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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Standpunkt Warum auch Spanien auf einen Euro-Austritt zusteuert

 ·  Bislang konzentrieren sich die Spekulationen über einen Euro-Austritt auf Griechenland. Doch die Bankenkrise in Spanien ist so schlecht gemanagt, dass sie zu einer noch größeren Gefahr für den Euro wird. Ein Standpunkt des Ökonomen Harald Hau.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (51)

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Jack Murphy

Die Gier und politisches Unvermögen

So landet die grandiose Idee von einem Europa der Vaterländer in Frieden (de Gaulle, Adenauer) in der Latrine der Geschichte, weil die Finanzhaie den Hals nicht schnell genug voll bekamen. Die Übernahme der Regierungsgewalt durch die Bankster Papademos, Monti, Draghi und Rajoy sowie den egomanen Dilletanten Hollande sowie die Übertragung aller Lasten aus dem ESM auf Deutschland wird in gemeinschaftlichem Bankrott der EWU und in Verelendung der Steuerzahler in der BRD enden. Armes Deutschland.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:04 Uhr

Extrem bis bizarr !

Das Zustandekommen der Spanischen Immobilienkrise ist nicht nur unglaublich, sondern sogar unentschuldbar. Es ist extrem bis bizarr, dass einer Reinemachfrau, die familiärer Einzelverdienerin ist, Kredite für 2 Eigentumswohnungen gewährt worden sind. Die Boni der Bankberater richteten sich nach dem Umsatz, nicht nach der möglichen Tilgung. Jede Bank in Schieflage hat also die Ursachen für einen mgl. Konkurs selbst und ohne fremde Einfluss- nahme gesetzt. Wieso sollten Staaten mit höherer Finanzkultur für diesen span. Wahnsinn aufkommen ? Der Gewinn einer Fußball-EM kann diese Verrücktheit nicht ausgleichen.

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walter Schmitt

Diesen Artikel

sollte an jeden Volksvertreter verteilt werden. Vielleicht sind sie dann fähig sich über ihren sogenannten Koalitionsdruck hinwegzusetzten! Merkel bekommt eine umrahmte Ausführung hinter Glas! Wird dann später als Grabschmück dienlich sein!

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Stefan Leitner

Unvorstellbare Zahlen

Hier sind die Schulden der Spanier sehr schön visualisiert: http://demonocracy.info/infographics/eu/debt_piigs/debt_piigs.html

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 17:11 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:11 Uhr

Nehmen sie die Zahlen des ifo-Instituts

Bis dato:
Zugesagte Kredite = 1,415 Billionen, Nach dem Euro-Plus = 2,205 Billionen, Bürgschaft der Deutschen = 780 Milliarden. Deutscher Anteil der unkündbaren Verträge = 27 % jeden Betrages. In den Balkendiagrammen des ifo (Prof. Sinn) sind die Einzelpos. genau enthalten.
Sinn sprach heute morgen von einem Ausverkauf dt. Interessen und dt. Geldeinlagen: Gerettet wurden die Börsen und Banken, die zuviele faule Kredite vergaben.

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Matthias Rimkus

Bankenumbau in Spanien ist ein Chaos

Was Spanien gemacht hat ist das simple Zusammenschließen von Sparkassen und Banken, meist so, wie es gerade kam. Hauptsache Größe um systemrelevant zu werden. Organisatorisch, Risiko mindernd ist da gar nichts aufeinander abgestimmt. Der Einfluss der Politik hat sich in dieser Zeit wenig geändert. Woher soll sonst diese Arroganz genommen werden europäische Gelder, mit dem Wissen dieses Geld zu verbraten, ultimativ einzufordern. In dem Land stimmt im Bankensektor außer Megalomanie gar nichts. Seit 25 Jahren verfolge ich die Entwicklung der dortigen Bankenlandschaft, insbesondere aus der Perspektive der einstigen Sparkassen (damals waren diese vom Grundprinzip den deutschen noch sehr ähnlich), und stelle heute fest: Die spanische Finanzwelt weiß, dass sie Fehler gemacht hat, sie will andere dafür einspringen lassen und selbst weitermachen - wie bisher. In den Supermärkten Spanies steht neben der Euro-Auszeichnung noch der Preis in Peseten. Das sagt alles.

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Michael Lemke
Michael Lemke (M-Lemke) - 01.07.2012 23:28 Uhr

Am Ende

wird es darauf hinauslaufen dass keiner mehr die Schulden bedient.

Wozu denn auch.

Die Leitlinie ist Schulden machen bis es kracht! Dann noch etwas mehr, werte beiseite schieben und Pleite einreichen. und neu beginnen. die werte aus dem Keller holen und alles ist gut.

Privat nennt man das Insolvensbetrug und wie nennt man das bei Banken und Staaten?

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Michael Lemke
Michael Lemke (M-Lemke) - 01.07.2012 23:21 Uhr

was bleibt

am ende?

Erst eine Analyse welche Staatten in wie weit mit im Schuldentopf vertreten sind dann das Ausfallrisiko analysieren und dann müssen die Länder eben auch entsprechend an der Rettung beteiligt werden - bei gleichzeitiger Verstaatlichung entsprechender teile der Geretteten Banken.

So einfach kann es sein

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Charlie Foxtrot

"Schuldner", nicht "Gläubiger"

"Die gewaltigen Auslandsverpflichtungen spanischer Gläubiger"

Sicher meinen Sie "Schuldner"...

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Lutz von Peter

Vor Austritt wird aber schnell noch der ESM/ESFM-Topf leergemacht

Letztendlich wird es nichts helfen und die Staaten, die in die Bredouille geraten müssen den Euroraum verlassen. Allerdings, und das ist was ernsthafte Ökonomen schon von Anfang an gesagt haben: erst werden die Bankrotteure alle europäischen Hilfstöpfe leerfressen und dan werden sie den Eruo zum implodieren bringen.
Unser Geld ist dann auf jeden Fall weg.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 11:47 Uhr
Gerhard Schmidt
Gerhard Schmidt (gsdsb) - 02.07.2012 11:47 Uhr

Das Geld ist nie weg...es haben nur andere !

Im Kern stimme ich der Analyse zu: erst werden alle Töpfe leergefressen, die von anderen gefüllt werden sollen... Typisches, völlig unverantwortliches Verhalten in "failed states" und sogenannten "Entwicklung - (hilfe-)ländern".
In allen Fällen aber gilt auch: Es geht kein Atom verloren und auch das Geld ist nicht weg... es haben nur andere ! Im Zweifel die Korruptokraten an der Spitze und all die, die an der nachhaltigen Dysfunktionalität (z.B. Bankster, Bauindustrielle...) kräftig verdienen konnten. Seht euch um in den europischen "Club Med -Ländern: Infrastruktur vom Feinsten und Unsinnigsten. Seht z.B. die Bankzweigstellen, Denkmäler, Statuen, leerstehenden Immobilien und großzügigen Parks in spanischen Provinzstädtchen. Ich sehe nicht ein, mit meiner Arbeit und meinen Steuern diese Fehlallokationen zu unterstützen und bin bestürzt über die unglaublich dümmliche Dreistigkeit des Verhaltens derer, die als Spitze der BRD unsere Interessen verscherbeln, nicht vertreten.

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Egbert del Moro

irrelevant ?

Unser aller Angela hat uns (nicht ganz) überzeugt, daß die Rettung fremder Banken in jedem Fall (durch uns Deutsche) zu geschehen hat, da diese doch systemrelevant seien.
Ergebis (Beifang): Das Parlament (Quasselbude) in Berlin ist jetzt wohl nicht mehr systemrelevant.
Also reichen doch 3-5 Vollzugsbeamte, um die Vorgaben der Herren Barroso, Monti, Junkers etc pp auszuführen - zum Kotzen !!!

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Siegfried Bauer

Geld regelt nicht alles – im Gegenteil

Spaniens Banken schon wieder retten, obwohl gerade sie im Dez. und Feb. ca. 500 Milliarden Euro-Geschenke der EZB aufsaugten.
Im April hatte die EZB weitere 319,9 Milliarden Euro an die SPANISCHE Banken vergeben, im Mai weitere 324,6 Milliarden Euro.
Natürlich alles rechtswidrig, alles auf Lug und Betrug aufgebaut, Euro eben.

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Walter Krämer

Geld regelt ALLES

Kaufen wir uns doch aus der EU frei. 100.000.000.000 mü0ßten eingentlich reichen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 17:15 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:15 Uhr

Kaum..

Deutschland ist Undank Merkel und Schäuble bereits heute in der Haftung für Ausfälle der
Schuldner i.H.v. € 780 Mrd.. 100 Millarden würden nicht reichen. Die Tendenz geht auf 1 Bio.
Alle halten praktisch die Schürze auf. Nur 3-4 von 17 EU-Staaten geben die Sterntaler. Es ist
wie im Märchen, nur, gut für die anderen.

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Torsten Klier

"Eine vorübergehende Wiedereinführung von Kapitalkontrollen"

Das wird die Lösung sein. Ganz sicher.

Der Euro wird eine Binnenwährung. Funktioniert prima. Ich habe viele Jahre in einem Land gelebt mit so einem System. Und ging es gut, wie uns die Wissenschaft alltäglich bewiesen hat.

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boris szekulics

Schöne Aussichten!

Das heißt in Kurzext, wir, europäische Steuerzahler, zahlen in Spanien private Investoren aus - und es wurde nichtmal in Betracht gezogen, private Investoren in eine "Restrukturierung" einzubinden.
Jetzt verstehe ich auch, warum sich selbst ansonsten so "liberale" Medien wie der Economist in dieser Situation auf einmal für die europäische Spendiervariante stark machen.

Richtig nett ist das!

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Meinrad Milz
Meinrad Milz (colmarc) - 30.06.2012 18:32 Uhr

Europäischer Traum ruiniert vom Finanzsystem

Möge diese ökonomische Analyse auch bis ins letzte Detail zutreffen, Europa sollte sich seinen europäischen Traum nicht von ausländischen Spekulanten ruinieren lassen. Nimmt die einzelnen Kreditgeber in ihre Verantwortung! Der gut informierte Investor wusste auch, dass die zu erwartenden höheren Einnahmen mit einem erheblich größeren Risiko verbunden waren. Europa möge ihm diese Tatsache nun ins Auge führen. Geld ist kein Selbstzweck! Das gegenwärtige Finanzsystem sollte nicht als Lückenbüßer für modernen Feudalismus am Leben gehalten werden.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 22:19 Uhr
Meinrad Milz
Meinrad Milz (colmarc) - 02.07.2012 22:19 Uhr

Die Staatsanleihe und das Auto

Vielen Dank für Ihre Kritik an meiner Weltsicht. Leider haben Sie mich nicht überzeugt. Staatsanleihen werden Niemandem aufgezwungen. Der Staat bittet nicht um Spenden, sondern verkauft eine Anleihe an den willigen Käufer. Wie beim Autokauf prüft der sachverständige Käufer das Produkt eingehend. Ist es billig – der Preis der Staatsanleihe. Fährt es schnell – die Rendite. Wie steht es mit der Garantie – die Kreditausfallversicherung. Vielleicht fragt er sich auch noch ob die Qualität des Autos seinen Anforderungen entspricht und er dieses später wieder verkaufen kann – die Sicherheit der Anleihe. Wo sehen Sie hier das Problem? Richtig, der Käufer interessierte sich nicht für die Qualität des Wagens. Er will einen schnellen Wagen mit viel Rendite und für alle Fälle hat er vorgesorgt, mit einer Kreditausfallversicherung. Sollen wir nun den Produzenten dafür bestrafen, dass der Käufer zu viel für seinen Wagen gezahlt hat? Sollen wir seine Fabrik deswegen schließen? Versicherungsfall?

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:21 Uhr

Nee, ganz und gar nicht !

Die Staaten haben die Banken immerfort um Kredite gebeten. Als diese keine Rückzahlung
leisteten zur vereinbarten Frist (oft 10 Jahre) waren die Banken am Kippen. Auch maßgeb-
liche (systemrelevante) deutsche. Dass die Banken die Staaten getrieben hätten, ist purer
Unsinn und Volksverdummung. Es waren immer Verträge, die das Geld fließen ließen. Bitte
ändern Sie ihre Sichtweise. Jetzt haben die Regierungen Angst, ihrem Volk die Finanzverbre-
chen zu offenbaren. "Schlapp hat den Hut verloren"...die Banken plötzlich sind Schuld? Übrigens, ich liebe solche Institutionen nicht, einfach, weil sie zu mächtig sind. Staaten aber
auch.

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Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 02.07.2012 09:11 Uhr

Irrtum Herr Milz

Der Traum europäischer Politiker von einem geeinten Europa, wie es zutreffender formuliert wäre, wird nicht vom Finanzsystem ruiniert, sondern von den Politikern selbst, die die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Der Maastrichtvertrag regelte Verschuldungsobergrenzen. Kaum ein Land das zehn Jahre später noch die geringste Chance hat,wieder an de 60 % zu kommen. Wer hat den mit Basel II die Eigenkapitalanforderugnen von Banken gesenkt? Das ist ein Vertrag, ratifiziert von allen Parlamenten. Wer ratifiziert einen ESM, der nun dazu führt, daß Steuern eingetrieben und direkt an Banken weitergegeben werden können? - Unsere Berufspolitiker. Hier ist das Problem: lauter Berufspolitiker, die weil sie sonst nichts können gehorsam wie Sklaven das beschließen, was ihnen ihre Fraktionen vorgeben, aus Angst, nicht mehr aufgestellt zu werden. Es ist ja auch bekannt daß die Finanzgesetze nicht mehr von den Ministerialbeamten, sondern von den Großbanken formuliert werden.

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Sebastian  Horn

Ich empfinde

eine Drohung des Herausgehens aus dem Euro-Raum als viel besseren Standpunkt für das deutsche Volk. Auch wenn ein um einiges härterer DM-Wert die Exporte erstmal stagnieren lassen werden, so würden aber die Euros der deutschen Bevölkerung nicht für irreparable Bankgeschäfte südländischer Staaten, sondern vielmehr für KiTas und Schulen ausgegeben!

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Rolf Joachim Siegen

Herr Milz, Europa hat die Chance zur Fuehrung

bei der Aenderung des korrupten Finanzsystems auf seinen Fingerspitzen. Die Amerikaner sind hilflos verstrickt in ihres. Sie beduerfen der Fuehrung Europas. Deutschland und Frankreich muessten (wieder) enger zusammenruecken. Der Verlust Sarkozy's ist jetzt spuerbar.
Respekt und Anerkennung fuer Kanzlerin Merkel, weiterhin fuer die richtige Sache zu streiten. Sie leistet in diesen Tagen geradezu uebermenschliches. Ich bewundere sie, ohne Waehler der CDU zu sein.

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Thomas Schmidt

Bankenrettung

Warum hat Deutschland rechtzeitig über SOFFIN die Banken (HRE, IKB, COBA) auf eigene Kosten gerett, wenn die restlichen europäischen Staaten die Rettung Ihrer Institute (DEXIA, BANKIA,..) über den europäischen ESM retten lassen?

BTW: Irland hat 20% seiner Schulden gestern erlassen bekommen....

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Patrick Jütte
Patrick Jütte (MaNic22) - 30.06.2012 17:48 Uhr

Grandios und erschreckend

ist dieser Artikel von Harald Hau, der frei von politischer Korrektheit die überwältigenden Fakten vorführt und uns so verdeutlicht, wie beschränkt doch das Krisenmanagement in seinen erlaubten und oft auch nicht anders gewollten Perspektiven vergleichsweise da steht.
Warum schenken wir einem Barroso und einem Van Rompuy als europäische Visionäre (oder Illusionäre) Gehör, aber die ökonomisch qualifizierten Meinungen gehen in der Artikellandschaft unter und schaffen es erst recht nicht über die internationalen Grenzen.

Wenn wir in 12 Jahren endlich nach zwei südeuropäischen Staatspleiten und einer dt. Staatsverschuldung von 120% den Nordo erringen, werden wir zurückschauen und uns fragen - Hätten wir uns da nicht einiges ersparen können?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 17:26 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:26 Uhr

Ja, ersparen ist das rechte Wort...

nur, hätten wir nicht zuvor die Staatshaushalte der Schuldner durchleuchten sollen? So, wie es
der ungeliebte IWF macht, also die Regierungen konsequent kontrolliert und beauflagt. Hieße,
ohne Durchgriff auf die Art und Höhe der Ausgaben, kein neues Geld. Was grundvernünftig ist,
wurde seit 10 Jahren bie gemacht. Der Euro wurde bereits im Ansatz mißbraucht und die Geberländer sowieso. Man hat sich auf Kosten fremder Boniät in krimineller Manier hoch verschuldet. Denen war immer klar, Rückzahlung? Nie !

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Patrick Jütte
Patrick Jütte (MaNic22) - 01.07.2012 12:26 Uhr

Das kann ich mir nicht vorstellen

Bis unsere pro-europäischen politischen Kräfte sich wieder erlauben unsere Souveränität und vielleicht auch unsere Steuereinnahmen gegenüber den unkooperativen Süden zu verteidigen, braucht es mehr als solch kleine Scharmützel wie letztlich in Brüssel.

Die harten und für jeden spürbaren Folgen unserer momentan beschlossenen Verpflichtungen so wie die Reformunfähigkeit mancher (nicht aller) Südländer werden uns erst in wenigen Jahren in vollem Umfang sichtbar. Erst dann, wenn der Deutsche selbst es zu spüren bekommt über Inflation, Kürzungen, Steuererhöhungen, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, dann erlaubt sich auch nicht mehr der linke Pazifisten-Student von der Straße zu glauben "Jaa, klar müssen wir auch für ein Europa was zahlen. Aber ich glaube, dass wir gestärkt daraus hervorgehen werden (Grins)".

Ohne gesellschaftlich großen Aufruhr, wird sich in Berlin nicht viel bewegen. Man fühlt sich historisch zur Rettung der EU und des nach Merkel damit verbundenen Euro verpflichtet.

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Michael Sell
Michael Sell (Faznet18) - 30.06.2012 19:44 Uhr

Alle Unterstützung für den großartigen Artikel von Herrn Hau,

aber - sorry - wie kommen Sie auf eine Dauer von 12 Jahren bis zu den südeuropäischen Staatspleiten? Und eine Staatsverschuldung von 120% in Deutschland dauert nicht mehr lange. Die gigantische Umverteilung ist bereits beschlossen und längst im Gang. Die "Märkte", die Banken und die Pleite- Staaten werden uns in kürzester Zeit das Ende Europas besorgen. Meiner Einschätzung nach dauert der ganze Wahnsinn noch 1 Jahr - höchstens!

Meine Hoffnung ist, dass das BVerfG ESM und Fiskalpakt schlicht und einfach unterbindet. Dann reift vielleicht doch noch der Wille in Deutschland, ein halbwegs solventes Kern- Europa mit den Nord- Staaten zu bilden - bevor es auch dazu endgültig zu spät ist.

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Sven Lohse
Sven Lohse (lohse11) - 30.06.2012 16:58 Uhr

Man hilft ja gerne, wenn die Hilfe auch gewünscht ist.....

Das Spanien in der Krise ist, hat ja Gründe. Generell habe ich nichts dagegen zu helfen, allerdings muss der Hilfesuchende sich dann auch an der Heilung beteiligen. Dieses ist Spanien abzusprechen ! Man möchte Hilfe erhalten, will aber so weiter machen wie bisher. Beispiele: In der Stadt, in der ich lebe, wurde in einer Bar jeden Freitag von 20:00 bis 23:00 Live Musik (Flamenco) gemacht. Die Stadt untersagte alle Musik in dem Ort und die gut besuchte Bar ist kurz vorm schliessen. (Die Musik war nicht laut !) Die Restaurants dürfen legal keine diskrete Hintergrundmusik legal abspielen. Eine Discothek in der Mitte von nirgendwo (keine Lärmbelätigung) in dieser Stadt soll geschlossen werden usw. Der Name der Stadt: Los Montesinos/Alicante ! Es gibt in Spanien keine z.B. €400 Euro jobs oder andere Vergütungen für stundenweise Beschäftigte. Arbeitskräfte kosten viel Geld durch die Nebenkosten. Deshalb ist die Arbeitslosigkeit so hoch, viele arbeiten schwarz, da es auf Papiere zu teuer wird.

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Wolfgang Richter

Fehlkonstruktion

Wer eine Einheitswährung für in der Produktivität so weit auseinanderliegende Länder wie Deutschland und Spanien einführt, muß entweder andauernde massive Transfers an die unproduktiven Länder planen (was Ds Bevölkerung wenig gefallen dürfte) oder Ds Produktivität auf Spaniens Stand bringen.
Dies dürfte mit der leistungsfeindlichen, künftig durch ESM stark steigenden Steuerbelastung, der Energiewende und 2 rot-grünen Amtsperioden ab 2013 kein Problem sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 17:30 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 02.07.2012 17:30 Uhr

Was soll denn werden ?

wenn sich, wie Griechenland jährlich, 16 % des fehlenden Innlandsproduktes hinzu geborgt
werden. Eigentlich voraus kalkulierbar: 350 Mrd. untilgbarer Schulden. Bei der EW-Zahl sind das 33,5 Tsd. pro Nase. Tendenz jährlich steigend, da sinkende Wirtschaftstätigkeit. Das ist
der Grund, warum wir nie etwas zurückbekommen werden. Die Sparauflagen sind eher moderat. Die Griechen wussten, dass der Euro das neue Paradies gebracht hatte.

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Ulla Nachtmann

Man kann nur voll zustimmen und

Dank für diesen Beitrag aussprechen.
,Wie im Fall von Griechenland ist die größte Hoffnung der privaten Gläubiger nicht eine Verbesserung der Situation des Schuldnerlandes, sondern das finanzielle Engagement des europäischen Steuerzahlers. So finden alle Strategien einer Vergemeinschaftung der Schulden durch den ESM, Eurobonds oder eine Bankenunion die größte Zustimmung in Washington und London.'
.
Ja, deshalb wurde gestern so gefeiert! Man sieht die Möglichkeit aus dem (diktatorischen) ESM eine riesige bad bank zu schmieden, bei der man alle faulen europ. Staatsanleihen abladen kann. Irland, Portugal und Griechenland warten auch schon auf Gleichbehandlung!
Das ist alles zum Schaden Deutschlands, dem am bitteren Ende wahrscheinlich einzig verbleibenden „Besitzer“ der ESM Bank.
Das Kartenhaus wird implodieren. Deutschland wird am Ende, dank Merkels und des Bundestags gestriger Kapitulation, auf einem schier unglaublichen Schuldenberg von mehreren tausend Milliarden euro sitzenbleiben.

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