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Neue siebenjährige Staatsanleihe Verhaltener Erfolg für Griechenland-Anleihe

29.03.2010 ·  Wenige Tage nach der Einigung der europäischen Partner über Notfall-Hilfszusagen für Griechenland testen nun die Hellenen den Markt. Sie begeben eine neue Anleihe. Mit rund sechs Prozent müssen sie eine ziemlich hohe Rendite bieten.

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Griechenland hat die letztwöchige Einigung seiner europäischen Partner über Hilfszusagen für Notfälle genutzt, um am Montag eine neue Staatsanleihe mit sieben Jahren Laufzeit aufzulegen. Das Papiere rentiert mit 6 Prozent. Die Rendite errechnet sich aus einem Aufschlag von 310 Basispunkten über dem als Referenz für Anleiherenditen häufig gewählten „Midswap“-Satz von derzeit 2,90 Prozent. Der Midswap gibt an, zu welchem Satz Marktteilnehmer feste gegen variable Zinszahlungen von Schuldnern mit erstklassiger Bonität tauschen.

Damit muss Griechenland weiterhin erhebliche Risikoaufschläge auf seine Staatspapiere bieten; der Renditeabstand zu Bundeslanleihen beträgt immer noch rund 300 Punkte. Premierminister George Papandreou hatte mit einer Vereinbarung über Nothilfen für sein Land die Hoffnung auf eine Ermäßigung der Renditen ausgedrückt (mehr zu den Gründen für die Maßnahmen: ).

Vor wenigen Wochen hatte die griechische Regierung eine zehnjährige Anleihe mit einer Rendite von 6,23 Prozent untergebracht. Aus Athen war zu hören, dass die Regierung in den kommenden Wochen einen Rückgang des Renditeabstands zu deutschen Bundesanleihen auf 200 bis 250 Basispunkte erwarte.

Kein gewünschtes Emissionsvolumen genannt

Anders als bei den jüngsten Anleihen nannte die griechische Regierung vorab kein gewünschtes Emissionsvolumen. Man orientierte sich an der Nachfrage, hieß es bei der griechischen Staatsschuldenagentur. Am Montagnachmittag, mehrere Stunden nach dem Öffnen der Bücher lagen Anfragen von rund 200 Bietern über zusammen rund 7 Milliarden Euro vor. Damit blieb das Angebot deutlich unter den Geboten für die beiden jüngsten Staatsanleihen mit fünf unf zehn Jahren. Daraufhin legte die Regierung das Emissionsvolumen für die neue Siebenjährige mit 5 Milliarden Euro fest. Mit der Plazierung der Anleihe war ein Konsortium bestehend aus den heimischen Banken Emporiki und Alpha sowie der Bank of America-Merill Lynch, der niederländischen ING und der französischen Société Générale beauftragt. Aus Athener Finanzkreisen war zu hören, dass französische Staatsbanken zu den wichtigsten Bietern für die Anleihe gezählt hätten.

Die Finanzmärkte reagierten auf die Ankündigung der Staatsanleihe uneinheitlich. Die Renditen griechischer Anleihen und die Kurse von Kreditausfallswaps (CDS) auf diese Papiere stiegen leicht. Die CDS für fünfjährige Staatsanleihen legten um 6 auf 301 Punkte zu, womit sie aber deutlich unter dem am 4. Februar erreichten Jahreshöchststand von 428 Punkten blieben. Am Devisenmarkt befestigte sich der Euro gegenüber der amerikanischen Währung geringfügig auf 1.34xx Dollar, nachdem er zeitweilig über 1,35 Dollar gelegen hatte. „Die griechische Anleihe hat die Erholung des Euro etwas gehemmt", sagte Rainer Sartoris vom Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus.

Die Mittel Athens reichen noch lange nicht aus

Griechenland muss alleine im April und Mai fällige Staatspapiere über 22,6 Milliarden Euro refinanzieren. Außerdem muss das Land auf ausstehende Anleihen Zinsen zahlen und seine erhebliche Neuverschuldung finanzieren. Aus früheren Verkäufen von Staatspapieren besitzt die Regierung noch Guthaben über 7,2 Milliarden Euro. Zusammen mit der aktuellen Anleihe über 5 Milliarden Euro reichen die Mittel Athens damit noch lange nicht aus, um den Kapitalbedarf bis Ende Mai zu befriedigen. Hat Griechenland das Frühjahr überstanden, dürfte die zweite Jahreshälfte etwas einfacher werden. In ihr werden alte Anleihen über lediglich 11,4 Milliarden Euro fällig.

Angesichts des erheblichen kurzfristigen Kapitalbedarfs dürfte das Land in den kommenden Wochen noch mindestens einmal eine neue Anleihe auflegen; denkbar sind auch mehrere Neuemissionen. Bisher legt Griechenland Papiere auf Euro auf, die überwiegend an Anleger in Europa verkauft werden. Die Athener Schuldenagentur denkt aber daran, auch außerhalb Europas stärker um Anleger zu werben. Hierfür erwägt sie die Auflegung von Dollaranleihen. Der Plan, auch eine Anleihe auf Yen zu begeben, wurde in der Zwischenzeit fallen gelassen.

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