18.11.2012 · Der belgische Ökonom Paul De Grauwe streitet mit Hans-Werner Sinn über die gewaltigen Ungleichgewichte im Eurozahlungssystem. Deutschlands Risiken würden nur „umverpackt“, sagt De Grauwe.
Von Philip PlickertRichtlinien für Lesermeinungen
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Nicht der Mörder ist der Täter, sondern das Opfer. Wieder ein Highlight in dem völkerverbindenden Wirken der Gemeinschaftswährung.
Was haben die Leistungsbilanzdefizite mit der Fehlkonstruktion des Euro-systems zu tun. Das Ausland auft Waren, weil sie gut sind und verschuldet sich dafür. Das Problem ist eher das im ESZB die einzelnen Notenbanken in eigener Regie Geld ausgeben können. Es wird Zeit, so wie in den USA, dass das System arbeitstäglich glatt gestellt wird, durch Hinterlegung GUTER Wertpapiere, Staatspapiere und Goldreserven. Ansonsten sollte die Bundesbank die Forderung einfach fällig stellen.
Ab 2013 soll die Privat Sektor mitbezahlen an Schuldenlösung, die
teilweise über Target2 verrechnet wird. Das hat ein klares Vorteil.
Die Wahnsinn des heutigen Euro System in a 'Europa United' erreicht die
Backofen.
Wie lange gelingt es einige führende Politiker Hausfrauen in
Geiselnahme zu halten?
gewaltige Ungleichgewichte im Eurozahlungssystem...
liegen auch zwischen den Forderungen der dtschen Bundesbank an die EZB
und der französischen Notenbank an die EZB - im Vergleich der
größten und zweitgrößten Volkswirtschaft/ Eurozone
und den Risiken, die beide "Partner" "doch eigentlich
gemeinsam" schultern müssen (ohne Konjunktiv): müssen!
... nicht wahr???
Neulich schrieb eine renommierte Zeitung: Hollande will reformieren -
aber nur ein bißchen.
Frankreich hat auch Forderungen a.d. EZB - aber nur ein bißchen.
31.08. 2012 Deutschland: 751,45 Mrd - Frankreich 15,37 Mrd.
Deutschland aktuell: 719,35 Mrd...
Das sind gewaltige Ungleichgewichte der Länder-Risiken, die durch
Draghis angekündigte Anleihenkäufe noch immens steigen werden.
Frankreich fordert Solidarité - wir übrigens auch...
Am besten wird jeder Export einfach verboten
die Dummheit mancher "angeblicher" Ökonomen scheint wirklich grenzenlos zu sein.
Der Target-2-Saldo besteht zum großen Teil auch aus Kapitflucht. Es erweist sich immer mehr, dass viele Ökonomen nur Interessenvertreter sind, die entweder aus Unwissenheit oder böswillig solche Thesen in den Raum stellen. Deutschland ist das einzige große Land im Euro, dass Überschüsse erwirtschaftet. Das kann auch die Bundesregierung nicht einfach unterbinden, da wir ja noch nicht den Sozialismus eingeführt und keine Exportsperren verhängt haben. Außerdem wäre Deutschland dann nicht in der Lage einen Großteil des EU-Haltshalts zu bestreiten, bei dem die Südländer überwiegend Nehmerländer sind. Es sollte doch so langsam jeden in Europa klar geworden sein, dass wir weltweit konkurrieren müssen und Deutschland das einzige größere Land im Euro ist, dass die erforderlichen Strukturreformen rechtzeitig durchgeführt hat. Das auch wir trotzdem immer noch mehr ausgeben, als wir einnehmen, ist ja schon schlimm genug.
Warum Deutschland jetzt reagieren muß
was ebenfalls noch verschärfend hinzu kommt ist die Tatsache, dass viele Südländer hauptsächlich Einnahmen im Sommer/Herbst generieren ( Tourismus, Agrargüter ) und somit damit zu rechnen ist, dass ein weiterer starker Anstieg in den nächsten 8 Monaten erfolgt
Die Erpressungsbedrohung via Target 2 ist sogar noch grösser
als von Sinn befürchtet:
Einerseits handelt es sich ja um die Finanzierung unbezahlter Rechnungen
aus dem Dienstleistungs- und Warenverkehr (das '''ungewollte
Tollerieren''' des ueber die Verhältnisse leben), andererseits wird
aber im Zuwachs des Target 2 Saldos auch die Kapitalflucht aus dem Club
Med sichtbar, einzig ausgelöst aufgrund grosser Aengste bzgl. des
Fortbestands der Währungsunion.
Noch klarer formuliert, der Dt. Steuerzahler wird nicht nur
''gezwungen'', die Schulden der Defizitländer zu übernehmen,
sondern übernimmt auch noch die Auszahlung der Guthaben/Einlagen
aus den dortigen Ländern.
So ist leicht zu prognostizieren, dass ein Ausscheiden GR aus dem Euro
auch in den übrigen Club Med Ländern zu entsprechenden
Aengsten führt. Eine Kapitalflucht ungeahnten Ausmass drohte. Nicht
50 Mrd €/Monat, sondern eher 10 Mrd €/Stunde. Man schaue sich
nur einmal die Ersparnisse Italiens an.
Dank an Helmut Kohl und all die anderen hierfür verantwortlichen
Koriphäen.
die Kapitalflucht ist von Prof. Sinn durchaus eingerechnet
lesen sie mal sein Buch, Die Targetfalle.
Dieser Beitrag illustriert in geradewegs schmerzhafter Klarheit den
Glaubenssatz der deutschen Politiker, dass der Euro für Deutschland
vor allem Vorteile hat. Ohne Euro hätte Deutschland 700 Mrd. Euro
Devisenreserven gehabt, mit Euro hat Deutschland 700 Mrd. Euro Target 2
- Forderungen, gegen ein System, das vermutlich nicht das ewige Leben
haben wird.
Beim Zerfall der Euro-Zone kann die Bundesbank die Forderung bilanziell
neutralisieren. Wirtschaftlich heißt das, dass viele deutsche
Sparer wohl erhebliche Kaufkraftverluste ihrer mühsam angesammelten
Papiergeldguthaben hinnehmen müssen. Griechische Millionäre
freuen sich indes über ihre mit Euro-Schwarzgeld in Deutschland
gekauften Immobilien.
Der "Gegenexperte", weit her geholt
Findet sich denn unter Merkels verbliebenen Parteisoldaten kein einziger Ökonom mehr, der Prof. Sinns Darlegungen zur Target-Falle in irgend einer Weise entkräften könnte? Die Zeit zum Handeln ist überfällig, der Euro ist grandios gescheitert.
"Problematisch an De Grauwes Argumentation ist seine Vorstellung,
dass das Risiko „für Deutschland“ gleich bleibe -
unabhängig davon, ob private Banken und Investoren oder die
Bundesbank die Milliardenforderungen gegen die Europeripherie halten."
Die Worte, die de Grauwe verwendet, sind nicht "gleich"
sondern "very similar". Bei einem Auseinanderbrechen der
Währungsunion, so de Grauwe, sei abzusehen, dass der deutsche
Steuerzahler auch dann in erheblicher Weise gehaftet hätte,
wären die Kredite in den Bilanzen der privaten Akteure verblieben.
Denn diese hätten einen solch massiven Forderungsausfall kaum ohne
staatliche Hilfe bewältigt können.
Dank "Target 2" kann so z.B. ein marodes Spanisches
Bauunternehmen den größten deutschen Baukonzern ( Hochtief )
übernehmen um ihn dann auszuplündern und zu zerschlagen
Dank "Target 2"-Gelder und "Euro-Unterstützung"
können sich spanische Vereine ( die keine bzw. niederige Steuer-
und Abgabezahlungen leisten ) teuere Spieler leisten, die verhindern,
dass deutsche Clubs im internat. Sport ( Fussball, Handball, Basketball
) erfolg haben.
Und wir Deutschen sind wieder einmal die Schuldigen. Tolle Logik.
Target-Risiken: Szenarien unterscheiden!
In der Target2-Debatte wird selten klar zwischen -2- Risikoszenarien f.
d. Gläubiger (also u. a. Dtld.) unterschieden:
1) Risiken bei Erhalt der EWU und
2) Risiken bei Zerfall oder Austritt (einzelner Schuldner- bzw. Gläubigerländer)
Diese Fragestellung habe ich in meinem Blog untersucht (z. B. im Eintrag
"Sinnsuche in den Schluchten des Euro: Target-Fallen,
Transferfallen, Denkfallen, Trägheits-Fallen"
Bei Erhalt der EWU tragen wir via EZB/Bundesbank anteilig (ca. 27%) das
Insolvenzrisiko derjenigen Banken, die v. d. EZB bzw. nationalen
Notenbank mit Krediten versorgt werden. Das ist nicht gering, weil die
EZB vermutlich rechtswidrig wohl nicht nur illiquide Banken versorgt
(also "Bank Runs" ausgleicht, was auch ihre Aufgabe ist),
sondern auch überschuldete Banken füttert.
Bei Zerfall müssten die
Target-Ãberschüsse (einvernehmlich) als
Devisenreserven behandelt werden, in der neuen Währg. d.
Schuldnerländer (also z. B. Drachmen). Risiko dann: Wechselkursverluste.
Was machen die bösen Deutschen aber auch? Diese Erbärmlinge
stehen doch tatsächlich jeden Morgen auf (außer am Wochenende
- jedenfalls nicht alle) und gehen zur Arbeit. Da schrauben sie so
schlimme Dinge wie Autos und Maschinen zusammen und das solange, bis sie
mit 67 einen krummen Rücken haben und nicht mehr schrauben
dürfen.
Dann kommt ja noch der Oberkracher, diese Wahnsinnigen stellen diese
Sachen auch noch im Ausland hinter große Fenster und
verführen so in schänlichster weise die armen
Südländer dazu, dieses kapitalistische Zeugs zu kaufen. Und
weil nun die Armen dazu gezwungen wurden, akzeptieren diese
halsabschneiderischen Deutschen einen Finanzierungskauf.
Klar wussten die Käufer das sie die Raten auf Dauer nicht zahlen
können, aber man kann ja vieleicht noch mehr Geld leihen,
schließlich will ja der Statt (also die Anderen meine ich), dass
es den Wählern gut geht.
Ich schäme mich ein Deutscher zu sein, arbeiten zu gehen, Steuern
zu zahlen, so besser Herr De Grauwe?
Es wäre schön, wenn jemand Herrn Sinn überzeugend widerlegen könnte. Leider bestätigt dieser De Grauwe Sinn: Deutschland trägt ein enormes Risiko aus den Target 2-Salden und kann sich daher einen Zusammenbruch des Euro kaum leisten. Ergo: Deutschland ist erpreßbar. Deutsche Exporte in die Eurozone sind also im Prinzip Geschenke für die Abnehmer dort, denn bezahlen tun dafür offensichtlich die deutschen Steuerzahler - also wir alle.
Target2-Salden sind unerheblich
Die Fakten: Zunächst waren aus Sicht der Südländer die Produkte aus den Nordländern, allen voran Deutschland, attraktiver als die heimische Produktion, nun kommt auch noch die größere Sicherheit von Geldanlagen im norden hinzu. Da es keinerlei Schranken für Kapital- und Warenströme innerhalb der Eurozone gibt, wandert massiv Kapital nach Deutschland. Der Unterschied zu Zeit vor 2008 liegt darin, dass diese Wanderung nicht mehr durch Kredite von privaten Investoren gegenfinanziert werden sondern durch das EZB-System. Notenbank sind aber unbeschränkt dazu in der Lage Verluste zu verkraften. Im Gegensatz zu Geschäftsbanken und Versicherungen, die dann im Zweifel vom Steuerzahler gerettet werden müssen. Die Bundesbank hingegen könnte mit einem Mausklick problemlos eine Fantastrilliarde in ihrer Bilanz erzeugen, die die Target2-Forderungen der nächsten 100 Jahre ausgleicht. Fertig. Das eigentliche Risiko ist Anhäufung von investitionswilligem Kapital in Deutschland -> Preisblasen!
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 20:59 Uhr@Safarowsky: Die Target2-Salden sind im Kern statistische Zahlen, die aussagen, wo
Zentralbankgeld hingewandert ist. Konkret sind also über 700 Mrd.
irgendwoanders frisch gedruckt worden und dann hierher gewandert, aus
welchen Gründen auch immer im Detail.
Das Problem damit ist folgendes: Dieses Gelddrucken führt zu
Geldentwertung und damit zur Teuerung und Inflation. Es werden also
Arbeitsfrüchte umverteilt, weg von den Bürgern und hin zu
denen, die das frisch gedruckte Geld erhalten, genau wie bei der Falschmünzerei.
Kommt es nicht kurzfristig zur Umkehrung, d.h., Geldvernichtung und
Reduktion der Preise, sind die Bürger Deutschlands und der Eurozone
bestohlen worden. Deshalb kann man die Salden auch nicht einfach auf 0
stellen, sondern die Leute, die das Geld erhalten haben (als Kredit)
müssen es auch zurückzahlen, damit es wieder vernichtet wird.
Stichworte dazu sind Geldschöpfung aus dem Nichts sowie
Inflationssteuer. Siehe auch "Die ESM-Bank: Das Stehlen soll zum
Fundament der EU gemacht werden".
Hallo Herr Weber
wenn ich Sie richtig verstehe sind das gar keine echten Forderungen
seitens der BuBa.
Wenn die Nullstellung der Salden keine Auswirkungen hat, kann auch die
existierende "Forderung" keine Auswirkung haben.
Warum werden sie dann nicht auf Null gestellt, sondern mit durch die
Bilanzen geschleppt?
Das (nachgedruckte) Geld ist doch schon hier
Lieber Bryan Heyes,
die Kapitalflüsse, welche mittels des Target2-Systems gedeckt
werden, sind doch schon da. In deutschen Ballungsgebieten wurden damit
Immobilien gekauft, bei deutschen Banken wird dieses Geld für
winzige Zinsen geparkt, deutsche Staatsanleihen wurden damit unter die
0% Zinsschwelle gedrückt. Die steigenden Target2-Salden sind
lediglich ein Indikator dafür, dass diesen Geldflüssen keine
entsprechenden Rücktransfers gegenüberstehen. Das
"Geldabheben" im Süden wird also durch die dortigen
Notenbanken finanziert - und das wird innerhalb des Target2-Systems als
Forderung der Nord-Notenbanken gegenüber ihren südlichen
Schwestern ANGEZEIGT. Mehr als ein Indikator ist es aber nicht. Es
würde sich für keinen Menschen etwas ändern, wenn diese
Forderungen morgen früh auf Null gesetzt würden.
Veränderungen/Probleme ergeben sich dadurch, dass das Geld jetzt
und heute schon hier ist und im Süden fehlt.
Sie übersehen, dass das Gelddrucken des Euro-Notenbanksystems Inflation produziert
Diese Geldentwertung ist es, die den Bürgern die
Arbeitsfrüchte stiehlt (Stichwort Inflationssteuer) und eben diese
Arbeitsfrüchte zu denjenigen umverteilt, die das frisch gedruckte
Geld erhalten. Diese Umverteilung macht z.Z. ca. 1/2 Billion Euro pro
Jahr in der Euro-Zone aus.
Zu de Grauwe siehe übrigens "Kriminelle Forderung: EZB soll
unbeschränkt Geld drucken", dort wird dieser freche Agitator
der Parteikader und der Finanzbranche richtig eingeordnet als das, was
er ist.
Paul De Grauwe vertritt das sozialistische Prinzip, daß man die Vor-
teile des Eurosystems nutzen will, aber nicht die Regeln einzuhalten
hat!
Mit anderen Worten, das Unangenehme an einem Kredit ist immer,
daß man ihn zurückzahlen muß!
Somit haben Kapitalismus und Sozialismus immer noch dieses ge-
meinsame Gesetz, wobei man beim Sozialismus weiterhin dem
Irrtum unterliegt, dem Regenbogen nachjagen zu können.
So meint man immer noch, daß sich schon jemand finden wird,
der das Ganze finanziert, wie im Falle BRD - Griechenland, was sich
auf lange Sicht als der große Irrtum, mit dem Konkurs der BRD her-
ausstellen wird, wie bereits mit dem Zusammenbruch der lat. Münz-
union, verursacht von GR, gehabt!
Target II, ELA, ESM, OTM bedeutet nur eine Streckung der Schulden
und das Kaufen von eigentlich schon abgelaufener Zeit durch eine
Irrsinnspolitik unserer Bundesregierung mit der Beauftragung von
Goldman-Sachs in der EZB, welches mit dem Verlust des Deutschen
Volksvermögens enden wird!
Politikmache mit windigen Argumenten verbrämt
Volkswirte wie de Grauwe solllten sich schämen solchen Unsinn zu
verbreiten. Überall auf der Welt werden
Leistungsbilanzüberschüsse mit Devisen bezahlt, die in Gold,
TBills, Tbonds usw. angelegt werden können. So hat Japan
Nettoauslandsforderungen in Höhe von 50% des BIP und diese
Forderungen sind sicher angelegt. Das gleiche gilt für China, die
Schweiz, Norwegen usw. Nur Deutschland und mit ihm einige andere
Kernländer der Eurozone müssen zum Freundschaftszinssatz von
0.75% anschreiben lassen. Target2-Forderungen entstehen auch nicht nur
aus Leistungsbilanzüberschüssen, sondern auch aus den
Kapitalumschichtungen weg von Griechenland und Spanien, weil die
Bürger dieser Länder ihr Kapital lieber in Deutschland
anlegen. De Grauwe’s Argumente sind zwar nicht stichhaltig, bilden
aber die Basis für planwirtschaftliche Regulierung des
Aussenhandels.
Aber es gibt eine gute Nachricht. In wenigen Jahren werden die deutschen
Exporte in die Schwellenländer die Exporte in die Eurozone übertreffen
Na, und noch immer Spaß am Jobwunder Deutschlands?
Während hier immer mehr Menschen von ihren Billiglöhnen nicht mehr ohne zusätzliche staatliche Transferleistungen ihren Lebensunterhalt bestreiten können, die Ersparnisse der Mittelklasse stetig an Wert verliert durch Inflation, fährt die Exportindustre Traumrenditen ein, bezahlt vom Steuerzahler durch Target2 - und wenn sie dazu noch energie-uneffizient sind kriegen sie zusätzlich Förderung durch die gesetzliche Befreiung der EEG-Abgaben, und alle anderen bezahlen die Zukunftsenergie-Lasten und wenn sie ein Multinationaler Konzern sind zahlen sie weder Gewerbe- noch sonstige Steuern, weil bereits Gerd Schröder mit Hans Eichel dafür gesorgt hat, das sie ihre Gewinne ins Steuerparadies-Land verlagern können und hier nur ihre Subventionen kassieren. Nur mal so: Starbucks bezahlte in Deutschland 2011 1,4% Steuern, jeder Kaffeehausbesitzer ohne Konzernzentrale in X-Land bezahlt 30% - bei soviel Mißwirtschaft kann man keinen Ausrutscher mehr annehmen, das ist alles Vorsatz - Umverteilung!
Kritisiert Sinn nun die Exportüberschüsse oder die Abwälzung privater Risiken auf die Gesamtheit ?
Bei seiner mit großem Tamtam sog. Target2-Salden-Entdeckung hat
Herr Sinn im Grunde genommen entdeckt, daß Deutschland einen
riesigen Exportüberschuß besitzt. War ja niemandem aufgefallen.
Folge ich nun den Ausgührungen von Herrn Plickert am Ende des
Artikels, so soll Herr Sinn nur kritisiert haben, daß die Risiken,
die mit diesem Exportüberschuß verbunden sind, auf die
Bundesbank abgewälzt wird, dh letztendlich erleben wir wieder eine
Sozialisierung privater Risiken: dies drückt Herr Plickert sehr
schön aus, war bei Sinn so aber niemals deutlich zu lesen.
Würde Sinn dies gesagt haben, so hätte er in der Tat recht.
Aber die Sozialisierung priv. Schulden ist das Schema, das seit
fünf Jahren zur Bewältigung der Krise ganz allgemein benutzt
wurde, und Sinn hätte früher schon sich aufregen müssen,
daß in diesem unseren System eine erstaunliche Umverteilung
stattfindet : 1% streichen den Gewinn ein, und 99% die Verluste aus den
Risiken des für die 1% einträglichen Gewinngeschäfts. Bravo
genau deswegen wurde auf Sinn so eingehackt , weil er
nicht nur als erster, sondern auch am vehementesten die Entkoppelung von
Gewinnchancen und Verlustrisiken kritisiert hat, dass sich die
(Finanz-)Anleger sicher sein können, dass der Steuerzahler schon
zahlt wenn´s schief geht.
Und das hat er im Lauf der Zeit immer verständlicher erklärt,
so dass es sogar meine 80-jährige Mutter verstanden hat.
ein Witz den dieser Grauwe da macht.
Diese Schuldzuweisung an D ist eine Frechheit - es wurde gekauft obwohl
man es sich nicht leisten konnte und obwohl klar war, dass dieser
TARGET-Mechanismus fehlerhaft ist.