12.10.2011 · Die Slowakei stimmt der Ausweitung des Euro-Krisenfonds wohl zu. Insgesamt stehen ohnehin längst viel größere Summen zur Hilfe für die hochverschuldeten Euroländer bereit. Ein Überblick.
Von Heike GöbelDie Ausweitung des Euro-Krisenfonds EFSF hängt noch am Votum der Slowakei. Stimmt sie zu - wie es sich jetzt abzeichnet, kann der Fonds 440 Milliarden Euro Kredit ausgeben. Er wird damit zum zentralen Pfeiler des Krisenmanagements im Euroraum.
Insgesamt stehen freilich längst viel größere Summen zur Hilfe für die hochverschuldeten Euroländer bereit oder schon im Feuer, sei es als Kredit oder als Bürgschaft. Den Überblick zu behalten ist angesichts der unterschiedlichen Quellen, aus denen sie fließen, schwer. Die Wirtschaftsforscher vom Münchner Ifo-Institut machen die ganze Rechnung auf: Bisherige Kreditzusagen und künftig mögliche Kreditvergabe summieren sich danach auf mehr als 1,6 Billionen Euro.
Berücksichtigt sind hier auch die Staatsanleihen, die die Notenbanken des EZB-Systems auf Geheiß des Zentralbankrates gekauft haben, um die Zinskosten für Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Italien zu drücken. Außerdem enthalten sind die versteckten sogenannten Target-Kredite an diese Länder, die vor allem von der Bundesbank kamen.
Das Kartenhaus aller europäischer Schuldnerstaaten darf nicht auf
einmal zusammenbrechen.
Reinhard Scholz (reinhardscholz)
- 12.10.2011, 21:44 Uhr
Wirklich die ganze Rechnung?
Klaus Rommel (klrommel)
- 12.10.2011, 16:59 Uhr
Fußnotenpolitik
Jürgen Clasen (Heini1946)
- 12.10.2011, 16:15 Uhr
Man hätte mit dem Geld ja auch näherliegende Probleme
lösen können,
Kai Schraube (schrauber)
- 12.10.2011, 15:54 Uhr
Dann nehmen wir doch einmal unseren Daumen und rechnen einmal:
Carolus Doomdey (Domday)
- 12.10.2011, 14:18 Uhr
Heike Göbel Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.
Jüngste Beiträge