25.07.2012 · Jetzt wird noch genauer geprüft: Nachdem die Ratingagentur Moody’s die Spitzenbonität von Deutschland in Zweifel gezogen hat, nimmt die Agentur nun auch die Kreditwürdigkeit von sechs deutschen Bundesländern sowie des Euro-Rettungsschirms EFSF unter die Lupe.
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Blick in die Glaskugel, oder Knöchlein werfen ???
Vielleicht tut uns in Deutschland dieser Schuß vor den Bug noch einmal gut ? Aber, wo waren den die Kaffeesatzleser als Lehman Brothers wegflog ? Wenn ich mich recht entsinne waren die noch 12 Stunden vor dem Aus mit dem besten Ranking ausgestattet.
Die zu Recht in der Vergangenheit gescholtenen Rating-Agenturen
versuchen ihr Image aufzupolieren, indem sie nun ausnahmsweise korrekte
Einschätzungen vornehmen.
Allerdings nur zu bereits bekannten Tatsachen, die eh' längst alle
Spatzen von den Dächern pfeifen. Hat da jemand bei Moody's eine
deutsche Zeitung gelesen und wahrhaftig das
Wort Länderfinanzausgleich verstanden? Wissen die wirklich, was ein
deutsches Bundesland ist? Alle Achtung!
Daß die Lage ernst aber nicht hoffnungsvoll (sic!) ist,
hätten die Moody's-Leute hier in diversen Foren zum Thema nachlesen
können.
Alles in allem: Viel Lärm um nichts.
Wir hatten schon vor der Krise 1 Billion Schulden. Inzwischen sollen es 3 Billionen sein. (Wenn die Zahl falsch ist, bitte um Korrektur in diesem Blog.) Da braucht man kein Moody´s um an der Kreditwürdigkeit Deutschlands zu zweifeln. Ich denke das weiß schon lange jeder Bankdirektor einer jeden noch so kleinen Bankfiliale. Und er wäre schon sehr verabntwortungslos und wird es deshalb auch nicht machen: nämlich Staatsanleihen Deutschlands zu kaufen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.07.2012 19:28 UhrNa...
dann googlen Sie mal nach verdeckter Staatsverschuldung.
Jeder der was anderes behauptet, träumt oder macht sich was vor.
Seien wir doch mal einen Moment ehrlich
Es bedarf doch überhaupt keiner Ratingagentur, um zu sehen, dass etwas faul ist in Europa. Die Agenturen berichtigen nur ihre Wertungen jedesmal nachträglich, wenn immer die europäische Finanzsituation abermals um eine Stufe abgesunken ist.
Als nächstes werden die Städte und Gemeinden geprüft ... Und dann werde ich irgendwann aus den Medien erfahren, daß Moody mich persönlich runtergestuft hat.
Falls das BVG den ESM durchwinken sollte, was ich nicht erwarte, und
dieser eine Banklizenz erhält, wird die auf Ramsch-Niveau gestuft werden.
Unsere völlig unfähigen Politiker, allen voran Herrn
Schäuble, sollten strafrechtlich verfolgt werden wegen Landesverrat
und der Veruntreuung der Privatvermögen von uns Bürgern.
Es wurde auch wirklich Zeit, daß dem Geschwätz unserer
"Eliten" aus Wirtschaft und Politik von Komplexität und
Alternativlosigkeit endlich ein Riegel vorgeschoben wurde. Dafür
muß man den Ratingagenturen ja regelrecht dankbar sein.
Nun rächt sich die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte, die
in Deutschland seit Schröder (SPD) und Den Grünen nie gekannte
Dimensionen angenommen hat. Dagegen waren Kohl und Blüm ja wahre
Sozialisten. Ja, unsere "herrschende Klasse" hat sich selbst
entmachtet und steht der selbst geschaffenen Realität nun
schulterzuckend gegenüber. Game over.
Selbst in besten Zeiten stieg die Staatsverschuldung ständig an.
Nicht, weil der "Sozialstaat" das Budget so sehr belastete,
sondern weil die Wirtschaft über das soziale System subventioniert
wurde und in immer größerem Ausmaß subventioniert wird.
Der Euro schließlich brachte das Lohn- Preisgefüge
endgültig aus dem Tritt. Und jetzt noch die Sozialisierung privater
Verluste in ungeheurem Ausmaß.
Das Ende naht.
Bitte endlich Berlin in den Orkus schicken!
Berlin, das neue Babylon, regiert von einem Partykönig, der die
großen Infrastrukturprojekte - Flughafen, Ubahn - grandios
verbockt, wo die Polizei der grassierenden organisierten
Kriminalität nicht Herr wird, und zarte Versuche eines
wirtschaftlichen Aufschwungs von alternativen Chaoten blockiert werden.
Eigenverantwortlichkeit der Regionen heißt das Zauberwort. Aber
dieses Denken ist vollkommen abhanden gekommen bei Politikern, die in
Legislaturperioden und nicht in Generationen denken, und Wählern,
denen das wichtigste der eigene Nabel ist.
Die Polizei in Berlin ist nicht das Problem
sondern deren politische Flankierung bzw. dessen Störfeuer.
Da wird Personal ohne Ende eingespart und schlecht ausgerüstet,
dazu kommt noch der laxe Umgang mit vielen Migranten und ihren ganzen
Sippen sowie deren Etablierung in den Sozialsysteme und
"Kuscheljustiz". zB der Rapper Bushido stammt aus einem Clan,
wo doch einige "richtig" was auf dem Kerbholz haben.
Der Fall ist hoffnungslos - dafür stehen Politiker wie Wowereit und
Ströbele mit ihren Namen...
Dann können die Bundesländer doch Zahlungen aus dem ESM beantragen.
Dann geht´s doch weiter so.
Das sich die Rating-Agentur nun auch die Bundesländer vorknöpft ist konsequent und richtig. Da wäre Bremen mit der reinen Geldverbrennung seit Jahrzehnten. Da wäre die Kraft, die das Land braucht in NRW, die schon bei ihrem letzten Haushalt verfassungswidrig handelte Da wäre Rheinland-Pfalz mit seinen Seilschaften in der Pfalz, dem größten Fan des 1. FC Kaiserslautern, der Wahnsinns-Finanzierung des Nürburgrings usw.. Da wäre aber auch Berlin, dessen Bürgermeister seit Jahren von Party zu Party hüpft, aber Berlusconi-gleich nichts arbeitet an einem Finanzloch, das größer als jeder sich vorstellen kann. Da wären die neuen Bundesländer, die den Solidarzuschlag den alle zahlen seit Jahren missbräuchlich verwenden. Der Druck muß so groß werden, dass die Stadtstaaten, die den gleichen finanziellen Aufwand für ihre "Regierungen" betreiben wie die Flächenländer, mit den umliegenden Bundesländern fusionieren. Es wird Zeit den Landes-Autograten Druck zu machen wirkliche Änderungen einzuleiten.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.07.2012 10:49 UhrSchreibt Privatisierung und Liberalisierung völkerrechtlich bindend und unumkehrbar fest!
Eine ganz wichtige Botschaft liegt darin, dass der Staat in weiten
Teilen auf seine Kernaufgaben zurückgefahren wird. Kernaufgaben des
Staates sind Polizei und Geheimdienstliche Terrorabwehr, Militär
und Justiz sowie der Straßenbau. Alle anderen Bereiche, in denen
der Staat heute noch dominiert, können sehr gut und sehr viel
besser von gewinnorientiert wirtschaftenden Privatunternehmen geleistet
werden. Hierzu gehört auch und ganz besonders die Energie- und
Wasserversorgung sowie der Bildungssektor. Das staatliche
Bildungsangebot muss auf eine Grundversorgung zurück gefahren
werden. Weiterführende schulische Ausbildungen, wie die gymnasiale
Oberstufe sowie das Berufs- und Hochschulwesen gehören in Private Hände.
Der Prozess der Privatisierung und Liberalisierung muss gerade in diesen
Zeiten weiter vorangetrieben und durch internatinale,
völkerrechtlich bindende Verträge unumkehrbar gemacht werden.
Ich gebe Ihnen in allem recht
aber es wird (fast) alles so bleiben, wie es ist. Geldverprassende Stadtstaaten, Partykönige, die fürs Geld erwirtschaften keinen Riecher haben, dafür aber wissen, wie man Geld ausgeben kann. 16 Bundesländer, 16 Parlamente ... den Luxus gönnen wir uns ja gerne.
Man darf mich belächeln, aber ich halte die ganze
"Schulden"-Krise für einen groß angelegten Währungskrieg.
Der Euro war gegenüber dem Dollar zu stark geworden, selbst Öl
wird teilweise in Euro gehandelt; die US-amerikanische Wirtschaft liegt
am Boden: da musste doch was geschehen, um God's own country - oder
zumindest deren Eliten - zu retten.
Die Tatsache, dass private Agenturen mit Gewinnorientierung ganze
Staaten benoten - und nicht irgendein internationales unabhängiges
Gremium - macht die Ratings in meinen Augen völlig
unglaubwürdig. Die USA schießen die EU sturmreif, so wie sie
es in ihrer Geschichte schon immer mit ernsthaften Konkurrenten gemacht
haben. Allgemein grassierende Markt- und Kapitalhörigkeit kommen
ihnen dabei als stärkste Waffen zupass.
Es ist dringend erforderlich, dass auf den Märkten Rationlität
einkehrt und dass dieses Glaskugellesen verboten wird.
Realwirtschaft statt virtuelle Zockerei auf Kosten ganzer Völker!
Ich lache sie aus
ob ihren Unwissenheit. Die "Glaskugelleser" haben nur wenig
mehr Ahnung als Sie, aber wenn sie GR bescheinigen 120% Schulden bei
maroder Wirtschaft nicht schultern zu können, dann beweisen sie
"ein wenig" Realismus.
Es ist zwar richtig, dass ein Handelskrieg stattfindet, aber die USA ist
der Verlierer dessen. 15 Billionen $ Schulden sind eine klare Aussage.
Die Gewinner sitzen in Asien: China, Südkorea und Indien. Kanada
und Australien sitzen auch auf der Siegerseite.
Sie glauben also, die Südländer haben eigentlich keine
Probleme und nur die bösen Amis reden sie herbei. Die
aufgegblähren griechischen Behörden der überbordende
Sozialbetrug, alles "Null Porblemo" wie in die
Infrastrukturruinen in Spanien.
Wechseln sie ihre Medikamente....
Währungskrieg Beweis: Vor 3 - 4 Jahren, als die Häuser in Amerika keinen Cent mehr
Wert waren, d.h. jeder Arbeitslose(damals noch 3%, heute 8%) konnte sich
ohne Einkommen
3 Häuser leisten, wurden die wertlosen Häuser "schön
in Zertfikate" verpackt und schon
damals ist der blöde BM Steinbrück drauf reingefallen, obschon
ihn die BAFIN warnte bzw.
selbst der "Handelsblatt"- Ticker von überzogen US Immo
Preisen berichtete.
2. Amerika(Banken) kann sich Basel III nicht leisten u. dies ist der
Grund der Ablehnung!
3. Amerika kann sich keinerlei Umweltmaßnahmen leisten u. wird
vermutlich bald sogar von
China überholt.
4.Amerika muß schon Produktionen aus China nach Hause holen, da
selbst in China zu teuer.
5. Es gibt keine amerikanische Innovationen mehr:Autos tot, Microsoft,
Apple, Yahoo,
schlechtere Zahlen. Von den Banken bis auf "Wells Fargo" ganz
zu schweigen.
Was bleibt Obama noch? Er führt einen Handels- u.
Währungskrieg gegen Europa. So leise
wie die Talibans. Gegen China hat er längst verloren!
@Fohrmann: teils,teils
Ihrem Kommentar möchte ich teils recht geben, teils nicht.
Es gibt nur für diejenigen ein Problem dass die Rating-Agenturen
privat sind, die glauben, ein von politischen Institutionen eingesetztes
Gremium sei unabhängiger. Dem wäre aber nicht so. Siehe IWF
Schonung von Frankreich durch Lagarde, siehe Weltbank und UNO mit USA
usw. Rating Agenturen geben sich Mühe und handeln mit Umsicht, wenn
auch aus dem Blickwinkel amerikanischer Wirtschaftswissenschaft.
Es ist jedoch zu vermuten, dass übergeordnete Interessen wie:
lahmende US Wirtschaft vor der Wahl, Verschuldungsquote
überdimensional, Asiatischer Druck auf Weltwirtschaftssystem usw.
es opportun erscheinen lässt die Angst der Märkte auf Europa
gerichtet zu lassen. Da helfen Rating Meldungen, ungefragte Interviews
von Finanzminister Geithner, Olympia in London usw.
Tatsache ist aber: die Europäer haben sich mit ihrem Politsystem
des "Care-takings" und "Good-doings" so über
die Maßen hinaus verschuldet, dass die Ratings richtig sind.
...ich begrüße diese "Tiefenprüfung" ausserordentlich....
Vllt. wird dann mal dem ein oder anderen Politiker klar, dass das
Aufhübschen von Zahlen genau so wenig mit Realität zu tun hat,
wie das Schnüren von Paketen mit austronomisch hoher
Geldbeträge, die es in real doch gar nicht gibt.....
Bleibt nur zu hoffen, dass die Verfassungsrichter dies nebenbei mitkriegen....
Von Glanz und Gloria zu Schimpf und Schande - Rette-sich-wer-kann.
GR ist abgehakt - ein hoffnungsloser Fall. Spanien wird - ganz gleich ob
der ESM kommt oder nicht - mit seiner unvorstellbaren depressiven Kraftl
unbeherrschbar. Und dahinter warten mit Italien und Frankreich noch
größere Pleite-Nummern als die Iberer.
Die Einschläge der unendlichen Euro/EU-Mängel- und
Versagerliste haben nun auch D erreicht. Die negativen Aussichten
für D, NL, LUX und die "reichen" Bl Bayern und BWB sowie
für den EFSF sind nur ein schaler Vorgeschmack auf das vergiftete
Hauptgericht.
Selbst der "weise" Ökonom Bofinger, der schärfste
Fürsprecher des deutschen Euro-Suizid-Kurses, versucht nun, wo es
zu spät ist, mit anderen europäischen Unbelehrbaren, den Kopf
aus der Schlinge zu ziehen (mittels eines us-amerikanischen
Instituts!!!).
Wir haben diese "Heilsbringer" samt ihrer politischen
Hörigkeits-Gemeinde nicht von ihrem schändlichen Treiben
abhalten können, das werden die ökonomischen
Gesetzmäßigkeiten besorgen - mit Schimpf und Schande.
Bayern und BW hat Moodys im Visier, das Saarland, Bremen Mecklenburg Vorpommern aber nicht? Was soll der Quatsch? Wenn BW und Bayern nicht mehr in den Länderfinanzausgleich zahlen können, leiden dann das Saarland ,Bremen, SchleswigHolstein nicht und gehen gar pleite?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.07.2012 11:18 Uhrvermutlich geht Moodys alphabetisch vor
Klar, daß Saarland, McPomm usw. auch dran sind, denn unter dem Schulden- und Bürgschaftsexzess leider alle bzw. werden alle noch leiden. Aber jetzt mit Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg sind die vermutlich einfach alphabetisc h vorgegangen ;-)
und zwar treffen sie langsam ins Zentrum. Diese Aktion von Moodys einen
Schuß vor den Bug zu nenen, beweist höchstens Dilletantismus.
Die deutschen Politiker müssen aufwachen und HANDELN, bevor wir die
gleichen Probleme wie die Südländer haben.
JETZT ist die Zeit zu handeln.