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Schuldenkrise Europa glaubt nicht mehr an das Sparen

 ·  Die Stimmung in Europa kippt: Die Rosskur für die Schuldenländer macht alles nur noch schlimmer, sagen die Gegner des Sparens. Und empfehlen üppige Ausgabenprogramme.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (87)

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 06.05.2012 18:10 Uhr

@Fr. von Zeretzke: Das "Deutsche Modell" für ganz Europa fordern Sie

Nun sollten die Europäer folgende Eckwerte übernehmen?
1. Seit 1969 nie ein ausgeglichener Haushalt
2. Neue Schulden sogar in der Konjunktur 2010/2011, Schuldenstand >2000 Mia
3. Staatsquote nahe 50%, Abgabelast >50%
4. Schuldenfinanzierte Sozialsysteme...
...
Nein, danke aus der Schweiz.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.05.2012 14:11 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 08.05.2012 14:11 Uhr

Billiarden erscheint mir ein wenig übertrieben.... ;-)

Billionen könnten es allerdings gewesen sein.

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Stefan Sturm

@ Max Schmidt:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

ich hatte schon einmal einem Schweizer Foristen auf eine ähnliche Argumentation geantwortet: die Aufstellung von Finanzdaten der deutschen Volkswirtschaft ist nicht vollständig ohne Berücksichtigung des jahrzehntelangen Mittelabfluss nach Europa.

Während die Schweiz in meiner Wahrnehmung sich vor allem Steuerflüchtigen solidarischh zeigt, hat die sich Bundesrepublik jahrzehnte mit Billiarden DM/Euro mit den weniger entwickleten Mitgliedern der europäischen Familie solidarisch gezeigt.

Ob das immer so sinnvoll war, steht auf einem ganz anderen Blatt.

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Edda Kuhlmann

Das hat Keynes so nicht gesagt

Keynes plaedierte dafuer, Schwächephasen durch staatliche Ausgabenprogramme zu ueberbruecken, in besseren Zeiten hatte sich der Staat wieder zurueckzuziehen und Ruecklagen fuer die naechste Schwaeche zu bilden. Und genau letzteres ist ausgeblieben - staatlicher Einsatz blieb und wuchs, der Staat mehr oder weniger willkuerlich waehlte Verlierer und Gewinner und vertrieb so langsam aber sicher die freie Wirtschaft, was die Krise verstaerkte und Rufe nach weiteren staatlichen Massnahmen ausloeste, denen die Politiker nur zu gerne nachkamen. Ein Kreislauf, der ganz offensichtlich wieder einmal nicht durchbrochen werden soll. Das ist Bequemlichkeit, Sozialismus, Haengen an der Macht- aber kein Keynes.

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Erwin Stahlberg

Wer glaubt noch an EUROPA?

Ich glaube nur noch an eine RIESEN-Inflation,
und die wird dann mit dem Warenzeichen „EU“ als ein
elendes Wirbel-Ereignis in die Geschichte eingehen.

Banken-Rettung = da lacht ja die Weltgeschichte!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.05.2012 15:50 Uhr
Clemens Griesinger
Clemens Griesinger (CFGS) - 07.05.2012 15:50 Uhr

Reales Wachstum von Nöten!

Wenn das BIP Wachstum allein auf höheren Preisen beruht, ist die Wirtschaft real nicht gewachsen. China: immer mehr Chinesen können aufgrund der steigenden Preise kaum mehr die Lebensmittel bezahlen. Die wohlhabenderen Chinesen können oftmals ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen. Immobilienblase! Türkei: wurde mit negativen Ausblick versehen.

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Paul Rabe

Was ist an Inflation so schlimm ?

Die Türkei oder China haben hohe Inflationsraten und trotzdem ein viel höheres Wachstum als Deutschland

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Franz Peter Lang Prof. Dr. Dres. h.c.mult.

Staatsausgabenprogramme sind Strohfeuer nutzen den Falschen

Defizitfinanzierte Staatsausgabenprogramme konservieren vorhandene Strukturen, steigern die Staatsverschuldung (wegen der Rücksicht auf die Wähler) und belasten künftige Generationen. So würden Griechenlad, Portugall und Frankreich schon darum nicht profituieren, weil sie keine entsrechenden Industrien haben bzw. wegen zu hoher Kosten nicht partizipieren können. Wohl aber würden sie von einer steigenden Inflation im Euroraum kaufkraftmindernd betroffen. Die Beschäftigungsimpulse würden sich dagegen z. B. in der deutschen Volkswirtschaft wirksam werden, wo sie am wenigsten notwendig sind, dafür aber die europäische Wirtschaftslandschaft noch stärker verzerren. Da man die EZB ja schon politisch auf Regierungskurs gebracht hat, ist sogar eine monetär alimentierte Inlation im Gefolge dieser Politik durchaus wahrscheinlich.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 06.05.2012 17:17 Uhr

Merkel lässt durchsickern, sie könne sich eine „Ergänzung“ der Sparprogramme durch eine Wachstums- .

... komponente vorstellen! Und die hat Schäuble als negatives Wachstum für Deutschland definiert, nur um den Sch....-EURO zu retten: Es dürfte in der Tat historisch ohne Beispiel sein, dass der Finanzminister eines Landes quasi dazu aufruft, die eigene, mühsam erarbeitete, Wettbewerbsfähigkeit selbst zu schwächen. Dies ist ungefähr so, als ob Usain Bolt sich in den Fuss schießt, damit die anderen nicht zu weit zurückfallen. Scheinbar hat die Politik NICHTS mehr in Sachen EURO-Rettung im Griff, die haben völlig die Übersicht verloren. Das ist ein Trauerspiel ohne gleichen. Ich finde einfach keine Worte mehr für diese unsäglichen und inkompetenten Gestalten in dem Tollhaus, welches unter Bundesregierung firmiert. Die Asiaten werden sich freuen, wenn Deutschland sich selbst aus dem Wettbewerb nimmt – unsere Industrie und deren Arbeitnehmer werden diesen Advokaten nebst seiner Debilitäts-Corona in die Hölle wünschen. Ich nenne so etwas Hochverrat an den Menschen in unserem Land!

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Ralf Wagner

Europa verträgt die Wahrheit nicht

Seit langem sind die Politiker eine Allianz mit ihren Wähler eingegangen. Wähler fordern, Politiker versprechen, zahlen werden andere. Früher waren das künftige Generationen. Heute bietet der Euro, die „Chance“, dass Dreistere den weniger Dreisten die Rechnung präsentieren können. Hollande wird das nutzen.
Doch die Wahrheit ist, dass unser Staatsglaube die Gesellschaften auf diesem Wege zersetzen wird. Die Herdprämie in Deutschland und die Förderung unsinniger Zufallsenergien sind ebenso ein Schritt in diese Richtung wie Hollands Schlaraffenland für Franzosen. Am Ende entsteht nichts Dauerhaftes und nichts, das sich selbst finanziert.
Da mögen die Notenpresse und Enteignung der der Sparer durch Inflation ein wenig Aufschwung bringen, um das Krebsgeschwür von Staatschulden und Finanzindustrie am Leben zu erhalten, aber jeder Aufschub wird die Probleme vergrößern.
An Sparsamkeit, Selbstverantwortung und eigener Leistung wird keiner vorbeikommen. Vor oder nach einem Crash.

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Jocelyn von Zeretzke
Jocelyn von Zeretzke (JvoZ) - 06.05.2012 16:48 Uhr

EU-Schuldenkrise

Keynesianismus und deren Befürworter allen voran die USA, China und die meisten Süd-Europäischen Länder können oder wollen immer noch nicht glauben das nur gesunde Staatshaushalte zu einer langfristigen sozialen Marktwirtschaft führen kann.

Die Zeit ist gekommen das das „Deutsche Modell“ als Basis für eine Europa akzeptier wird und in einem Europäischen Wirtschaftsministerium Implementation findet.
Bescheidenheit, Understatement oder verfehlte Schuldgefühle von Deutscher Seite wären fehl am Platz in der Durchsetzung dieses Zieles.

Politiker und andere Entscheidungsträger wären gut Beraten Entscheidungsträger und Beratern wie Lagarde, Blanchard, Rehn und Draghi mit Fachleuten wie Hans-Werner Sinn, Thomas Mayer, Axel Weber zu ersetzen.

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Alexej Konowalov

Eine kurze Antwort @Benedikt Franz Neueder - 06.05.2012 12:40 Uhr

Der unmittelbare Öffentliche Dienst in Deutschland umfasst etwa 4.540.000 Mitarbeiter. Diese Beschäftigten des ÖD können i. d. R. von einer Teilzeitarbeitsregelung profitieren.

Was fehlt, ist eine "Mehrzeitarbeitsregelung" im ÖD. Will heißen, die Beschäftigten des ÖD (es geht hier vor allem um den breitgestreuten Mitarbeiterbereich, nicht um Führungs-Positionen) müssen selbst darüber entscheiden können, ob diese 50 %, 75 %, 100 % oder aber 125 % oder gar 150 % usw. der jeweiligen Normalarbeitsleistung abliefern wollen.

Die Kosten der öffentlichen Arbeitgeber für einen Mitarbeiterarbeitsplatz dürften durchschnittlich bei etwa 60.000 Euro jährlich liegen.

Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der MA des ÖD ergibt sich nach einer Erhöhung der Effizienz der dort geleisteten Arbeit um ca. 20 %, ein rechnerisches Einsparpotenzial von 54,4 Milliarden Euro jährlich ( 4.540.000 * 60.000 Euro * 0,2).

Den "Effizienzgewinn" teilen sich dann Mitarbeiter und Arbeitgeber im ÖD gleichberechtigt :)

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Closed via SSO
Peter Sommer (psommer) - 06.05.2012 15:15 Uhr

Treten wir doch einfach

aus dem Euro, der EU und der NATO aus, organisieren wir unseren Staat nach den Prinzipien des gesunden Menschenverstandes und nehmen den sportlichen, friedlichen Wettbewerb mit dem Rest der Welt auf ! Hat jemand Angst davor ? Ich nicht. Alles wird besser, 100%ig. Wir setzen die Benchmarks, wir haben die beste Technologie und wir hatten die beste Währung der Welt. Wir brauchen niemanden im friedlichen Wettbewerb zu fürchten. Können das unsere "Freunde" in Europa auch von sich behaupten ? Denken Sie mal darüber nach ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 18:25 Uhr
Martin Schmitt

Gut gemeint aber leider zu spät.

Dazu müßten sie erst die Fabriken aus China und Osteuropa wieder nach Deutschland holen, schaffen Sie das?

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Jan Frisch

Der Fall des eisernen Vorhangs...

vor nunmehr etwas über 20 Jahren, hat dem Kapitalismus, oder besser gesagt den dergestalt handelnden Menschen, die Möglichkeit eröffnet, die sozialistischen "Eintrübungen" des bisherigen Systems, in Deutschland "Soziale Marktwirtschaft" genannt, nach und nach zu "korrigieren". Der Kapitalismus konnte endlich sein wahres Gesicht zeigen, was Herr Westerwelle in den Worten Churchills einmal so zusammenfasste: "Wenn jeder nur an sich selbst denkt, ist doch auch an jeden gedacht".
Diese Martkentfesselung hat genau dazu geführt, was wir seit 22 Jahren beobachten können: Schulden werden sozialisiert, Profite privatisiert. Das Ergebnis: Von den 2,1 Billionen, also 2100 Milliarden Euro Schulden für die Allgemeinheit, leben 108 Milliardäre und ca. 830000 Millionäre den Traum vom anstrengungslosen Wohlstand. Und das sind nur die Zahlen für Deutschland!
Wenn Menschen das nun erkennen, so ist dies nur eine logische Folge der mit dem Internet gewonnenen Informationsfreiheit.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.05.2012 08:38 Uhr
Jan Frisch

Keine sehr konstruktive Kritik...

Aber wenn Sie meine Aussagen schlicht für Unsinn halten, lassen Sie sich doch einmal von Dirk Müller die Entstehungsweise von Geld erklären, finden Sie bei youtube.
Und dass es Unsinn ist, dass Schulden privatisiert werden, würde ich gerne glauben. Vermutlich haben Sie die HRE und die massiven Kapitalaufstockungen und staatlichen Bürgschaften schon vergessen - die hatte nämlich der deutsche Steuerzahler zu schultern und keinesfalls diejenigen, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg mit swaps, calls, putts, Immobilienzertifikaten und anderen Casinoprodukten ihren Reichtum gemehrt haben, oder?

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Torsten Klier

Unsinn

Bei einer Staatsquote von um die 50%, bei einem Sozialbudget von über einem Drittel des Staatshaushalts kann man nicht von einem "entfesseltem Kapitalismus" reden.
Die 2,1 Billionen Schulden haben nicht die bösen Kapitalisten gemacht, sondern der gute Staat.
Ihr "Schulden werden sozialisiert" ist Unsinn.

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 06.05.2012 14:22 Uhr

Es ist alles für die Katz...

Politiker in der Eu sollen sparen? Habt Ihr schon einmal Politiker gesehen, die langfristig wirklich sparen? Wie kann man dem Fuchs den Hühnerstall als Wachmann übergeben? Das ist doch alles Unfug. Die ganze Sache läuft auf eine riesige Verschuldung hinaus bis zum Staatsbankrott. Die PIGGS werden nicht aussteigen, solange sie noch subventioniert werden. Die Subventionen zahlt Deutschland. So lange es kann. Der Haß auf Deutschland wird immer mehr zunehmen wenn wir nicht überweisen. Ganz Europa ist dabei, in ein von Haß und Neid erfülltes Chaos zu enden.
Es gibt nur einen einzigen Weg. Alle Staaten müssen sich einig werden, den Euro gemeinschaftlich aufzuheben und wieder nationale Währungen einführen. Das wäre ohne große Blessuren möglich.
Aber das wird nicht geschehen - es wird in einem furchtbaren Desaster enden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 18:37 Uhr
Jan Frisch

Sehr optimistisch...

Sie schrieben: "Alle Staaten müssen sich einig werden, den Euro gemeinschaftlich aufzuheben und wieder nationale Währungen einführen."
Überlegen Sie doch einmal wer hinter diesen "Staaten" steckt, bzw. wer entscheidet, was diese Staaten tun? In anderen Worten: An wessen Strippen hängen Merkel und Co. (natürlich auch diejenigen, die derzeit in der Opposition sind)?
Der Euro dient dazu internationalen Finanzkonglomeraten den uneingeschränkten Transfer "ihrer" Gelder zu gewährleisten. Die Situation ähnelt der in den USA der 60er Jahre: Kennedy hatte Dollars drucken lassen, auf denen nicht mehr "Federal Reserve Act", sondern "United States of America" stand. Sein Nachfolger Lyndon B. Johnson hob diese "Anmaßung", nämlich dass ein Staat sein Geld selbst ausgeben darf, selbstverständlich sofort wieder auf.
Und jetzt überlegen Sie einfach noch wie "unabhängig" die EZB ist...

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Max Clemenson

Täuschungsmanöver

Europa will nicht die Vergünstigungen gewisser Berufsstände des Südens beschneiden und den Arbeitsmarkt zu Gunsten der jüngeren Generationen liberalisieren. Daher hat man mal schnell eine Rezession 'herbei-gespart' in dem man Ausgaben gekürzt hat aber die Liberalisierung vernachlässigte. ..nach dem Motto, daß die Forderung nach Einsparungen nicht aufrecht erhalten wird, wenn die Bilder von Krawallen etc über die Bildschirme der Deutschen flimmern ...werden die doch eher zahlen, als daß diverse Interessenvertretungen in den Pleitestaaten etwas kürzertreten.
Dies ist eine Verhandlung, leider ist schon klar, daß die Profilneurotischen Sozis (SPD, Grüne, Linke) schon verloren haben bevor sie sich überhaupt mit den Geschäftsmännern (Personalunion mit Politikern) des Südens an den Verhandlungstisch setzen....

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Rolf Huchthausen

@ Herr Neueder, Sie verkennen, um was es den PFIIGS eigentlich geht! Es geht darum, zu Lasten ...

... Dritter so weiter zu machen wie bisher, um sich in einer demokratischen Gesellschaft nicht selbst das Wasser abzugraben und für den sicheren Totalabsturz zuerst andere antreten zu lassen, die Bürgen. Den letzten beißen die Hunde!

In €uropa haben wir es mit größtenteils gesättigten Volkswirtschaften zu tun, Nischenwachstum ok aber gesamtvolkswirtschatlich herrscht trübe Stimmung. Die Ausnahme D belegt doch nichts anderes: (1) Arbeitslosenzahlen werden verfälscht, (2) stetige Neuverschuldung, (3) Kostenexplosionen im Bereich Existenz (Energie, Food, Vw.-Gebühren) blockiert Güterkonsum für unsere breit aufgestellte Volkswirtschaft, s. Autohalden.

Und nun die PFIIGS! Wenig talentiert und uninitiativ, korrupt und pleite!

Anpassungen, Inflation, Steuer- und Abgabenerhöhungen (MwSt), treffen alle, die breite Masse am schlimmsten. Zu EWG-Zeiten hatte man das Instrument zur Anpassung, die Abwertung. Der €URO ist der Konstruktionsfehler, die EU-Verschlimmbesserung ist grotesk, s. GRE!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 22:39 Uhr
Miguel Vaz
Miguel Vaz (mjvaz) - 06.05.2012 22:39 Uhr

@Herr Huchthausen Völkerhass hilft nicht

"Und nun die PFIIGS! Wenig talentiert und uninitiativ, korrupt und pleite!"

Diese Denkweise, Herr Huchthausen, verspricht noch weniger für Europa wie die Defizite im Haushalt :(

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Gerhard Dünnhaupt

Wie immer werden die Märkte alles regeln

Europas Politiker gefallen sich in der Illusion, dass sie regieren. Tatsächlich jedoch reagieren sie immer nur auf die jeweiligen Entwicklungen der Märkte. Auch wenn sie mal eine Woche gar nicht "regieren" würden, würde sich die Welt nach wie vor weiter drehen.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 06.05.2012 12:30 Uhr

Hollande will zudem DRUCK auf die Europäischen Zentralbank (EZB) ausüben,

neben dem Ziel der Geldwertstabilität auch die Wachstumsförderung in ihre Statuten aufzunehmen.
DRUCK = Gelddrucken! Das bedeutet Inflation. Leute, holt endlich eure €-Ersparnisse von der Bank und legt sie so an, daß die kommende Geldvermehrung sie nicht vernichten kann. Hier wird mittlerweile ein Wettkampf betrieben zwischen EZB und amerikanischer Notenbank, wessen Druckmaschinen schneller laufen können. Und es sieht so aus, daß die EZB das Rennen gewinnen wird, der Dollar wir wieder teurer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 23:57 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 06.05.2012 23:57 Uhr

Ja, Herr Bussenius, 1,3025 um 23:30, ca. 0,0080 ist der € schwächer als am Freitag.

Er wäre selbst gegen den grottenschlechten USD schon seit einiger Zeit viel schwächer, wenn nicht die Schweizer intervenieren würden. Sie stützen den €, damit er gegen den CHF nicht unter 1,20 geht. Stützungskäufe funktionieren in der Regel so, dass die SNB im USD/CHF- Markt Schweizer Franken gegen den Dollar verkauft, dann hat sie eine long Position in USD, die sie dann im €/USD gegen Euro wieder verkauft, d.h. sie stützt damit auch indirekt den Kurs des Euro gegen den Dollar. Sonst wäre der € gegen den USD sicher schon eher bei 1,25. Die armen Schweizer, jetzt müssen sie hart ran. Da sieht man einmal, dass dieses mißlungene und unverantwortliche Währungsexperiment krachend gescheitert ist und nicht nur uns ( und die anderen €-Länder) in Schwierigkeiten bringt, sondern noch andere, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben. Es ist einfach nur noch zum übergeben, wenn man dieses Dilettanten in Berlin und Brüssel sieht.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 06.05.2012 12:24 Uhr

Unaufrichtig oder einfältig?

Die Leute die jetzt diese Ausgabenprogramme fordern unterschlagen dass für die damit angeschafften Güter und Dienstleistungen jemanden geben muß der letzten Endes dafür bezahlt.

Und wer soll / wird das sein? Das sagen diese Leute nicht. Sie wissen es, aber wollen die Bürger dumm halten.

Die Möglichkeiten:

1. Steuerzahler in Ländern in denen die Steuern tatsächlich eingetrieben werden, und "in denen noch etwas zu holen ist" > primär Deutschland

2. Alle die (noch) Guthaben besitzen, also Privatpersonen, Firmen und Versicherungen. Der Einzu dieser Guthaben erfolgt am einfachsten durch entsprechende Inflation und Währungsreform.

Gegen die Möglichkeit 1. kann sich Deutschland nur durch "Nicht-Zahlen" wappnen (>keine Euro-Bonds, keinen ESM), gegen die Möglichkeit 2. nur durch Austritt aus dem Euro-Club, denn via EZB lässt sich diese Hyperinflation + Währungsreform auch gegen die Stimmen Deutschlands einfach durchsetzen.

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Benedikt Franz Neueder

Teil 2.

Das auferlegte Sparen betrifft in den Krisenländern nicht nur den Staat, sondern auch den privaten Konsum. In Griechenland sind die Einkommen im privaten Sektor laut OECD um 25% gesunken. Auch in Deutschland (hier beträgt der private Konsum fast 60% des BIP) würde das zu einem Rückgang des BIP und evtl. zu einer Rezession führen.

In der Vergangenheit wurde auch Spanien nach dem Beschluss von Sparmaßnahmen von den Ratingagenturen zurückgestuft, und zwar mit der Begründung, dass daduch der private Konsum und somit das gesamte BIP, die Wirtschaftskraft Spaniens leiden würde. Hier hat ein Teufelskreis begonnen, denn Sparmaßnahmen, die den öffentlichen Haushalte helfen sollten, führen damit indirekt zu höhere Zinsen auf Staatsanleihen.

Zu guter Letzt: Die Krisenländer sind wie Arbeitslose: Manche Ausgaben sollte man kürzen (z.B. Kino und Urlaub), aber an anderer Stelle müssen sie mehr ausgeben (Fahrten zu Bewerbungsgesprächen, etc.), sparen alleine hilft nicht. So auch bei Krisenländern.

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mathias dumke

Mit frisch gedruckten Geld ...

und den Garantiesummen Deutschlands wird jetzt "investiert". Z. B. in riesige Bürokratien, die
dann riesige Projekte zur "Zukunftssicherung Europas" aushecken.
Das bedeutet natürlich das Ende des Euro in der Hyperinflation, falls er nicht bereits vorher kollabiert.
Aber solange es in Deutschland noch irgendwelche Vermögenswerte gibt, solange sollte das funktionieren.
Die Maxime aller Eurostaaten muss jetzt sein, Schulden auf Schulden zu türmen, denn den letzen beißen die Hunde.
Was hierzulande nicht mit Schulden des Staates finanziert wird oder was hier "gespart" wird, fließt sofort zu unseren südlichen Freunden.
Also haut raus die Kohle, gehungert wird am Ende, zuerst ist Party angesagt.

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Benedikt Franz Neueder

Teil 1.

"Sparen alleine kann die Probleme nicht lösen." Ja. Auch die BRD hat 2010 das Defizitkriterium von 3% gerissen und nicht versucht es auf Biegen und Brechen einzuhalten. Und überhaupt sparen wir ja auch nie, sondern haben ständig ein Haushaltsdefizit.

Es ist schlicht wahr, dass NICHT NUR Staatsausgaben die Krise verursacht haben: Spanien hatte lange bessere Daten bei der Neu- und Gesamtverschuldung als die BRD.

Häufig scheinen Leute zu behaupten, dass Strukturreformen und Sparen nur zusammen gehen könnten, wofür ich aber keine Hinweise sehe. Natürlich müssen die Krisenländer und Frankreich Strukturreformen angehen, aber z.B. Spanien hatte ja lange gute Schuldenzahlen als wir.

Die bisherigen Mittel zur Krisenbewältigung haben nicht geholfen (siehe die Arbeitslosenzahlen) also ist es legitim, über andere Wege nachzudenken.

Ludwig Erhard hat gesagt, dass Wirtschaft zu 50% Psychologie sei, und das ist wahr - deshalb war die Abwrackprämie ein Erfolg, weil Vertrauen hier hoch blieb.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.05.2012 17:01 Uhr
Paul Banaschak

Ludwig Erhard hätte sich garantiert gegen die Abwrackprämie ausgesprochen

und gegen Konjunkturprogramme. Denn die Psychonlogie wirkt eben in die andere Richtung. Wer strengt sich schon an, wenn er ohnehin weiss, dass er im Notfall immer auf andere zählen kann?

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Rolf-Dirk Maehler

@ Benedikt Franz Neueder (BFNeueder) - Wenn Sie schon Ludwig Erhard zitieren ...

... dann sollten Sie nicht vergessen, daß gerade Ludwig Erhard immer zum Maßhalten aufgefordert hatte. Und schon damals wurde er von vielen dafür verlacht. Aber natürlich hatte er auch damit, wie mit fast allem, Recht. In allen Ländern incl. D wird das was erarbeitet wird und wurde in den Sozialhaushalten verbraten. Und die Schulden kommen regelmäßig daher, daß in die Sozialhaushalte mehr fliesst als erwirtschaftet wird. Man wird auch in der EU und besonders auch in D lernen müssen, daß nirgendwo dauerhaft mehr ausgegeben werden kann, als man erwirtschaftet hat. Auch nicht für neues Wachstum! Erst muß der Haushalt augeglichen werden, dann muß die Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt werden und dann käme letztendlich auch wieder Wachstum. Und die Wettbewerbsfähigkeit hat etwas mit der Lohnhöhe zu tun und natürlich mit den Steuern und Gebühren, aber auch mit den Staatsausgaben und nicht zuletzt mit der Infrastruktur.

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Gerhard Storm

Dilettanten werden endlich hinterfragt

Die €-Retter haben lange erfolgs- u. verantwortungslos u. mit viel Dilettantismus das Heil für PIIGS-Schwachschuldnerländer nur in Irrsinns-Geldspritzen gesehen, verabreicht ohne Auflagen für die Kranken. Bei GR zuletzt mit im vorhinein erkennbar nicht erfüllbaren Auflagen. Was für eine Dummheit. Brav assistiert von einer in Gelddruckrausch befindlichen frankreichlastigen Draghi-EZB!

Da die Geldspritzerei ohne zwingende Auflagen u. Kontrollen sowie nur gegen billige Versprechen erfolgte, sind die Gelder ohne Wirksamkeit versickert.

Klar, dass die neuen Geschäftsführer von F u. SP ihre Arbeit damit beginnen wollen, den Sparkurs ihrer Länder zu hinterfragen u. wirksamere Geldspritzen - für Wachstum - fordern.

Die erfolglos werkelnden €-Retter müssen sich nun das Spar-Lamento genau von den Ländern - GR u. SP - anhören, denen sie am meisten Geld gespritzt haben. Dilettantisch nur in die Spar-Venen anstatt auch in die Wachstums-Arterien.

Das wird uns wieder viel Geld kosten!

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Jahrgang 1969, Korrespondent für Wirtschaftspolitik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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