09.08.2012 · Die Europäische Zentralbank erwartet, dass Arbeiter und Angestellte in den Euro-Krisenländern weniger verdienen. Außerdem müssten die Mindestlöhne sinken und der Kündigungsschutz gelockert werden.
Von Philip PlickertRichtlinien für Lesermeinungen
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Zur Erinnerung: Die EZB ist diejenige EU-Institution, welche die von
unfähigen Politikern heruntergewirtschafteten Staaten mit Hunderten
von Milliarden Steuergeldern am Leben erhält - so wie sie auch die
sich verzockenden Banken mit unseren Steuern wieder aufgepäppelt hat.
Nun sollen wir also nach deren Ratschlag den Gürtel auch im Alltag
noch enger schnallen.
Wer bisher noch Zweifel daran gehabt hat für wen diese grandiose EU
errichtet worden ist und wer in dieser als bloße Melkkuh
vorgesehen ist, dem müssten spätestens nach dieser neuesten
Verlautbarung der EZB die Augen endlich aufgehen.
Ab in den Orkus mit dieser bürgerfeindlichen Union!
Ganz richtig kommentiert Albrecht Müller: "Von der
Aufforderung an die Leistungsbilanzüberschussländer wie z.B.
Deutschland, dafür zu sorgen, dass bei ihnen die Löhne
steigen, ist nichts zu lesen. Die EZB befürwortet mal wieder die
deflationäre und die Rezession verschärfende Anpassung zu
Lasten der Arbeitnehmer in den Krisenländern".
Das Dilemma, dass ohne Áuf- bzw. Abwertungsmöglichkeit die
bedrohten Staaten in der Falle stecken, wird hier offenkundig. Die
Lösung über die sog. "innere Abwertung", also
Lohnverzicht, Rentenkürzung, Sozialabbau.. ist eine Alternative mit
hohem politischen Sprengstoff..Welcher der Betroffenen wird sich noch
für dieses Europa begeistern?
Wow…nun drehen sie wirklich durch,
die EZBler. Die Krisenländer sollen Löhne und
Mindestlöhne senken, Kündigungsschutz lockern. Das hatten wir
doch schon alles bei uns, ohne zinslose Kredite von der EZB. (Bekommen
wir die jetzt, um unsere Schulden abzubauen?) Und was geschah mit den
höheren Gewinnen durch niedrigere Löhne? Sie wurden offenbar
vor Steuern in die Schweiz und von dort nach Singapur geschafft und
müssen nun mühselig mit gekauften CDs wieder ins Land
zurückgeholt werden. Offensichtlich strebt die EZB dies auch in den
Krisenländern an. Versucht`s doch mal bei diesen Ländern mit
Preissenkungen. Dann haben diejenigen mehr in der Tasche, die eh nicht
genug haben, um Geld ins Ausland zu verschieben. Das schafft Kaufkraft
und Steuergelder für die Staatskassen. Warum immer die
Schwächsten in einer Gesellschaft bestrafen, die doch nur darauf
aus sind, ihr Geld zu verkonsumieren.
hat die Wahnvorstellung von ewigem Wachstum, Konsum und steigender Produktivität ein Ende. Ist es so schwer einzusehen, daß auf einer Kugel mit endlicher Oberfläche kein exponentielles Wachstum durchzuhalten ist?
Die Slavenhalter und Sklaventreiber, nun auf Neudeutsch schon einige Zeit auch schönredend "Arbeitgeber" genannt.
Etwas zu spät. Es scheint sich Panik bei der EZB auszubreiten.
Viel zu spät melden sich die Bänker. Es ist ein Aufruf zum Rudern auf der sinkenden Titanic.
Auf zur Demonstration nach Karlsruhe! Am 8. September um 11.30 h auf dem Marktplatz
Es wird Zeit, sich aus den Sesseln oder Bürostühlen zu
erheben.
Jetzt oder nie!
Die Deutschen sind kein besonders "demonstrierfreudiges" Volk.
Aber wir haben es schon gezeigt - bei "Anti-Atom"-Demos, bei
den Montags-Demonstrationen, die zum Fall der Mauer geführt haben...
Wir sind nicht machtlos!
Wir müssen nur raus auf die Straße!
Am kommenden Samstag Mittag geht jeder mit einem ESM-Nein!-Schild vor
das Rathaus seiner Stadt.
Und überzeugen wir Jugendliche, den ersten politischen (und den
wichtigsten!) "Flash-Mob" ihres Lebens zu initiieren! - Es
geht schließlich um ihre Zukunft. (Aber es kostet
Überzeugungsarbeit. "Nicht hingucken und lieber Spaß
haben" ist die Devise der Jungen. Sonst "müßte man
sich ja aufhängen", wurde mir geantwortet. - Genau so weit
wollen wir es eben nicht kommen lassen!)
Wenn hier in Leserkommentaren einfach nur Dampf abgelassen wird, der
dann als Druck auf die Regierung fehlt, dann läuft was schief!
Bitte weitersagen (gern auch mit paste und copy)!
@Hans Henseler Der Euro war eine Idee der "Bilderberger", und die Banker sind die einzigen,
die vom Euro und den Schulden der Länder vielfach profitieren.
Warum hatte Gerhard Schröder zunächst vor, Banken zu
verstaatlichen, weil sie unkontrollierbare Macht hätten, und hat
dann im Gegenteil - nach einer Einladung zu den B.-bergern - mit
über 22 Gesetzen und Verordnungen zur Liberalisierung der
Finanzmärkte beigetragen?
Die Schuldknechtschaft macht die Länder erpreßbar,
sodaß eine Einhegung der Banken verhindert werden kann.
Die "Ungehaltene Rede" (FAZ vom 15.07.04), in der Ludwig
Poullain den "Sittenverfall im Bankenwesen" verurteilte, ist
da sehr aufschlußreich.
Poullain sagt darin, von einem "optimalen Gewinn", den Banker
früher angestrebt hätten, sei nicht mehr die Rede, heute gehe
es immer um den "maximalen Gewinn". Es sei aber kurzsichtig
von den Banken, ihre Kunden so auszusaugen, weil eine Bank an Armen
nichts mehr verdienen könne (kein Armer leiht sich Geld für
ein Haus oder ein Auto).
Nun, man hat offenbar eine neue Möglichkeit gefunden: den Euro und
den ESM.
Endlich vernünftige Töne von der EZB, wobei sie auch die Gehälter des Staatspersonals
mit einschliessen sollte. Die Bürokratie-Union mit z.T. absurden
Mindestlöhnen, Kündigungsschutz für alle (ausser guten
Leuten) etc.. machen die gesamte EU bei den meisten Produkten
konkurrenzunfähig. Da aber die Bewohner nicht mehr zahlen wollen
und Arbeitskräfte in anderen Teilen der Welt sich garantiert nicht
nach europäischen Politikerwünschen richten werden, werden
schon fast alle Massenkonsumgüter und inzwischen auch viele
Bestandteile "deutscher Geräte" in Asien etc.
hergestellt.
Zu dem Beitrag "ein Staat ist kein Unternehmen" muss gesagt
werden, das ein Staat, wenn man über Geld redet, nichts anderes ist
als ein Unternehmen. Das ist auch historisch so - er hat eine Aufgabe zu
erfüllen (Gebietsschutz, Ordnungsregeln (und da ist die Frage, wie
weit dies gehen darf), Gerichtsbarkeit, Infrastruktur - mehr erst einmal
nicht, wobei in vielen Ländern Bildung mit eingeschlossen wird.
Alles andere ist Ansichtssache - und alles kostet Geld, was die einzige
Basis für Steuern sein kann.
@Skylark: Das ist offensichtlich - in dieser AG sitzen die Bürger als Besitzer im Aufsichtsrat,
zumindest ihre gewählten Vertreter, genau so wie bei jeder AG. Ein
Unterschied besteht - jeder Aktionär hat bei einem Staat eine
Stimme und ist gleichzeitig auch Kunde des Unternehmens. Die Kreditgeber
- auch die gibt es (wie bei jeder AG) haben allerdings auch Einfluss -
und siehe da, auch das gibt es beim Staat wie bei einer AG: die Bewohner
sowie Banken und sogar Ausländer (die keine Mitinhaber sind)
können und sollen die neben dem Eigenkapital notwendige
Finanzierung liefern und tun das auch über Staatsanleihen.
das war übrigens alles auch schon im Feudalismus nicht anders - die
Demokratie führt nur dazu, das der Staat jetzt eben nicht eine
Einzelperson (selbsternannte oder aus Stammeskrach entstandene bzw.
durch Erbrecht gebliebene Fürstenfamilien) ist, sondern durch die
Aktionäre per Wahl des Aufsichtrates = Parlament beaufsichtigt
wird. Mit einem Minimum an Abstraktionsvermögen könnte das
eigentlich jeder begreifen..
Wenn ein Staat wie ein Unternehmen ist...
Der mal eben Kosten spart, in dem er unproduktive Arbeitnehmer ausweist.
Oder einen unproduktiven Teil, z.b. das Saarland an Frankreich verkauft,
Oder die Chinesen, wenn die Franzosen selbst ihr Elsaß loswerden wollen.
Wenn das überdies auch noch historisch so ist, dann frage ich mich,
warum es überhaupt 2 Begriffe für ein und dieselbe Sache gibt.
Naja, Schröder hatte sowieso vor, die Deutschland AG zu
gründen. Mit ihm als Vorstandsvorsitzenden.
Wer würde dann in dieser AG im Aufsichtsrat sitzen? Die Bürger
oder doch die "Investoren"?
Dann muß der Staat anfangen: Gehälter und Pensionen seiner Beamten.
Warum soll ich denn Pensionen für Staats-und Politikbeamte erwirtschaften, die in den Krisenstaaten die einzigen sind, die einen Job haben und die über alle Maßen ungehörigen Subventionen völlig wirkungslos lenkten? Die Haltung der EZB - deren Gehälter einer Geheimhaltung unterliegen - kann man nur noch als "wie blöde ist das denn" bezeichnen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 12:17 UhrSenkung der Lohnkosten...
Porsche, Audi, BMW, Mercedes und VW sind Ihrer Meinung nach
wahrscheinlich deshalb so begehrt im Ausland, weil sie deutlich
niedrigere Löhne zahlen als bei den Franzosen, den Italienern oder
den Koreanern.
Verstehe. Dann hoffe ich, dass TATA in Indien oder Brilliance in China
nicht mit Lohnsenkungen anfangen...denn dann wäre unsere
Wettbewerbsfähigkeit wohl im Eimer...
Ist ja eigentlich auch logisch.
Augen zu
Sicher ist das Fehlen der Vorbildfunktion der EZB-Beamten zu beklagen. Als "blöd" kann man aber sicher eine Meinung bezeichnen die den Fakten ausweichen will - weiter so im Schlaraffenland....um wettbewerbsfähigkeit zu sein, führt an Senkung der Lohnkosten kein Weg vorbei.
aber Champagner schlürfen, das ist die Welt der EZB, IWF usw.
Müssen jetzt alte Weisheiten neu unters Volk gebracht werden?
Anscheinend schon, denn gerade die EZB ist diejenige Institution, die
genau das Gegenteil praktizierte. Warum die Wende? Ist die EZB in der
Realität angekommen?
..zeigt die EZB/EU/IWF ihr wahres Gesicht u wozu sie gemacht worden ist.
Das hier ist alles kein Zufall,sondern genauso von langer Hand geplant u
getarnt unter dem Deckmantel der Hilfe u des Sozialismus.
Jetzt kann man sich natürlich fragen wie die EZB (obwohl es
keineswegs das Geld der EZB is-denn sie haften für das Geld)sich
anmassen kann in die Wirtschaftspolitik anderer Staaten eingreifen zu wollen.
Nun-Gesetze u Spielregeln sind in der EU eine einzige
Einbahnstrasse:Wenn sie stören werden sie ignoriert,wenn keine
vorhanden sind um den eigenen Willen durchzusetzen wird schon irgenwie
ein Weg gefunden.
Es gibt ein Motto der Eliten u das heisst"A global Way to
poverty"-in dem gleichnamigen Buch erklärt ihnen der Autor an
zahlreichen Beispielen wie der Trick funktioniert(wir bekommen am Ende
immer das Gegenteil von dem was man vorher verspricht).
Das ist ja das schöne an so einer Krise, bietet sie doch den angenehmen Vorteil, Gesellschaften so umzubauen, wie es manchen Interessengruppen gefällt. Das diese "Reformen" dann nie wieder rückgängig gemacht werden, versteht sich von selbst.
"Die Ideologie der EZB ist menschenverachtend"???
Herr Volker Birk, Ihre Floskeln sind nicht Menschen-verachtend, aber einfach obszön. Nur Motzen und abkanzeln, übertreiben und andichten trägt GAR NICHTS Gutes zur Bewältigung der Euro-Krise bei. "Menschenverachtung" googlen Sie besser noch einmal...
Herr Weidmann hat gewonnen! Einfach bravourös, dieser Kerl! Im FAZ-Forum nur Beton!
Alles was in diesem Artikel von der EZB gefordert wird, ist 100% richtig
und 100% notwendig.
ALLE Euro-Kritiker, AUSSER DM-Beton -> Nord-Euro-Fraktion oder
Gesundschrumpfungs-Euro-Fraktion - Sarrazin, Sinn, Henkel - haben genau
DIESE Massnahmen seit Monaten und Jahren richtigerweise gefordert, man
hat es nun endlich verstanden in Frankfurt - ...Frankfurt??? Aber was
hat die EZB mit Wirtschafts- und Fiskalpolitik zu tun.....? Von der
"Eine Krähe pickt der anderen kein Auge
aus"-EU-Kommission sowie den Euroland-Krähen-Regierungen
wäre eine derartige Forderung und Einmischung in die Standards
anderer Länder - das konkrete Fordern nach LOHN- und PREISSENKUNGEN
(!) nicht möglich gewesen.
Die EZB macht nun ENDLICH konsequente und wünschenswerte,
Realitäts-nahe Poltitik, was NICHT ihre Aufgabe ist, aber das
Versagen der EU und seiner Organisationen hat sie dazu gezwungen! -
Würde mich nicht wundern, wenn Schäuble gar
dahinterstünde....Aber Weidmann hat die Gold-Medaille verdient!!!
Gleiche Löhne und Preise stellen den Sinn einer reinen Wirtschafts- und Währungsunion in Frage
Die EZB versucht auf die Probleme hinzuweisen, die die eigentliche Krisenursache der EURO Union ist. Nur dieses Problem lässt sich nicht so leicht in die richtige Richtung manipulieren wie man die hohen zu niederigeren Zinsen bei den Staatsanleihen in den Krisenländern dem Marktgesetzen entzieht. Die zu hohen Lohnkosten sind auch nicht das einzige Problem. das sich nicht so leicht manipulieren lässt, auch die Preise bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land. Da liegt das Hauptproblem der EURO Union, Importpreise aus den Ländern der EURO Union lassen sich überhaupt nicht beeinflussen, es sei denn, man reduziert die Importe. Das ist aber genau der Grund, warum die EURO Union konzipiert wurde. Wenn die Importe aus anderen Löndern der Währungsunion eliminiert werden, hat man den gleichen Effekt wie hohe Einfuhrzölle. Wozu benötigt man dann noch eine Wirtschafts- und Währungsunion ?
"Dahinter steckt immer ein kluger Kopf"?
Es tut mir leid, dass viele Foristen der FAZ, die es eigentlich besser
wissen muessten, die
Wirtschaftsprobleme nicht realistisch sehen, sondern glauben, die
Loesung sei, irgendwen
verantwortlich zu machen (den Staat, die Regierung, die Banken, die
Kapitalisten...). Wenn eine
Situation eingetreten ist, muss man gegensteuern, damit sie sich nicht
verschlimmert. Der
liebste Suendenbock sind die Banken. Die (ein Grossteil wenigstens)
haben effektiv die Finanz-
krise verschuldet und damit eine Wirtschaftskrise eingeleitet. Aber sie
haben auch bitter dafuer
bezahlt und tun es immer noch. Hat jemand von den Foristen Bankaktien?
Die Banken sind
Verursacher aber nicht Nutzniesser der Krise. Die vielkritisierten
Zinsen waren noch nie so
niedrig wie heute. Nicht fuer Griechenland? Ja, liebe Foristen, wenn Ihr
geschlossen Euer Geld in griechischen Papieren anlegt, werden die
Zinssaetze augenblicklich fallen! Vergesst nicht: die
Banken sind nicht Kreditgeber sondern Kreditvermittler.
Scheuklappen abnehmen
Vermutlich haben sie zu viele Aktien im Besitz u zu wenig wissen,sonst
wäre ihnen der Widerspruch sofort aufgefallen:
Wozu brauchen wir einen VErmitller???-Brauchen wir nicht.Diese Banken
sind komplett überflüssig.
Ausserdem ist es falsch dass Banken nur vermitteln:Sie hebeln das Geld
welches sie besitzen um ein vielfaches:DH sie verleihen jede Mark die
sie besitzen 20 Mal.
Ansonsten hätten sie niemals so viele Schulden anhäufen können.
Produzieren Banken irgendetwas-ausser Schulden? Nein.
Sie tappen in die Sozialismus-Falle
anderer Leute Geld auszugeben.
Wollen Sie meine Schulden bezahlen?
Aha und wo werden die Staatsangestellten und die oft vielerorts grandios
gewachsene Schar der Beamten erwähnt?
Aber das ist der Brüller: ,Die Produktivität müsse aber
durch mehr Innovationen erhöht werden'!!
Wie das denn in Ländern, in denen es noch NIE in der Vergangenheit
eine Art ,schwäbische Erfinderkultur' gegeben hat?
WO findet man zB spanische oder griechische Nobelpreisträger oder
auch Erfinder?
Tja, träumen darf man. Aber wenn als EZB spricht, sollte man
realistisch sein damit man sich nicht der Lächerlichkeit preisgibt.
Staatsangestellte, Erfinderkultur - Richtig!
In beiden Punkten haben Sie weitgehend recht.
Die USA haben eine größere Verschuldung, Neuverschuldung und
gleiche Rezession wie Spanien, argumentieren Euro-Verteidiger und
RAgenturen-Kritiker. "Gelassen" wird übersehen, dass die
USA weitaus bessere Demographie-Daten (!), Privatvermögen,
Innovations-starke Cluster und die besten Elite-Universitäten der
Welt haben - EIN Beispiel dafür wie selektiv und minimalistisch
Argumente und Zustandsbeschreibungen propagiert und ausgetauscht werden.
Wenn Politik (alle) nicht andauernd GEGEN den Markt und gesunden
Menschenverstand verstieße und nicht andauernd Selektion betriebe
in ihrer Propaganda, sondern ALLE relevanten Daten und Fakten zu der
jeweiligen Situation der kurz-/ mittel-fristigen Euro-Ökonomien
akzeptiert und evaluiert würden, sollten endlich Klarheiten
geschaffen werden können müssen für einen CUT, ein
Ausscheiden einiger Länder ohne Kollaps des Ganzen.
114 Patente/1Mill Bürger D : 4 Patente/1Mill Bürger Gr/Po =
T.d. Datenerhebung
wie wärs mit dem altgriechen aristoteles ?
in die neuzeit übersetzt, lautet seine weisheit/erfindung: gebt mir
den euro (als fixpunkt), und
ich hebe die ganze (euro-schein)welt aus den angeln.
Jahr 1975 Geschäftsbericht Deutsche Bank AG, Seite 25
"Neue Zerreißprobe für Europäischen Währungsverbund
Im Laufe des Berichtsjahres (Anm.1975) ist noch deutlicher als bisher
geworden, daß bei dem vor Jahren mit großem Elan
aufgestellten Zeitplan für eine bis 1980 zu verwirklichende
Wirtschafts- und Währungsunion die “zähen Fakten”
der europäischen politischen und wirtschaftlichen Situation
unterschätzt worden sind."
Dann Darstellung diverser Währungsturbulenzen mit Franc, Peseta,
Lira, etc., hinein und hinaus in die damalige
"Währungsschlange", etc., etc.
Und weiter:
"Diese Ereignisse machen erneut deutlich, daß stabile
Wechselkursrelationen auf Dauer nur durch eine enge Koordinierung der
Wirtschaftspolitik zwischen den beteiligten Ländern und vor allem
ein Mindestmaß an Gleichklang in der Preisstabilität zu
halten sind. Sie zeigen auch, wie sehr gerade beim System des Floating
Bewertungsänderungen einzelner wichtiger Währungen zu
hartnäckigen Korrekturerwartungen auch bei anderen Wechselkursen führen."
Alle Achtung-weitsichtig.
E Z B - höchst einseitig und daher "E_in Z_iemlicher B_lödsinn"!
Wettbewerbsfähigkeit ist keineswegs nur ein Resultat von
Lohnstückkosten und Gewinnmaximierung; sie wird insbesondere durch
Steuerquoten, Abgaben und öffentl. Kosten aller Art beeinflußt.
Eine mutige und zugleich eine dem Schuldenabbau dienliche Empfehlung
wäre es gewesen, wenn die EZB endlich einmal die Staaten und ihre
regel- und ausgabewütigen Politiker in die Kritik genommen hätte:
- Absenken der Staatsquoten, insbesondere der Ausgabeseiten
- Verbot finanzieller Heilversprechen aus wahltaktischen Gründen
- Konzentration und Abbau eines stets ausufernden Öff. Dienstes
- Entbürokratisierung
- gnadenlose Verfolgung von Steuerverschwendungen
- Einschränkung des Haftungsprivilegs für Politiker und Beamte
- Um- und Durchsetzung eines leistungsgerechten Steuersystems
Die per se unproduktiven Staaten können sich n u r über die
in Wirtschaft, Handel und Gewerbe tätigen Produktionskräfte
finanzieren; diese einseitig abzuwürgen ist der sichere Weg in den Staatsbankrott!
Zustimmung
Statt Förderung strebsamer Leistungsbereitschaft 50%
Jugendarbeitslosigkeit. Neofeudale Teilung der Gesellschaft anhand von
Landbesitz. Breite Verführung zur Fehlinvestition Wohnungseigentum,
letztlich maximale private Verschuldung für den Erwerb von totem Kapital.
Besitzstandorientierung statt Erwerbsarbeit als Lebensmaxime und Vorbild.
Korruption, Klientelismus und Hierarchie.
Natürlich kann radikale Kostensenkung bei Lohn und Gewinn ein
billiges Angebot für den Weltmarkt generieren. Textilien für
Asien, modische Konsumentenprodukte für die Welt.
Schwellenland Südeuropa auf gutem Weg.
Real dürfte anderes geschehen, alle Talente werden zügig auswandern.
Governance
Leider nur zu wahr...
Es wird in all dem hysterischen Krisengeschrei nur zu gern uebersehen,
dass die Ueberschuldungen gar nicht der Kern des Problems sind, sondern
nur Symptom von Bad Governance, ganz schlicht schlechter Verwaltung.
Frau Lagarde hatte ja vollkommen Recht; zahlt einfach ganz normal Eure
Steuern (und: schliesst die Vielzahl der oeffentilchen Pseudobetriebe,
zahlt Renten nur an lebende Rentner, etcetc) und GR wie auch IT waeren
innerhalb eines Jahres wieder im Rennen. Wenn in GR die Renten um 30%
und mehr gekuerzt werden muessen und gleichzeitig geschaetzte 10% aller
Renten wohl Betrugsfaelle darstellen, dann ist dies einfach nur noch
miese Verwaltung, der man mit noch so vielen Rettungspaketen,
Lohnsenkungen, Produktivitaetsturbos nicht beikommen wird.
Jegliche Mittel aus EFSF/ESM muessten zwingend an die Bereitschaft
gebunden werden, die zentralen Verwaltungseinheiten fuer fuenf Jahre an
eine (Nord-)EU-TaskForce mit Finanzbeamten aus FIN/DK/NL/AT/DE zu uebergeben.
Ein kluger Beitrag!
Die Vorschläge der EZB sind in der Tat sehr einseitig.