29.05.2012 · Die Schuldenkrise eskaliert. Ein Staatsbankrott und der Euro-Austritt Griechenlands werden nicht mehr ausgeschlossen. Professor Bernd Lucke spricht im F.A.Z.-Interview über die Gelder an Griechenland und die Folgen der Rettungsschirmpolitik.
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...und am Anfang schürte man die Angst vor "den Märkten"
» sie war schon immer da gewesen, aber nun wurde die Glut zum
offenen Feuer
» dann erdachte man den ESM und trat vor die verängstigten
Politiker und Wähler und fragte sie:
» wollt ihr gerettet werden ?
» und die Antwort war ein "JA"
» dann fragte man:
» wollt Ihr den totalen Durchgriff auf Eure Haushalte
gewähren ?
» wollt Ihr ihn wenn nötig noch totaler und radikaler
gewähren als je einen Durchgriff zuvor ?
» wollt Ihr ihn bedingungslos und auf ewig zulassen ?
» wollt Ihr allen Kontrollmechanismen entsagen und uns treulich
folgen ?
Die Antwort können wir jetzt noch beeinflussen - wenn wir uns JETZT
zu Wort melden um eine Ratifizierung dieses Vertrages durch den
Bundestag zu verhindern ! Unser Land sollte sich nicht in eine solche
Abhängigkeit begeben - darum: kontaktieren Sie bitte Ihren
Abgeordneten und die einflußreichen Personen, die Ihnen zuhören.
Vielen Dank
Hinweise auf zentrale Artikel des ESM Vertrages finden sich bei Youtube:
"ESM - Der europäische Rettungschirm"
Die Behauptung, dass sich Griechenland nur umdreht und die Milliarden aus den Hilfspaketen gleich an Banken, Hedgefonds und Privatinvestoren weittereicht erscheint mir eine sehr hemdsaermelige Verallgemeinerung der Situation, leider hat Herr Lucke mit seinen anderen Ausfuehrungen aber nur zu Recht. Insbesondere auch ueber die (nicht vorhandenen) Debatten über den ESM im Parlament; der Druck, der von Fraktionsfuehrungen aufgebaut wird; das fehlende Rueckgrat der Abgeordneten und die damit einhergende Aushebelung des Souveraens. Auf der anderen Seite, von 80 Mio Deutschen von denen 70% gegen weitere Hilfszahlungen sein wollen unterstuetzen lediglich 10.000 seine Buergerbewegung wenigstens verbal (und eine Handvoll davon auch finanziell), eine paar Tausend die Petitionen im Bundestag, vielleicht ein paar weitere Tausend andere Bewegungen- kein Wunder, dass die Politiker meinen, damit durchkommen zu koennen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 12:44 Uhr... dann gewähren Sie ihm doch diese Hilfe
und erklären Sie, wohin die Rettungsmilliarden gegangen sind. Ein
(wg. Sparprogrammen kleiner werdender) Teil des Geldes ist sicher im
griechischen Staatshaushalt verschwunden, aber der Rest? Wie groß
schätzen Sie den Teil, der zur Rückzahlung von Anleihen und
zur Bedienung der Zinszahlungen verwendet wurde? Und gingen diese Gelder
nicht tatsächlich an "Banken, Hedgefonds und
Privatinvestoren"? Was an dieser Feststellung ist
"Hemdsärmelig verallgemeinernd"?
Einige dieser Privatinvestoren sind übrigens Griechen: U.a. einige
der steuerbefreiten Reederfamilien haben ihrem Staat
großzügiger Weise Geld geliehen - und bekommen es jetzt, dank
“alternativloser €uro-Rettung" verzinst zurück.
Schöne neue Welt der funktionierenden Finanzmärkte!
Die Deregulierung der Finanzmärkte hat den Einfluß der schon
vorher nicht gerade schwachen Finanzbranche zu Lasten der produzierenden
Branchen gestärkt und den "Herren der Märkte"
erhebliches Druckpotential zugeschanzt.
Nicht die Euro - Rettung ist ein Fiasko
vielmehr die tendenzioese Eroerterung dieses Themas.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 09:41 UhrS. Mueller - wer hat hier was NICHT bemerkt??
Ihr Euro - Meckerer moegt die Mehrheit an diesem digitalen Stammtisch haben, aber draussen in den Koerperschaften der politischen Willensbildung hueten sich die Verantwortlichen, solcher Stimmungsmache nachzugeben.
ist die EUR-Rettung also ein Erfolg?
glauben sie das wirklich?
Haben sie es bemerkt?
Scheinbar ist niemand Ihrer Meinung. Sie stehen allein da.
Ich würde es so machen: Deutschland raus aus dem Euro! Zurück zur DM! Das Wort alternativlos ist so hirnverbrannt. Dümmstes Wort des Jahres.
Ob Fehler gemacht wurden, hängt von Betrachtungswinkel und Zielsetzung ab
Wenn ich davon ausgehe, daß Sinn und Zweck all der Aktionen nicht das war was gesagt wurde, sondern die Schaffung eines europäischen Superstaates und die Geldlenkung in bestimmte Richtungen und wenn ich davon ausgehe, das hierzu die Krise genutzt, und vielleicht sogar forciert worden ist, dann haben sich die Beteiligten durchaus nicht inkompetent und dumm verhalten, im Gegenteil.
Alle Leser, die dagegen sind und sich hier erregen, sollten vielleicht folgendes nicht vergessen:
Sie haben eine Stimme - und zwar nicht nur alle 4 Jahre.
Das bedeutet:
a) sich der im Artikel beschrieben Initiative anschließen. Faz
hätte das ruhig verlinken können: "Buendnis
Buergerwille" < bei google. Aktuell 11.100 Mitzeichner.
b) Die offizielle Bundestag Online Petition unterstützen.
"Petition: Finanzpolitik - Keine Ratifizierung des ESM-Vertrages
und des Fiskalpaktes" < bei google. Aktuell 2.350 Mitzeichner
(50.000 ist Grenze für Anhörung. Das ist noch locker zu
schaffen.)
c) Offline - Politikern einen höflichen, knappen Brief in
Papierform schicken. 55 Cent sollte uns das doch wert sein, oder? Ja,
ich weiß - Referenten lesen die Briefe. Aber die Masse an
Zuschriften macht es dann aus.
d) Bis zur nächsten Wahl nicht vergessen und sich nicht einlullen lassen.
----------------
Sich nur online im Forum oder am PC aufregen reicht leider nicht. Das
hört keiner.
Die Stoppschilder-Websperren wurden mittels (a) - (d) so übrigens
gekippt / verhindert.
ich glaube, dass die meisten Kommentatoren dies schon gemacht haben
hoffe ich zumindest.
Die Frage ist wohl schon lange nicht mehr, ob dieser Rettungswahnsinn
gut oder schlecht ist. Er ist schlecht. Die Frage stellt sich jedoch
immer dringlicher, wie kann man das Procedere in dieser
parlamentarischen Demokratie stoppen, wenn das Parlament scheinbar versagt?
Bitte bringen Sie weitere Interviews, ich vermute eine konservative
Mehrheit spricht sich für die europäische Idee, aber gegen
"Rettungsorgien" aller Art aus.
Der Euro entbehrt einer realen Basis
Im Gegensatz zu anderen Währungen unterliegt der Gemeinschaftswährung keine spezifische Volkswirtschaft, sondern nur ein Wunschtraum. Der Euro schwebt also frei im Raum und ist deshalb den internationalen Geldspekulationen stärker ausgesetzt. Die Idee, dass er je als Weltleitwährung dienen könnte, war daher absurd, und ist seit dem Schuldenschnitt sowieso ausgeschlossen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 21:07 Uhr'Euro Isn’t Loved, but Few Want to Drop It, Poll Says' (New York Times)
Prof Duennhaupt, zum (politischen) Gestalten gehoeren Traeume.
Wer der Rueckkehr zu den vormaligen Waehrungen das Wort redet, sollte
klar zu den Konsequenzen stehen. Doch selbst dazu fehlt den Euro -
Noerglern m.E. der Mumm.
wenn ich davon ausgehe das der esm-vertrag ratifiziert wird von unserer
politikerkaste und diese nicht dazu berechtigt ist wie ich gelesen habe.
wer haftet dann für den schaden der entstanden ist und wer kommt
dann für den esm-vertrag als haftende person dafür in frage?
ist der bürger und steuerzahler in der brd wirklich zur einhaltung
des vertrages verpflichtet?
bei bundesverfassungsgericht gab es das urteil zum esef in 09.2011 das
keine unbegrenzte haftung auf unbegrenzte zeit stattfinden darf. unsere
regierung weiß von dem urteil.
laut grundgesetz muss es immer zu einem volksentscheid kommen. jeder
beamte und arbeitnehmer der dem öd beschäftigt ist hat einen
eid darauf geleistet sich an dem grundgesetz der brd zu halten und
mussten dafür auch diesen eid geleistet wurde.
ich gehe einfach mal davon aus das unserere pegierung auch diesen eid
abgelegt hat.
für antorten wäre ich sehr dankbar und danke schon mal im
vorraus für die antworten.
Zwei Zitate aus wikipedia: "Ich schwöre ..." etc.
1. Amtseid
Ich schwöre, dass ich meine Kraft DEM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKES
widmen, seinen NUTZEN mehren, SCHADEN VON IHM WENDEN, das Grundgesetz
und die Gesetze des Bundes wahren und VERTEIDIGEN, meine Pflichten
gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben
werde. So wahr mir Gott helfe.
2.Hochverrat
In der Bundesrepublik Deutschland ist der Hochverrat gegen den Bund oder
die Länder unter den Staatsschutzdelikten in den § 81 StGB -
§ 83a StGB als VERBRECHEN geregelt. Die Tat ist ein
Unternehmensdelikt, bei dem der Versuch genauso bestraft wird wie die
Vollendung. Zudem ist auch die Vorbereitung des Hochverrats § 83
StGB) unter Strafe gestellt. Der Generalbundesanwalt beim
Bundesgerichtshof klagt den Täter im ersten Rechtszug vor dem
zuständigen Oberlandesgericht an (§ 120 GVG).
****
Die Hervorhebungen durch Großbuchstaben im Text sind von mir
angebracht worden.
Der Generalbundesanwalt hat ein Parteibuch. Die Spieler sind bei uns auch Schiedsrichter.
Es gibt keinen einzigen General..anwalt ohne Parteibuch - diese Funktion wird ausschließlich von Parteien besetzt. Erstaunt Sie mein Kommentar oder wird Ihnen jetzt Einiges klarer?
kann wenigstens helfen das Ermächtigungsgesetz ESM abzuschmettern, wenn
sich nur genug über e-mail dagegen wehren, was jedoch nicht
verhindern kann,
daß sich in Kürze die ''EU'' eine neue Variante eines
einseitigen Knebelungsver-
trag für den Steuerzahler einfallen läßt, der die Spiral
Verschuldung - Über-
schuldung - Massenverelendung fortsetzen wird!
Der Euro selbst, nicht seine 'Rettung' ist ein Fiasko. Die 'Rettung' ist eine Verschlimmbesserung und gleichzeitig der Versuch einer Verschleierung. Die ehemaligen und heutigen Etablierten der beiden grossen Parteien haben gepfuscht und fahren in diesem Fahrwasser fort. Sie werden es nie zugeben. Alle andern 'Bösen' sollen Schuld tragen. Fiasko ist eine Verharmlosung. Es ist ein selbt gebasteltes Debakel. Es kämen auch noch schlimmere Bezeichnungen in Frage. Top-down vom Schlimmsten. Geringstschätzung von Volks- und Expertenmeinungen. Die Karlspreisträger, angefangen bei der Euro-Krücke selbst, bilden eine recht repräsentative Galerie der hochmütigen Versager. Bis hin zum nächsten Empfänger.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 16:17 UhrKarlspreis hat sich selbst entwertet!
Wer so einem Politiker - auch noch wofür (weiter unten zitiert) -
den Karlspreis verleiht, diskreditiert sich selbst vollständig. Der
Mann GEFÄHRDET die Einigung Europas.
Für alle zum genießen habe ich es mal gesucht (viel
Spaß beim Lesen):
"In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die
Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas und seiner Rolle
als Ideengeber und wichtiger Akteur bei nahezu allen
Integrationsfortschritten in den vergangenen drei Jahrzehnten und in
Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion..."
---
Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion...
Der teuerste Witz seit Homo Erectus!
Dieser Artikel steht inhaltlich diametral im Widerspruch zu Aussagen unserer Spitzenpolitiker, von Schäuble bis Streinbrück. Und unsere Spitzenpolitiker stehen diametral im Widerspruch zum gesundern Menschenverstand fast aller unabhängigen Volkswirte und der belesenen Foristen bei der FAZ. Diese Widersprüche erinnern mich an das Gefühl, das ich habe, wenn es um die Armutszuwanderung aus islamischen Ländern geht: Jeder weiß, dass die Kosten weit über einer Billion Euro liegen, FAZ hat dazu berichtet, und zum Jahrestag der sog. Anwerbung aus der Türkei stellen sich alle Spitzenpolitiker hin und sagen: Unglaublicher Erfolg, die ganze Sache, toll gemacht, weiter so! Wenn Verstand mit Überkorrektheit und unverständlichem Kalkül so in Widerspruch geraten, muss man sich um die innere Sicherheit sorgen... Radikalisierung geschieht, wenn Widersprüche zu stark werden. Das wusste auch schon Karl Marx. Man kann nur hoffen, dass gesunder Menschenverstand in die Politik zurückkehren wird!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 23:11 UhrRosengarten versprechen
Sie haben Recht. Aber wissen Sie, was passiert, wenn deutsche Banken nicht mehr auf Nahrungsmittel spekulieren? Dann steigen die Gewinne aller übrigen Banken, die es weiterhin tun. Sonst nichts. Sie haben Recht, dass sich die Schere zwischen arm und reich permanent öffnet. Zugleich wächst aber auch ein Leistungsgefälle zwischen Fachkräften oder Managern und auf der anderen Seite einer wachsenden Zahl von Menschen, die es sich staatsbedingt leisten können, aus Wirtschaftszwängen auszusteigen und sich zu hunderttausenden in Berlin ein Künstlerleben leisten. Es gibt systembedingte Vor- und Nachteile. So einfach und so ungerecht, wie Linke es jedoch behaupten, liegen die Dinge vielfach nicht. Vergleichen Sie das Schicksal der Kolonien in Asien und in Afrika... Und ich denke an Söhne aus Gastarbeiterfamilien, die heute wohlhabende Akademiker sind. Das Leben auf Erden ist kein Rosengarten, das wollen viele in Wohlfahrtsstaaten vergessen... Viele Grüße
Sie denken es läge am mangelnden Verstand?
Ich kann Ihnen an sich nur zustimmen, aber in diesem Punkt möchte
ich Ihnen doch heftig widersprechen. Die Lobbyisten dieser
Finanz-Systeme haben es weltweit geschafft, die Politiker
willfährig zu machen. Sie unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie sind
direkte Gehilfen des heutigen Finanzkapitalismus. Dagegen ist die Mafia
- die absolut betrachtet ja schon eine Katastrophe ist - ein
Kindergarten. Wer denkt, na ja, die bringen aber Menschen um, muss man
darauf hinweisen, dass die Politik noch nicht mal versucht
Finanzspekulationen auf Nahrungsmittel zu verbieten. Das kostet
Menschenleben in einer Anzahl, an die die Mafia nicht herankommt. Und
das ist eine direkte Kausalität.
Auch das Ausbleiben eines VERSUCHES die Arm-/Reichschhere auf ein
erträgliches Maß zu reduzieren ist Mord an verhungernden
Menschen. Und das 25.000 pro TAG. Das sind zehnmal so viele, wie beim
ach so grausamen 11. September. Aber pro Tag. Und nur die Kinder
gerechnet! Mal bewusst machen.
@ Otto Meier. Sie haben die Lösung des Problems, das keines ist. Danke!
Lieber Herr Meier, gut, dass es Sie gibt. Denn Sie haben ja die
Lösung der Euro-Krise, die gar keine ist: "Daher kann die
Lösung nur lauten, die Zocker nicht weiter zu stützen."
Toll! Es gibt also gar keine schwerwiegenden Unterschiede der
Volkswirtschaften der Euro-Gruppe. Es gibt keine total
überschuldeten Club-Med-Staaten, die nicht bereit sind, ihren
Lebensstandard an die ökonomische und finanzielle Wirklichkeit
anzupassen. Es gibt keine wegen des Euro-Blödsinns aus Deutschland
abgeflossenen Euro-Milliarden in dreistelliger Höhe. Es gibt keine
selten hilflose und nachgiebige deutsche sog. Regierung, die sich
letztlich JEDER Erpressung beugt. Stattdessen haben Sie die Lösung
für all diese Probleme, die keine sind:
"Die Zocker nicht weiter stützen." Einfach genial!
Fast
Es ist wohl eine Frage der Gewichtung. Die Hans-Böckler-Stiftung
hat für 2007 festgestellt, daß Papiere im Wert des 74-fachen
Weltsozialprodukts gehandelt wurden. Das hat sich sicherlich nicht
verbessert. Und das bedeutet, daß diese Luftblase von der
Realwirtschaft Dividenden erwartet, die diese nicht mehr aufbringen kann.
Die Probleme des Euro-Raums bestanden auch schon vor der Einführung
des Euro. Sie waren ein Grund für dessen Einführung. Richtig
ist, daß die Probleme durch den Euro nicht verringert, sondern
verstärkt wurden. Im Vergleich zur Spekulationsblase sind das aber
Peanuts, die politisch noch beherrschbar wären, würden die
Nationalstaaten zumindest teilweise auf ihre Souveränität
verzichten. Auf Dauer führt daran sowieso kein Weg vorbei,
angesichts der Entwicklungen in China, Indien etc.
Aber selbst dann, wenn es zu den Vereinigten Staaten von Europa
käme, wäre das keine Lösung, solange Finanz- und
Realmärkte derart weit auseinanderklaffen. Die Krise ist keine Euro-Krise.
@ Otto Meier. Es gibt die Zocker und es gibt die Euro-Krise
Werter Herr Meier, keineswegs vernachlässige ich das Problem der sog. Zocker. (Eigentlich ist jeder Bürger, der sein Geld in Aktien oder Anleihen anlegt, mehr oder weniger ein Zocker, der auf einen Mehrwert hofft. Man kann also auch sinnvoll "zocken".) Sie meinen mit Zockern sicherlich die hemmungslos spekulierenden Investitionsbanker. Deren Geschäftsmodelle haben neben echter Wertschöpfung auch grenzenloses Unheil angerichtet, und zwar in doppeltem Sinne: 1. haben sie geholfen, marode Strukturen aufrecht zu erhalten und 2. haben sie für eigentlich gerechtfertigte Abschreibungen die öffentlichen Hände (sprich die Steuerzahler) als Geisel genommen. Beim Geldverleih an Staaten sind sie aber meist nur den unsachgemäßen Wünschen der Politik gefolgt. Völlig unabhängig von dieser Zockerei hat es unter dem aberwitzigen Schirm des Euro seit Jahren eine latente Verschiebung der ökonomischen Gewichte gegeben, die irgendwann zur jetzigen Krise führen musste. Wie von klugen Leuten vorhergesagt.
Auch Ironie kann die Tatsachen nicht aus der Welt schaffen.
Wenn Sie meinen Beitrag gelesen hätten, hätten Sie im zweiten
Absatz genau das lesen können, was Sie hier zu Recht anführen.
Allerdings, die aus den Haushaltsfehlleistungen etc. resultierenden
Probleme sind nun einmal Peanuts im Vergleich mit den Problemen, die uns
die kriminellen Zocker beschert haben.
Auch sehe ich da einen Widerspruch in Ihren Aussagen, wenn Sie
einerseits die Euro-Politik der Bundesregierung schelten, andererseits
die Zockerei unterschlagen. Möchten Sie die Zocker wirklich
befriedigen? Wie das denn, wenn ich fragen darf? Das machen Merkel und
Co. doch gerade nach Kräften!
Währungsexperte Wilhelm Hankel warnt in WiWo.
"Der weltweit konvertible Euro mutiert dann, frei von jedem
Wechselkursdruck, zur Binnenwährung des gemeinsamen Marktes. Wie
weiland der Transfer-Rubel der UdSSR oder die Mark der DDR!
Hauptgeschädigte wären Länder mit starken
Exportstrukturen wie Deutschland. Ein nur noch beschränkt
konvertibler Euro verwandelt EU und Euro-Zone nicht nur in einen
kafkaesken Bürokraten-Staat, sondern in ein wirtschaftliches
Gefängnis.
Dieser Prozess lässt sich nur stoppen, wenn statt Euro-Rettung die
Rückführung der Währungsunion in eine Wechselkursunion
betrieben wird, wie sie in der EU vor Einführung des Euro bestand
und Grundlage aller internationaler Währungssysteme der
Vergangenheit war. Kein Staat kann zwei Dinge aus der Hand geben: seine
Verantwortung für stabiles Geld und ausreichende
Beschäftigung. Der Euro hat den Beweis erbracht, dass es beides in
„einem Geld der 17“ nicht gibt und dass bei
„sozialisierter“ Geldpolitik kein Staat seine
gesellschaftlichen Probleme lösen kann. "
Das ist wahrlich Demokratie gefährdend!
Ich halte das langsam aber sicher für wirklich Demokratie
gefährdend. Die Mehrheit der Deutschen bildet sich doch ein, das
hier alles einigermaßen rechtsstaatlich zugeht. Ich sehe das ganz
anders. Von privaten Erfahrungen mit diesem sogenannten Rechtsstaat mal
abgesehen. Wir haben hier eine parlamentarische Demokratie! Wenn den
Abgeordneten Fachwissen fehlt, dann gibt es dafür die
Staatssekretäre, die es entweder haben oder bestmöglich
delegieren MÜSSEN.
Es ist ja wichtig und richtig, wenn der Verfassungsschutz die linke und
rechte Szene im Auge behält, aber vom Gefährdungspotenzial
für unsere Demokratie sind beide zusammen ein Witz gegen diese
Gefahr, die unsere Legislative zu verantworten hat.
Da sind Summen im Spiel, zum Erbrechen!
Bei einer lachhaften Milliarde mehr für Polizei, Justiz, oder
Bildung wird ewig rumdiskutiert und am Ende NICHTS gemacht. Das
wäre dringenst nötig. Aber die Narzissten der Bankenmafia
werden Milliarden hinterher geworfen. Ich habe die Faxen dicke!
Währungsexperte Herr Hankel dazu: T. 1
"Der Euro wertet ab im freien Fall: nicht nur zu Gold und US-Dollar, sondern zu allen übrigen stabilen Weltwährungen. Die EZB, eine Zentralbank ohne ausreichende Reserven, ist dann auf die Unterstützung durch die nationalen Zentralbanken angewiesen. Und wenn diese sich weigern? EU-Kommission und Euro-Rettern stehen dann ganz legal die in Artikel 64 AEUV vorgesehenen „Ausnahmen im Kapitalverkehr mit Drittstaaten“ als Stützungsmaßnahme für den Euro zur Verfügung. Die Kapitalbremse nach außen wird so zum wirksamen Ersatz für die ohnehin unglaubwürdige Schuldenbremse im Inneren! Der weltweit konvertible Euro mutiert dann, frei von jedem Wechselkursdruck, zur Binnenwährung des gemeinsamen Marktes. Wie weiland der Transfer-Rubel der UdSSR oder die Mark der DDR! "
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 15:43 UhrDie DDR noch immer im Herzen und im Sinn.
Merkel hätte es dann geschafft, die einstigen, in ihrem Herzen wohl
immer noch nagenden:
"Blühenden DDR-Landschaften", nicht nur der BRD, sondern
auch den Euro-Staaten aufzustülpen. Weder unsere Kinder, noch
unsere Enkel werden uns vergeben, Merkel und die CDU gewählt zu haben.
Den Euro kann und wird man nicht mehr retten können!
Nicht mit dieser Inkompotenz einer Person Namens MERKEL!
Auch nicht mit dem engstirnigen, labilen und ewig-gestrigen
Alki-Schäuble mit der roten Nase! Außerdem ging es nie um die
Rettung des Euros, sondern: ...! Wer weiß es? Gibt 10 Punkte. Die
Angelsachsen haben gemeinsam das ENDE von Euro beschlossen und vor allem
die Deutschen haben es bis heute immer noch nicht verstanden.
Ähnliches Spielchen wurde doch vor Jahren mit Japan gespielt!
Nichts daraus gelernt? Einseitige Exportüberschüsse zu Lasten
anderer, müssen irgendwann immer mit der gleichen Münze
beglichen werden.
danke für die Präsentation verschiedener Sichtweisen und
Lösungsvorschläge. Noch dazu im O-Ton. Genau so sieht
verantwortungsvolle Meinungsbildung aus. That's my FAZ!
MfG Martha Strinz
wir benoetigen eine " Volksvertretung". Das was wir haben ist
eine ausgesprochene "Sichselbstvertretung" und eindeutige
Hinweise auf Verhaeltnisse wie in der DDR. Grund dafuer st
erwiesenermassen die Perfektionierung der Parteiendiktatur in D. Eine
Clique die sich Parteifuehrung nennt, bestimmt wer gewaehlt wird,
natuerlich kommen durch diesen Filter nur "Linientreue Kader".
Deshalb kann die Partei ohne nennenswerten Widerstand regieren, der/die
jeweilige Kanzler/in kann sich, ohne Ruecksicht auf die eigenen
Vasallen, mit der Parteifuehrung der anderen Bruderpartei verstaendigen
und ohne Ruecksicht auf die Buergerschaft tun und lassen was sie moechte
und der EUdSSR die notwendige Sicherheit zum Ausbau des
"Apparates" garantieren.
Wer das noch als Demokratie bezeichnet, der muss schon gehoerig mit dem
Klammerbeutel gepudert sein. Mit solcher, frei jeglichen Gewissens,
aufgestellter Politelite braucht sich niemand zu wundern, dass solches
Chaos den Euro zerstoert hat.