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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Immer mehr Euro-Länder stehen auf der Krisenliste

 ·  Nicht nur die Zukunft Griechenlands ist offen. Auch die Lage Spaniens, Zyperns und Italiens ist fragil. Ein Überblick.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (38)

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Das Ganze erinnert etwas an den Zerfall des Ostblocks

so ging Russlands Imperium auch den Weg alles irdischen. Die Politszene verteidigte stur den richtigen, alternativlosen, zum Wohle des ganzen Volkes erforderlichen, unverzichtbaren Kurs der weiteren Festigung des Sozialismus. In der Buergerschaft der DDR gab es seit Gorbatschow ebenfalls ein paar Aufrechte, die mit ihrer Kritik nicht mehr hinter dem Berg verhielten. Aber eben nur ein paar bei uns in Leipzig. Im Juni 89 waren es vielleicht 100, im August 300, Im Sept. 1000/5000/20000/100000 Demonstranten. Es bedurfte nur eines Anstosses, dies war die Oeffnung der ungarischen Grenze. Vielleicht begreift die Jugend, das sie hier verkauft wird, also ein Ereignis muss her.

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Michael Scheffler

Herr Magiera

Wir haben gerade - trotz gesetzlichen Anspruchs ab drei Jahre - eine Ablehnung eines KITA-Platzes bekommen, da unsere Heimatstadt nicht genügend Geld hat. Man könnte nur noch heulen - oder eine neue Partei gründen, die sich für die Rechte der Deutschen stark macht.

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Erich Heini

Lügen haben kurze Beine

Damit wird doch die Anzahl der Länder, welche die zentrale Voraussetzung für einen einigermassen homogenen, gemeinsamen Währungsraum bilden, ständig grösser. Der Euro-Süd nimmt Formen an. Jetzt fragt es sich nur noch, wie lange die potentiellen Mitglieder des Euro-Nord noch so tun, als bekümmere sie dies alles nicht. Als bräuchten sie auch eine Schwachwährung. Bei deren Durchsetzung das Parlament bald nur noch zum Durchwinken aufgeboten wird. Die eigentlich zum Schluss dieser Euro-Krücken-Zwängerei einzig noch verbleibende, wirklich schwer zu beantwortende Frage ist jene nach dem Platz Frankreichs. In wirtschaftspolitischer Betrachtung passt dieses Land mit seiner Wirtschaftspolitik aus dem Horrorkabinett perfekt zum Euro-Süd. Poltisch beurteilt, wird's heikler. Aber letztlich werden auch hier Lügen kurze Beine haben.

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Christian Floto

Informativ-aber längst nicht vollständig

Die vorgestellten Länder sind seit Jahren als Kandidaten bekannt. Mich wundert, warum nicht zwei weitere Länder längst offen benannt werden, die im Umfeld der genannten Instituionen schon längst seit einem halben Jahr -zwar noch leise, aber vernehmbar-gehandelt werden: Frankreich und Belgien.Auch wenn wir derzeit jeden Tag EM oder so feiern:Es dürfte wirklich keinen mehr wundern, wenn wir von einer wirtschaftlichen Euro-Ohnmacht in die nächste taumeln. Unterhaltung bzw. Untenhaltung hin oder her...

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 21.06.2012 12:57 Uhr

"Immer mehr Euro-Länder stehen auf der Krisenliste" - nur unsere Politiker begreifen NICHTS !!

... Aber vermutlich hält man den EURO weiterhin am Leben, weil er keine Patientenverfügung unterschrieben hat, die regelt, dass, wenn keine Hoffnung mehr besteht, die Apparate abgeschaltet werden sollen.

Übrigens Frankreich fehlt tatsächlich auf der Liste. Rumours besagen, dass alleine 2 französische Banken (Namen bekannt) einen - nur kurzfristigen - Finanzbedarf von mindesten einer halben Billion Euro haben. Das wahre Desaster hält die französische Regierung noch schön unter der Decke, wenn man anderen Marktgerüchten glauben kann. Ich denke, dass dies tatsächlich der Realität entspricht und Frankreich ebenso pleite wie Spanien ist - und F soll unser Hauptpartner für die ILLEGALEN Bail-Outs sein! Von Deutschland wissen wir, dass Eurobonds die Refinanzierung unserer eigenen Schulden extrem verteuern würde. Hingegen schreit Hollande gerade nach diesen Eurobonds - das ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass er die zukünftige Finanzierung Frankreichs aufs äußerste gefährdet sieht.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.06.2012 09:46 Uhr
Olivier Paria
Olivier Paria (Olipa) - 22.06.2012 09:46 Uhr

Danke Hr Noll, unser Prophezeiung Spezialist,

der jeden Tag seine Kristalkugel sprechen lässt.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 21.06.2012 19:33 Uhr

@Hr. Paria - abwarten, es braucht nur ein ....

.... ein paar Wochen Geduld.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 21.06.2012 16:28 Uhr

@ Paria

Ihr Einwand trifft ins Schwarze! Es ist zwar unklar wie Sie es gemeint haben, aber die ganze EU steckt tief in in der Krise, selbst die Länder die einen vergleichsweise niedrigen Schuldenstand haben, wozu Deutschland eben nicht gehört. Hier herrscht aber die seltsame Auffassung, dass man in Deutschland eben fleissig, sparsam und vernünftig ist, eben das Modell für ganz Europa, wenn nicht gar für die Welt abgibt. Und dann wundern sich die Leute hier, dass man in Brüssel und anderswo sich Rettung und Hilfe von den ach so fleissigen Deutschen erhofft, die ihre Gelder auf südeuropäische Konten angelegt haben, ohne sich nach den Sicherheiten erkundigt zu haben. Besonders fleissig ist man hierzulande im Gesetze produzieren, was die Bundesrep. zum bestreguliertesten Staat und überregulierten Markt gemacht hat, gefolgt von der EU mit ihren Richtlinien, die laufend das Subsidaritätsprinzip und die Parlamente unterlaufen.

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Olivier Paria
Olivier Paria (Olipa) - 21.06.2012 14:57 Uhr

@ Noll. Herr Noll, Fakten statt Rumors bitte!

Ausser Rumors, können Sie bitte Ihre Behauptung mit Fakten untermauern? Ausserdem, weil Sie sich anscheinend an die Gesundheit der französischen Banken interressieren, wissen Sie wie hoch die Engagements der deutschen Banken in GR, IT, SP, PT sind und ob die Risiken der deutschen Banken in diesen Ländern genügend bedeckt wurden? Ich lasse Sie mal darüber forschen. Die Antwort würde mich an Ihrer Stelle beunruhigen.

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Wolfgang Press

Und wer rettet die Retter?

Die Liste der zu rettenden wird immer länger. Schaut man sich aber die Länder genauer an, so drängt sich zu erst einmal die Frage auf, warum sind das alles Südländer. Ausnahme Belgien welches auch schon immer mehr oder weniger Pleite war. Auch Frankreich gehört für mich dazu.

Italien kann sich selber aus dem Sumpf ziehen. Italien ist wohlhabend. Gerade in Italien bietet sich die Auflegung einer Zwangsanleihe daher an genauso wie in Frankreich. Allerdings wird Frankreich m.E. noch vor Italien abstürzen.

Was ist, wenn all diese misserabel geführten Länder unter den Rettungsschirm wollen. Dann sind die Retter hoffnungslos überfordert! Daher ist es m.E. besser jetzt reinen Tisch zu machen, die Risiken sind noch zu beherrschen, als weiter zu warten. Eine ganz grosse Gefahr sehe ich in Hollande. Wenn der seine Ideen verwirklicht, dann gehen in Europa die Lichter.

Der Euro schafft keine Sicherheit. Der Euro hat das Potential für einen Bürgerkrieg.

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Roland Magiera

Spanien hat eine Eigentumswohnungsquote von 70%

Deutschland hat nur 50% unter anderem wegen der Lohnzurückhaltung und der Steuer- und Abgabenbelastung, die jedes gesunde, menschliche und vernünftige Maß vollkommen ins Absurde zieht.

Ich nehme an, dass es dann unter "soziale Gerechtigkeit" oder die SPD "starke Schultern müssen mehr ertragen" fällt, dass der deutsche Mieter, der sich wegen der benannten Gründe keine Eigentumswohnung leisten kann den anderen die Raten für deren bezahlt.

Jeder der sich nicht beim Bündnis Bürgerwille beteiligt um gegen den ESM zu klagen oder etwas anderes gegen die grässliche Verschwendung unserer Lebensgrundlage unternimmt, ist wie ein Lemming, der seiner blinden Regierung folgt und als einzige Belohnung für unendliche Mühen einen tödlichen Absturz zu erwarten hat.

Aber es gibt eine Solution! Altmaier meint, dass wenn der Strom 3% teurer wird, der Bürger dann 3% Strom sparen muss, dann merkt man gar nichts von den Erhöhungen...mir wird gerade speiübel... (in Berlin ist das Denken 97% teurer geworden)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 14:47 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 21.06.2012 14:47 Uhr

Ja, Herr Magiera das von Altmaier habe ich auch gehört (Bay. FS 3).

Mir ist es genauso ergangen wie Ihnen. An solch einer Bemerkung erkennt man die Verachtung die diese Sorte Volksvertreter (besser Volksverräter) ihren eigenen Wählern und den Menschen in unserem Land entgegenbringen. Ich habe selten einen Menschen als so widerlich empfunden, wie Altmaier in diesem Moment. Man kann nur hoffen, dass sich diese unverschämte und zudem noch völlig unqualifizierte Äußerung von Altmaier im Internet millionenfach reproduziert und die Menschen endlich merken, dass solche Figuren ihre Wählerstimmen nicht verdienen.

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Rolf Meyer
Rolf Meyer (Meyer1691) - 21.06.2012 12:32 Uhr

Auf gutem Weg

Um es einmal zynisch zu betrachten:

Sie verwenden in Ihrer Überschrift nicht die offizielle Sprachregelung; Begriffe wie Krise oder Krisenliste sind unerwünscht.

Wenn man wechselweise die Staatennamen im Artikel gemeinsam mit den Worten "auf gutem Weg" googelt, wundert man sich, wer alles in der nahen Vergangenheit jeweils die Staaten auf genau diesem - guten - Weg bereits gesehen hat.

Ich gehe davon aus, dass als nächstes das Triple-A von Deutschland "auf gutem Weg" ist.

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Gerhard Dünnhaupt

Sind wir der letzte Dominostein?

Alle Wirtschaftskrisen beginnen irgendwo in der Welt und enden irgendwo anders. Die letzte große Krise der 80er Jahre begann in Thailand und endete ein paar Jahre darauf mit dem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft. Die jetzige Krise begann bekanntlich mit Lehman, doch wer hätte gedacht, dass wir der letzte Dominostein sein würden?

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Gerhard Storm

Ein Brand macht den Euro-Spitzen-Dilettanten wieder einmal seine Aufwartung

S u. I gelingt es - wie i.d.V. den Griechen, die beim Schuldenmanagement völlig versagenden Euro-Granden mit Hektik auslösendem Gieren nach Geld zu konfrontieren.

Anstatt im Vorfeld dafür zu sorgen, dass die wiederholt falschen roten Zahlen von I u. S aufhören u. man mit den Schuldnerstaaten verlässliche Verlustzahlen u. den Hilfsbedarf in Ruhe ermittelt, überlässt man es den Schwachschuldstaaten, das Ende der Fahnenstange zu erklären, wenn das Feuer ausgebrochen ist.

Dann bricht in Brüssel Hektik aus, man kann aber nicht nachholen, was vorher schlafmützig versäumt wurde. Die Branmauer mu

Das dilettantische €-Schuldenmanagement bildet wieder einen beliebten Nährboden für die Spekulation auf die jeweils in Brand stehenden Schuldnerländer, jetzt I, S u. Z.

Da es wieder brennt, werden wieder Stimmen laut, die Brandmauer höher zu setzen.

Dabei ist bekannt, dass gegen die Schuldenwurstelei von Euro-Spitzen-Dilettanten kein Kraut gewachsen u. keine Brandmauer ausreichend ist.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 21.06.2012 11:32 Uhr

Zypern zu retten, heißt Geldwäsche, Korruption und Steuerbetrug zu retten

Zypern ist so etwas wie Russlands Flugzeugträger der Geldwäsche im Mittelmeer.
Russische Exporteure, die im Heimatland Gewinnsteuern umgehen wollen, gründen im ersten Schritt ein scheinbar eigenständiges Unternehmen auf Zypern.
An dieses Strohmannunternehmen wird russisches Exportgut billigst verkauft. Im russischen Ursprungsland fallen auf diese Weise geringste Ertragsteuern an.
Das Strohmannunternehmen auf Zypern verkauft anschließend das Exportgut zu deutlich
höheren, weil dann marktüblichen Preisen.
Der zypriotische Steuerverschiebebahnhof funktioniert, weil das parasitäre Zypern für solche Strohmannunternehmen eine extrem geringe Vorzugsbesteuerung bietet.
Nun waberte auf Zypern faktisch unversteuertes Geld, das ein ebenso parasitäres System von Bankdienstleistern vermehrt im korrupten Griechenland anlegte.
Im Resultat besteht nun der Steuerdumper+Parasit Zypern ( der nicht nur Russland betrügt) darauf ,dass die EU-Steuerzahler Russlands korrupten Oligarchen die Beute rettet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 12:36 Uhr
Michael Arndt

Damit

unterscheidet sich das zypriotische Geschäftsmodell nicht wesentlich vom maltesischen oder iríschen. Auch nicht vom rumänischen oder bulgarischen, nur dass die (noch) nicht Mitglieder der EURO-Zone sind. Früher gingen solche Schurken schlicht pleite oder verloren Kriege, heute kassieren sie Unsummen von anderen... Es ist wirklich erschütternd, wie weit wir mit unseren Politikern im Schlamassel gelandet sind. Da kommen wir nie wieder raus.

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Horst Müller

Es ist keine Schuldenkrise. Es ist eine Verfassungskrise. Die Schulden sind ein Korollar.

GG §20, (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen (haben Sie Europa Wahlen mit mehr als 50% Beteiligung? Mit gleichem Stimmgewicht für Alle?) und Abstimmungen (haben Sie hier eine Abstimmungskultur? ) und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. (haben Sie jemals erlebt, dass der Bundespräsident einen vorgeschlagenen Minister, Beamten nicht ernennt - was sein Recht ist? haben sie jemals erlebt, das die hiesige Rechtssprechung der EU auch nur eine Ihrer Direktiven und Verordnungen für nichtig erklärt? ). Wir haben eine Verfassungskrise, weil die Gemeinschaft der Bürger von Entscheidungen abgedrängt ist.

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Eric Arnesen

…Zinssatz DE +1% => Zinslast DE +20.000.000.000 € (zu erwarten ist eine Steigerung > 2%)...

Aktuelle Verschuldung DE: ca. 2.000.000.000.000 €
Zinslast 2011: ca. 62.000.000.000 €
Bundeshaushalt 2012: ca. 306.000.000.000 €
Aufteilung:
1. Arbeit und Soziales (126.446 Mio. Euro)
2. Verteidigung (31.682 Mio. Euro)
3. Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (25.360 Mio. Euro)
4. Gesundheit (14.467 Mio. Euro)
5. Bildung und Forschung (13.005 Mio. Euro)
6. Familie, Senioren, Frauen und Jugend (6.510 Mio. Euro)
7. wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (6.333 Mio. Euro)
8. Wirtschaft und Technologie (6.165 Mio. Euro)
9. Innenministerium (5.491 Mio. Euro)
10. Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (5.296 Mio. Euro)
11. Finanzen (4.498 Mio. Euro)
12. Auswärtiges Amt (3.305 Mio. Euro)
13. Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt (1.825 Mio. Euro)
14. Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1.578 Mio. Euro)
15. Justiz (488 Mio. Euro)
Wo sollen da 20.000.000.000 € gekürzt werden ?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 16:36 Uhr
Eric Arnesen

...mittelfristig stimmt diese Rechnung...

...und da wir es selbst bei sprudelnden Steueraufnahmen nicht geschafft haben, eine Netto-Neuverschuldung zu vermeiden glaube ich keine Sekunde an einen drastisch kleineren Haushalt und eine entsprechende Schuldentilgung.
Vielmehr ist bei den absehbar kommenden Schwierigkeiten (die gute Konjunktur wird nicht ewig halten) mit noch deutlich höheren Haushalten und Schuldenständen zu rechnen.
Zudem bin ich bei der Kürzungsfrage von nur 1% Steigerung ausgegangen - und das wird sicher nicht reichen.
Sollte es zu einer weiteren Aufblähung der Geldmenge (z.B. durch Kauf von italienischen Staatsamleihen durch die EZB oder ESM-Aktionen) kommen, wird eine Inflation immer wahrscheinlicher.
Leider hatte die Limitierung auf 1000 Zeichen eine ausführlichere Darstellung verhindert

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Michael Arndt

Gekürzt?

Da werden Steuern erhöht.
Da hätten wir
- 6 %-Punkte auf die MWSt
- PKW-Maut
- Energiesteuerm aller Art
- Wegfall des Ehegattensplittings
- Einführung einer Vermögensteuer ab 250 TEUR Vermögen
Bei der Phantasie müsste ich eigentlich Staatssekretär im Finanzminsiterim werden ;-))

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Pascal Gienger

Ihre Rechnung stimmt so nicht.

Muss die Finanzagentur des Bundes mehr Zinsen bieten um Staatsanleihen verkaufen zu können so bedeutet das nicht, dass plötzlich auf alle Schuldtitel höhere Zinsen gezahlt werden müssen. Das sind die kleinen Tranchen die regelmässig aufgenommen werden, Das dauert Jahre bis das umgeschichtet ist. Genügend Zeit hoffentlich für einen drastisch kleineren Haushalt.

Die Verteidigung zusammenzustreichen wäre ein lohnenswerter Schritt, auch die Zuschüsse zur Rentenversicherung. Renten mit Schulden zu finanzieren ist dumm, dann lieber die Steuern soweit erhöhen dass man ohne neue Schulden auskommt.

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Holger Baade

Die Seelenmassage und das sich selbst in die Tasche lügen geht in eine neue Runde.

Dabei steht unabdingbar fest, dass kein Mitglied dieser Ewigkeitswährung dem System entkommt - es sei denn, jetzt und sofort würde die Reißleine Austritt gezogen.

Geht man nach der Gewichtung als Rangfolge der akut bedrohten bzw. die den Euro-Klub existentiell bedrohen Länder, dann lautet diese: Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Griechenland, Portugal, Irland, Zypern. Dass F und B nicht genannt werden ist wohl nur Lagarde und van Rompuy geschuldet.

Hätten wir eine "Stammtisch-Politik" (direkte Demokratie a la Schweiz) dann wäre der Spuk längst beendet. So aber geht das Gewürge weiter bis zum bitteren Ende.

Dabei wäre es dringend erforderlich, alle nationalen Kräfte zu bündeln, um sich auf das nahe Ende des exponentiellen Geldsystems vorzubereiten, um die damit verbundenen Turbulenzen und gesellschaftlichen Verwerfungen so gut es eben geht abzufedern. So viel Weitsicht ist allerdings bei der Qualität unserer Politiker und der sie beratenden Ökonomen nicht zu erwarten.

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Dennis Dovidat

Der Witz ist kaum kaum noch zu übersehen!!

"Der Ruf nach der Aufstockung des Rettungsfonds wird größer...."
Wer soll denn den Rettungsfond noch aufstocken????
Jene für die aufgestockt werden muss sind 3 von den 4 größten Einzahlern in den Fond!!!!
Einzig Deutschland soll am Ende die volle Last des Fonds tragen.
PS.: Heute schon den Wirtschaftsteil gelesen: Deutsche Wirtschaft hat ein minus im ersten Quartal. Langsam kommt die Krise auch bei uns an. denn die Euro-Krise ist eine Vertrauenskrise und auch in Deutschland kann man niemanden mehr vertrauen. Nicht den "Wirtschaftsweisen" und schon garnicht den Politikern. Ergo, das Volk bekommt Angst und fängt an sein Geld zu Hause zu sparen. Somit bricht die Wirtschaft weiter ein.
Lächelnd demontieren unsere Politiker das eigene Land und verschenken unser Hab und Gut in den Rest der Welt.
Wie lautet noch einmal der Eid, den jeder deutsche Politiker leisten muss?
"Zum Wohle des DEUTSCHEN Volkes..."???

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bruno jonas
bruno jonas (jonas21) - 21.06.2012 08:30 Uhr

Alles für die Milliardäre

Auf geheiß von einigen dutzend milliardären verabschieden die korrupten politiker in europa als millionäre in spä, siehe blair, sarkozy, schröder, steinbrück etc, gesetze um sich noch mehr zu bereichern.
allein steinbrück hat lt. lobbycontrol 2011 mehr als 800 000 € durch "vorträge" vor bankstern kasssiert.

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Walpurga Müller-Schmidt

Anpassungsbedarf

Das Wort "Anpassungsbedarf" ist grossartig, denn es wird in einem Zusammenhang in diesem Artikel nicht erwähnt: Es besteht dringender Anpassungsbedarf seitens der europäischen und vor allem der deutschen Steuerzahler an der Strategie der EUR-Gruppe bzgl. der Erpressungs-Staaten aus dem ClubMed Europas!

Griechenland ist verloren, da gibt es nicht viel zu deuten. Wenn man die Griechen nicht endlich ihren eigenen Karren vor die Wand fahren lässt, werden die Spanier und Italiener über kurz oder lang ihre Reformen erst zu Reförmchen machen und dann zurückzunehmen. Das ganze faule, korrupte griechische Volk über die Klippe springen zu lassen würde ungeahnte Motivationskräfte bei unseren PFIIGS-Freunden freisetzen, denn die hätten dann endlich mal den Abgrund vor Augen und nicht nur die Idee, dass es Angela schon richten wird.

Auch die Ungerechtigkeit, dass arme Länder wie die Slowakei das Dolce Vita in dem Moloch am Mittelmeer bezahlen müssen, würde beendet. Da ist Anpassungsbedarf!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.06.2012 05:47 Uhr
Max Bernard

Walpurga Müller-Schmidt

Eine derart beschränkt-nationalistische Sicht der Dinge - "Das ganze faule, korrupte griechische Volk" - wie Sie sie hier verbraten, mag man eigentlich gar nicht mehr kommentieren!
Nur soviel sei gesagt: Wenn das griechische Volk für die Verschuldung ihres Staates verantwortlich sein soll, dann sind die deutschen Bürger ebenso verantwortlich für die des deutschen Staates - einschliesslich der von ihm übernommenen Rettungsschirm-Verpflichtungen! In Wirklichkeit weiss jedoch jeder nur einigermassen gebildete und informierte Mensch, dass die Bürger in beiden Staaten weder zu all diesen politischen Entscheidungen - Schuldenmachen, Garantien abgeben etc. befragt wurden noch deren Nutzniesser waren.

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Paul Banaschak

Die Länder brauchen keine Kredite sondern Reformen

die weh tun. Die Party ist vorbei. Basta.

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Matthias Böhme

Und welche Länder haben wir vergessen?

Belgien z. B.! Irland bleibt ein Problemfall! Und auch Frankreich ist ein Wackelkandidat! Und ehrlich gesagt: Eigentlich stehen wir auch mit dem Rücken ziemlich dicht an der Wand! Aber: Was ist mit den USA? Was mit Großbritannien? Über Japan wollen wir gar nicht erst sprechen! Luxemburg steht gut da - was für eine gute Nachricht! Das Kuriose: Über Großbritannien als Kleinstwährungsraum und mit einer Verschuldung jenseits von gut und böse sowie einer darniederliegenden Wirtschaft bleibt von den Ratingagenturen unbehelligt, ebenso die USA. Letzteres ist schon deswegen erstaunlich, weil eigentlich die ganzen USA ein einziges potemkinsches Dorf sind. Wer sich Mal die Infrastruktur dieses Landes ansieht - dagegen ist selbst die griechische Infrastruktur vorbildlich! Und damit sind wir beim Kernproblem der Eurokrise: Der angelsächsischen Allianz, um den Euro zu vernichten! Die USA werden keine Zweitleitwährung neben dem Dollar akzeptieren, erst Recht keine neue Leitwährung!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 09:40 Uhr
Marcus Baumgärtner

Schuldzuweisungen an andere sind unangebracht

Mag sein, dass es in den USA/GB Kreise gibt, die den Euro schwächen wollen. Aber das ist garantiert nicht "das Kernproblem". Zumal keiner in USA/GB einen Vorteil hat, wenn der Euro zerfällt, denn das würde mit Sicherheit auch ihr eigenes Schuldenkartenhaus gefährden. Nein, die haben ein vitales Eigeninteresse am Überleben des Euro (bzw. am Hinauszögern des Bankrotts, auf den wir derzeit weltweit zusteuern).

Unsere Probleme in der EU (genau wie die Probleme der USA/GB) sind SELBST verschuldet:
- Zu hohe Verwaltungskosten & Staatsausgaben
- Zu hohe Staatsverschuldung
- Staatsinterventionen, die teuer aber letztlich nur Strohfeuer sind (Bail-outs, div. sonstige "Rettungsaktionen" )
- Banken zu wenig, aber reale Wirtschaft zu stark reguliert
- ...

Daher sind Schuldzuweisungen an die USA/GB oder "böse Spekulanten" völlig unangebracht.

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In der Kaufkraftstatistik steht Deutschland

im Gegensatz z.B. zu Luxemburg, zwar nur an 7. Stelle in Europa, hat aber seit 1976 bis 2008 mehr netto in die EU eingezahlt als alle Mitglieder zusammen. In der Krisenbewertung geht so etwas in Brüssel ungeniert unter.

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Jahrgang 1966, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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