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Schuldenkrise Euro-Länder einig über Zins für Griechenland-Hilfen

 ·  Die Euro-Länder haben sich nach Angaben aus Diplomatenkreisen auf die Modalitäten für mögliche Hilfen an Griechenland geeinigt. Kredite an den hochverschuldeten Staat sollen demnach billiger als am Markt üblich vergeben werden.

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Lukas Werth

Herrn Banaschak, Frau Mersmann

Herr Banaschak, im großen und ganzen gebe ich Ihnen recht. Ich habe diese Punkte eigentlich vorausgesetzt. Natürlich kann Griechenland nicht einfach so weitermachen, und klar, Pension mit 61 in dieser Situation ist bizarr. Und den theoretischen Fall angenommen, dass ein Euro-Austritt das beste wäre, bitte. Doch praktisch glaube ich, dass dies zur Verelendung vieler der 11 Mill. Menschen Griechenlands führen würde, daher und aus anderen Gründen denke ich, dass dieser Weg nicht gangbar ist.
Frau Mersmann, ich habe immerhin beide Gesichtspunkte genannt. Nur den wirtschaftlichen gelten zu lassen, bedeutet jedoch m.E. Geschichte allein vom heutigen Standpunkt, und vom heutigen Wissen um historische Entwicklungen her zu interpretieren. Und ich denke sicher nicht, dass sich Beziehungen zwischen Staaten einfach kaufmännisch aufrechnen lassen sollten.
Im Grunde besorgt mich der Tenor der deutschen Diskussion zum Thema, da sie von isolationistischen und egozentrischen Zügen gekennzeichnet ist und Europa anscheinend höchstens als reine Zweckgemeinschaft für denkbar hält. Ich halte das für eine falsche und historisch flache Weltsicht.

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Lukas Werth

Herrn Banaschak, Frau Mersmann

Herr Banaschak, im großen und ganzen gebe ich Ihnen recht. Ich habe diese Punkte eigentlich vorausgesetzt. Natürlich kann Griechenland nicht einfach so weitermachen, und klar, Pension mit 61 in dieser Situation ist bizarr. Und den theoretischen Fall angenommen, dass ein Euro-Austritt das beste wäre, bitte. Doch praktisch glaube ich, dass dies zur Verelendung vieler der 11 Mill. Menschen Griechenlands führen würde, daher und aus anderen Gründen denke ich, dass dieser Weg nicht gangbar ist.
Frau Mersmann, ich habe immerhin beide Gesichtspunkte genannt. Nur den wirtschaftlichen gelten zu lassen, bedeutet jedoch m.E. Geschichte allein vom heutigen Standpunkt, und vom heutigen Wissen um historische Entwicklungen her zu interpretieren. Und ich denke sicher nicht, dass sich Beziehungen zwischen Staaten einfach kaufmännisch aufrechnen lassen sollten.
Im Grunde besorgt mich der Tenor der deutschen Diskussion zum Thema, da sie von isolationistischen und egozentrischen Zügen gekennzeichnet ist und Europa anscheinend höchstens als reine Zweckgemeinschaft für denkbar hält. Ich halte das für eine falsche und historisch flache Weltsicht.

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Sabine Mersmann

@L. Werth - der Marshall-Plan ...

... war keine humanitäre Geste gegenüber Deutschland. Das war politisches Kalkül.
Mit dem Morgenthau-Racheplan hätte man Europa den Sowjets in preisgegeben. Selbst der Polit-Idiot Churchhill, der seine kleine Insel nach 45 immer noch als Weltmacht sah, hat eingesehen, dass man mit Deutschland "das falsche Schwein" geschlachtet habe.
West-Deutschland hat nach 1945 die Interessen Amerikas und Europas verteidigt. Daraus ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit geworden. Wir brauchen nicht dankbar zu sein.
Heute verhält es sich genau so. Wir sind den Griechen, den Italienern, Spaniern, Polen, Tschechen und anderen nichts schuldig. Wir haben ein Interesse an regionaler und globaler Stabilität, damit wir unsere Waren verkaufen können. Der Euro mag dabei behilflich sein. Doch muss das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Wenn sich die EU, Griechen und andere bei uns bedienen können, dann stimmt es nicht mehr.

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Karl Hammer

@jens kaiser (revisorix)

Ich wette, wir werden nie erfahren wieviel deutsches Geld über diverse Kanäle wirklich an Griechenland geflossen ist (und die Länder die noch kommen werden). Nur das Ergebnis werden wir an unseren Berufschancen, unserem Lebensstandard und vor allem an den Chancen unserer Kinder zu spüren kriegen. So wie wir jetzt schon die Fehlentscheidungen in der Einwanderungs- und Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte zu spüren kriegen.
Die Reden und der Propagandaplan für den noch folgenden Schuldenerlass an Griechenland liegen wahrscheinlich schon fertig in den Schreibtischen. Dann hat die FAZ wieder ihre Pflicht zu erfüllen.
(Freie Männer tragen Waffen, Sklaven nicht)

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Harry LeRoy
Harry LeRoy (Cimon) - 11.04.2010 06:46 Uhr

Mit vollen Händen wirft die Nichtkanzlerin deutsches Geld zum Fenster hinaus!

Mittlerweile kann man wirklich nur noch darauf hoffen, dass das liebe Bundesverfassungsgericht feststellt, dass die märkische Pfarrerstochter nicht Kanzlerin sei, weil sie nicht in der Lage ist das Gebot des Grundgesetzes, Artikel 65, zu erfüllen: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. (…) Der Bundeskanzler leitet ihre Geschäfte…“ und daher deren Absetzung beschließt und den Bundestag zur Neuwahl des Kanzlers verdonnert! – denn weder hat diese Frau politische Richtlinien noch vermag sie die Geschäfte der Bundesregierung zu leiten! Wer es anders weiß, der rede, denn ich habe ihn beleidigt! Was wollte diese Frau nicht schon alles tun: Das Klima retten, den Hunger aus der Welt schaffen, Atomwaffen abschaffen, die Finanzmärkte ordnen, etc. und nun welche Maus hat sie wieder geboren? Anfangs erklärte sie, es gebe kein Geld für bankrotte Staaten in der Eurozone! Und nun? Heimlich still und leise hat sie doch die Hilfen zugesagt; auf Kosten der deutschen Steuerzahler! Schlimmer noch: Die Journaille nannte sie eisern, prinzipienstark und standhaft; und dieser journalistische Sand wirkt fort, während Merkel das Gegenteil von dem tat was Recht und Gesetz und der Wille des Volkes ist!

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Klaus Dischinger
Klaus Dischinger (SilvaH) - 10.04.2010 23:25 Uhr

Nachdem der IWF

und die Eurozone den Griechen billigeres Geld als der Markt anbieten, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Griechen daran Geschmack finden.
Wieviel steht da zur Verfügung - 50 Mrd ?
Und was dann, wenn diese Summe abgeschöpft ist ?
Von den in dem Beitrag genannten 2 Möglichkeiten ist die 2. dann bereits ausgenutzt, verbliebe also noch die erste: Akzeptierung der Marktbedingungen um jeden Preis, was dann die nicht genannte 3. Möglichkeit heraufbeschwört : Bankrott.
Die 4. Möglichkeit, Ausscheiden aus der Eurozone habe ich bereits als - in meinen Augen - nicht realisierbar beschrieben.

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Tableau (Tableau) - 10.04.2010 20:59 Uhr

Beteiligung der Gläubiger als Denkverbot: Scheindilemma "EU-Rettung oder Ruin"

Schweizer Banken waren die Verlierer der US-Subprimekrise.
Das Bankensystem wurde durch (sorgsam versteckte) Fehlinvestments in schlechte Risiken derart marode, dass der zur Rettung bemühte Schweizer Steuerzahler noch heute im Risikoschuldenturm der UBS sitzt.
Selbst dabei werden die Risiken wieder versteckt, während im Verhältnis eher symbolische Zahlungen der Banken an den Staat als Riesenereignis zelebriert werden.
Wie kaltschnäuzig man marktstützende Rettungsleistungen in Bonuszahlungen konvertiert, bewies die Credit Suisse, deren Managment sich jüngst 3 Mrd. CHF verordnete - als Zusatzbonus zum Bonus.
Ermutigt durch diesen Erfolg des Anschlages auf die Staatskasse, legten Schweizer Banken den Grundstein für die nächste Bail Out Erpressung:
Sie türmten 47 Mrd. € an Forderungen gegen den windigen Schuldner Griechenland auf - das sind 24.000 Euro pro 4köpfiger Schweizer Familie.
Als Zahlmeister des Irrwitzes sind die EU-Länder auserkoren:
Diese sollen jetzt das sieche Griechenland billig mit Mitteln ausstatten, damit das "Subrime 2.0"- Spiel der Steuergaukler aufgeht - ein Treppenwitz.
Vor jeder Subvention muss endlich ein Beitrag der Gläubiger erfolgen:
Wer die Risikoprämie vereinnahmt, muss im Schadensfall auch leisten.

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Anton Paschke

@Jannis Angelakis

Danke für den informativen Beitrag, der die Probleme mal von der anderen Seite zeigt!
Aber es ist erst der Anfang. Der Klimawandel wird die Völkerwanderung verstärken.

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Fionn Huber
Fionn Huber (fionn) - 10.04.2010 19:48 Uhr

@ Jannis Angelakis

Und ich habe irgendwo schon gelesen, dass Giorgios Papandreou Hundertausende illegalen Immigranten legalisieren will!

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Jannis Angelakis

das Land ist sehr teuer

das sagen die meisten Griechen seit langem. Bensonders nach der Einfuehrueng vom Euro. Heute kostete ein Kg Paprika auf dem Gemuesemarkt 3,50 Euro. Das ist nicht zu rechtfertigen. Es stimmt dass es im oeffentlichen Dienst Gehaelter gibt die nichts mit der wirtschaftlichen Realitaet des Landes zu tun haben. Diese Gehaelter muessen gesenkt werden, aber auch die Preisen insgesamt sonst kann keiner mehr hier leben. Es tut wirklich weh wenn wir zu IMF gehen muessen. Klar, die Anzhl der Beamten muss drastisch sinken, nur wo sollen sie hingehen, wo arbeiten sie? Sie muessen das sehen, bei jeder Verkehrsampel gibt es mehrere Afganis oder Pakistanis die die Windschutzscheiben wischen um Paar Cents zu verdienen. Die Afrikaner schlagen sie sich mit illegalen CD's durch. Die Chinesen haben Geschaefte nur sie bezahlen keine Steuer und sie lassen kein Geld im Lande wo sie arbeiten. Sie leben hier als ob sie gar nicht geben. Als Kieferorthopaede habe ich drei chinesischen Patienten gehabt. Sie sind die einzigen die von mir keine Rechnung bekommen haben, weil sie nicht mir ihre Adresse geben wollten. Und ich bin kein Rassist oder habe ich Angst. Ich erzaehle nur Fakten. Merkwuerdige Fakten...

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Werner Biedermann

Wie hoch ist die Verschuldung von Griechenland tatsächlich?

Wenn es stimmt, dass die wahre Staatsverschuldung Griechenlands bei 800% des BIP liegt, ist dieser Staat definitiv pleite. Griechenland betreibt Schattenhaushalte, fälscht fortlaufend Finanzkennzahlen und hat sich - mit Wissen von Brüssel und der nationalen Regierungen - seinen Beitritt in die Eurozone erschlichen. Ein Staat, der es dem Bürger überlässt, wieviel Steuern er zahlt, bei dem Korruption Gang und Gebe ist und der seine Jugend der Zukunftschancen beraubt, hat seine Legitimation verloren. Dennoch, die Euroländer, in vorderster Front Deutschland werden Griechenland nicht Pleite gehen lassen. Das Gleiche gilt für die restlichen PIIGS-Länder.
Meine Prognose lautet: Die Eurozone, aber gleichermaßen Japan und die USA werden an einer Währungsreform sprich Geldentwertung nicht vorbeikommen. China ist mit betroffen, zu hoch ist ihr Bestand an „faulen“ Staatsanleihen. Noch wird das von den Staatschefs dementiert, weil man politische Unruhen fürchtet. Intern sucht man längst nach einer Sprachregelung, wie man diese Botschaft „bürgernah“ vermitteln kann. Gleichzeitig möchte ich alle beruhigen. Eine Geldentwertung hatten wir mit Einführung des Euro bereits. Oder sind unsere Lebensmittel und vieles mehr nicht 1:1 umgerechnet worden?

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Klaus Dischinger
Klaus Dischinger (SilvaH) - 10.04.2010 16:33 Uhr

Ich möchte mal bestreiten,

dass ein Austitt aus der Währungsunion überhaupt möglich ist. Was würde denn passieren, sobald solches ruchbar würde?
Jeder Grieche würde in Erwartung der Abwertung der neuen Währung seine Euros auf Konten in einem der sicheren € - Länder verschieben. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.
Durchführbar wäre das Ganze nur in einer Nacht-und Nebel Aktion: Heimliches Drucken der neuen Geldscheine, Ankündigung der Währungsumstellung Sonntag Morgens um 03.00 Uhr und gleichzeitiges Einfrieren aller Konten. Und das Ganze ohne Undichtigkeiten. Durchführbar ?

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Michael Arndt

Liebe FAZ (und alle anderen Medien):

das also ist der Erfolg unserer "eisernen Kanzlerin"?
Na dann herzlichen Glückwunsch...
Es kommt alles so, wie es von Angang an absehbar war. Griechenland spart natürlich nicht und redet nur darüber, der deutsche Steuerzahler zahlt (Stand heute) ca. Mrd. EUR 5,3. Griechenland zahlt weder marktgerechte Zinsen noch das Kapital jemals zurück, lebt aber bis dahin auf hohem Niveau.
Die anziehenden Exporte Deutschlands, die mit weiter sinkendem Lebensstandard der Bevölkerung erkauft werden, gehen in der EU unter und halten Resteuropa am Leben.
Das einzig Unglaubliche ist, dass unsere Politik noch immer nicht die Quittung für ihren Harakirikurs bekommt. Die Leute gehen gar nicht mehr zur Wahl. Das ist das Dümmste, was man machen kann...

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Paul Banaschak

@A. Papapostolou - fundamentalistisch-religiöse Gruppe von Steuerzahlern ...

nein, wir erwarten, dass die Griechen die Zeichen der Zeit erkannt haben und dass die Griechen nicht gegen die dringend nötigen Reformen auf die Strasse gehen. Dort sitzen die fundamentalistisch-religiösen Gruppen, die glauben, ihnen darf niemand was weg nehmen.

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Karin Frost

Unser Staat

Der Zeitpunkt nationaler Interessengruppen (Ärztebezahlung, andere Forderungen sozialpolitischer Natur) könnte berechtigter nicht gewählt sein. Jetzt muss sich zeigen, ob unserer Regierung die eigenen Staatsbürger, von denen sie gewählt wurde, tatsächlich wichtiger sind als außenpolitischer Federschmuck. Steuergeld muss zunächst dem Wohl des eigenen Volkes gelten. Niemand könnte glaubhaft argumentieren, es sei kein Geld in der Staatskasse.

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Jürgen Becker

Die Neo-Drachme trägt den Namen Euro...

Ich gebe offen zu, dass ich lange Zeit durchaus ein Fan des Euro war. Er hätte durch das große Verbreitungsgebiet und sein Regelwerk absolut die Chance gehabt, den kaputten US-Dollar des sterbenden Hegemon USA zu ersetzen.
Doch das ist jetzt vorbei ! Trichet hat sich entschieden, den Euro zur "weichesten Weichwährung" der jüngeren europäischen Geschichte zu degradieren. Damit aber sind Ratschläge an GR et al, den Euroraum zu verlassen, hinfällig: Wertloseres Schrottgeld als den Euro könnten die Griechen in Eigenregie auch nicht "herstellen". Es wird jetzt immer dringender für die Zahlerstaaten wie D oder F, das sinkende Schiff zu verlassen bevor es uns alle in die Tiefe reißt. Die Bundesregierung sollte nun sofort technische und organisatorische Vorbereitungen treffen, um sehr schnell (max. wenige Monate!) eine neue eigene Währung zu installieren und selbst den Euro aufzugeben.
Ansonsten kann man Trichet nur beglückwünschen: Einem Armeeoffizier hätte man für eine Leistung entsprechender Qualität die Pistole auf den Tisch gelegt und den Raum verlassen. Trichet hingegen wird mit hundertirgendwas Jahren friedlich und unverdient in irgendeinem weichen Bettchen entschlummern...

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Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 10.04.2010 15:18 Uhr

Keine Lösung - nur Hinausschieben und verschlimmern

Griechenland neue, etwas billigere Kredite zu geben wird das Problem der Überschuldung nicht lösen, nur die Korrektur der Fehler etwas hinausschieben und alles noch schlimmer machen. Parallel dazu ist die Kapitalflucht aus Griechenland von Bedeutung, wo Menschen Sichtguthaben von ihren Banken abziehen und ins Ausland verschieben. Aufgrund der Teildeckung und der Vergabe von Zirkulationskrediten aus den Sichtguthaben kommen die Banken schnell in die Gefahr eines Konkurses, ein Bankrun ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Griechische Staat ist schon heute dabei, die Banken vor den Folgen der Kapitalflucht zu retten, was noch mehr Schulden auf Staatsseite bedeutet.
.
Am Ende des Tages sehe ich das Argentinische Szenario in Griechenland: Bankfeiertage und Begrenzung der Möglichkeit abzuheben, Umstellung aller Guthaben und Schulden auf eine neue Drachme und diese dann um 60 - 70 % abwerten. Dann fangen alle von vorne an.

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 10.04.2010 14:05 Uhr

Auf den Griechenzins kommt es überhaupt nicht mehr an

Ob die Griechen für einen neuen Kredit null Prozent versprechen oder acht oder irgendwas dazwischen – es macht keinen Unterschied. Denn zahlen werden sie so oder so nicht. Jede nächste Zahlung, die gegenüber Gläubigern fällig ist, kann nämlich nur durch die Aufnahme wieder neuer Kredite bereitgestellt werden – ein Spiel ohne Ende. Die deutsche Justiz bestraft solchen Täter wegen Veranstaltung eines „Schneeballsystem“ - Natürlich nur Bürger, nicht aber Politiker. Nein, die Griechen können sich nur noch selbst retten, indem sie zu ihrer alten Währung „Drachme“ zurückkehren und diese abwerten. Dann kommen nämlich wieder Touristen nach Griechenland, weil es dann wieder erschwinglich ist. Heute ist Euro-Griechenland in fast allem zu teuer. Das ist der Kern des Problems.

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Anton Paschke

Ein Vergleich

1982 hatte sich Pemex mit den Zinsen verrechnet, darum wurde von der Tequila Krise gesprochen.
Die Ratingagenturen zeigten auf Brasilien - mit unerhörten 120 Miliarden USD verschuldet; sorgfältig
bemüht alle Fälligkeiten zu zahlen. Aber was nützte es? Ab sofort gab es Erdoel nur gegen Vorkasse,
nur Saddam Hussein lieferte noch auf Kredit. Die Tankstellen trockneten aus, das Land blieb stehen.
Brasilien ist grösser als Griechenland, 300 Miliarden Euro sind mehr als 120 Miliarden USD.
Den Griechen steht eine Halbierung des Lebesstandarts und eine Auswanderungswelle bevor.
Die fleissigen jungen Griechen werden noch manchen deutschen Arbeiter zum Sozialamt schicken!

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Paul Banaschak

@L. Werth - es geht nicht darum, GR auszuschliessen

sondern darum, wie Griechenland seine Probleme am besten lösen kann. Wenn ein Austritt aus der Währungsunion für GR die beste Alternative ist, dann sollten wir diese Lösung sicher nicht ausschliessen.
Und GR kann nur Hilfen erhalten, wenn es zumindest bereit ist, die Pensionsgrenze auf die Höhe der anderen EU-Länder zu sezten. Das ist jetzt wirklich das Minimum, was wir verlangen können. Oder dass jetzt nicht noch grossartige Abfindungen an griechische Arbeitnehmer der Olympic Airways verteilt werden.
Sollte das geschehen, dann darf es keinen einzigen EUR aus der EU oder dem IWF geben. Punkt.

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Jahrgang 1982, Redakteur in der Wirtschaft.

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Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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