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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Die Euro-Zauberlehrlinge

 ·  Die Euro-Staaten sind in der Bailout-Spirale gefangen. Welche Optionen hat Europa jetzt? Entweder zurück zum Maastricht-Vertrag oder vorwärts in den Einheitsstaat.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (86)

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Tobias Metzger

Überlagerte Krisen - die Geldordnung grundsätzlich analysieren

Der Artikel ist erneut ein stark verkürzter Beitrag im Bereich der Währungsfragen: Es wird von einer 3000 jährigen Erfolgsgeschichte Europas gesprochen - mit eigenen Landeswährungen. Das ist natürlich in dieser Form eine Fehlinterpretation: Das Währungssystem basierte für 2960 Jahre, mit einer kleinen Ausnahme in Frankreich, auf Gold, Edelmetallen, freien Währungen usw.

Der Wert der Münzen bestimmte sich aus dem Edelmetallgehalt der jeweiligen Währung - interessanterweise versuchten alle Staaten bereits damals den Gehalt an Edelmetallen in den Münzen kontinuierlich zu senken, bis ettliche Münzreformen durchgeführt werden mussten, um das Vertrauen der "Märkte" wieder zu erlangen.

Heute haben wir seit 72 einen ungedeckten Papiergeldstandard - dabei garantieren die privaten! Banken, dass der Staat nicht unkontrolliert Geld schöpft und sich selbst "leiht". Bis 2008 schien das System halbwegs zu funktionieren... wer garantiert heute für die Seriösität der Banken, ihre mäßigende Funktion?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.08.2012 11:20 Uhr
Bernhard Haagman

Genau!!

Die Wahrungen waren tausende Jahren Erscheinungsformen des Geldes.
Es gab also Europaisches und Weltgeld.
Selbststabilisierend mit in Raum und Zeit transportabele Kaufkraft.

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Frank Linnhoff
Frank Linnhoff (wulewuu) - 14.08.2012 16:54 Uhr

Strukturreformen der Geldordnung tuen Not

Die im Maastrichtvertrag festgelegte Geldordnung des Euro nach dem Prinzip der Mindestreserve und multiplen Geldschöpfung, mit dem Verbot für die EZB auf dem Primärmarkt Staatsanleihen zu kaufen, ist zu einer Falle geworden, als das Bankwesen vor 4 Jahren vor dem Zusammenbruch stand und die Eurostaaten ihre maroden Banken mit ungeheuren Geldsummen meinten stützen zu müssen. EZB und die Regierungen der Eurostaaten sind offensichtlich nicht Handelnde, sondern Getriebene. Wir haben es mit einem Knäuel von Problembereichen zu tun. Leider erkenne ich nicht, dass die Regierenden in Europa anderes als Symptombekämpfung innerhalb der rigiden Denkmuster ihrer jeweiligen politischen Färbung versuchen. So wird es nicht gelingen, die Grundlage für das Wachsen eines nachhaltigen Wohlstands für die Mehrheit der europäischen Bürger zu legen. Die Analyse von Herrn Blankart in diesem Artikel ist nach meiner Meinung rein akademischer Natur und deswegen für politisches Handeln wenig hilfreich.

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Alexander Endrikat

Klasse Analyse und glasklare Darstellung

Leider traue ich den heute handelnden Personen - so sie denn das Ergebnis der Analyse annehmen würden - den Weg zurück zu (2) aus sich heraus nicht zu. Der Weg zu (4) kommt für die Bevölkerung aller Länder m.E. bei Weitem zu früh und ist somit nicht durchsetzbar, das Verharren in (3) wird m.E. in Unruhen enden. Es bleibt die Suche nach Politikern, die den Weg nach (2) durchsetzen können und/oder Angriffspunkten, die die heute Regierenden zurück in die Spur zwingen.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 14.08.2012 13:46 Uhr

Allerdings verlangt es standhafte Politiker.

Solche gibt es in der EU nicht, also scheitert das Projekt €-Europa. Ende der Märchenstunde!

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Kurt A. Schneider

Scheitert der Euro, scheitert EUROPA...

...und er wird scheitern, weil der Politik überall in Europa der common sense abhanden gekommen ist.
Der Druck im Kessel wird zunehmen bis er wann auch immer explodiert!
Die das zu verantworten haben sind dann längst im Ruhestand oder vom dummen Stimmvieh abgewählt worden. Und dann? Naja reden wir nicht davon - so ist das heterogene Europa eben!

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Andre Birrer

Europa

Das Problem in Europa und in der Eurozone ist nicht Griechenland, Portugal oder Spanien. Das Pro¬blem ist unzweifelhaft Deutschland. In rund 100 Jahren versucht es Deutschland erneut und im Übri¬gen zum 3. Mal, Europa zu unterjochen und zu beherrschen. Die europäische Grossmacht be¬gründet ihre Strategie stets in gleicher Weise. Wenn Steinbrück und Gabriel sprechen hört man doch die schmudelige und gefährliche Art der Deutschen. Es bleibt zu hoffen, dass bald ein massiver Ge¬gendruck gegen dieses Land oder historisch betrachtet gegen diesen Unrechtsstaat eingeleitet wird. Ein Europa ohne Deutschland wäre wohl die beste Lösung für Frieden und Einheit auf diesem Kontinent.

A.B. Schweiz

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.08.2012 17:39 Uhr
Elisabeth Dreier

Eine EU ohne Deutschland, derzeit gern.

Deutschland raus aus dem Euro, aus dem Joch der EU wäre doch eine super Sache. Ich wäre dafür, alles andere wird sich von allein regeln.

Ich kenne keinen der den Willen hat irgendeinen einen Krieg zu führen, erkundigen Sie sich zu Kriegseinsätzen, diese finden kaum Unterstützung, selbst wenn sie eine "gute Sache" verfolgen.
Aber das harte Joch EU fördert derzeit Hass ohne Ende. Nicht nur in Deutschland, schauen Sie nach Spanien, Griechenland, gegen wen wird da gehetzt. Und das weil Deutschland konkurenzfähig auf dem Weltmarkt ist und seinen Haushalt selbst erwirtschaften kann.

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Volker Mueller
Volker Mueller (MrVo) - 14.08.2012 06:00 Uhr

Reinfall von Schaffhausen

Mit ihrem völlig überzogenen Harmonieverständnis haben sich unsere "Eliten"
den "normal", im eigenen Interesse, kalkulierenden "Freunden" in Europa
ausgeliefert. Warum sollten diese die ungewohnte Offenherzigkeit dieser belasteten, aber mächtig aufstrebenden deutschen Nachkriegsrepublik nicht zu seinem Vorteil nutzen ...

Den erlittenen Reinfal will unsere politische Einheitsfront seit Kohl, dem
einig-Abendland-Schwärmer, durch eisernes Weiter-so - 'wir wissen, was wir tun' - vor ihrem Volk kaschieren, koste es, was es wolle.

Nur ein eindeutiges Votum des Souveräns kann sie und vor allem uns von diesem
Irrweg erlösen.
Verfassungsschützer, Ökonomen, Juristen, Bildungseliten, freie Medien und Politiker dieses Landes,
ergreift die Macht! - denn unser umnebeltes, konsumorientiertes Volk schaft's nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.08.2012 20:41 Uhr
Ingrid Hoyer

Sie haben leider bei Einführung des Euros nicht gewusst, was sie tun.

Hallo Herr Müller,

der letzte Absatz müsste auf der Titelseite der FAZ prangen, am besten auch in der "BILD", dann wäre es gewährleistet, dass er "breiter" ankommt.

Das ist nämlich genau das, was leider bisher nicht passiert.

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Wolfgang Richter

Maastricht ja, Einheitsstaat nie!

Eine teilweise Rückabwicklung ist unumgänglich. Zu viel Nähe und Verzahnung fördert Spannungen bis hin zu Haß.
Eine Gütergemeinschaft ist der sicherste Weg, alles Unschöne an Menschen (oder Staaten) zum Vorschein zu bringen.

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Inge van Marle

Euro als Preis fuer die deutsche Wiedervereinigung

Deutschlands Wiedervereinigung: Die europaeischen Alliierten (England und Frankreich) bestimmten untereinander, dass keine Wiedervereinigung genehmigt werden kann, es sei denn, dass die 'Macht' Deutschlands beschraenkt werden koennte. Frankreich kam mit der Idee des Euros und die finanzielle Schlinge um den Hals Deutschlands und England sah die Moeglichkeit des 'Divide them and rule them'. In diesem Sinne hat England mehr und mehr die Ausweitung der EU gefoerdert - aber immer sich selbst herausgehalten! Man muss dies im historischen/politischen Rahmen sehen. Unser Kohl wollte die Wiedervereinigung sowie (hoffentllich) alle Deutschen und hat sich diesem Diktat gebeugt.
Er wird in die Geschichte Deutschlands als der Wiedervereiniger eingehen und Einzelheiten werden spaeter untersucht. Unsere deutschen Politiker seither haben sich in keiner Weise international-politisch emanzipiert. Auch sehe ich keine politischen Denker in der deutschen Presse, die die Situation von allen Seiten angehen.

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Gerhard Storm

Die dummen €-Lenker haben das Märchen vom bösen Kapitalgeist noch immer nicht verstanden!

Die €-Dilettanten Juncker u. Barroso sowie die Hazard-Bank des voreilig u. vollmundig ankündigenden Draghi versuchen mit allen Mitteln, den in der Geschäftswelt ständig präsenten u. in ihren Augen bösen Kapitalgeist aus der Schummelunion fernzuhalten.

Die €-Dilettanten haben es bald geschafft, dass das künstlich mit Gelddrucken u. Ankauf wertloser Staatsanleihen gegen wertlose Sicherheiten beatmete Paradies für €-Schwachschuldenstaaten in größter Gefahr ist, zur Hölle zu verkommen.

Dies ist für die Griechen bereits der Fall. Die mit falschen Zahlen in die EU eingeschlichenen Griechen können sich aber gewiss sein, dass die €-Dilettantenherde ihnen rechtzeitig die nächsten Mrd andient. Und zwar vermutlich auf Basis eines leerphrasenartig schönfarbigen Berichts der Troika über GR-"Fortschritt".

Die Griechen wissen genau, dass der böse Kapitalgeist in Wirklichkweit ein Märchen ist, allerdings mit Realitätsbezug -, das die dummen €-Lenker noch immer in Angst u. Schrecken versetzt.

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Helga Zießler

Dank an den Autor, Dank an die FAZ für diesen Artikel

Aufgrund dieser sehr guten, verständllichen Erläuterungen ist mir jetzt vieles noch klarer geworden, und manches, was ich vorher nicht so ganz verstanden hatte, ist mir nun auch auf einmal sonnenklar.
Endgültig überzeugt bin ich, dass wir ganz schön in der Patsche sitzen, denn was auch immer die Politik tun wird - es wird uns, den Bürgern, sehr weh tun. Dass die Politik nun krampfhaft versucht, die Probleme zu lösen, die wir ohne sie gar nicht hätten - das ist nach diesem Artikel überhaupt keine Frage mehr.
Von den beiden Lösungen, die der Autor anbietet, ist doch nur die erste annehmbar: Zurück zum Maastricht-Vertrag! Aber ich bin skeptisch - nein, ich glaube nicht daran, dass die Politiker, die wir jetzt in Europa haben, diese Lösung wählen werden. Also wird Europa durch ein langes, tiefes Tal der Tränen gehen müssen. Was danach kommt, werden viele von uns nicht mehr erleben.

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nikolaus hesse

@Bernd Haagman"Die Fr. Elite war und isst den Deutschen..."/Wiki schreibt, dass Steinbrueck die

Schule wechseln musste+mehrere Klassen
wiederholte. Finde ich gut, dass Steinbrueck dann doch noch die Kurve gekriegt hat, gut fuer
Steinbrueck.
Allerdings haette es mich auch nicht beunruhigt zu lesen, "P. Steinbrueck uebersprang die
12. Klasse + machte mit 17 Abitur. Studium der VWL, ausserdem hat Steinbrueck ein
Diplom der "London School of Economics"! Hat er aber nicht!--
Gabriel bezeichnete im Niedersachsenwahlkampf, den er ja mit Pauken+Trompeten verlor,
Herausforderer Wulf als "Warmduscher",( tja, hm?), und behauptete para-proletarische Herkunft,(alleinerziehende Mama kleine Angestellte)+ dass er die tuerkische
Sprache beherrsche!
Der ital. Praesi Monti ist ein Kind der Elite, Bildung ging in der Wiege los+Herrschaftswissen hat
er wahrscheinlich schon mit der Muttermilch verabreicht bekommen.
Der fantastischen Ausbildungsweg des Monti + des Goslaer Berufsschullehrers Gabriel?
Monti hat Vorliebe fuer franz. Klassiker+liest im Original, liest Gabriel tuerk. Klassiker?

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Bernhard Haagman

Die Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen, isst die grosste Leistung - Sun Szu

"Paris wollte die Bundesbank entmachten, die Geldpolitik vergemeinschaften und den Primat der Politik durchsetzen".
Vollig korrekt! Lese dazu zB Prof Andre Szazs "the road to european monetary union" mit ein Gesichtspunkt der Niederl. Zentral Bank.
Fr. Fand das EWS/WahrungsschlangSystem peinlich und nicht bequem. Deutschland, Bundesbank und DMark konnten nur im EZB/Eurorahmen eingebunden und beherscht worden.
Die Fr. Elite war und isst den Deutschen weit uberlegen und hat mit nur ein Paar textuele Konzessionen die Deutschen in die Falle gelockt. Sich prasentierend als Freund und Verbundete von D. Und Die Deutschen, hat Fr. ein Euro/EZBsystemvorgeslagen mit ein bestimmende Mehrheit von Schuldenstaaten.
Jetzt isst der Ernstfall, aber ,,Merkel, Schauble, Steinbruck und Gabriel sind im monetaire machtskampf total onhne Manovrierraum, weil sie auch noch die Euro und Schuldenunion alternativlos und Friedenssache erklart haben.
Es sieht nicht gut aus. Auch nicht fur uns hier.
Grusse aus NL.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 20:39 Uhr
Bernhard Haagman

50 oder 100

Uberlegen in Schlauheit. Das isst also kein Kompliment
.
Mein motto fur heute:
Wer sich argert wirt kein 50
Wer sich verwundert, erreicht sicher den 100 .

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Helga Zießler

d'accord Herr Hesse

... und damit zugleich auch mit Herrn Haagmann, der sehr klar erkannt hat, dass es in Deutschland nichts gibt, was man politische ELITE nennen könnte. Unsere Kasper-Truppe ist nur ein lächerlicher Haufen. Ein Jammer, dass so viele Deutsche das immer noch nicht einsehen und dass diese unsägliche, "alternativlose" Kanzlerin anscheinend sogar noch an Zustimmung gewinnt (falls die entsprechenden Umfragen nicht getürkt sind). Vielleicht stimmt es ja doch, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient - man könnte auch sagen, die zu ihm passt, das trifft es wohl noch besser.

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nikolaus hesse

@bernhard haagman//" sehr schoener Kommentar..."

"Die Fr. Elite war und isst den Deutschen weit uberlegen!"
Sehr schoener Kommentar.
Fuer mich ist der Satz daoben die wichtigste Aussage+ natuerlich gilt es nicht nur,
was die frz. Elite angeht:
Mir faellt kein deutscher Politiker ein, der auch nur an irgendeinen italienischen Kollegen
heranreichen wuerde!

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peter myer

ESM demo berlin

danke an die FAZ, nahezu die einzigste zeitung die man bezüglich euro noch lesen kann. evt spricht es ja einige an: am 18.august gibt es in berlin eine Anti ESM demo vor dem bundestag-bitte weitersagen. 15.uhr.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 13.08.2012 18:52 Uhr

Frieden? Krieg? Freunde? Feinde?

Das was jetzt in Europa stattfindet ist lediglich eine neue Variante der Kriegführung:

Krieg hat traditionell den Zweck Resourcen und Arbeitskraft des Gegners für sich arbeiten zu lassen.

Genau dasselbe ist jetzt im Gange - nicht mehr militärisch sondern wirtschaftlich. Und das was früher "Gegner" hieß heißt jetzt "Freund der Solidarität fordert". Das Ziel ist aber unverändert - den anderen, in diesem Falle Deutschland für sich arbeiten zu lassen, zu eigenen Gunsten auszubeuten.

Und außerdem treten die Banken jetzt auch als eigenständiger Kriegsteilnehmer auf, der ganz einfach die "kleinen Bürger" für ihre Boni bluten lassen will.

Und Kollaborateure hat es auch schon immer gegeben.
Und wahnsinnige Visionäre die nur ihren Dogmen folgen ebenfalls.

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Joachim Schroeder

Festgeklebt!!

Die Erläuterungen lassen doch nur den Schluß zu, daß die politischen Vorstel-
lungen über jede ökonomische Vernunft, Einhaltung der gesetzlichen Regeln
nach HGB und des gesunden Menschverstandes, gesetzt wurden.
Bezeichnend hierfür ist das Reagieren in einem gesetzlosen Raum mit einem
Schneeballsystem, welches letztendlich mit einem nicht mehr beherrschbaren
Schuldenberg sein Finale finden wird, da diese ''EU'' so bestimmt nicht mehr
finanzierbar ist!
Das hat nicht einmal mehr etwas mit einem Zauberlehrling zu tun, sondern etwas
mit einem Fliegenfänger, von dem die Bankrotteuros nicht mehr loskommen!!

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 13.08.2012 17:44 Uhr

Eine EUdSSR würde binnen Monaten explodieren, diese "Alternative" gibt es also gar nicht

Praktisch niemand in der EU ist für eine solche Fehlkonstruktion bereit. Spätestens in dem Moment, in dem z.B. ein EU-Finanzminister aus Land X massive Ausgabenkürzungen für Land Y fordern würde (und so jemand müsste min. 20 Jahre lang nichts anderen tun...), würde es einen nationalistischen Aufschrei und Y gegen Land X geben, alle Politiker aus Y würden diesen noch schüren usw. usw.
Siehe zum Thema auch "EU-Debatte: Bofinger, Habermas und Nida-Rümelin - Das letzte Aufgebot des Funktionärsfeudalismus", dort wird dieses Thema ebenfalls behandelt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 20:49 Uhr
Horst Müller

Bin mir unsicher. Die Manipulation läuft einfach, aber wirksam. Drei Beispiele:

(1) Der Lissabonvertrag sei alternativlos. (Beachte:) Über Details, wie die Tötung von Zivilisten, die Abschaffung der Arbeitnehmervertretung, das vereinfachte Änderungsverfahren.... wurde nicht mehr diskutiert. (2) Transferunion. (Beachte:) Alle Welt redet über Alle Schulden. Wieso denn nicht über die Neuschulden ab 2019? Es ist dann eine valide Diskussion - auch, wenn ich sie nicht schätze. Was abläuft, gleicht James Bond am Spieltisch: "all in". (3) Blühende Landschaften. (Beachte:) Es gibt keine präzisere Definition, ab wann Politik illegal wird: Vertreibung wäre Eine. Man hat Vertreibung nie klar definiert. Es ist nicht bestreitbar, dass in Deutschland und insb. in Ost Deutschland eine kontinuierliche Vertreibung stattfand und findet. Ir? , Gr? : die besten des Volkes findet man weit der Heimat. Alles illegal - aber es wird dann eben kein Rechtsbegriff dafür geschaffen. Keiner fragt. Funktioniert. "Erfolg für Europa" - keiner fragt nach dem Eigenschaden. Klappt.

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Hans Jürgen Pauli
Hans Jürgen Pauli (hapau) - 13.08.2012 16:32 Uhr

Euro-Kernschmelze und politischer Autismus

Es scheint fast so, als könne man die Euro-Krise mit der Atomkatastrophe in Fukushima vergleichen : Je näher wir der Gefahr der Währungs-Kernschmelze kommen, desto wirrer werden die Rettungsmaßnahmen. Stehen wir jetzt schon davor, dass der ganze Währungsreaktor mit Meerwasser geflutet werden soll ?
Die Klärung der Schuldfrage hat auch schon begonnen.
Aber das ist dann wieder vertrautes "Terrain" für die politische Klasse.

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Rolf Eckmiller

Palast-Revolution: Merkel muß Deutschland vertreten oder abtreten!

Mit Ausnahme der wachsenden Gruppe von MdBs um F Schäffler(FDP) und K-P Willsch (CDU) traut sich Niemand, Deutschland aus der von Kanzlerin Merkel selbst gestellten Eurorettungsfalle zu helfen.

Frau Merkel ist unfähig, staatsmännisch die Interessen Deutschlands zu vertreten.

Stattdessen basiert das System M darauf, ihre Machtbasis zu sichern, „koste es was es wolle“.

In ihrem Denken hat Deutschland eine doppelte Sonderrolle: als Schuldiger und als Retter Europas. Hier findet sie Gemeinsamkeiten mit SPD und Grünen.

Dieses Sonderrollen-Denken erlaubt es ihr, auf EU-Ebene als Garant für fremde Staatsschulden aufzutreten, denn
„Deutschland kann und wird und muß zahlen aus Verantwortung und Solidarität“.

Die nötige Palast-Revolution muß also zwei Ziele haben:
1: Die Koalitionsregierung muß die Kanzler-Position möglichst bald neu besetzen!
2: Deutschland muß eine Regierung mit Rot-Grünen Euromantiker(innen) verhindern!

Der Zorn der Bevölkerung muß die Volksvertreter(innen) erreichen!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.08.2012 15:56 Uhr
Benedict Schoeller

Palastrevolution?

Herr Eckmiller, wie oft sind wir in diesem Land schon auf die Strasse gegangen und haben eine Revolution bewirkt - und wann war das erfolgreich? Die einzigen die Erfolg hatten waren die Leute die gegen die Kernenergie waren. Es muss uns erst viel viel schlechter gehen damit hier irgendjemand auf die Strasse geht sei es im Palast oder davor. Und diese Foren hier in den Tageszeitungen tun ein übriges dass sich die Kritiker hier verbal "abreagieren" und sich hinterher besser fühlen. Als hätten sie schon etwas in der Sache getan.

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Gerd Kronast

Herr Feldmann

so sehr ich ihre Einschätzung bezüglich - Gabriel, Steinmeier und Co. teile (insbesondere würden mir da die Gründen einfallen!!!)- bin ich doch etwas irritiert bezüglich - "dann wähle ich halt das "kleinere" Übel CDU,FDP!!"
Für mich persönlich kommen keine dieser Parteien mehr in frage! Alle Parteien, die den ESM durchgewunken haben - sind für mich unwählbar!
Denn die letzte Kosequenz des ESM ist - die faktische Auflösung der BRD!!!

Es ist schon auch ein "Treppenwitz" der Geschichte, daß wir uns jahrelang über die "Blockparteien!" der DDR lustig gemacht haben - aber in unserer Demokratie auch nur noch "Blockparteien" wählen!!

Denn die o.g. Parteien - betreiben alle!!! - in unterschiedlicher Geschwindigkeit! - die endgültige Abschaffung der Bundesrepublik Deutschland!
Ich will dieses Land meinen Kindern hinterlassen - und nicht auf dem Altar der Europaromantiker opfern!

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franz  feldmann

zwei Möglichkeiten, die sich widersprechen

Herr Eckmiller, Sie rufen da zwei Ziele aus, die sich gegenseitig (wenn nicht direkt widersprechen so doch) neutralisieren: Abtreten Merkels würde nicht zu einer Verhinderung von ROT-Grün, sondern zur Kernschmelze führen.

Wenn man allerdings wünscht, dass die Eurokrise mit result.Austritt Deutschlands wirklich aus dem Ruder läuft, so wäre der Abtritt Ms wünschenswert. Es dürfte in der derzeitigen Situation aber sehr wild hergehen!

Es fällt derzeit leicht, Frau Merkel dies oder jenes vorzuwerfen.
Wir können aber andererseits dankbar sein, dass derzeit da jemand mit diesem MAchtinstinkt und dem damit verbundenen Instinkt für Machbarkeit in dieser Position sitzt.
(Wenn ich mir da Phantasten wie Gabriel, Steinmeier, Roth... vorstelle, dann zeigt das doch, wie Merkel zäh für Stabilität eintritt).

Das Projekt ist gescheitert und in meinen Augen geht es jetzt nur noch um Plan B (der hoffentl.auch ausgearbeitet wird!)

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Peter Dousma
Peter Dousma (PHD1) - 13.08.2012 16:23 Uhr

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-die-euro-zauberlehrlinge-1

Geehrter Professor Charles B.Blankart, Ihre limitativen Begründung aus der Eurokrise hoch zukommen ist meiner Meinung nach eine vereinfachte Darstellung, eines im Grunde complexes Problem. Geopoltisch verschiebt sich die Macht nach Länder in Asien mit Einwohnerzahlen in die Milliarden. Die Länder in Europa können am besten gemeisam die politsche Macht und den Wohlstand Ihre Bürger schützen.
Ein Schreckenbild und einzigen politschen Weg eines Europaischen Einheitstaates geht völlig vorbei an der anderen staatsrechtlichen Lösung: eines föderatives Europas. Föderativ zentral wird nur dasjenige gemacht was zu Vorteil der Buerger kommt. Wenn dazu entschlossen wird, soll die föderative Behörde in der Lage sein effizient und effektiv Ihre Befugnisse aus zu üben. In der Eurokrise fehlen einige dringend notwendige föderative Instanzen mit demokratischen Grundlagen. In die Euroländer die es wirtschaflich slecht geht, liegt das Reformpotential für Europäisches Wachstum. PHD1 Diplom Ingenieur

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