsparungen - alle aber hatten
denselben Haken: Sie fanden nie aktuell, sondern stets erst in den
kommenden Jahren statt. So geht das auch in Spanien. Grosse
Verkündungen, aber all das erst in der Zukunft. Heute muss das Geld
noch rausgehauen werden.
Danke an die FAZ ! Im real existierenden, generellen
Irreführungs-Szenario unseres nahezu gleichgeschalteten deutschen
Mediensyndikates hat sie die Rolle der Faktenbenennung übernommen.
Bitte halten Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal auch in Zukunft bei!
Vielleicht würden die Deutschen aufwachen, wenn Bayern München und Borussia Dortmund sich in die paar 100 Millionen Schulden der spanischen Topvereine teilen müßten. Spätestens, wenn Uli Hoeneß das erste Interview gäbe.
In Spanien spekuliert man auch auf einen Schuldenschnitt. Nachdem man in dem Bauboom Milliarden sinnlos versenkt hat, weil der Euro billige Kredite erlaubte. Wir können nur raus aus diesem Elend. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Ich wechsele schnell einen ausgezehrten Ackergaul gegen einen frischen
von der Weide und glaube dann fest daran, dass der massige Kerl den
rassigen und guttrainierten Reitpferden aus der spanischen Hofreitschule
beim Springderby ernsthaft Konkurrenz machen kann. Und wenn nicht, dann
muss der Gaul nur etwas an die Kandarre genommen werden, dann klappt das schon.
Und ich sitze in der ersten Reihe und staune ob dieses atemberaubenden
Spektakels, das mir Juncker und seine Eleven darbieten.
Der wäre neu
zumindest mir. Mit Dressurpferden zum Springen? Da würden Sie wohl tatsächlich nur gegen Ackergäule gewinnen. :)
Wer an die Floskel Stabilitätspakt geglaubt hat, darf auch an den Weihnachtsmann
und alle anderen Versprechen glauben.
Wer Ökonom ist - und zwar ein ernsthafter - der liest dann doch
eher Prof. Sinn´s Bücher und weiss, dass wir kurz vor dem
Abgrund stehen.
Leider.
Wenn gespart wird, um künftig weniger für Güter ausgeben
zu müssen, dann spricht man von Deflation. Wenn Spanien spart, um
sinkende Preise zu provozieren, dann muss man sich fragen, ob damit die
Konjunktur angekurbelt wird. Frage also an uns: Kaufen wir in einem Jahr
einen Seat, weil wir mit günstigeren Preisen rechnen können?
Wohl kaum. Die Kaufentscheidungen für spanische Güter
hängen nicht nur vom Preis, sondern auch von der Qualität ab.
Also durch Sparen allein ist kein Wachstum zu initiieren. Wo sind die
guten Produkte für den Weltmarkt, um wieder mehr Arbeitsplätze
zu schaffen. Derzeit sind 50% der Jugendliche ohne Arbeit und 25% der
Erwachsenen. Daraus folgt: Spanien ist Griechenland hoch Zwei!
Seat gehört VW
Seat gehört seit 1986 zum Volkswagen-Konzern, dessen Konzernchef
2011 siebzen koma vier Millionen verdient hat. Hätte vielleicht in
der Qualität von Seat etwas mehr investieren sollen?
Es gibt sehr gute Spanische Marken Fabrikaten. Als Beispiel habe ich
sehr gute Erfahrungen mit Edesa und Fagor gemacht. Eigentlich viel
bessere Erfahrung als mit Dt führenden Marken, ausser AEG, die
immer sehr gut war.
Aber, aus für mich unerklärlichen Gründen, kommen die
Spanische Marken gar nicht in die Dt Markt, obwohl sie viel, viel
günstiger als die Dt sind. Könnten vielleicht sie das
erklären?
GR-HOCH 2
Die Spanier betonen auf jeden Fall dass Spanien ist kein Griechenland
(Espania no es Grecia)
wahrscheinlich aus Angst oder Arroganz