Spanien prüft nach eigenen Angaben einen Antrag auf EU-Hilfen und wird die beste Entscheidung für das Land treffen. Wenngleich es einige Anzeichen für Optimismus mit Blick auf die spanische Wirtschaft gebe, hätten die Unwägbarkeiten rund um Italien einen Ansteckungseffekt auf Spanien, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag in einem Radio-Interview.
„Es ist ein Instrument, das die spanische Regierung prüft, und wir werden die beste Entscheidung für Spanien treffen“, sagte De Guindos. Es gehe bei dem Hilfsantrag nicht nur darum, einen Knopf zu drücken. Die Auswirkungen auf die spanische und die europäische Wirtschaft müssten bedacht werden. Der Minister ergänzte, Spanien habe keine Pläne für zusätzliche Sparmaßnahmen. Die Wirtschaft werde in diesem Jahr um 1,3 bis 1,4 Prozent schrumpfen.
Der italienische Regierungschef Mario Monti hatte am Samstag seinen Rücktritt angekündigt. Monti sollte die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone aus der Schuldenkrise bringen.
Immer wieder war in den vergangenen Monaten über einen offiziellen Hilfsantrag Spaniens spekuliert worden. Spaniens Ministerpräsident Rajoy hatte jedoch immer wieder betont, dass er einen solchen Schritt bislang nicht für nötig halte. Erst in der vergangenen Woche hatte der spanische Notenbankchef prognostiziert, dass Spanien das Defizitziel für dieses Jahr verfehlt. Das Euroland plant 2012 mit einem Defizit von 6,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). „Es ist nicht ganz sicher, dass 6,3 Prozent erreicht werden“, sagte Zentralbankchef Luis Maria Linde. Vor einigen Tagen hatte schon Finanzminister Cristobal Montoro Hinweise darauf gegeben, dass das Ziel verfehlt werden könnte. Vielmehr verwies der Minister auf die Prognose der EU-Kommission, die von sieben Prozent ausgeht.
Am Kapitalmarkt stiegen die Renditen für zehnjährige spanische Anleihen um 14 Basispunkte auf 5,63 Prozent. Händler begründeten den Anstieg mit dem Ausverkauf bei italienischen Anleihen nach dem angekündigten Monti-Rücktritt.
Spanien und Portugal, Griechenland und Italien...
Johann Otto (JohannOtto)
- 10.12.2012, 17:01 Uhr
Noch schnell...
Jan Ströher (Hurzel)
- 10.12.2012, 14:27 Uhr
Jetzt geht wohl das Wettrennen um die letzten 100 Mrd. des ESM los,
"wiederbringlich" für Deutschlan
Norbert Dr. Leineweber (Dr.NorbertLeineweber)
- 10.12.2012, 14:13 Uhr
Welch glückliche Situation;
Norbert G. Kaess (GeJN)
- 10.12.2012, 13:44 Uhr
Endlich
Oliver Safarowsky (safarowsky)
- 10.12.2012, 13:10 Uhr