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Schuldenkrise EZB fordert Krisenländer zu Lohnsenkungen auf

 ·  Die Europäische Zentralbank erwartet, dass Arbeiter und Angestellte in den Euro-Krisenländern weniger verdienen. Außerdem müssten die Mindestlöhne sinken und der Kündigungsschutz gelockert werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (91)

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Max Bernard

Noch Zweifel?

Zur Erinnerung: Die EZB ist diejenige EU-Institution, welche die von unfähigen Politikern heruntergewirtschafteten Staaten mit Hunderten von Milliarden Steuergeldern am Leben erhält - so wie sie auch die sich verzockenden Banken mit unseren Steuern wieder aufgepäppelt hat.
Nun sollen wir also nach deren Ratschlag den Gürtel auch im Alltag noch enger schnallen.

Wer bisher noch Zweifel daran gehabt hat für wen diese grandiose EU errichtet worden ist und wer in dieser als bloße Melkkuh vorgesehen ist, dem müssten spätestens nach dieser neuesten Verlautbarung der EZB die Augen endlich aufgehen.
Ab in den Orkus mit dieser bürgerfeindlichen Union!

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Wolf Beck
Wolf Beck (Wolfswort) - 10.08.2012 18:40 Uhr

Deflationäre Politik

Ganz richtig kommentiert Albrecht Müller: "Von der Aufforderung an die Leistungsbilanzüberschussländer wie z.B. Deutschland, dafür zu sorgen, dass bei ihnen die Löhne steigen, ist nichts zu lesen. Die EZB befürwortet mal wieder die deflationäre und die Rezession verschärfende Anpassung zu Lasten der Arbeitnehmer in den Krisenländern".

Das Dilemma, dass ohne Áuf- bzw. Abwertungsmöglichkeit die bedrohten Staaten in der Falle stecken, wird hier offenkundig. Die Lösung über die sog. "innere Abwertung", also Lohnverzicht, Rentenkürzung, Sozialabbau.. ist eine Alternative mit hohem politischen Sprengstoff..Welcher der Betroffenen wird sich noch für dieses Europa begeistern?

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leopold mansk

Wow…nun drehen sie wirklich durch,

die EZBler. Die Krisenländer sollen Löhne und Mindestlöhne senken, Kündigungsschutz lockern. Das hatten wir doch schon alles bei uns, ohne zinslose Kredite von der EZB. (Bekommen wir die jetzt, um unsere Schulden abzubauen?) Und was geschah mit den höheren Gewinnen durch niedrigere Löhne? Sie wurden offenbar vor Steuern in die Schweiz und von dort nach Singapur geschafft und müssen nun mühselig mit gekauften CDs wieder ins Land zurückgeholt werden. Offensichtlich strebt die EZB dies auch in den Krisenländern an. Versucht`s doch mal bei diesen Ländern mit Preissenkungen. Dann haben diejenigen mehr in der Tasche, die eh nicht genug haben, um Geld ins Ausland zu verschieben. Das schafft Kaufkraft und Steuergelder für die Staatskassen. Warum immer die Schwächsten in einer Gesellschaft bestrafen, die doch nur darauf aus sind, ihr Geld zu verkonsumieren.

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Reimund Hartmann
Reimund Hartmann (yarx) - 10.08.2012 11:21 Uhr

Wann endlich

hat die Wahnvorstellung von ewigem Wachstum, Konsum und steigender Produktivität ein Ende. Ist es so schwer einzusehen, daß auf einer Kugel mit endlicher Oberfläche kein exponentielles Wachstum durchzuhalten ist?

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Holger  Hurlebaus

Und wer profitiert davon?

Die Slavenhalter und Sklaventreiber, nun auf Neudeutsch schon einige Zeit auch schönredend "Arbeitgeber" genannt.

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Klaus Letis

Etwas zu spät. Es scheint sich Panik bei der EZB auszubreiten.

Viel zu spät melden sich die Bänker. Es ist ein Aufruf zum Rudern auf der sinkenden Titanic.

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Gabi Heintz

Auf zur Demonstration nach Karlsruhe! Am 8. September um 11.30 h auf dem Marktplatz

Es wird Zeit, sich aus den Sesseln oder Bürostühlen zu erheben.

Jetzt oder nie!

Die Deutschen sind kein besonders "demonstrierfreudiges" Volk. Aber wir haben es schon gezeigt - bei "Anti-Atom"-Demos, bei den Montags-Demonstrationen, die zum Fall der Mauer geführt haben...

Wir sind nicht machtlos!

Wir müssen nur raus auf die Straße!

Am kommenden Samstag Mittag geht jeder mit einem ESM-Nein!-Schild vor das Rathaus seiner Stadt.

Und überzeugen wir Jugendliche, den ersten politischen (und den wichtigsten!) "Flash-Mob" ihres Lebens zu initiieren! - Es geht schließlich um ihre Zukunft. (Aber es kostet Überzeugungsarbeit. "Nicht hingucken und lieber Spaß haben" ist die Devise der Jungen. Sonst "müßte man sich ja aufhängen", wurde mir geantwortet. - Genau so weit wollen wir es eben nicht kommen lassen!)

Wenn hier in Leserkommentaren einfach nur Dampf abgelassen wird, der dann als Druck auf die Regierung fehlt, dann läuft was schief!

Bitte weitersagen (gern auch mit paste und copy)!

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Gabi Heintz

@Hans Henseler Der Euro war eine Idee der "Bilderberger", und die Banker sind die einzigen,

die vom Euro und den Schulden der Länder vielfach profitieren.

Warum hatte Gerhard Schröder zunächst vor, Banken zu verstaatlichen, weil sie unkontrollierbare Macht hätten, und hat dann im Gegenteil - nach einer Einladung zu den B.-bergern - mit über 22 Gesetzen und Verordnungen zur Liberalisierung der Finanzmärkte beigetragen?

Die Schuldknechtschaft macht die Länder erpreßbar, sodaß eine Einhegung der Banken verhindert werden kann.

Die "Ungehaltene Rede" (FAZ vom 15.07.04), in der Ludwig Poullain den "Sittenverfall im Bankenwesen" verurteilte, ist da sehr aufschlußreich.

Poullain sagt darin, von einem "optimalen Gewinn", den Banker früher angestrebt hätten, sei nicht mehr die Rede, heute gehe es immer um den "maximalen Gewinn". Es sei aber kurzsichtig von den Banken, ihre Kunden so auszusaugen, weil eine Bank an Armen nichts mehr verdienen könne (kein Armer leiht sich Geld für ein Haus oder ein Auto).

Nun, man hat offenbar eine neue Möglichkeit gefunden: den Euro und den ESM.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 09.08.2012 22:27 Uhr

Endlich vernünftige Töne von der EZB, wobei sie auch die Gehälter des Staatspersonals

mit einschliessen sollte. Die Bürokratie-Union mit z.T. absurden Mindestlöhnen, Kündigungsschutz für alle (ausser guten Leuten) etc.. machen die gesamte EU bei den meisten Produkten konkurrenzunfähig. Da aber die Bewohner nicht mehr zahlen wollen und Arbeitskräfte in anderen Teilen der Welt sich garantiert nicht nach europäischen Politikerwünschen richten werden, werden schon fast alle Massenkonsumgüter und inzwischen auch viele Bestandteile "deutscher Geräte" in Asien etc. hergestellt.
Zu dem Beitrag "ein Staat ist kein Unternehmen" muss gesagt werden, das ein Staat, wenn man über Geld redet, nichts anderes ist als ein Unternehmen. Das ist auch historisch so - er hat eine Aufgabe zu erfüllen (Gebietsschutz, Ordnungsregeln (und da ist die Frage, wie weit dies gehen darf), Gerichtsbarkeit, Infrastruktur - mehr erst einmal nicht, wobei in vielen Ländern Bildung mit eingeschlossen wird. Alles andere ist Ansichtssache - und alles kostet Geld, was die einzige Basis für Steuern sein kann.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 18:25 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 10.08.2012 18:25 Uhr

@Skylark: Das ist offensichtlich - in dieser AG sitzen die Bürger als Besitzer im Aufsichtsrat,

zumindest ihre gewählten Vertreter, genau so wie bei jeder AG. Ein Unterschied besteht - jeder Aktionär hat bei einem Staat eine Stimme und ist gleichzeitig auch Kunde des Unternehmens. Die Kreditgeber - auch die gibt es (wie bei jeder AG) haben allerdings auch Einfluss - und siehe da, auch das gibt es beim Staat wie bei einer AG: die Bewohner sowie Banken und sogar Ausländer (die keine Mitinhaber sind) können und sollen die neben dem Eigenkapital notwendige Finanzierung liefern und tun das auch über Staatsanleihen.
das war übrigens alles auch schon im Feudalismus nicht anders - die Demokratie führt nur dazu, das der Staat jetzt eben nicht eine Einzelperson (selbsternannte oder aus Stammeskrach entstandene bzw. durch Erbrecht gebliebene Fürstenfamilien) ist, sondern durch die Aktionäre per Wahl des Aufsichtrates = Parlament beaufsichtigt wird. Mit einem Minimum an Abstraktionsvermögen könnte das eigentlich jeder begreifen..

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Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 10.08.2012 12:22 Uhr

Wenn ein Staat wie ein Unternehmen ist...

Der mal eben Kosten spart, in dem er unproduktive Arbeitnehmer ausweist. Oder einen unproduktiven Teil, z.b. das Saarland an Frankreich verkauft, Oder die Chinesen, wenn die Franzosen selbst ihr Elsaß loswerden wollen.
Wenn das überdies auch noch historisch so ist, dann frage ich mich, warum es überhaupt 2 Begriffe für ein und dieselbe Sache gibt. Naja, Schröder hatte sowieso vor, die Deutschland AG zu gründen. Mit ihm als Vorstandsvorsitzenden.
Wer würde dann in dieser AG im Aufsichtsrat sitzen? Die Bürger oder doch die "Investoren"?

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Horst Müller

Dann muß der Staat anfangen: Gehälter und Pensionen seiner Beamten.

Warum soll ich denn Pensionen für Staats-und Politikbeamte erwirtschaften, die in den Krisenstaaten die einzigen sind, die einen Job haben und die über alle Maßen ungehörigen Subventionen völlig wirkungslos lenkten? Die Haltung der EZB - deren Gehälter einer Geheimhaltung unterliegen - kann man nur noch als "wie blöde ist das denn" bezeichnen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 12:17 Uhr
Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 10.08.2012 12:17 Uhr

Senkung der Lohnkosten...

Porsche, Audi, BMW, Mercedes und VW sind Ihrer Meinung nach wahrscheinlich deshalb so begehrt im Ausland, weil sie deutlich niedrigere Löhne zahlen als bei den Franzosen, den Italienern oder den Koreanern.
Verstehe. Dann hoffe ich, dass TATA in Indien oder Brilliance in China nicht mit Lohnsenkungen anfangen...denn dann wäre unsere Wettbewerbsfähigkeit wohl im Eimer...
Ist ja eigentlich auch logisch.

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christoph drenk
christoph drenk (cdrenk) - 10.08.2012 11:30 Uhr

Augen zu

Sicher ist das Fehlen der Vorbildfunktion der EZB-Beamten zu beklagen. Als "blöd" kann man aber sicher eine Meinung bezeichnen die den Fakten ausweichen will - weiter so im Schlaraffenland....um wettbewerbsfähigkeit zu sein, führt an Senkung der Lohnkosten kein Weg vorbei.

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wolf haupricht

Wasser predigen.....

aber Champagner schlürfen, das ist die Welt der EZB, IWF usw.
Müssen jetzt alte Weisheiten neu unters Volk gebracht werden? Anscheinend schon, denn gerade die EZB ist diejenige Institution, die genau das Gegenteil praktizierte. Warum die Wende? Ist die EZB in der Realität angekommen?

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 09.08.2012 21:37 Uhr

Na endlich

..zeigt die EZB/EU/IWF ihr wahres Gesicht u wozu sie gemacht worden ist.
Das hier ist alles kein Zufall,sondern genauso von langer Hand geplant u getarnt unter dem Deckmantel der Hilfe u des Sozialismus.
Jetzt kann man sich natürlich fragen wie die EZB (obwohl es keineswegs das Geld der EZB is-denn sie haften für das Geld)sich anmassen kann in die Wirtschaftspolitik anderer Staaten eingreifen zu wollen.
Nun-Gesetze u Spielregeln sind in der EU eine einzige Einbahnstrasse:Wenn sie stören werden sie ignoriert,wenn keine vorhanden sind um den eigenen Willen durchzusetzen wird schon irgenwie ein Weg gefunden.
Es gibt ein Motto der Eliten u das heisst"A global Way to poverty"-in dem gleichnamigen Buch erklärt ihnen der Autor an zahlreichen Beispielen wie der Trick funktioniert(wir bekommen am Ende immer das Gegenteil von dem was man vorher verspricht).

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Andreas Neubert

Krisengewinnler

Das ist ja das schöne an so einer Krise, bietet sie doch den angenehmen Vorteil, Gesellschaften so umzubauen, wie es manchen Interessengruppen gefällt. Das diese "Reformen" dann nie wieder rückgängig gemacht werden, versteht sich von selbst.

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Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 09.08.2012 20:33 Uhr

"Die Ideologie der EZB ist menschenverachtend"???

Herr Volker Birk, Ihre Floskeln sind nicht Menschen-verachtend, aber einfach obszön. Nur Motzen und abkanzeln, übertreiben und andichten trägt GAR NICHTS Gutes zur Bewältigung der Euro-Krise bei. "Menschenverachtung" googlen Sie besser noch einmal...

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Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 09.08.2012 20:24 Uhr

Herr Weidmann hat gewonnen! Einfach bravourös, dieser Kerl! Im FAZ-Forum nur Beton!

Alles was in diesem Artikel von der EZB gefordert wird, ist 100% richtig und 100% notwendig.

ALLE Euro-Kritiker, AUSSER DM-Beton -> Nord-Euro-Fraktion oder Gesundschrumpfungs-Euro-Fraktion - Sarrazin, Sinn, Henkel - haben genau DIESE Massnahmen seit Monaten und Jahren richtigerweise gefordert, man hat es nun endlich verstanden in Frankfurt - ...Frankfurt??? Aber was hat die EZB mit Wirtschafts- und Fiskalpolitik zu tun.....? Von der "Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus"-EU-Kommission sowie den Euroland-Krähen-Regierungen wäre eine derartige Forderung und Einmischung in die Standards anderer Länder - das konkrete Fordern nach LOHN- und PREISSENKUNGEN (!) nicht möglich gewesen.

Die EZB macht nun ENDLICH konsequente und wünschenswerte, Realitäts-nahe Poltitik, was NICHT ihre Aufgabe ist, aber das Versagen der EU und seiner Organisationen hat sie dazu gezwungen! - Würde mich nicht wundern, wenn Schäuble gar dahinterstünde....Aber Weidmann hat die Gold-Medaille verdient!!!

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 09.08.2012 20:03 Uhr

Gleiche Löhne und Preise stellen den Sinn einer reinen Wirtschafts- und Währungsunion in Frage

Die EZB versucht auf die Probleme hinzuweisen, die die eigentliche Krisenursache der EURO Union ist. Nur dieses Problem lässt sich nicht so leicht in die richtige Richtung manipulieren wie man die hohen zu niederigeren Zinsen bei den Staatsanleihen in den Krisenländern dem Marktgesetzen entzieht. Die zu hohen Lohnkosten sind auch nicht das einzige Problem. das sich nicht so leicht manipulieren lässt, auch die Preise bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land. Da liegt das Hauptproblem der EURO Union, Importpreise aus den Ländern der EURO Union lassen sich überhaupt nicht beeinflussen, es sei denn, man reduziert die Importe. Das ist aber genau der Grund, warum die EURO Union konzipiert wurde. Wenn die Importe aus anderen Löndern der Währungsunion eliminiert werden, hat man den gleichen Effekt wie hohe Einfuhrzölle. Wozu benötigt man dann noch eine Wirtschafts- und Währungsunion ?

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Hans henseler

"Dahinter steckt immer ein kluger Kopf"?

Es tut mir leid, dass viele Foristen der FAZ, die es eigentlich besser wissen muessten, die
Wirtschaftsprobleme nicht realistisch sehen, sondern glauben, die Loesung sei, irgendwen
verantwortlich zu machen (den Staat, die Regierung, die Banken, die Kapitalisten...). Wenn eine
Situation eingetreten ist, muss man gegensteuern, damit sie sich nicht verschlimmert. Der
liebste Suendenbock sind die Banken. Die (ein Grossteil wenigstens) haben effektiv die Finanz-
krise verschuldet und damit eine Wirtschaftskrise eingeleitet. Aber sie haben auch bitter dafuer
bezahlt und tun es immer noch. Hat jemand von den Foristen Bankaktien? Die Banken sind
Verursacher aber nicht Nutzniesser der Krise. Die vielkritisierten Zinsen waren noch nie so
niedrig wie heute. Nicht fuer Griechenland? Ja, liebe Foristen, wenn Ihr geschlossen Euer Geld in griechischen Papieren anlegt, werden die Zinssaetze augenblicklich fallen! Vergesst nicht: die
Banken sind nicht Kreditgeber sondern Kreditvermittler.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 21:42 Uhr
stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 09.08.2012 21:42 Uhr

Scheuklappen abnehmen

Vermutlich haben sie zu viele Aktien im Besitz u zu wenig wissen,sonst wäre ihnen der Widerspruch sofort aufgefallen:
Wozu brauchen wir einen VErmitller???-Brauchen wir nicht.Diese Banken sind komplett überflüssig.
Ausserdem ist es falsch dass Banken nur vermitteln:Sie hebeln das Geld welches sie besitzen um ein vielfaches:DH sie verleihen jede Mark die sie besitzen 20 Mal.
Ansonsten hätten sie niemals so viele Schulden anhäufen können.
Produzieren Banken irgendetwas-ausser Schulden? Nein.

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 09.08.2012 20:41 Uhr

Sie tappen in die Sozialismus-Falle

anderer Leute Geld auszugeben.

Wollen Sie meine Schulden bezahlen?

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Ulla Nachtmann

,Arbeiter und Angestellte'?

Aha und wo werden die Staatsangestellten und die oft vielerorts grandios gewachsene Schar der Beamten erwähnt?
Aber das ist der Brüller: ,Die Produktivität müsse aber durch mehr Innovationen erhöht werden'!!
Wie das denn in Ländern, in denen es noch NIE in der Vergangenheit eine Art ,schwäbische Erfinderkultur' gegeben hat?
WO findet man zB spanische oder griechische Nobelpreisträger oder auch Erfinder?
Tja, träumen darf man. Aber wenn als EZB spricht, sollte man realistisch sein damit man sich nicht der Lächerlichkeit preisgibt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 23:08 Uhr
Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 09.08.2012 23:08 Uhr

Staatsangestellte, Erfinderkultur - Richtig!

In beiden Punkten haben Sie weitgehend recht.

Die USA haben eine größere Verschuldung, Neuverschuldung und gleiche Rezession wie Spanien, argumentieren Euro-Verteidiger und RAgenturen-Kritiker. "Gelassen" wird übersehen, dass die USA weitaus bessere Demographie-Daten (!), Privatvermögen, Innovations-starke Cluster und die besten Elite-Universitäten der Welt haben - EIN Beispiel dafür wie selektiv und minimalistisch Argumente und Zustandsbeschreibungen propagiert und ausgetauscht werden.

Wenn Politik (alle) nicht andauernd GEGEN den Markt und gesunden Menschenverstand verstieße und nicht andauernd Selektion betriebe in ihrer Propaganda, sondern ALLE relevanten Daten und Fakten zu der jeweiligen Situation der kurz-/ mittel-fristigen Euro-Ökonomien akzeptiert und evaluiert würden, sollten endlich Klarheiten geschaffen werden können müssen für einen CUT, ein Ausscheiden einiger Länder ohne Kollaps des Ganzen.

114 Patente/1Mill Bürger D : 4 Patente/1Mill Bürger Gr/Po = T.d. Datenerhebung

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 09.08.2012 22:37 Uhr

wie wärs mit dem altgriechen aristoteles ?

in die neuzeit übersetzt, lautet seine weisheit/erfindung: gebt mir den euro (als fixpunkt), und
ich hebe die ganze (euro-schein)welt aus den angeln.

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Ulrich Dinkelbach
Ulrich Dinkelbach (Roxi1) - 09.08.2012 19:29 Uhr

Jahr 1975 Geschäftsbericht Deutsche Bank AG, Seite 25

"Neue Zerreißprobe für Europäischen Währungsverbund

Im Laufe des Berichtsjahres (Anm.1975) ist noch deutlicher als bisher geworden, daß bei dem vor Jahren mit großem Elan aufgestellten Zeitplan für eine bis 1980 zu verwirklichende Wirtschafts- und Währungsunion die “zähen Fakten” der europäischen politischen und wirtschaftlichen Situation unterschätzt worden sind."

Dann Darstellung diverser Währungsturbulenzen mit Franc, Peseta, Lira, etc., hinein und hinaus in die damalige "Währungsschlange", etc., etc.

Und weiter:

"Diese Ereignisse machen erneut deutlich, daß stabile Wechselkursrelationen auf Dauer nur durch eine enge Koordinierung der Wirtschaftspolitik zwischen den beteiligten Ländern und vor allem ein Mindestmaß an Gleichklang in der Preisstabilität zu halten sind. Sie zeigen auch, wie sehr gerade beim System des Floating Bewertungsänderungen einzelner wichtiger Währungen zu hartnäckigen Korrekturerwartungen auch bei anderen Wechselkursen führen."

Alle Achtung-weitsichtig.

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Kobech Franz

E Z B - höchst einseitig und daher "E_in Z_iemlicher B_lödsinn"!

Wettbewerbsfähigkeit ist keineswegs nur ein Resultat von Lohnstückkosten und Gewinnmaximierung; sie wird insbesondere durch Steuerquoten, Abgaben und öffentl. Kosten aller Art beeinflußt.

Eine mutige und zugleich eine dem Schuldenabbau dienliche Empfehlung wäre es gewesen, wenn die EZB endlich einmal die Staaten und ihre regel- und ausgabewütigen Politiker in die Kritik genommen hätte:

- Absenken der Staatsquoten, insbesondere der Ausgabeseiten
- Verbot finanzieller Heilversprechen aus wahltaktischen Gründen
- Konzentration und Abbau eines stets ausufernden Öff. Dienstes
- Entbürokratisierung
- gnadenlose Verfolgung von Steuerverschwendungen
- Einschränkung des Haftungsprivilegs für Politiker und Beamte
- Um- und Durchsetzung eines leistungsgerechten Steuersystems

Die per se unproduktiven Staaten können sich n u r über die in Wirtschaft, Handel und Gewerbe tätigen Produktionskräfte finanzieren; diese einseitig abzuwürgen ist der sichere Weg in den Staatsbankrott!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 05:56 Uhr
Klaus Michael Strauss

Zustimmung

Statt Förderung strebsamer Leistungsbereitschaft 50% Jugendarbeitslosigkeit. Neofeudale Teilung der Gesellschaft anhand von Landbesitz. Breite Verführung zur Fehlinvestition Wohnungseigentum, letztlich maximale private Verschuldung für den Erwerb von totem Kapital.
Besitzstandorientierung statt Erwerbsarbeit als Lebensmaxime und Vorbild.

Korruption, Klientelismus und Hierarchie.

Natürlich kann radikale Kostensenkung bei Lohn und Gewinn ein billiges Angebot für den Weltmarkt generieren. Textilien für Asien, modische Konsumentenprodukte für die Welt.
Schwellenland Südeuropa auf gutem Weg.

Real dürfte anderes geschehen, alle Talente werden zügig auswandern.

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Lorenz Meyer

Governance

Leider nur zu wahr...

Es wird in all dem hysterischen Krisengeschrei nur zu gern uebersehen, dass die Ueberschuldungen gar nicht der Kern des Problems sind, sondern nur Symptom von Bad Governance, ganz schlicht schlechter Verwaltung. Frau Lagarde hatte ja vollkommen Recht; zahlt einfach ganz normal Eure Steuern (und: schliesst die Vielzahl der oeffentilchen Pseudobetriebe, zahlt Renten nur an lebende Rentner, etcetc) und GR wie auch IT waeren innerhalb eines Jahres wieder im Rennen. Wenn in GR die Renten um 30% und mehr gekuerzt werden muessen und gleichzeitig geschaetzte 10% aller Renten wohl Betrugsfaelle darstellen, dann ist dies einfach nur noch miese Verwaltung, der man mit noch so vielen Rettungspaketen, Lohnsenkungen, Produktivitaetsturbos nicht beikommen wird.

Jegliche Mittel aus EFSF/ESM muessten zwingend an die Bereitschaft gebunden werden, die zentralen Verwaltungseinheiten fuer fuenf Jahre an eine (Nord-)EU-TaskForce mit Finanzbeamten aus FIN/DK/NL/AT/DE zu uebergeben.

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Carlos Anton

Ein kluger Beitrag!

Die Vorschläge der EZB sind in der Tat sehr einseitig.

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Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft.

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