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Schuldenkrise Fed prüft Goldmans griechische Swap-Geschäfte

25.02.2010 ·  Griechenlands Schuldentricks beschäftigen nun auch die amerikanische Notenbank. Vor dem Bankenausschuss des Senats der Vereinigten Staaten hat Ben Bernanke, Präsident der amerikanischen Notenbank, mitgeteilt, dass die Federal Reserve Geschäfte von Goldman Sachs mit Griechenland untersucht.

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Griechenlands Schuldentricks beschäftigen nun auch die amerikanische Notenbank. Vor dem Bankenausschuss des Senats der Vereinigten Staaten hat Ben Bernanke, Präsident der amerikanischen Notenbank, mitgeteilt, dass die Federal Reserve Geschäfte von Goldman Sachs mit Griechenland untersucht. „Wir prüfen eine Reihe von Fragen in Verbindung mit Geschäften, die Goldman Sachs und andere Unternehmen mit Griechenland abgeschlossen haben“, antwortete Bernanke auf eine Frage des Senators Christopher Dodd.

Die griechischen Behörden haben inzwischen dem EU-Statistikamt Eurostat Informationen über diese Geschäfte übermittelt. Nach diesen Informationen ist jetzt sicher, dass solche Geschäfte in den Jahren 2000 und 2001 stattgefunden haben. Da Eurostat die Verbuchung der Geschäfte erst seit März 2008 genau geregelt hat, findet die Behörde derzeit keinen Hinweis darauf, dass die Transaktionen illegal waren.

Fest steht aber, dass die griechische Regierung sie wider besseres Wissen verschwiegen hat. Nach Eurostat-Angaben hat die griechische Statistikbehörde im September 2008 die Existenz solcher Geschäfte mit dem Hinweis bestritten, dass die griechischen Gesetze die Staatsfinanzierung über Derivate verböten. Der neue griechische Bericht ist nach einer ersten Eurostat-Beurteilung unvollständig. Griechenland müsse bis Mitte März genauere Angaben liefern.

Die Warnung der Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s vor weiteren Herabstufungen der griechischen Bonitätsbewertung hat am Donnerstag abermals Unruhe an den Börsen ausgelöst. S&P teilte mit, sein Rating von „BBB+“ Ende März voraussichtlich herabzusetzen. Moody’s bekräftigte, das „A2“-Rating für Griechenland werde möglicherweise reduziert. Die Kurse griechischer Staatsanleihen gerieten unter Druck. Der Zinsabstand zu deutschen Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit erhöhte sich um rund 0,15 auf 3,53 Prozentpunkte. Trotz der Turbulenzen will Griechenland nun offenbar doch in den kommenden Tagen eine Anleihe begeben. Eine Emission war zunächst für diese Woche avisiert worden. Dann bestritt die griechische Finanzagentur die Pläne. Nun erwarten Investoren die Anleihe für die nächste Woche.

Besonders eine Herabstufung durch Moody’s könnte für einige Banken brenzlig werden, die im großen Stil griechische Anleihen gekauft haben. Von Januar 2011 an wird eine Ausnahmeregel der Europäischen Zentralbank (EZB) enden. Dann müssen Staatsanleihen, die Banken bei den Finanzierungsgeschäften mit der EZB als Sicherheit einreichen, wieder mindestens die Note „A3“ beziehungsweise „A–“ tragen. Die Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf Moody’s, weil Griechenland nur noch von dieser Agentur ein nach Maßstäben der EZB ausreichend gutes Rating erhält. Sollte Moody’s die Bonität um zwei Stufen herabsetzen, könnten griechische Staatspapiere nicht mehr als Sicherheit verwendet werden. Eine Verlängerung der Ausnahmeregel hat die Europäische Zentralbank bislang eindeutig ausgeschlossen.

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Von Heike Göbel

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