08.10.2011 · Die Griechen müssen raus, sagt Ottmar Issing, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt. Finanzminister Schäuble hält im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dagegen.
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Herr Issing ist also heute "Berater bei Goldmann Sachs." Sehr schön. Die haben doch ihren Kunden empfohlen, auf den Niedergang von Spanien und Italien zu wetten, was der Münchner Sparda-Bank Chef Helmut Lind schlicht "zum Kotzen" findet (MüMerkur von heute). Ich auch. Schöner Experte in Sachen Euro und Europa.
Die wirkliche Stabilität des Euros will niemand
Unsere Politiker weigern sich darüber zu diskutieren, dass schwache Länder aus dem Euro aussteigen müssen um echte Stabilität zu erreichen. Ich kann mich sehr gut damit anfreunden, dass wir keine D-Mark mehr haben. Warum wirft man nicht die Länder aus dem Euro heraus, die nie es geschafft haben eine vernünftige Haushaltspolitik zu betreiben und damit eine stabile Währung zu schaffen. Am ende hätten wir einen Euro mit dem man auf der Welt auch etwas Einkaufen kann. Wir Deutsche waren reich solange wir die D-Mark hatten. Seit 20 Jahren geht es nur bergab.
Also Rettungsschirm nicht für Banken, nur für Staaten...
Herr Schäuble antwortet also tatsächlich auf die Frage, ob mit
dem Schirm Banken gerettet werden sollten, mit nein, nur Staaten...Was
er zu erwähnen "vergisst", ist, dass die Staaten es dann
den Banken geben müssen. Das ist ja im Falle eines Falles das Quid
pro quo der ganzen Chose.
Als Wähler sollten wir die Konsequenzen daraus ziehen, wenn wir so
dummdreist veräppelt werden.
Griechenland ist pleite, mehr pleite geht nicht – sagen übrigens auch die Finanzmärkte und Börsen. Das bisherige Handling der seit langem existenten Griechenlandpleite nennt man Konkursverschleppung und das ist ein Straftatbestand! Fast alle Maßnahmen Athens – bis hin zu der neuen Immobiliensteuer – gehen schlicht den Weg des geringsten Widerstandes. Sie fordern den Bürgern neue Opfer ab, ohne ihnen als Gegenleistung dafür die Hoffnung auf einen besseren Staat zu geben. Und das alles, weil die Regierung zu feige ist, gegen die alte Klientelwirtschaft vorzugehen. Schuld ist das marode System in das wir weiter unsere hunderte Milliarden pumpen.In Griechenland wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern, sagen übrigens auch 9 von 10 Griechen. Die lachen sich über uns kaputt – erlebt kürzlich im Urlaub dort!Einzige Lösung: Griechenland raus aus dem Euro und eine Euro-Reorganisation durch die stabilitätsorientierten Länder unter Beachtung von Lissabon-Vertrag/No-Bail-Out Klausel
Prof. Issing ist wie niemand Prophet,- ausser das Vertrauen wächst wieder
Daß sich Issings Maxime wirklich in Europäischen Institutionen und abgestufte, demokratisch kontrollierte Sanktionen ggü. Staaten wiederfinden , müsste man glauben wollen. Dieses Vertrauen wackelt bei mir, und solange die Finanzmärkte, oder besser ein Teil davon diese Unsicherheit schüren und gut davon leben können, bleibt dieses Vertrauen ein Endloszertifikat mit schwachem Rating.Und wenn Parlamente im europäischen Raum die Kommission und Regierungen effizient kontrollieren werden, das wird auch Jahre brauchen, denn dies erfordert Einigkeit bei den Prioritäten , zB. der Geldwertstabilität bei der EZB.
daß Schäubles Ablehnung eines €-Austritts von
Griechenland nur rein taktischer Natur wäre, um Zeit zu gewinnen,
bis die neuen Drachmen-Scheine gedruckt sind. Mittlerweile bin ich aber
überzeugt, daß der Mann wirklich so ideologisch verbohrt ist,
wie er daherredet und aus der ganzen Europa-Entourage bisher noch kein
Schwein an das Notwendige gedacht hat, endlich mit dem Drucken der
Drachmenscheine zu beginnen, um für den Eventualfall vorbereitet zu sein.
Eine fällige Umschuldung Griechenlands scheint Schäuble
mittlerweile zu akzeptieren. Dieser ist aber der eigentliche Knackpunkt.
Wieso die Finanzmärkte dann aber noch von einem €-Austritt
tangiert werden sollen, wenn man den griechischen Banken hilft,
verschließt sich meinem tumben Gemüt.
Das Angebot zur Umschuldung kann man leicht verknüpfen mit der
Aufforderung freiwillig auszutreten, dazu bedarf es nicht einmal
großer Verträge auf Gesamt-Euro Ebene.
Der Unterschied zwischen einem Politiker und einem nüchtern analysierenden Volkswirt?
Der Politiker vertritt vehement seine Ideale. Zu deren Durchsetzung erwartet er im Stillen von der Allgemeinheit umfangreiche Opfer und tendiert verständlicherweise dazu, deren Konsequenzen zu verschleiern. Weil er sein Vorgehen für absolut richtig hält, gerät er ins Ideologisieren. Eine seriöse Einschätzung gegenüber dem Bürger, welche schlimmen Auswirkungen das alles auf Steuern und Sozialsysteme haben kann, unterbleibt.
Die Griechen müssen raus, sagt Ottmar Issing ?
Die einleitenden Sätze unter der Überschrift geben die Meinung, die Herr Issing in dem Interview vertritt, nicht richtig wider. Der verantwortliche Redakteur sollte das Gespräch noch einmal lesen! Die Aussage im Interview ist, daß die Griechen die Eurozone verlassen können müssen, aber nicht ausgeschlossen werden können. Er betont, daß dies eine griechische Entscheidung wäre. Der vom Redakteur gesetzte Satz suggeriert, daß Herr Issing den Auschluß verlange. Das kann ich im Interview nicht erkennen.
Schäuble als master of desaster, unglsublich, wie er um die
Gretchenfrage herumeiert, was passiert, wenn die Troika feststellt, dass
die Griechen wieder einmal gefälscht, getrickst und gelogen haben?
Er weigert sich beharrlich zu akzeptieren, dass Griechenland pleite ist
und nie aus dem Dilemma herauskommen wird.
Es sei denn, es sei denn, Deutschland vorweg zahlt die Gehälter der
Million Staatsbediensteten Griechen. Das ist wohl das Ziel,
vorwärts ins Verderben.
Wir werden belogen, der griechische Virus ist in der Regierung nicht nur
angekommen, er wirkt.Das ist wahre Nibelungentreue, gemeinsam in die
Pleite, hurraaaaaaa!
resus42
Die Mitgliedsländer können ihre Probleme nur gemeinsam lösen“, sagt Finanzminister Wolfgang Schäuble
Genau dieser Satz ist falsch, falsch, falsch.
Wenn man einem Menschen, einer Bank, einem Land verspricht, dsass man
ihm hilft, haben diese kein Motiv mehr, sich anzustrengen, aus der Krise
herauszukommen. Außerdem bedeutet die "Hilfe", dass man
seine Schulden weiter steigert - womöglich, wie geschehen, mit
Wucher-Zinsen - und das heißt, Griechenland kann seine Lage
niemals mehr aus eigener Kraft in Ordnung bringen.
Nicht gemeinsam müssen wir die Probleme lösen sondern
Griechenland muss seine Probleme allein und mit eigener Währung
lösen. Nur dann ist es motiviert, kreativ die richtigen
Maßnahmen zu ergreifen. Und dies wären alles andere als
Sparprogramme. Mit einem Sparprogramm wird die Kaufkraft vermindert,
die Wirtschaft beschädigt bis fast vernichtet - wie bereits
deutlich vorgeführt.
Was helfen könnte wäre: Abschaffen des Militärs,
Verkürzung der Arbeitszeit mit einem nur teilweisen Lohnausgleich,
Vermögenssteuer, Besteuerung der Reichen und: ein deutlicher Schuldenschnitt
Nun ja, als "Euronichtmitglied" ist es zwar einfach wie ein Marktschreier zu pralaten, dennoch will ich meine "SCHWEIZER MEINUNG" kundtun. Ja doch, wir Kuhglockenschwinger, die fast alle die EU ablehnen, lesen sogar FAZ. Welch Entwicklung!!! Eines ist sicher, jemand wird für die Misere, die sich die EU mit Griechenland als Vorreiter eingebrockt hat, bezahlen. Wir Schweizer werden es wohl nicht zuerst sein. Doch wer ausser Deutschland sonst noch? - NIEMAND - So würde ich als freier Schweizer nach freiem Schweizer Recht Unterschriften sammeln und diese zu Handen meiner Regierung senden damit eine Volksabstimmung zustande kommt. Da kann das Volk von Brüder, welches vor 720 Jahren einander Hilfe und Unterstützung zusagte um fremden Vögten zuvorzukommen, entscheiden ob dem Antrag zugestimmt wird oder nicht. Ja, warum nicht einmal in fremden Herren Ländern eine Unterschriftensammlung durchführen. Vielleicht realisiert dann die Regierung im Elfenbeinturm, was des Volkes Stimme ist...
die Griechen trotz gefaelschter Bilanzen in den Euro gelassen, Italien trotz der Schuldenquote. Die Politik ist auch dafuer verantwortlich, dass die Banken die Bonds der Ueberschuldeten und Bilanzfaelscher zum gleichen Zinssatz bei der EZB refinanzieren koennen wie Bundesanleihen. Sie haben den Banken damit diese Bonds geradezu aufgedraengt. Sie haben den Markt manipuliert und versuchen, mit mehr und mehr Marktmanipulation, den Folgen der frueheren Herr zu werden. Viel Glueck dabei...
Issing's Argumente gegen den Verbleib der Griechen in der Eurozone sind
ökonomisch, rational
und daher zugänglich. Schäubles Position ist visionär,
d.h. ideo-logisch und daher befreit
von ökonomischer Vernunft.
Issing war Mitglied im Direktorium der EZB, als GR der Euro-Zone
beigetreten ist, heute ist er Berater von Goldman-Sachs. Goldman hat GR
in 2001 kurz nach dessen Zulassung zur Eurozone mehrere Milliarden
Dollar geliehen, ohne dass dies öffentlich geworden wäre,
berichtete seinerzeit die NY Times. Das Geschäft war als
Devisenkauf und nicht als Kredit dargestellt worden. So hat Goldman dazu
beigetragen, dass GR dem Anschein nach die Defizitvorgaben der Eurozone erfüllte.
Nun, Issing: "Die Frage ist nur, wie lange man Griechenland trotz
mehrfach gebrochener Versprechen Finanzhilfen gibt." o.k. aber
nicht vergessen, dass sein jetziger Arbeitgeber Hilfe gegeben hat, um
das erste Versprechen zu brechen (keine gefälschten Bilanzen
vorzulegen) und ihn und seine Behörde reinzulegen.
Diesen Politikern würde Ich am liebsten ihre Dicken Pensionen aberkennen.
Und Ihre Diäten gleich mit, und das Rückwirkend.
Denn Mit Verlaub. Politik ist eigentlich die Kunst des machbaren und
nicht der Drei Affen.
Aber unsere Politiker verhalten sich genau so.
Wie die berümten drei Affen.
Nichts Sehen.. Sie sind blind für die Realität.
Nichtzs Hören.. Sie Hören nicht auf ihre Bürger.
Insbesondere nicht auf Fachleute.
Nichts Sagen.. Sie versuchen ihre Pläne im Geheimen durchzuziehen.
Siehe ESM immerhin weis ich schon seit dem 22.6. vom ESM.
Darüber berichtet wurde aber erst Ende September.
Tipp Schaut mal auf Youtube unter ESM.
Die beiden widersprechen nicht nur einander, sondern auch sich selbst.
Was soll man da noch mitdiskutieren.
Ich kann nur mein Mantra aufsagen: der Bankensektor als Kern der
Finanzindustrie muß auf seine Grundfunktion
zurückgeführt werden = Finanzierung von privaten,
unternehmerischen und öffentlichen Investitionen aus realer
Wertschöpfung. Striktes Verbot von Finanzinstrumenten ohne
realwirtschaftlichen Hintergrund. Strikte personale,
verfassungsmäßig kodifizierte Trennung von Politik und
Wirtschaft.
Geht nicht? Dann eben nicht.
Brüssel als stählerner Deckel der verschiedenen (im Weltmaßstab) kleinen europäischen Nationen..das Experiment gabe es in der SU.. das Ergebnis ist bekannt.Warum wollen wir den Griechen fremdbestimmt aus Brüssel ( und so wird es dort mit wachsendem Haß auf D empfunden)und aus Berlin extreme Sparanstengungen aufoktroyieren, die sie nicht leisen wollen..Warum sollen sie auf frembestimmten Druck hin ihre jahrtausende alte Schulden- und Günstlingswirtschaftmentalität ablegen,wenn sie das mehrheitlich nicht wollen. Warum sollen die Griechen ,die lieber den Herrgott einen guten Mann sein lassen und das Leben genießen wollen, sich in das einem Deutschen vielleicht angemessene Leistungsverhalten zwängen lassen. Laßt sie wieder zur Drachmezurückkehren,durch sie anstrengungsfrei durch Abwertung Exportfähigkeit herstellen können.Schäuble erzwingt durch sein demokratisch nicht legitimiertes Europaprojekt nicht den Frieden,sondern zunehmend den Haß zwischen den europäischen Völkern.
Der Bundesfinanzminister streut dem deutschen Volk Sand in die Augen. Er nimmt es von den Armen und gibt es den Reichen. Zuerst brauchen wir Geld für Griechenland, dann für den Euro selbst und jetzt sind schon wieder einmal die Banken fällig! Der Euro ist selbst eine kränkelnde Währung. Es nehmen Staaten am Europa-Programm teil, deren Wirtschaftskraft viel zu klein ist. Jetzt muss der "Euro-Rettungs-Schirm" her. Wozu? Um Griechenland zu retten? ... den Euro? ... und jetzt die Banken? Das Geld fließt doch am Ende sowieso nur wieder in die Hände der Großindustriellen, die sich bei unseren Herrn Politikern und Frau Merkel die Klinke in die Hand geben. Die Euro-Krise wird nur herbeigeredet, weil die großen Bonzen gerade zu wenig Einkünfte haben und jetzt die Einkommensverluste von den europäischen Staaten ausgleichen lassen wollen. "Nehmt es von den Armen und gebt es den Reichen."
politischer Wunsch und Wirklichkeit
prallen hier aufeinander.
Und die Politik muss Scheibchen für Scheibchen und unter sehr
teuren Rückzugsgefechten Abschied von ihren Wünschen nehmen.
Der Schuldenschnitt/Erlaß wird bereits intensiv vorbereitet,
Die einzige Frage ist nur noch, ob Gr. danach noch im € bleiben
kann, sonst wollen alle ständigen Schuldenerlaß und das
Schuldenmachen explodiert weiter.
Tatsache ist, das der € nur eine Überlebenschance mit
Ländern hat, die ihre Schulden durch harte Sparnaßnahmen in
den Griff kriegen können, Portugal und Griechenland und Irland
gehören nicht dazu.
Dies ist Fakt, ob es einem gefällt oder nicht.
Wie mag sich Schäuble fühlen, wenn von Monat zu Monat alle
Auffanglinien durchbrochen werden und seine Verlautbarungen und die
von Merkel zum reinen Mantra werden?
Das geht doch jetzt schon zu lange so. Das Merkel -Argument 'Zeit
gewinnen' kann man sogar noch verstehen, aber diese luschige Art
Probleme zu lösen ist wahrscheinlich für den Euro mindestens
so gefährlich, wie es ein frühzeitiger Parforce-Ritt nach Art
eines gnadenlosen Controllers möglicherweise gewesen wäre.
Eins ist sicher: Die Art und Weise, wie eine Krisensituation gemanagt
und aufgelöst wird, trägt entscheidend zur langfristigen
Vertrauensbildung bei. Im vorliegenden Fall wäre es gut gewesen,
frühzeitig die relevanten Topleute in EU und anderorts mit Pauken
und Trompeten zu feuern. (Ich wurde früh mit der Orientierung
bekannt gemacht: 'entweder andere Zahlen oder andere Gesichter!', das
ist immer noch eherne Regel weltweit, da, wo Verantwortung unmittlbar
getragen wird). Das heißt erst mal 'Schluss mit Lustig'
"Herr Schäuble" wenn Griechenland laut genug schreit, fließt das Geld schon ...
Also Herr Schäuble, natürlich ist es so, immer wenn Athen laut genug geschrien hat, bekam Athen ohne große Verzögerungen weitere Finanzhilfen und sie wissen, das Berlin sich gern aus Athen und von Brüssel aus sich diktieren lassen, das Deutschland den Mund halten soll und zahlen soll und da das so ist, spielt die 3-stellige Milliardenzahl doch keine Rolle mehr. Berlin hat doch vor 2 Wochen beschlossen, nachdem die Rolle als Transferunionist längst angenommen hat, auch die Rolle als Haftungsmeister bedingungslos hinzunehmen, gleichgültig ob sie Athen auffordern, das sie ihre Hausaufgaben machen oder nicht ... Sie hätten sie das Streitgespäch sparen können, denn der Steuerzahler bleibt solange der Dumme, solange Griechenland Schalten / Walten kann, was mit deutschem Geld passiert ...