Home
http://www.faz.net/-gqu-706ow
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise „Die Euro-Rettung ist ein Fiasko“

 ·  Die Schuldenkrise eskaliert. Ein Staatsbankrott und der Euro-Austritt Griechenlands werden nicht mehr ausgeschlossen. Professor Bernd Lucke spricht im F.A.Z.-Interview über die Gelder an Griechenland und die Folgen der Rettungsschirmpolitik.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (110)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3 4  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Eric Arnesen

...und am Anfang schürte man die Angst vor "den Märkten"

» sie war schon immer da gewesen, aber nun wurde die Glut zum offenen Feuer
» dann erdachte man den ESM und trat vor die verängstigten Politiker und Wähler und fragte sie:
» wollt ihr gerettet werden ?
» und die Antwort war ein "JA"
» dann fragte man:
» wollt Ihr den totalen Durchgriff auf Eure Haushalte gewähren ?
» wollt Ihr ihn wenn nötig noch totaler und radikaler gewähren als je einen Durchgriff zuvor ?
» wollt Ihr ihn bedingungslos und auf ewig zulassen ?
» wollt Ihr allen Kontrollmechanismen entsagen und uns treulich folgen ?

Die Antwort können wir jetzt noch beeinflussen - wenn wir uns JETZT zu Wort melden um eine Ratifizierung dieses Vertrages durch den Bundestag zu verhindern ! Unser Land sollte sich nicht in eine solche Abhängigkeit begeben - darum: kontaktieren Sie bitte Ihren Abgeordneten und die einflußreichen Personen, die Ihnen zuhören.

Vielen Dank

Hinweise auf zentrale Artikel des ESM Vertrages finden sich bei Youtube:
"ESM - Der europäische Rettungschirm"

Empfehlen
Edda Kuhlmann

Der Mann braucht Hilfe!

Die Behauptung, dass sich Griechenland nur umdreht und die Milliarden aus den Hilfspaketen gleich an Banken, Hedgefonds und Privatinvestoren weittereicht erscheint mir eine sehr hemdsaermelige Verallgemeinerung der Situation, leider hat Herr Lucke mit seinen anderen Ausfuehrungen aber nur zu Recht. Insbesondere auch ueber die (nicht vorhandenen) Debatten über den ESM im Parlament; der Druck, der von Fraktionsfuehrungen aufgebaut wird; das fehlende Rueckgrat der Abgeordneten und die damit einhergende Aushebelung des Souveraens. Auf der anderen Seite, von 80 Mio Deutschen von denen 70% gegen weitere Hilfszahlungen sein wollen unterstuetzen lediglich 10.000 seine Buergerbewegung wenigstens verbal (und eine Handvoll davon auch finanziell), eine paar Tausend die Petitionen im Bundestag, vielleicht ein paar weitere Tausend andere Bewegungen- kein Wunder, dass die Politiker meinen, damit durchkommen zu koennen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 12:44 Uhr
Thomas Ulherr

... dann gewähren Sie ihm doch diese Hilfe

und erklären Sie, wohin die Rettungsmilliarden gegangen sind. Ein (wg. Sparprogrammen kleiner werdender) Teil des Geldes ist sicher im griechischen Staatshaushalt verschwunden, aber der Rest? Wie groß schätzen Sie den Teil, der zur Rückzahlung von Anleihen und zur Bedienung der Zinszahlungen verwendet wurde? Und gingen diese Gelder nicht tatsächlich an "Banken, Hedgefonds und Privatinvestoren"? Was an dieser Feststellung ist "Hemdsärmelig verallgemeinernd"?
Einige dieser Privatinvestoren sind übrigens Griechen: U.a. einige der steuerbefreiten Reederfamilien haben ihrem Staat großzügiger Weise Geld geliehen - und bekommen es jetzt, dank “alternativloser €uro-Rettung" verzinst zurück. Schöne neue Welt der funktionierenden Finanzmärkte!
Die Deregulierung der Finanzmärkte hat den Einfluß der schon vorher nicht gerade schwachen Finanzbranche zu Lasten der produzierenden Branchen gestärkt und den "Herren der Märkte" erhebliches Druckpotential zugeschanzt.

Empfehlen
Rolf Joachim Siegen

Nicht die Euro - Rettung ist ein Fiasko

vielmehr die tendenzioese Eroerterung dieses Themas.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 09:41 Uhr
Rolf Joachim Siegen

S. Mueller - wer hat hier was NICHT bemerkt??

Ihr Euro - Meckerer moegt die Mehrheit an diesem digitalen Stammtisch haben, aber draussen in den Koerperschaften der politischen Willensbildung hueten sich die Verantwortlichen, solcher Stimmungsmache nachzugeben.

Empfehlen
Paul Banaschak

ist die EUR-Rettung also ein Erfolg?

glauben sie das wirklich?

Empfehlen
Stephan Müller

Haben sie es bemerkt?

Scheinbar ist niemand Ihrer Meinung. Sie stehen allein da.

Empfehlen
Tim Hagelstein
Tim Hagelstein (TimHa) - 29.05.2012 21:07 Uhr

Einfacher....

Ich würde es so machen: Deutschland raus aus dem Euro! Zurück zur DM! Das Wort alternativlos ist so hirnverbrannt. Dümmstes Wort des Jahres.

Empfehlen
Karl Hammer

Ob Fehler gemacht wurden, hängt von Betrachtungswinkel und Zielsetzung ab

Wenn ich davon ausgehe, daß Sinn und Zweck all der Aktionen nicht das war was gesagt wurde, sondern die Schaffung eines europäischen Superstaates und die Geldlenkung in bestimmte Richtungen und wenn ich davon ausgehe, das hierzu die Krise genutzt, und vielleicht sogar forciert worden ist, dann haben sich die Beteiligten durchaus nicht inkompetent und dumm verhalten, im Gegenteil.

Empfehlen
Stephan Müller

Alle Leser, die dagegen sind und sich hier erregen, sollten vielleicht folgendes nicht vergessen:

Sie haben eine Stimme - und zwar nicht nur alle 4 Jahre.

Das bedeutet:
a) sich der im Artikel beschrieben Initiative anschließen. Faz hätte das ruhig verlinken können: "Buendnis Buergerwille" < bei google. Aktuell 11.100 Mitzeichner.

b) Die offizielle Bundestag Online Petition unterstützen. "Petition: Finanzpolitik - Keine Ratifizierung des ESM-Vertrages und des Fiskalpaktes" < bei google. Aktuell 2.350 Mitzeichner (50.000 ist Grenze für Anhörung. Das ist noch locker zu schaffen.)

c) Offline - Politikern einen höflichen, knappen Brief in Papierform schicken. 55 Cent sollte uns das doch wert sein, oder? Ja, ich weiß - Referenten lesen die Briefe. Aber die Masse an Zuschriften macht es dann aus.

d) Bis zur nächsten Wahl nicht vergessen und sich nicht einlullen lassen.

----------------
Sich nur online im Forum oder am PC aufregen reicht leider nicht. Das hört keiner.
Die Stoppschilder-Websperren wurden mittels (a) - (d) so übrigens gekippt / verhindert.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 14:56 Uhr
Paul Banaschak

ich glaube, dass die meisten Kommentatoren dies schon gemacht haben

hoffe ich zumindest.

Empfehlen
Ulrich Dinkelbach
Ulrich Dinkelbach (Roxi1) - 29.05.2012 18:29 Uhr

Vorne Halt!

Die Frage ist wohl schon lange nicht mehr, ob dieser Rettungswahnsinn gut oder schlecht ist. Er ist schlecht. Die Frage stellt sich jedoch immer dringlicher, wie kann man das Procedere in dieser parlamentarischen Demokratie stoppen, wenn das Parlament scheinbar versagt?

Bitte bringen Sie weitere Interviews, ich vermute eine konservative Mehrheit spricht sich für die europäische Idee, aber gegen "Rettungsorgien" aller Art aus.

Empfehlen
Gerhard Dünnhaupt

Der Euro entbehrt einer realen Basis

Im Gegensatz zu anderen Währungen unterliegt der Gemeinschaftswährung keine spezifische Volkswirtschaft, sondern nur ein Wunschtraum. Der Euro schwebt also frei im Raum und ist deshalb den internationalen Geldspekulationen stärker ausgesetzt. Die Idee, dass er je als Weltleitwährung dienen könnte, war daher absurd, und ist seit dem Schuldenschnitt sowieso ausgeschlossen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 21:07 Uhr
Rolf Joachim Siegen

'Euro Isn’t Loved, but Few Want to Drop It, Poll Says' (New York Times)

Prof Duennhaupt, zum (politischen) Gestalten gehoeren Traeume.

Wer der Rueckkehr zu den vormaligen Waehrungen das Wort redet, sollte klar zu den Konsequenzen stehen. Doch selbst dazu fehlt den Euro - Noerglern m.E. der Mumm.

Empfehlen
Jürgen Schäfer

mal einige fragen

wenn ich davon ausgehe das der esm-vertrag ratifiziert wird von unserer politikerkaste und diese nicht dazu berechtigt ist wie ich gelesen habe. wer haftet dann für den schaden der entstanden ist und wer kommt dann für den esm-vertrag als haftende person dafür in frage?
ist der bürger und steuerzahler in der brd wirklich zur einhaltung des vertrages verpflichtet?

bei bundesverfassungsgericht gab es das urteil zum esef in 09.2011 das keine unbegrenzte haftung auf unbegrenzte zeit stattfinden darf. unsere regierung weiß von dem urteil.

laut grundgesetz muss es immer zu einem volksentscheid kommen. jeder beamte und arbeitnehmer der dem öd beschäftigt ist hat einen eid darauf geleistet sich an dem grundgesetz der brd zu halten und mussten dafür auch diesen eid geleistet wurde.

ich gehe einfach mal davon aus das unserere pegierung auch diesen eid abgelegt hat.

für antorten wäre ich sehr dankbar und danke schon mal im vorraus für die antworten.

Empfehlen
Karl Mohr

Zwei Zitate aus wikipedia: "Ich schwöre ..." etc.

1. Amtseid

Ich schwöre, dass ich meine Kraft DEM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKES widmen, seinen NUTZEN mehren, SCHADEN VON IHM WENDEN, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und VERTEIDIGEN, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

2.Hochverrat

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Hochverrat gegen den Bund oder die Länder unter den Staatsschutzdelikten in den § 81 StGB - § 83a StGB als VERBRECHEN geregelt. Die Tat ist ein Unternehmensdelikt, bei dem der Versuch genauso bestraft wird wie die Vollendung. Zudem ist auch die Vorbereitung des Hochverrats § 83 StGB) unter Strafe gestellt. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof klagt den Täter im ersten Rechtszug vor dem zuständigen Oberlandesgericht an (§ 120 GVG).

****

Die Hervorhebungen durch Großbuchstaben im Text sind von mir angebracht worden.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 19:47 Uhr
Horst Müller

Der Generalbundesanwalt hat ein Parteibuch. Die Spieler sind bei uns auch Schiedsrichter.

Es gibt keinen einzigen General..anwalt ohne Parteibuch - diese Funktion wird ausschließlich von Parteien besetzt. Erstaunt Sie mein Kommentar oder wird Ihnen jetzt Einiges klarer?

Empfehlen
Joachim Schroeder

''Buendnis Buergerwille''

kann wenigstens helfen das Ermächtigungsgesetz ESM abzuschmettern, wenn
sich nur genug über e-mail dagegen wehren, was jedoch nicht verhindern kann,
daß sich in Kürze die ''EU'' eine neue Variante eines einseitigen Knebelungsver-
trag für den Steuerzahler einfallen läßt, der die Spiral Verschuldung - Über-
schuldung - Massenverelendung fortsetzen wird!

Empfehlen
Erich Heini

Selbst gebasteltes Debakel

Der Euro selbst, nicht seine 'Rettung' ist ein Fiasko. Die 'Rettung' ist eine Verschlimmbesserung und gleichzeitig der Versuch einer Verschleierung. Die ehemaligen und heutigen Etablierten der beiden grossen Parteien haben gepfuscht und fahren in diesem Fahrwasser fort. Sie werden es nie zugeben. Alle andern 'Bösen' sollen Schuld tragen. Fiasko ist eine Verharmlosung. Es ist ein selbt gebasteltes Debakel. Es kämen auch noch schlimmere Bezeichnungen in Frage. Top-down vom Schlimmsten. Geringstschätzung von Volks- und Expertenmeinungen. Die Karlspreisträger, angefangen bei der Euro-Krücke selbst, bilden eine recht repräsentative Galerie der hochmütigen Versager. Bis hin zum nächsten Empfänger.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 16:17 Uhr
Peter Goldstein

Karlspreis hat sich selbst entwertet!

Wer so einem Politiker - auch noch wofür (weiter unten zitiert) - den Karlspreis verleiht, diskreditiert sich selbst vollständig. Der Mann GEFÄHRDET die Einigung Europas.

Für alle zum genießen habe ich es mal gesucht (viel Spaß beim Lesen):

"In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas und seiner Rolle als Ideengeber und wichtiger Akteur bei nahezu allen Integrationsfortschritten in den vergangenen drei Jahrzehnten und in Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion..."
---
Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion...

Der teuerste Witz seit Homo Erectus!

Empfehlen
Maximilian Samwer

Radikalisierung und Lügen

Dieser Artikel steht inhaltlich diametral im Widerspruch zu Aussagen unserer Spitzenpolitiker, von Schäuble bis Streinbrück. Und unsere Spitzenpolitiker stehen diametral im Widerspruch zum gesundern Menschenverstand fast aller unabhängigen Volkswirte und der belesenen Foristen bei der FAZ. Diese Widersprüche erinnern mich an das Gefühl, das ich habe, wenn es um die Armutszuwanderung aus islamischen Ländern geht: Jeder weiß, dass die Kosten weit über einer Billion Euro liegen, FAZ hat dazu berichtet, und zum Jahrestag der sog. Anwerbung aus der Türkei stellen sich alle Spitzenpolitiker hin und sagen: Unglaublicher Erfolg, die ganze Sache, toll gemacht, weiter so! Wenn Verstand mit Überkorrektheit und unverständlichem Kalkül so in Widerspruch geraten, muss man sich um die innere Sicherheit sorgen... Radikalisierung geschieht, wenn Widersprüche zu stark werden. Das wusste auch schon Karl Marx. Man kann nur hoffen, dass gesunder Menschenverstand in die Politik zurückkehren wird!

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 23:11 Uhr
Maximilian Samwer

Rosengarten versprechen

Sie haben Recht. Aber wissen Sie, was passiert, wenn deutsche Banken nicht mehr auf Nahrungsmittel spekulieren? Dann steigen die Gewinne aller übrigen Banken, die es weiterhin tun. Sonst nichts. Sie haben Recht, dass sich die Schere zwischen arm und reich permanent öffnet. Zugleich wächst aber auch ein Leistungsgefälle zwischen Fachkräften oder Managern und auf der anderen Seite einer wachsenden Zahl von Menschen, die es sich staatsbedingt leisten können, aus Wirtschaftszwängen auszusteigen und sich zu hunderttausenden in Berlin ein Künstlerleben leisten. Es gibt systembedingte Vor- und Nachteile. So einfach und so ungerecht, wie Linke es jedoch behaupten, liegen die Dinge vielfach nicht. Vergleichen Sie das Schicksal der Kolonien in Asien und in Afrika... Und ich denke an Söhne aus Gastarbeiterfamilien, die heute wohlhabende Akademiker sind. Das Leben auf Erden ist kein Rosengarten, das wollen viele in Wohlfahrtsstaaten vergessen... Viele Grüße

Empfehlen
Peter Goldstein

Sie denken es läge am mangelnden Verstand?

Ich kann Ihnen an sich nur zustimmen, aber in diesem Punkt möchte ich Ihnen doch heftig widersprechen. Die Lobbyisten dieser Finanz-Systeme haben es weltweit geschafft, die Politiker willfährig zu machen. Sie unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie sind direkte Gehilfen des heutigen Finanzkapitalismus. Dagegen ist die Mafia - die absolut betrachtet ja schon eine Katastrophe ist - ein Kindergarten. Wer denkt, na ja, die bringen aber Menschen um, muss man darauf hinweisen, dass die Politik noch nicht mal versucht Finanzspekulationen auf Nahrungsmittel zu verbieten. Das kostet Menschenleben in einer Anzahl, an die die Mafia nicht herankommt. Und das ist eine direkte Kausalität.
Auch das Ausbleiben eines VERSUCHES die Arm-/Reichschhere auf ein erträgliches Maß zu reduzieren ist Mord an verhungernden Menschen. Und das 25.000 pro TAG. Das sind zehnmal so viele, wie beim ach so grausamen 11. September. Aber pro Tag. Und nur die Kinder gerechnet! Mal bewusst machen.

Empfehlen
Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 29.05.2012 15:27 Uhr

@ Otto Meier. Sie haben die Lösung des Problems, das keines ist. Danke!

Lieber Herr Meier, gut, dass es Sie gibt. Denn Sie haben ja die Lösung der Euro-Krise, die gar keine ist: "Daher kann die Lösung nur lauten, die Zocker nicht weiter zu stützen." Toll! Es gibt also gar keine schwerwiegenden Unterschiede der Volkswirtschaften der Euro-Gruppe. Es gibt keine total überschuldeten Club-Med-Staaten, die nicht bereit sind, ihren Lebensstandard an die ökonomische und finanzielle Wirklichkeit anzupassen. Es gibt keine wegen des Euro-Blödsinns aus Deutschland abgeflossenen Euro-Milliarden in dreistelliger Höhe. Es gibt keine selten hilflose und nachgiebige deutsche sog. Regierung, die sich letztlich JEDER Erpressung beugt. Stattdessen haben Sie die Lösung für all diese Probleme, die keine sind:
"Die Zocker nicht weiter stützen." Einfach genial!

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 10:43 Uhr
Otto Meier

Fast

Es ist wohl eine Frage der Gewichtung. Die Hans-Böckler-Stiftung hat für 2007 festgestellt, daß Papiere im Wert des 74-fachen Weltsozialprodukts gehandelt wurden. Das hat sich sicherlich nicht verbessert. Und das bedeutet, daß diese Luftblase von der Realwirtschaft Dividenden erwartet, die diese nicht mehr aufbringen kann.

Die Probleme des Euro-Raums bestanden auch schon vor der Einführung des Euro. Sie waren ein Grund für dessen Einführung. Richtig ist, daß die Probleme durch den Euro nicht verringert, sondern verstärkt wurden. Im Vergleich zur Spekulationsblase sind das aber Peanuts, die politisch noch beherrschbar wären, würden die Nationalstaaten zumindest teilweise auf ihre Souveränität verzichten. Auf Dauer führt daran sowieso kein Weg vorbei, angesichts der Entwicklungen in China, Indien etc.

Aber selbst dann, wenn es zu den Vereinigten Staaten von Europa käme, wäre das keine Lösung, solange Finanz- und Realmärkte derart weit auseinanderklaffen. Die Krise ist keine Euro-Krise.

Empfehlen
Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 29.05.2012 17:16 Uhr

@ Otto Meier. Es gibt die Zocker und es gibt die Euro-Krise

Werter Herr Meier, keineswegs vernachlässige ich das Problem der sog. Zocker. (Eigentlich ist jeder Bürger, der sein Geld in Aktien oder Anleihen anlegt, mehr oder weniger ein Zocker, der auf einen Mehrwert hofft. Man kann also auch sinnvoll "zocken".) Sie meinen mit Zockern sicherlich die hemmungslos spekulierenden Investitionsbanker. Deren Geschäftsmodelle haben neben echter Wertschöpfung auch grenzenloses Unheil angerichtet, und zwar in doppeltem Sinne: 1. haben sie geholfen, marode Strukturen aufrecht zu erhalten und 2. haben sie für eigentlich gerechtfertigte Abschreibungen die öffentlichen Hände (sprich die Steuerzahler) als Geisel genommen. Beim Geldverleih an Staaten sind sie aber meist nur den unsachgemäßen Wünschen der Politik gefolgt. Völlig unabhängig von dieser Zockerei hat es unter dem aberwitzigen Schirm des Euro seit Jahren eine latente Verschiebung der ökonomischen Gewichte gegeben, die irgendwann zur jetzigen Krise führen musste. Wie von klugen Leuten vorhergesagt.

Empfehlen
Otto Meier

Auch Ironie kann die Tatsachen nicht aus der Welt schaffen.

Wenn Sie meinen Beitrag gelesen hätten, hätten Sie im zweiten Absatz genau das lesen können, was Sie hier zu Recht anführen. Allerdings, die aus den Haushaltsfehlleistungen etc. resultierenden Probleme sind nun einmal Peanuts im Vergleich mit den Problemen, die uns die kriminellen Zocker beschert haben.

Auch sehe ich da einen Widerspruch in Ihren Aussagen, wenn Sie einerseits die Euro-Politik der Bundesregierung schelten, andererseits die Zockerei unterschlagen. Möchten Sie die Zocker wirklich befriedigen? Wie das denn, wenn ich fragen darf? Das machen Merkel und Co. doch gerade nach Kräften!

Empfehlen
eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 29.05.2012 15:26 Uhr

Währungsexperte Wilhelm Hankel warnt in WiWo.

"Der weltweit konvertible Euro mutiert dann, frei von jedem Wechselkursdruck, zur Binnenwährung des gemeinsamen Marktes. Wie weiland der Transfer-Rubel der UdSSR oder die Mark der DDR!
Hauptgeschädigte wären Länder mit starken Exportstrukturen wie Deutschland. Ein nur noch beschränkt konvertibler Euro verwandelt EU und Euro-Zone nicht nur in einen kafkaesken Bürokraten-Staat, sondern in ein wirtschaftliches Gefängnis.
Dieser Prozess lässt sich nur stoppen, wenn statt Euro-Rettung die Rückführung der Währungsunion in eine Wechselkursunion betrieben wird, wie sie in der EU vor Einführung des Euro bestand und Grundlage aller internationaler Währungssysteme der Vergangenheit war. Kein Staat kann zwei Dinge aus der Hand geben: seine Verantwortung für stabiles Geld und ausreichende Beschäftigung. Der Euro hat den Beweis erbracht, dass es beides in „einem Geld der 17“ nicht gibt und dass bei „sozialisierter“ Geldpolitik kein Staat seine gesellschaftlichen Probleme lösen kann. "

Empfehlen
Peter Goldstein

Das ist wahrlich Demokratie gefährdend!

Ich halte das langsam aber sicher für wirklich Demokratie gefährdend. Die Mehrheit der Deutschen bildet sich doch ein, das hier alles einigermaßen rechtsstaatlich zugeht. Ich sehe das ganz anders. Von privaten Erfahrungen mit diesem sogenannten Rechtsstaat mal abgesehen. Wir haben hier eine parlamentarische Demokratie! Wenn den Abgeordneten Fachwissen fehlt, dann gibt es dafür die Staatssekretäre, die es entweder haben oder bestmöglich delegieren MÜSSEN.
Es ist ja wichtig und richtig, wenn der Verfassungsschutz die linke und rechte Szene im Auge behält, aber vom Gefährdungspotenzial für unsere Demokratie sind beide zusammen ein Witz gegen diese Gefahr, die unsere Legislative zu verantworten hat.
Da sind Summen im Spiel, zum Erbrechen!
Bei einer lachhaften Milliarde mehr für Polizei, Justiz, oder Bildung wird ewig rumdiskutiert und am Ende NICHTS gemacht. Das wäre dringenst nötig. Aber die Narzissten der Bankenmafia werden Milliarden hinterher geworfen. Ich habe die Faxen dicke!

Empfehlen
eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 29.05.2012 15:15 Uhr

Währungsexperte Herr Hankel dazu: T. 1

"Der Euro wertet ab im freien Fall: nicht nur zu Gold und US-Dollar, sondern zu allen übrigen stabilen Weltwährungen. Die EZB, eine Zentralbank ohne ausreichende Reserven, ist dann auf die Unterstützung durch die nationalen Zentralbanken angewiesen. Und wenn diese sich weigern? EU-Kommission und Euro-Rettern stehen dann ganz legal die in Artikel 64 AEUV vorgesehenen „Ausnahmen im Kapitalverkehr mit Drittstaaten“ als Stützungsmaßnahme für den Euro zur Verfügung. Die Kapitalbremse nach außen wird so zum wirksamen Ersatz für die ohnehin unglaubwürdige Schuldenbremse im Inneren! Der weltweit konvertible Euro mutiert dann, frei von jedem Wechselkursdruck, zur Binnenwährung des gemeinsamen Marktes. Wie weiland der Transfer-Rubel der UdSSR oder die Mark der DDR! "

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.05.2012 15:43 Uhr
eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 29.05.2012 15:43 Uhr

Die DDR noch immer im Herzen und im Sinn.

Merkel hätte es dann geschafft, die einstigen, in ihrem Herzen wohl immer noch nagenden:
"Blühenden DDR-Landschaften", nicht nur der BRD, sondern auch den Euro-Staaten aufzustülpen. Weder unsere Kinder, noch unsere Enkel werden uns vergeben, Merkel und die CDU gewählt zu haben.

Empfehlen
Closed via SSO
Hasan Eker (eksom) - 29.05.2012 14:38 Uhr

Den Euro kann und wird man nicht mehr retten können!

Nicht mit dieser Inkompotenz einer Person Namens MERKEL!
Auch nicht mit dem engstirnigen, labilen und ewig-gestrigen Alki-Schäuble mit der roten Nase! Außerdem ging es nie um die Rettung des Euros, sondern: ...! Wer weiß es? Gibt 10 Punkte. Die Angelsachsen haben gemeinsam das ENDE von Euro beschlossen und vor allem die Deutschen haben es bis heute immer noch nicht verstanden. Ähnliches Spielchen wurde doch vor Jahren mit Japan gespielt! Nichts daraus gelernt? Einseitige Exportüberschüsse zu Lasten anderer, müssen irgendwann immer mit der gleichen Münze beglichen werden.

Empfehlen
Martha Strinz

Liebe Redaktion,

danke für die Präsentation verschiedener Sichtweisen und Lösungsvorschläge. Noch dazu im O-Ton. Genau so sieht verantwortungsvolle Meinungsbildung aus. That's my FAZ!

MfG Martha Strinz

Empfehlen
Closed via SSO

Ordnung?

wir benoetigen eine " Volksvertretung". Das was wir haben ist eine ausgesprochene "Sichselbstvertretung" und eindeutige Hinweise auf Verhaeltnisse wie in der DDR. Grund dafuer st erwiesenermassen die Perfektionierung der Parteiendiktatur in D. Eine Clique die sich Parteifuehrung nennt, bestimmt wer gewaehlt wird, natuerlich kommen durch diesen Filter nur "Linientreue Kader". Deshalb kann die Partei ohne nennenswerten Widerstand regieren, der/die jeweilige Kanzler/in kann sich, ohne Ruecksicht auf die eigenen Vasallen, mit der Parteifuehrung der anderen Bruderpartei verstaendigen und ohne Ruecksicht auf die Buergerschaft tun und lassen was sie moechte und der EUdSSR die notwendige Sicherheit zum Ausbau des "Apparates" garantieren.
Wer das noch als Demokratie bezeichnet, der muss schon gehoerig mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Mit solcher, frei jeglichen Gewissens, aufgestellter Politelite braucht sich niemand zu wundern, dass solches Chaos den Euro zerstoert hat.

Empfehlen
Weitersagen