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Ratingagentur droht Deutschland Juncker: „Maßlos überzogen“

 ·  Die Ratingagentur Standard & Poor’s droht Deutschland und vierzehn Euro-Staaten eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit an. Berlin und Paris reagieren gelassen darauf. Eurogruppen-Chef Juncker indes findet deutliche Worte.

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Dietrich Ostermann
Dietrich Ostermann (didio) - 06.12.2011 16:28 Uhr

Kann man die Zurückstufung nicht auch positiv betrachten?

In der letzten Woche wurde die Bundesrepublick ihre Anleihen kaum los, weil die Zinsen so niedrig waren, dass kaum Interesse am Kaufen aufkam. Durch eine Zurückstufung wird ein höherer Zins als Absicherung aufbgeschlagen. Damit müssten deutsche Anleihen wieder Attraktiver für die Käufer werden.
Trifft meine Vermutung zu?

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Klaus Seilberger

Die Deutsche Bundesbank zahlt alles - bis sie nicht mehr kann

Ein hochinteressanter, aktueller Artikel von Aaron Tornell (UCLA) und Frank Westermann (Universität Osnabrück) ("Has the Bundesbank reached its limit?" - über Google leicht auffindbar) belegt den wunderbaren Mechanismus, mit dem die GIIPS-Staten sich auf Kosten der Deutschen Bundesbank verschuldeten. Im Ergebnis tauschte die Deutsche Bundesbank ihre Bestände an soliden deutschen Staatsanleihen gegen die Schrottanleihen der GIIPS-Staaten. Klar, dass darunter das deutsche Rating leidet.

Und das System funktioniert immer noch - allerdings gerät die Bundesbank nun in die Notlage, ihre Gold- oder Devisenbestände angreifen zu müssen, um die Schuldenstaaten weiter zu finanzieren.

Ob das deutsche Volk blöd genug ist, auch das hinzunehmen? Ich habe keinen Zweifel, dass die Bundesregierung sowie CDUCSUSPDFDPGrüne da sofort mitmachen würden, schließlich sind wir Deutschen doch gute Europäer...

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George Rauscher

Irrelevant?

Diejenigen hier die laut herumschreien das sei doch nur ein durchsichtiges Manöver von S&P und völlig ohne jegliche Relevanz, und man solle doch alle Rating-Agenturen abschaffen, die sollten sich mal überlegen wie Lebensversicherungen aufgebaut sind, wie sie funktionieren. Dann werden sie sehr schnell feststellen daß ihre Altersvorsorge sehr von guten Ratings abhängt!

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Christoph Runge

Ratingagenturen

Wir sollten sie nicht ernst nehmen. Haben sie Lehmann vorhergesagt? Im eigenen Land? Nein!
Sie sind auf jeden Fall überfordert. Denn man kann sie max. mit jeder europäischen Auskunftei vergleichen. Jedoch sind die AUFTRAGGEBER ENTSCHEIDEND, die sie mit den "richtigen" Informationen füttern und die ihnen insbesondere gegen gutes Honorar jedes gewünschte Rating erstellen. S & P und Moody`s sind zwar nur amerikanische Privat-unternehmen, stehen jedoch bei allen Banken, Investmentfonds, Hedgefonds unter Vertrag.
Natürlich die flüsternden Analysten auch. Die Ratingagenturen sind lediglich die Speerspitzen der amerikanischen Banken, Goldmänner u. Versicherungen.

Sie werden Europa nicht vernichten!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.12.2011 16:06 Uhr
Klaus Seilberger

Nein, die Ratingagenturen werden Europa nicht vernichten.

Das schaffen die Euro-Anhänger ganz alleine.

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Jochen Wegener (Malchik) - 06.12.2011 15:32 Uhr

Der Obereuropäer Juncker..

und das sollte nicht vergessen werden - steht einem Steuerhinterzieherstaat vor, einem, der zu einem großen Teil von Gesetzesverstößen in den EU-"Partner"länder abhängig ist. GR wird von einem volkswirtschaftlich ziemlich sinnfreien Trio aus EZB, IMF und den großen Politikern um Barroso, Rompoy und Ashton zu Tode gespart, selbiges gilt für Portugal. Italien wird zu einem großen Teil von einigen sehr informellen Organisationen regiert und ausgesaugt. France, die große Nation, hat einen sehr kleinen Präsidenten, GB zahlt ohnehin nichts in den EFSF ein, die Deutschen beschließen unter einen Kanzlerin, der in der Krise nichts besseres einfiel als wieder Exportweltmeister werden zu wollen und so ihre ökonomisches Unwissen fröhlich zu Markte trug, einen Schirm nach dem anderen und sehen doch wie begossene Pudel aus. Dazu Belgien: so gut wie pleite. Spanien: sehr pleite. Irland: Pleite durch Steuerdumping. Und da soll nichts zu befürchten sein? Eine Stufe? Drei Stufen runter.

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Volker Kulessa

völlig zu Recht

daß viele die Wahrheit ncht hören wollen und ihre selbstverschuldete Selbsttäuschung vorziehen ist Teil des Problems, nämlich der Ursachen. Tatsache ist: D macht neue Schulden, obwohl das Steuereinkommen Rekordhöhe errreicht hat. Wer jetzt keinen ausgeglochenen Haushalt vorlegt oder besser noch, mit Überschüssen beginnt alte Schulden zurückzuzahlen, ist unsolide. Wer unsolide ist, der verliert mit Recht sein gutes Rating. S&P sei Dank!

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Thomas Bodewig
Thomas Bodewig (Bodewth) - 06.12.2011 14:43 Uhr

S&P: Durchsichtige Intrige gegen den Euro

Die amerikanischen Ratingagenturen intrigieren gegen den Euro, um die Kapitalflüsse wieder in den hochüberschuldeten Dollarraum zu lenken und um damit ihren eigenen Börsenwert im Geleitzug der von Abwertung bedrohten amerikanischen Aktien zu retten.
Die Androhung des Downgrading der EU- AAA-Länder kann man als durchsichtige Intrige getrost ignorieren; sie wird allenfalls die Bereitschaft der 17/27 zur Annahme der Merkozy-Vertragsänderungsvorschläge erhöhen.
Ceterum: Die Vertragsänderungen können durch ein politisches Memorandum of Understanding und eine interpretative Anwendung des verschärften Stabilitätspaktes weitgehend zeitlich vorgezogen werden.
Dr.iur. Thomas Bodewig, Bonn

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.12.2011 18:35 Uhr
Ronny Schaffer

Wir können ignorieren, aber was machen die Chinesen?

Wenn die Agenturen die Chinesen nur etwas zum schwitzen bringen, haben sie ihr Ziel erreicht (insofern man der Meinung ist, diese intrigieren mit solch einer Absicht) Und darum geht es denn dann wohl auch. Im Triumvirat der großen Mächte (lässt man dreisterweise die Russen und aufstrebenenden Kleinstaaten außen vor) haben die USA mittlerweile stark an Kraft verloren und mit kessen Besserwissereien zu unserer Finanzpolitik aber auch durch das Drohen einees Downgradings üben sie sanften Druck auf uns und indirekt über die Chinesen aus. Wobei die indirekte die wohl mächtigere ist, weil wir erstens dagegen wenig tun können (die "Gelassenheit" von Merkel und Sarkozy könnte sogar falsch verstanden werden) und zweitens hier eben nicht direkt kommuniziert wird.

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Jochen Wegener (Malchik) - 06.12.2011 15:41 Uhr

Sicher möchten die Amis ihre Leit(d)währung erhalten..

aber kann das ein Grund sein, eine ökonomisch nun mal völlig unsinnige Idee wie unter dem Dach des Euro äußerst different strukturierte Volkswirtschaften zu versammeln, bis zum bitteren Ende durchzubuchstabieren - nur weil eine Merkel mit halbgaren Europaphantasien politisch überleben möchte?

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Ralf Kowollik

Danke, Standard & Poor's!

Da droht Standard & Poor's mit der Herabstufung Deutschlands, schon attackiert der mögliche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Interview mit "Phoenix" reflexhaft die Ratingagenturen und will ihre Macht beschränken. Ja, da gucken sie nun dumm in die Röhre, die roten und grünen Befürworter einer uneingeschränkten Transferunion. Dabei hat S&P doch nur eine Wahrheit ausgesprochen, und die lautet: Je mehr Deutschland für die Schulden anderer haftet, umso mehr gefährdet es damit seine Kreditwürdigkeit.

SPD und Grüne drücken sich um diese Grundwahrheit, sie scheinen zu glauben, die von ihnen befürwortete Haftungsunion würde schon keine Auswirkungen auf Deutschlands Bonität haben. Standard & Poor's hat sie nun eines Besseren belehrt. In diesem Sinne: Danke für die Klarstellung, S&P!

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Bernd Buerschaper

Ohne Relevanz ...

... ist für mich das Auftreten der Ratingagenturen. All das wäre aber von Relevanz gewesen, wenn die Ratingagenturen das 5 Jahre früher getan hätten, nämlich Länder signifikant herabzustufen. Heute sind das alte Ladenhüter und die Politik sollte sich durch die inkompetenten Schlafmützen jetzt nicht treiben lassen. Obgleich die Politik hauptschuldig an der Misere ist, nicht die Finanzmärkte.

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Manuel Sauter
Manuel Sauter (negativ) - 06.12.2011 14:22 Uhr

1+1 gibt nun mal 2

Dieser Schritt der Ratingagenturen ist doch nur logisch! Dafür braucht man sich nur mal die Zahlen anzuschauen:

über 80% Staatsverschuldung
über 26 Mrd. € Bundeskreditaufnahme trotz Rekordeinnahmen

Übernahme von Kreditrisiken über den EFSF 120mrd anteil D. ohne Hebel,

der Zentralbank(direktkauf von bis zu 20Mrd. pro woche!),

der deutschen Bundesbank(Target salden von 465Mrd), + anteile an den anderen Bundesbanken von 25%

und den staatsbanken(allein in Griechenland: LBBW 1,6 mrd, Bayern LB 300mio , West LB 1mrd NordLB 700mio etc. + HypoRealEstate 10mrd),

+ darüber hinaus ist D mit 6% an den 250mrd des IWF beteiligt

und zu 27 % an den 60 Mrd über den EU haushalt.

dazu kommt noch das sich die EU Ausgaben stärker in den süden gehen werden, was bedeutet, das Deutschland jährlich noch mehr einzahlt wie auszahlt.

und dann noch solche sachen wie Atomausstieg was der deutschen wirtschaft auch wohl nicht so gut tut und mrd für erneuerbare Solarenergien made in China

BBB wir kommen:)

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Dominik bURZIWODA
Dominik bURZIWODA (Burzi) - 06.12.2011 13:32 Uhr

Aprilscherz im Dezember

Diese Aussage von S&P bestätigt ausschließlich, dass die Agentur über mehrere Jahre ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Dass durch den Wegfall eines nachhaltigen komperativen Kostenvorteils (also der Möglichkeit zur Währungsabwertung) südeuropäische Staaten evtl. finanzielle Schwierigkeiten erfahren könnten hätte bei Euro Einführung bereits antizipiert werden können. Ebenso, dass sich hieraus für finanzkräftigere Staaten eine Mithaftung ergeben würde war damals bereits offensichtlich. Dass Maastricht Kriterien bereits seit Jahren konsequent missachtet wurden schien bis 2009 keine Rating agentur zu interessieren. Wer Jahrelang amerikanische Immobilienportfolios mit AAA (also der selben Bonität wie die BRD) bewertet hat, sollte heute tief in sich gehen, die Schwächen seiner quantitativen Modelle in dieser Phase des vicious cycle in eine vernünftige Beurteilung einfliessen lassen und seinen Beitrag dazu leisten, dass die ggw. Abwärtspirale gemeinsam durchbrochen wird.

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Hildegard Müller

Die starken EURO Länder müssen jetzt nur richtig reagieren;

zumindest die starken EURO Länder wie Deutschalnd, Frankreich, Österrecih, Niederlande, Finnland etc. haben es nicht nötig, sich "raten" zu lassen. Auch zukünfitg bin ich fest davon überzeugtm, dass zumindest diese Länder die Zinshöhe weiterhin selbst bestimmen können. Denn irgenwo müssen die Billionen, die von den Pensionsfonds, Versicherungen etc. verwaltet werden ja hin. Wennn es keine AAA Länder mehr gibt, können die herabgestuften EURO Länder weiterhin gelassen sein.

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Solange Dummheit nicht von den Rating Agenturen bewertet wird... hat Deutschland nicht zu befürchten

Wir sind im Wirtschaftskrieg und Europa sich selbst in die Sackgasse gebracht:
1) Die Krise ging zwar von den USA aus
2) Politiker (z.B. Schröder) haben nach deren Anweisungen Finanzmärkte liberalisiert
3) Banker haben die Schrottpapiere gekauft
4) Politiker (z.B. Merkel) haben die Verluste mit Steuergeldern ausgeglichen (to big to fail)
4) Politiker haben sich mit hohen Kosten neue Wähler gesucht (gekauft) und den Sozialstaat aufgebläht
5) Dümmliche Europäische Bürokraten mit 0 Kompetenz und 0 Legitimität haben den Wirtschaftsraum EU planwirtschaftlich vernichtet und ein Kommunikationsdisaster angerichtet.
6) Als die Krise mit Griechenland verschärft wurde, schoben Europäische Politlaien die Verluste Deutschland zu
7) Finanzpolitiker wie Schäubele, Krisenmanager wie Merkozy retten nun seit zwei Jahren den Euro auf Kosten...
… deutscher Steuerzahler und parlamentarischer Selbstbestimmung (ohne dass er es merkt)

Dumme Wähler kriegen hyperventilierende Politik&Eurokratie.

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Wolfgang Würz
Wolfgang Würz (mabriwo) - 06.12.2011 12:47 Uhr

Kein Wunder

dass die Meldungen der Ratingagenturen jetzt gestreut werden. Damit wird Politik gemacht, die dt.-franz. Linie soll geschwächt werden, damit die Gewinne der "Financiers" weiter steigen zu lasten der Volkswirtschaften. Wenn wir Hudsons "Der Krieg der Banken gegen Volk" ernst nehmen, dann gehören die Ratingagenturen eindeutig zu den Banken. Merkel und Sarkozy haben bereits hinsichtlich der Beteiligung des "privaten Sektors" an der Lastenteilung Zugeständnisse gemacht bzw. machen müssen. Sie geraten zu sehr in die Defensive durch diesen Mehrfrontenangriff der "Financiers". Die Verantwortlichen der Ratingagenturen und die Vernetzung mit dem Finanzbereich muss sichtbar gemacht werden. Sie müssen genannt werden; es bedarf einer europäischen und transparenten Agentur.

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Benjamin Hertel

Geld muss dem Volk dienen

Es ist nicht überzogen. Diese Ratingagentur hatte im Sommer auch die USA herabgestuft, um mal mit dem Gerücht aufzuräumen das die US-Regierung hinter all dem steckt. Bei den Milliardenkrediten, die im nächsten Jahr fällig sind, ist es kein Wunder, wenn dafür alle 17 Staaten in Sippenhaft genommen werden. Und dieser Rettungsschirm bedeutet faktisch nichts anderes. Das funktionierte exakt solang, wie Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland zahlungsfähig sind. Der Top-Status für diese 4 Staaten wird mittelfristig nur zu halten sein, bei der Bildung eines Nordeuro. Und zwar in Form der alten D-Mark Zone. Dänemark wäre sofort mit im Boot bei einem solchen Schritt. Das schafft Vertrauen und so kann man auch den Südeuro-Ländern weitaus besser helfen. Finanzpolitik mit Ländern zu machen, die Geldwertstabilität nicht als höchstes Gut einer Währung betrachten ist nicht möglich. Das Geld muss dem Volk dienen und nicht das Volk dem Geld!

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Peter von Katow sen.

Währungen sind wie Getränke

Wer einen halben Liter Champagner mit einem halben Liter Jauche mischt, erhält einen Liter Jauche. Erstaunlich nur, wie lange die Märkte gebraucht haben, das zu kapieren.

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Thomas Meyer (meyertom) - 06.12.2011 12:12 Uhr

Ähhh, ich hätte da mal eine Frage...

Kann mir jemand bitte mal erklären, warum die US-Rating-Agenturen so speziell darauf erpicht sind, unseren schönen Euro kaputt zu kriegen ? Ich hätte ja nichts dagegen, aber was steckt denn da wirklich dahinter? Was ist der Kern der Sache? MfG. Thomas Meyer, Lissabon

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.12.2011 16:45 Uhr
Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 06.12.2011 16:45 Uhr

Kopf ab!

Die Rating-Agenturen sind nur die Überbringer schlechter Nachrichten, sie machen sie aber nicht. Wenn die Politiker morgens ehrlich in den Spiegel schauen würden, bräuchten sie niemand, der ihnen die Wahrheit sagt. Früher hätte man diesen Boten schlechter Nachrichten den Kopf abgehackt, heute geht es etwas zivilisierter zu, da macht man das nur noch verbal. Der Zeitpunkt für diese Nachricht ist aber geschickt gewählt. Er macht den Politikern hoffentlich klar, dass der nächste unbedachte Schritt bereits ins Leere, in den Abgrund führt.
PS: Wenn Sie in Lissabon leben, dann sehen Sie ja aus nächster Nähe, wie das Schuldenproblem mit immer noch mehr Schulden (nicht) gelöst wird.

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Volker Kulessa

es steckt dahinter...

Schulden über Schulden, und immer neue Schulden -- nocht nicht einer sprach von echtem "zurückzahlen". Alle zahlen nur mit neuien Schulden alte zurück und machen immer neue Schulden, auch D.

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Dr. Michael Menzel

Gegenfrage

Kann mir jemand bitte mal erklären, warum sich alle Europäer zusammengerottet haben, um Deutschland als Nation aufzulösen und als Wirtsschaftsmacht auszubluten?
Leider haben wir genug Leute bei der "Opposition" die diese Bestrebungen schon immer und nun immer heftiger unterstützen! Sind das eigentlich "Schläfer" aus der Zeit des kalten Krieges?

Das Schimpfen auf die Ratingagenturen ist das Gleiche wie der Wunsch nach Abschaffung der Hauptschulen. Wenn man die abschafft, fallen die vielen schwarzen Schafe der Schulabbrecher nicht mehr auf! "Aus den Augen aus dem Sinn", nicht wahr?
Und keiner sagt so eindeutig, daß die Rater falsch liegen. Man will sie nur nicht haben, weil sie die Realität beschreiben. Sie sind das Kind bei des Kaisers neue Kleider.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 06.12.2011 12:11 Uhr

Schulden über Schulden

Wir Bürger unterschätzen die Bedrohung und sehen Arbeitslosigkeit, Renten, Gesundheitswesen und andere Themen als wichtiger an. Die sozialen Haushalte sprengen inzwischen alle Vorstellungen und alles was sinnvoll und möglich ist. Armatya Senn (Professor der Ökonomie in Harvard) hat in seinem Buch „Ökonomie für den Menschen“ als wichtigstes menschliches Gut die soziale Teilhabe gefordert und sie über die materielle Hilfen gestellt, da durch die blose materielle Unterstützung zum einen keine wirkliche Teilhabe möglich ist, zum anderen das Streben nach Teilhabe selbst möglicherweise verhindert.
Die Tansferleistungen haben inzwischen ein selbstzerstörendes Maß angenommen, welche jegliche Eigeninitiative zur Teilhabe untergräbt. Bei Gutmenschen höre ich jetzt schon die Stimmen, die mich in die in die kapitalistische Ecke stellen möchten. Aber es ist aus einer jahrzehntelangen beruflichen Erfahrung entstanden und beileibe nicht durch ein kapitalistischen Weltbild geprägt.

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Jörg Addicks (JADH) - 06.12.2011 12:03 Uhr

Maßlos überzogen? Wenn das ein Politiker sagt, der die Lüge für ein notwendiges Mittel der

Politik hält, verwundert nicht, dass der Wahrheitsgehalt der Aussage gen Null tendiert.

Bemessen an den expliziten Schulden (ca. 2.000.000.000.000. Euro) beträgt Deutschlands Staatsschuldenquote ca. 82 % des BIP. An impliziten Schulden (z.B. Pensionslasten) kommen etwa 6 bis 8 Billionen Euro hinzu.
Hätte Deutschland ab Juni keine neuen Schulden gemacht, bräuchte es (bei angenommenen 3 % Zinsen, die wir dank der Schuldensozialisierungspolitik der Regierung und der Nichtopposition bald erreichen werden) 30 Jahre, um auch nur die 2 Bill. Euro expliziten Schulden abzutragen. Jährlich müssten ca. 101.000.000.000. Euro, d.h. etwa 1/3 des Bundeshaushalts, für Zins und Tilgung aufgebracht werden.

Wer glaubt, so ein Land, das sich zudem weitere Beteiligungen an den von politischen Versa-gern anderer Staaten aufgehäuften Schulden aufhalst und seine eigene Neuverschuldung gerade haushaltsplanend erhöht hat, würde für unbegrenzt kreditwürdig gehalten, nimmt die Realität nicht wahr.

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Benjamin Hertel

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Ich finde die negative Aussicht nicht verwunderlich. Wenn man bedenkt das Frankreich, Spanien und Italien mit 355,5 Milliarden Euro, im nächsten Jahr 100 Milliarden Euro mehr zurückzahlen müssen als in diesem Jahr. Zwei der drei Länder standen in diesem Jahr bereits unmittelbar vor der Pleite. Hier wird ein sterbender Patient (Eurozone) künstlich am Leben gehalten und das wissen die Ratingagenturen.

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