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Otmar Issing „Der Euro wird mich lange überleben“

 ·  Als Chefökonom der Europäischen Zentralbank hat Otmar Issing den Euro groß gemacht und für Stabilität gesorgt. Dass der Euro in eine Krise geraten würde, hat er kommen sehen. Doch die Politiker hätten die Warnungen ignoriert.

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Rudolf Zeiler

Herr @Alex Merck,

Was meinen Sie eigentlich mit „Darum geht es nicht - das ist nämlich gar nicht die Alternative zur Rettung“?
Ich hätte von Ihnen gerne erfahren, ob Sie bereit sind, die Griechen zu unterstützen, aus welchen Gründen auch immer, entweder aus Solidarität zwischen den europäischen Völkern, aus Respekt vor der zivilisatorischen Leistung der Griechen im Altertum, aus Sorge um den Fortbestand des Euro und um die Stabilität des europäischen Bankwesens oder aus Sorge um die politische Einigung Europas. Das sind ja alles respektable Gründe, auch wenn man – wie ich – eine Wut im Bauch hat, weil die Griechen und vor allem die griechischen Politiker die Dinge so weit haben kommen lassen.
Ich finde aber, dass es es jetzt mit Griechen“Bashing“ alleine nicht mehr getan ist. Auch die Ursachenforschung, wie es denn überhaupt soweit kommen konnte, stößt allmählich an ihre Grenzen; die Herren Professores in und ausserhalb der FAZ haben uns Alles erklärt, was erklärbar ist.
Es kommt jetzt alleine darauf an, ob wir den Griechen helfen wollen, ja oder nein, und wenn ja, wie wir es anstellen, dass die Sanierung Griechenlands in geordneten Bahnen verläuft.

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 12.07.2011 15:28 Uhr

@Vladislav Pereiaslavets: Welche Rolle spielte der Euro bei der GR-Überschuldung

Mit der Drachme hätten die Griechen ohne Probleme sich auch für 0% bei der eigenen Zentralbank verschulden können, so wie es die USA oder JPN unterm Strich tun (die Zinsen, die sie an die Notenbank zahlen, erhalten sie postwendend via Gewinnabführung zurück, im Ergebnis zahlen sie also 0%).
Das niedrigere Zinsniveau ist also keineswegs direkt ursächlich.
Sondern: Sie konnten jetzt EUROS aus dem Nichts schöpfen (Banken können Geld aus dem Nichts erzeugen, auch staatliche Banken) bzw. durch dumme, naive Kreditgeber billig erhalten.
Und mit diesen wertvollen Euros konnten und können sie weltweit einkaufen. Und genau das haben sie getan bzw. tun sie weiterhin.
Mit der Drachme dagegen hätte es einen ständigen Wertverfall gegeben, sie hätten keine so hohen Werte im Ausland kaufen können.
Das eigentliche Problem ist, dass es keine echten Regelmechanismen gibt, die dieses Geld aus dem Nichts schöpfen begrenzen. Hier hilft letztlich nur ein vollständiges Verbot. Sonst könnte z.B. eine staatliche GR-Bank beliebig hohe Kredite an den GR-Staat vergeben, genau das ist ja auch geschehen. Und die Zinsen sind auch ziemlich egal, es werden dann eben noch mehr Kredite aufgenommen, um diese zu "bezahlen".

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 12.07.2011 13:29 Uhr

@Zeiler: mal zurück zu ihrer Überlegung..

Sie sagen: "Sind die Griechen schlechtere Menschen als die Deutschen und die Holländer, nur weil sie sich von zwei oder drei unfähigen Regierungen in die Irre führen liessen ? Und selbst wenn die Griechen auch individuell an dem Desaster Mitschuld tragen sollten, wollen wir sie der „Kollektivschuld“ an der Schuldenkrise zeihen ?"
Darum geht es nicht - das ist nämlich gar nicht die Alternative zur Rettung. Wenn GR insolvent wird, hat das nur für einen Teil der Griechen stark negative Folgen (solange die Beamtenschaft keinen Bürgerkrieg von Zaun bricht): die Staatsbeschäftigten und per Gewerkschaft überbezahlten Arbeitskräfte, die Griechen, die eine (oft überhöhte und verfrühte Staatspension) kassieren sowie eine Sparvermögensverlust für alle Griechen, die ihre eigenen Staatsanleihen besitzen (und das sind viele inkl. vieler reicher Griechen). Und diese Folgen dafür, das sie das dreissig Jahre lang mitgemacht haben, müssen auch die anderen tragen - wer den sonst? Wir hier tragen dann eben auch mit, wenn wir so dumm waren, Staatsanleihen zu kaufen (wie unsere staatlichen Banken, um deren Rettung es den Politikern hier eigentlich geht ..)

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 12.07.2011 12:23 Uhr

Herr Zeiler@ besten Dank...

... für Ihre Antwort. Ich mag Herrn Issing nicht verunglimpfen, das hat er schon selber getan. Ich bringe damit zum Ausdruck, dass diese sogenannten hohen Persönlichkeiten nicht die Schwierigkeiten haben wie eben der Großteil der Arbeitenden und Nichtarbeitenden ihr Schicksal meistern zu können/dürfen/müssen.
Auch gebe ich Ihnen dahingehend recht, dass es eine fantastische Sache ist, dass Europa zusammenwächst → aber da ist der HAKEN. Zuviel Schindluder wird getrieben und die einfachen Menschen bleiben auf der Strecke, schlimmer noch, viele werden zurückgeschubst mit Gewalt durch diese Schindludereien.
Ein bombenfreies Europa, wer in Europa will das nicht? Ein blühendes Europa, in dem die Mehrheit ein feines Leben hat, weil Europa wirtschaftlich gesund ist, wer will das nicht in Europa. Da stehen Sie nun nicht alleine auf weiter Flur. Aber die Einführung des EURO wurde als falsches Signal verstanden, die Menschen auszubeuten und eine kleine Elite bereichert sich. DAS WILL KAUM EINER, ausser denen die zur kleinen Elite gehören. Dem muss ein Ende gesetzt werden und dann kann neu nachgedacht werden wie wir das bewerkstelligen können im Rahmen einer fairen Währung für alle Teilnehmer ohne Brechen der Gesetze!

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Rudolf Zeiler

Herr Wagner

ich unterstelle keineswegs den Teilnehmern des FAZ-Forums, dass sie sich nur von Schnaps und BILD-Zeitung ernähren. Auch ich habe über Foren sehr feine und sachverständige Leute kennengelernt, die aufrichtig ihre Meinung verteten, die sich nicht unbedingt mit meiner Meinung deckt. Diese Leute haben es nicht nötig, Andersdenkende zu verunglimpfen ( wie Sie es leider im letzten Absatz Ihres Beitrag mit Herrn Issing machen – schade für Ihren Beitrag ).
Ich gebe zu, dass die Krise des Euro ( eigentlich eine Schuldenkrise einzelner Staaten ) sehr komplex ist und dass man zu Europa verschiedener Meinung sein kann. Ich bin noch im Bombenkrieg ( vor 1945… ) im Keller gesessen und konnte dann aus der Nähe den Wiederaufstieg Deutschlands und die allmähliche Entfaltung des europäischen Kulturraums beobachten. Sie können es mir glauben, ich verteidige den Euro nicht aus aus Trotz, sondern weil ich aus persönlicher Erfahrung und Kenntnis der Sachlage heraus diese Entwicklung begrüsse und für gut heisse.
Ich hoffe, dass es auch Sie über kurz oder lange erkennen, dass die Einigung Europas eine historische Notwendigkeit ist. Es ist nicht nur nutzlos, sondern gefährlich, solchen Entwicklungen sich entgegen zu stellen.

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Ronald Dambsfeld

(Zu) Kurz gedacht

Herr Issing erwähnt als Vorteil des Euro, dass es keine Abwertung der italienischen Währung mehr gibt und weist darauf hin, die Lira habe Anfang der 90er Jahre auf einen Schlag fast ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Das sei ein Vorteil für die deutschen Exporteure gewesen.
Was er nicht bedenkt: die Frage, was für Italien der Verzicht auf das Instrument der Abwertung bedeutet. Ganz offenbar muss darunter die Wettbewerbsfähigkeit des Landes leiden, vor allem Deutschland gegenüber. Italiens Industrie mag das ausgleichen können - aber wie sieht es mit der Witrtschaftspolitik aus? Die müßte auch Verzicht durchsetzen können, um die weiter wachsenden Schulden nicht völlig ausufern zu lassen (Italien trat bereits mit der Bürde einer hohen Verschuldung in den Euro ein).
Das wird dem Land nicht zugetraut. Daher kommen im Kern die Zweifel an seiner Fähigkeit, mit dem Euro dauerhaft leben zu können. Die Gruppe um Professor Hankel dürfte recht behalten: Hier werden Kräfte aufgebaut, die den Euro sprengen werden. Und je länger man versucht, dies mit finanziellen Mitteln zu verhindern, ohne an die strukturellen Probleme (unterschiedliche Leistungsfähigkeit der verschiedenen Volkswirtschaften) heranzugehen, desto größer wird der Knall.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 12.07.2011 07:28 Uhr

Herr Zeiler@....

...mit Ihrer Meinung und dem trotzigen Verteidigen des € stehen Sie zumindest in diesem Forum alleine auf weiter Flur. Sie können mir glauben, daß in diesem Forum der FAZ nur wenige Stammtischkunden in der Schnapsbar nebenan zu finden sind. Ich habe die angenehme Erfahrung gemacht in den FAZ-Foren, dass eine überwältigende Mehrheit sehr intelligente Mitforisten/innen sich an den Foren beteiligen. Den allermeisten können Sie kein X für ein U machen. Auch bin ich mir sehr sicher, dass in der BRD allgemein eine große Entrüstung betreffend des €wesens seine Kreise zieht, in allen Schichten unserer Gesellschaft. Da braucht es keine Propaganda gewisser BILDniveaux um den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes ihren Real-Lebensstandard in Form eines SPIEGELS vorzuhalten. Sie merken es selber und die Entrüstung steigert sich. Die Deutschen haben gelernt genügsam und geduldig zu sein, aber alles hat seine Grenzen.
Und Leute wie Issing die fern ab der Realität der leidenden Bevölkerung leben sollten besser die verlogene Klappe halten und ihren hohen Lebensstandard geniessen, solange sie dies noch können. Denn der Frass des Wertes findet auch den Weg zu denen.
Habe die Ehre

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Rudolf Zeiler

Herr Vladlislav Pereislavets

Ich glaube, Sie sollten Ingenieur bleiben !

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@Rudolf Zeiler (R.Zeiler): Ein Crash-Kurs in der Wirtschaft

Sie meinen, die griechische Krise wäre ohne den Euro auch eingetreten? Ich gebe Ihnen einen Schnellkurs in der Wirtschaft, obwohl ich nur ein einfacher Ingenieur bin. Schauen Sie. Nachdem der EUR eingeführt wurde, durften die Griechen sich zu 2% verschulden anstatt für 13%, die die für die Anleihen in Drachmas zahlen mussten. So kam die griechische Schuldenspirale erst richtig in Fahrt. Falls Sie mir jetzt "Danke" sagen: Gern geschehen.

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Karl Hammer

Mit dem Euro ist das wie mit dem Kommunismus

Er hat zwar Millionen Menschen das Leben gekostet und Millionen in Armut und Hoffnungslosigkeit gestürzt, aber die Idee an sich ist gut.

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Rudolf Zeiler

Etwas mehr Solidarität zwischen den europäischen Völkern !

Herr Issing braucht sich nicht zu rechtfertigen, an der Gründung des Euro mitgewirkt zu haben. Ganz im Gegenteil, der Mehrheit der Teilnehmer dieses Forums zum Trotz, der Euro war das Beste, was unsere Politiker in den letzten 10 Jahren erreicht haben. Dass einzelne Staaten die eigentlich selbstverständlichen Spielregeln nicht eingehalten haben und permanent über ihre Verhältnisse gelebt haben, ist weder Schuld der Euro-Väter noch ein Konstruktionsfehler der gemeinsamen Währung.
Die griechische Schuldenkrise wäre wahrscheinlich auch dann eingetreten, wenn Griechenland sich nicht dem Euro angeschlossen hätte. Man muss sich deshalb die Frage stellen, ob die reicheren nordeuropäischen Ländern sich auch dann einer Hilfe an ein währungspolitisch unabhängiges Griechenland verweigert hätten ? Gibt es nicht so etwas wie eine nationale Solidarität zwischen den Völkern Europas ? Sind die Griechen schlechtere Menschen als die Deutschen und die Holländer, nur weil sie sich von zwei oder drei unfähigen Regierungen in die Irre führen liessen ? Und selbst wenn die Griechen auch individuell an dem Desaster Mitschuld tragen sollten, wollen wir sie der „Kollektivschuld“ an der Schuldenkrise zeihen ?

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Ulla Nachtmann

Verraten und verkauft

"Man hätte den Ländern sehr viel früher den Spiegel vorhalten und sehr viel eindringlicher sagen müssen: Wenn ihr so weitermacht, dann endet ihr in der Krise.“…
.
Hr. Issing verbreitet pure Propaganda. Hier wurde gar nichts versäumt sonder eine Krise bewusst herbeigeführt (Barroso z.B. war PM in Portugal ab 2002 BEVOR er nach Brüssel verschoben wurde!).
Wegschauen, ignorieren führte überhaupt erst zu der gigantischen, undemokratischen „Machterweiterung“ der EUdSSR Bürokratie!
Sie führte direkt zur 5er-Bande – Juncker, Trichet, Barroso, Rehn, Rompuy im Verein mit nationalen Politikern, die sich ihren Ämtern nicht gewachsen sehen (auch oft nur den Demokraten mimen). Politiker die meinen, dass Ausländer außer ihren eigenen brutal vertretenem Interesse auch z.B. deutsche Interessen im Blick hätten.
Dem ist aber nicht so. Eine der größten Antriebsfedern für menschliches Handeln ist Gier und Neid. Das gilt auch für die Ungewählten in Brüssel..
Nur naive Deutsche sind nicht im Stande sich das einzugestehen.
.
Immerhin ist Issing da ehrlich: „Vor der Idee, die politische Union über Transfers herbeiführen zu wollen, kann ich nur warnen. Dafür gibt es keinerlei Bereitschaft in der Bevölkerung.“
.

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K. Peter Luecke

Die Väter des Euro neigen zur Legendenbildung - auch Issing ist infiziert !

Da kommen einem glatt die Tränen: DDie eutsche Wirtschaft würde mit der starken D-Mark pleitegehen, etwa weil die Lira schwächelt !! Aber die Lira ist zu D-Mark-Zeiten immer gefallen - und wie. Das deutsche Wirtschaftswunder hat daran keinen Schaden genommen. Auch am Verfall der US-Währung nicht, die ja in den 60er und 70er Jahren nach dem Ende von Bretton Woods und der Freigabe der Wechselkurse noch viel abrupter an Wert verloren hat ! Ach so, und wegen des Euro haben wir in den letzten Jahren niedrige Inflationsraten ??? Nein! Das ist ein weltweites Phänomen - von Japan über die USA bis hin zur Schweiz in Europa, deren Währung übrigens noch viel stärker aufwertet, also es die D-Mark je getan hat, und die Schweiz lebt immer noch, und zwar gut, weil sie billig, sehr billig im Ausland einkaufen kann - und die Exportwirtschaft kommt dank Qualitätsprodukten auch gut klar. Anders in Italien und Griechenland: da hätte man in der Vergangenheit meinen sollen, diese wären wegen ihrer Schwachwährung Exportweltmeister geworden. Aber nix da. Die Zusammenhänge sind nicht so banal, wie es uns der Chef-Volkswirt Issing vor lauter Euro-Rechtfertigung unterjubeln möchte. Was lernen wir daraus? EZB-Einfluss verdirbt den ökonomischen Sachverstand!

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Ron Schmitz
Ron Schmitz (Ron777) - 11.07.2011 17:59 Uhr

Das ist so alles nicht richtig

Der weltweit führenden Versicherungsmakler Aon prognostistiert nun schon für Griechenland die reale Gefahr eines Bürgerkrieges. Und dies, obwohl das Land bereits massive finanzielle Unterstützung durch die Rettungsschirme erfährt. Wer hier nicht langsam aufwacht und einsieht, dass der Euro und seine schwachsinnige Ideologie von einem zwangs-geeinten Europa ins Chaos führt, der gehört am Ende des Weges vor ein ordentliches und rechtstaatliches Gericht, denn er missachtet wissentlich geltende Gesetze und zudem den Willen der großen Mehrheit der Bürger Europas. Aufhören mit diesem Irrsinn! Der jetzige Weg treibt uns in wirtschaftliche Chaos, untergräbt den Frieden der Völker in Europa und endet in Weimar II. Schluss!!!

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Erich Heini

Deutsche überleben in der Schweiz

Die Schweizer überleben. "Mehr aber auch nicht", meint Otmar Issing. Da liegt er krass flasch. Unsere Sorgen möchten viele haben. Auch heute noch. Es überleben immer mehr Deutsche - in der Schweiz. Es ist erschütternd, wie einer wie Issing den Mut nicht aufbringt, von den Vorteilen einer starken Währung für eine exportorientierte Volkswirtschaft zu reden. Was der alles vorhergesehen haben will und trotzdem schwieg. Selbstverständlich weist er auch nicht darauf hin, wie sich insbesondere Sarkozy über jede weitere Abschwächung des Euro freut. Er hat dies ja oft genug gefordert. Und Deutschland ermöglicht es. Wer ist hier der Populist ?

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Andreas Koerner

„Die D-Mark war die Währung eines vergleichbar kleinen Landes.“

Aber die Währung einer der größten und wichtigsten Volkswirtschaften der Welt.
Die Bundesbank sorgte über Jahrzehnte für eine international angesehene Währungspolitik und machte die D-Mark zu einer der stabilsten Währungen der Welt.
Nicht umsonst sprach man vom „Hartwährungsgürtel“ um Deutschland.
Und was Frankreich und den Franc betrifft.
Wenn deutsche Währungshüter die Zinsen erhöhten, mussten die Franzosen nachziehen, wenn dann in Paris nichts weiter übrig blieb, als den Franc abzuwerten, wurde das einmal mit dem Spruch aus dem Elysée-Palast kommentiert:
"Was für uns die Atombombe ist, ist für die Deutschen die D-Mark."
Im Zuge der Verhandlungen zu Deutschlands Einheit hat man die deutsche Position, dass die politische Union einer EU- Währungsunion vorauszugehen habe, nicht zuletzt auf Druck der Franzosen geopfert.
Für den Euro oder gegen die Einheit hieß damals die Botschaft.
So bleibt es auch kein mathematisches Rätsel, was passiert, wenn sich unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften mit unterschiedlich starken Währungen in einer neuen Währung vereinen.
Man kann nur den KLEINSTEN gemeinsamen Nenner finden.
Deutschland bezahlte dafür seit über einem Jahrzehnt mit Verzicht auf Reallohnsteigerungen u.a.

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Danilo Lazarevic
Danilo Lazarevic (danlaz) - 11.07.2011 17:35 Uhr

Gescheitertes Experiment!

Ein Grund weswegen die intellektuelle "Elite" in Deutschland sich wider besseres Wissen so sehr für die Beibehaltung der Siechwährung Euro einsetzt ist die Tatsache dass Sie mit einer Rückkehr der Deutschen Mark ihren intellektuellen Bankrott erklären müsste!
Der Versuch hiesigen Exportunternehmen durch eine gesamteuropäische Überstülpung einer gemeinsamen Währung einen kurzfristig künstlichen Wettbewerbsvorteil zu schaffen in dem man den Volkswirtschaften südlich der Alpen durch die Einheitswährung de facto verboten hat ihre Währungen abzuwerten und so die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen zu sichern hat zu massiven Handelsimbalancen geführt die durch diese Länder mit massiver Verschuldung ausgeglichen wurden!
Und nun muss der Bundesbürger für dieses verkorkste Experiment blechen:
Nicht nur dass Ihm jahrelang die Früchte seiner harten Arbeit mittels Wechselkurssteigerung verwehrt blieben und die Binnenkonjunktur abgewürgt wurde,nein,jetzt darf er auch noch womöglich hunderte von Milliarden Euros an die Pleitestaaten überweisen!
Dieser Versuch eines "volkswirtschaftlichen engineeerings" ist total gescheitert !
Wann auch immer der Staat die Marktkräfte verbiegt um "social engineering" zu betreiben passiert Schlimmes!

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 11.07.2011 17:21 Uhr

@B. Thiemens: "Häufung kritischer Berichterstattung"?

So positiv würde ich das nicht sehen.
Tatsache ist, dass nach wie vor die großen Medien naiv und/oder vorsätzlich die Parteibonzenpropaganda nachplappern.
Und selbst in den kritischeren Medien wie FAZ oder Wirtschaftswoche wird bisher MIT KEINEM WORT auf die Petition 18123 gegen den ESM eingegangen, obwohl dutzende Journalisten dort EXPLIZIT DARAUF HINGEWIESEN WURDEN und auch hier im Leserforum dutzendfach darauf hingewiesen wurde.
Gleiches gilt für alle Initiativen gegen die Transferunion (bis auf die Kläger und das Plenum der Ökonomen), z.B. "Nein zur Transferunion" oder das "Aktionsbündnis Direkte Demokratie – Gegen den EURO-Rettungswahnsinn". Diese werden alle systematisch von allen Medien totgeschwiegen.
Eine kritische Berichterstattung sieht deutlich anders aus, wir haben nach wie vor im Kern einen Hofschranzenpropagandaverteilungsapparat und keine kompetenten, bürger-orientierten, unabhängigen, wahrheitsorientierten Medien.

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Andrea Anders

Planwirtschaftler und Sandstreuer - ins Getriebe und in die Augen

Und immer mehr Sand in die Augen des deutschen Bürgers. Das ist doch alles hinten und vorne erlogen und erstunken.
Die Deutsche Nachkriegsgeschichte ist eine jahrzehntelange Geschichte massivster Aufwertung der D-Mark. Nie, niemals hat diese Aufwertung unserem Export geschadet. Stets war das Gegenteil der Fall: unsere Exporte wuchsen, und mit dem steigenden Außenwert der Währung überproportional unser internationaler Einfluß und unsere Konsumfähigkeit. Warum um alles in der Welt sollte diese Aufwärtsbewegung jemals zum Stillstand kommen? Etwa weil eine Finanzkrise Deutschland aufgrund eines stark gestiegenen Außenwertes überfordert hätte? Ja gehts noch? Es wäre doch nie zu einer vergleichbaren Finanzkrise gekommen, wenn wir Europa nicht unsere D-Mark zur Finanzierung dieser Luftwährung, dieser Lizenz zum Gelddrucken im Mantel des EURO geschenkt hätten!
Weitere Anmerkung: Wer glaubt, daß Regierungen gerade mal die Gewerkschaften anrufen, damit die bei der Lohnerhöhung nach dem Rechten sehen, hat den marktwirtschaftlichen Startschuß verpaßt. Ich wünsche Herrn Issing, daß der ganze Euro-Plunder alsbald seine Staatsrente versenkt, damit er selbst auf die alten Tage mal die Erfahrung einer rechtschaffenen Arbeit machen darf.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 11.07.2011 17:15 Uhr

Er deutet die Möglichkeiten an..

und er hat völlig Recht: die Währung kann bestehen bleiben, weil nicht sie, sondern die AUSGABEN (und auch nicht fehlende Steuereinnahmen, denn sogar GR kassierte letztes Jahr immer noch dreiste 40% des BIP von seinen Steuerzahlern für seine Staatsdiener, was alle Märchen von notwendigen Steuererhöhungen oder Steuerhinterziehung als Problem Lügen straft) einiger Staaten (in erster Linie Personal- und Pensionen) für die Überschudung dieser Staaten verantwortlich sind.
Lehrrecih ist ein Blick in die USA: Minnesota steht deswegen etwas besser da als GR, weil es zuindest schon mal alle nicht unbedingt benötigten Landesbeschäftigten in unbezahlten Urlaub geschickt hat. Staatsinsolvenzen sind nicht nur möglich, sondern notwendig - mit allem, was dazu gehört: Forderungsverzicht von ALLEN (Anleihegläubiger, Beamte, Pensionäre etc.), Verkauf ineffizienter Unternehmen, Abbau von Privilegien der Staatsgewerkschaften etc.. Und das gilt auch für D und F, die gar nicht so weit von der Lage GRs entfernt sind und trotzdem dreist Abgeordnetendiäten erhöhen, statt deren Zahl und Diäten zu senken!

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