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Schuldenkrise Spanien leidet, Portugal glänzt

 ·  Während sich Portugals Finanzen erholen, kommt es für Spanien dick. Eine Ratingagentur stuft das Land herunter, die Arbeitslosigkeit nähert sich Rekordwerten. Die Regierung hat ein neues Reformprogramm beschlossen.

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 27.04.2012 18:20 Uhr

Absurde Bewertung eines Landes auf Grund der Anleihenzinshöhe

So lange in Spanien und Prtugal nicht investiert wird, wird es auch keine Wirtschaftswachstum dort geben. Es wird aber nur investiert, wenn es sich olhnt zu investieren.
Die auch im Artikel erwähnte Bewertung des Krisenzustands der EURO Länder anhand der Zinshöhen der jeweiligen Staatsanleihen verkennt völlig die eigentliche Sachlage in den Ländern. Diese vom Kapitalmarkt unkritisch übernommene Bewertung einzelner Länder über Zinshöhen ihrer Anleihen, die sich in den Medien und in der Beurteilung von unbedarften Politikern und IWF- und EU Bürokraten spiegelt, verkennt völlig das eigentliche Problem in diesen Ländern und richtet mehr Schaden als Nutzen an.
Spanien bietet gerade auf Grund die boomenden Immobilienmarktes in den Jahren bis 2008 ein gutes Gegenbeispiel einer Kapitalfehlallokation, befeuert durch leichtsinnige Kreditvergabe - und einer völligen Fehlbewertung des Landes durch den Kapitalmarkt über niedrige Anleihenzinsen. Den Fehler sollte man nur einmal machen.

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Christian Duus

Die deflatorische Teufelsspirale in den Club Med Ländern geht unaufhaltsam weiter

und nichts wird diesen Prozeß aufhalten. Der Interbanken Kreditmarkt ist völlig zusammengebrochen. Die Banken aus den Überschussländern haben erkannt, das es ein erhebliches Wechselkursrisiko gibt, dass sie nicht in ihren Büchern haben wollen.

Die Finanzierung der gigantischen Zahlungsbilanzdefizite findet direkt aus der Notenbankpresse oder per Target2 statt. Die Target2 Salden D wachsen akt. mit ''68,9 MIO PRO STUNDE''. Hierfür haftet de fakto der Dt. Steuerzahler, weil die EZB nur ein Eigenkapital von 12 Mrd hat.

Unsere lieben Freunde werden sehr kreativ sein, warum es völlig gerechtfertig ist, dass D auf dieses Geld verzichtet. Es ist ein völliges Desaster, was Schäuble & Co hier anrichten.

Wie lange wird D 68,9 Mio pro Stunde aushalten? Zwei Jahre?

''Der Euro, das größte Betrugssystem, was es in Friedenszeiten jemals gegeben hat''

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Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 27.04.2012 13:16 Uhr

Portugal glänzt? Portugal braucht keine weiteren Hilfen?

Der relative Musterschüler hat zwar im vergangenen Jahr exakt seine Defizitziele eingehalten (Abbau von -9,1 auf -5,9 Prozent), allerdings wurde dies nur durch die Verstaatlichung eines Bankenpensionsfonds möglich. Dies Maßnahme betrug 1,9 Prozentpunkte. Da es sich dabei um ein einmaliges "Vergnügen" (" " deshalb, weil der Fonds mit Sicherheit eine Unterdeckung hatte) handelt, ist 2012 der strukturelle Anpassungsbedarf um diese 1,9 Punkte höher - von -7,8 (=-5,9-1,9) auf -4,5. Außerdem wird Portugal auch die Rezession seines größten Handelspartners Spanien massiv zu spüren bekommen.

Ich gehe davon aus, dass Portugal ein weiteres Hilfspaket benötigen wird. Und da das derzeitige Paket noch bis 09/2013 läuft, der IWF gem. seinen Statuten eine Durchfinanzierung eines Landes von einem Jahr erwartet und so ein Hilfspaket eine gewisse Vorlaufzeit braucht, kann man davon ausgehen, dass das Thema spätestens Ende Juli 2012 akut wird.

Aber das alles ist nur meine persönliche Ansicht.

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Max Clemenson

Immobilien sind zyklisch

Wenn man einen großen Teil seiner Wirtschaft nur auf den Immobilienmarkt ausrichtet (Bau, Hypotheken, etc), dann sollte es nicht sonderlich verwundern, dass es in einer Immobilienbaisse keine Jobs gibt. Leider scheinen die dortigen Politiker kaum über ihren Kontostand hinaus zu denken..

Wahrscheinlich soll mal wieder die EZB oder der ESM das Problem richten und dort bald Immobilien kaufen damit das EUROdisneyland weiter besteht…

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 17:31 Uhr
bernd ullrich

Ist das bei uns anders?

Die Steuerfahnder in Deutschland könnten Milliarden heben und was tun sie? Statt mehr Beamte an der lukrativen Front einzusetzen, werden es immer weniger. Das Steuerabkommen mit der Schweiz wird die Steuerhinterziehung nochmals befeuern. Wer sorgt dafür, dass es so weiter geht? Schwarz/Gelb. Die leisten der Steuerhinterziehung ja geradezu Nachhilfe.

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Bert Wunderlich

apropos Kontostand

Wenn in den naechsten Wochen in Spanien die Steuererklaerungen eingereicht werden, sollten die Finanzaemter etwas genauer hinschauen, wer mit nicht angemeldeten Mieteinnahmen zusaetzlich Geld schwarz am Fiskus vorbeischafft. Eine rigorose Ahndung von Steuerhinterziehern waere in Spanien eine sprudelnde Geldquelle und guenstiger als Kredite am Finanzmarkt.

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Jahrgang 1950, politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel, Marokko und Tunesien mit Sitz in Madrid.

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Jahrgang 1981, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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