04.09.2012 · Moody’s senkt den Ausblick für das Top-Rating der Europäischen Union auf negativ. Die Ratingagentur begründet ihre Warnung mit den negative Aussichten für die Spitzennote der vier Schwergewichte.
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„Moody’s warnt EU vor Herabstufung“? Naheliegend! Sogar zwingend?
Die Warnung richtet sich aber wohl an die EURO-Zonenstaaten, einen Teil
der EU, oder?
Unklarheit der Begriife erschwert klares Denken. Die FAZ ist bzgl. des
Gebrauchs der Begriffe überwiegend -aber leider nicht immer-
korrekt. Jedoch scheinen die Politkaste und der Staatsfunk
Begriffsverwirrung als Mittel der Desinformation einzusetzen. Auch dazu
finden sich übrigens in Prof Issings Gastbeitrag "Großer
Beifall von allen Seiten" (FAZ 03.09.2012) Hinweise.
Auffällig ist: Bei Schreckensnachrichten wird –meistens
zutreffend- von der „EU“ und/oder der
„Euro-Zone“ gesprochen, während alle Jubelnachrichten
unter „Europa“ dargeboten werden.
Klar, weil wir "Europa" wollen; leben wir doch gern auf diesem
schönen Kontinent. Ob wir die "EU" und/oder die
"Eurozone" wollen, ist da schon eine ganz andere Frage! Das
mag zeigen, welche Verstellung ("Hinterfotzigkeit" würde
ein Bayer wohl sagen?) hinter der neuen Propaganda-Aktion "Ich
will Europa" steckt.
Ein Trennbankensystem und das Ende des Euro, wenn die beiden Dinge nicht bald kommen, ruiniert sich Europa....
seit wann hat die EU eine Währung oder eine Wirtschaftspolitik?
Ehrlich, ich verstehe den Artikel in den Formulierungen nicht wirklich!
EU erhält negative Prognose? Einzelne Länder , ja; Eurozone,-
ja! Aber "EU"? Was hat GB bspw. mit dem Rating von Deutschland
oder mit dem Euro (positiv) zu tun?
Es ist ein Skandal, nebenbei, dass GB überhaupt noch ein TopRating
hat, wenn man die Wirtschaftsdaten anschaut.
Cum grano salis sehe ich die drohende Herabstufung allerdings positiv!
Denn je eher sich herausstellt, dass sich die EU und der EUro auf dem
Holzweg befinden, desto eher erleben Wahnsinnsprojekte wie EZB
Anleihenankauf bankrotter Staaten etc. ein Ende (zumindest wächst
die Wahrscheinlichkeit).
Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt
kommt heute auf Arte um 20:15 in voller Länge
Das Rating der Krisenländer überträgt sich auf die ESM-Geschädigten
Die Herabstufung kommt viel zu spät, da die "guten"
Schuldner 1 Billion aufbringen müssen, wohlgemerkt ohne die Target
2-Salden, vgl. fortunanetz.
Eine Herabstufung auf A für Deutschland ist unvermeidlich. Oder
glaubt im Lande irgend jemand, dass Deutschland noch ein reiches Land
ist, wenn der Durchschnittsverdiener mit 2.500 brutto mit 700 Euro in
Rente geht? Und im Vorgriff darauf hat man ja vor 5 Jahren beschlossen
ein Besteuerungssystem für die Renten einzuführen.
Augenwischerei ohne Ende.
Die Lesermeinungen geben bislang zwar durchaus berechtigte und nicht von
der Hand zu weisende Argumente wieder, aber diesmal liegt Moody´s
goldrichtig. Die Vergemeinschaftung der Schulden, wie auch immer es
benannt wird, wird Europa und insbesondere die Eurozone endgültig
ruinieren. Daran kann nun wirklich niemand mehr ernsthafte Zweifel hegen.
Die Politik wird in gewohnter Manier aber auch diese Warnung ignorieren
und trotz nationaler Zwietracht am Euroirrsinn festhalten. Das erfordert
in tatsächlicher Alternativlosigkeit die Vergemeinschaftung der
Schulden, auch wenn Euro und Europa daran ohne Zweifel scheitern werden.
Ohne ernsthafte Regulierung der Finanzmärkte, ohne
Neustrukturierung der Steuer- und Abgabensysteme und ohne Rückkehr
zum Sozialstaatsprinzip steuern Europa und damit auch Deutschland auf
eine Katastrophe zu, gegen die der schwarze Freitag wie ein
Kindergeburtstag erscheint. Die neoliberale Idee ist gescheitert,
Gesellschaften können so nicht funktionieren.
Knapp dahinter folgt: „Capital World Investors“ mit
28.205.000 Aktien. Das sind 12,38% Anteil der Rating-Agentur
Moody’s. Weitere große Aktionäre sind: Price (T.Rowe)
Associates., Capital Research Global Investors, ValueAct Holdings, L.P.
usw. - allesamt am Finanzmarkt tätige Großinvestoren
beziehungsweise Fonds, die jeweils etwa 3% bis 5% Anteile an der der
Rating-Agentur Moody’s halten. Die 10 größten
Aktionäre zusammen halten einen Anteil von 52,66% an Moody’s.
Glauben Sie an einen Zufall, dass Warren Buffett bester Investor aller
Zeiten und gleichzeitig größter Aktionär der
Rating-Agenturen Moody’s ist? Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!
Glauben Sie an einen Zufall, dass die größten 10 Anteileigner
zusammen 52,66% der Aktien - und damit die absolute Mehrheit - halten?
Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!
Glauben Sie daran, dass die Rating-Agentur Moody’s völlig
unabhängig von den 10 Aktionären ist, die mehr als 50% der
Anteile halten? Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!
Stimmt
leider Frau Jürgens, da wurde aus ideologischen Gründen sehr viel Porzellan zerschlagen. Anstatt sofort mit geeinter Stimme klar zu stellen, dass ein Angriff auf die Eurozone mit allen Mitteln verhindert werden wird, gackerte der europäische Hühnerhaufen wie irre. Ein Machtwort der EZB zur rechten Zeit, hätte kein Geld gekostet und hätte genügt. Na ja, hätte hätte liegt im Bette und was Nichthandeln, bzw. dummes Gerde anrichtet, können wir gerade alle bestaunen.
Herr Ross, alles richtig, aber...
die Strategie, Investoren aus Europa zu vertreiben, wird gelingen. Und das Problem liegt nicht bei den Rating-Agenturen und Warren Buffet et al., sondern bei der europäischen Politik; diese reagiert nämlich nur auf "die Märkte". Mit dieser Strategie hat sie schon verloren, denn ihre Schachzüge können von "den Märkten" bequem vorherberechnet oder sogar provoziert werden. Uns fehlen erfahrene, kluge, weitsichtige und vor allem mutige Akteure, mit dem derzeitigen Personal wird Europa an die Wand gefahren.
Die USA haben eine höhere Schuldenquote als die Eurozone –
2011, US 100,0%, EZ 87,2 - und ein höheres Staatsdefizit – US
8,7%, EZ 4,1%. dazu kommt, dass die USA in vielen Regionen ein weit
ärmers Land sind, als es sich die meisten Leute vorstellen
können. Der Industriesektor ist bis auf Ausnahmen nicht
wettbewerbsfähig, die Infrastruktur gleicht in großen Teilen
der eines Entwicklungslandes. Doch trotzdem ist Bernankensteins
Währungsmonster bei Kräften und auf allen Märkten gern
gesehen, während der Euro taumelt.
Allerdings ist es so, dass Moodys natürlich nicht objektiv ratet.
Dies ist unter anderem der Eigentümerstruktur geschuldet.
Großaktionäre der Rating-Agentur Moody’s
Da findet sich an erster Stelle ein illusterer Name: Warren Buffett
Mit 28.415.250 Aktien ist Berkshire Hathaway, die Holding von Warren
Buffett, der größte Aktionär. Ihm, beziehungsweise
seiner Holding Berkshire Hathaway, gehören damit 12,47% der
Rating-Agentur Moody’s.
Goldman Sachs muß zerschlagen werden
Mit seinem Raubzug und dem Untergang des Konkurrenten Lehman Brs. 2007
ist Goldman Sachs in der Lage, die „Finanzmärkte“ zu
dirigieren. Das ist kein „Kasino“-spiel mehr, es geht um
weltweite Anlagen.Verschuldete Staaten werden vom
„Kapitalmarkt“, sprich Goldman Sachs abhängig. Die
Ratingagenturen stehen im gleichen Stall, sie sorgen mit drohenden
Ankündigungen dafür, daß die Einsätze immer
höher und die Maßnahmen im Euroraum immer verzweifelter
werden. Die EZB wird zur zweiten Fed, Geld drucken- für die Banken-
wer kontrolliert die Banken? GS, und was geschieht mit den
Milliardengewinnen? Man kreiert und füttert immer neue Fonds:
Rohstoffe, Lebensmittel, alles. So kauft man sich mit künstlichem
Geld die Ressourcen der Erde, und die Steuerzahler schuften für die
Zinsen. Goldman Sachs hat seine „ehemaligen“ Mitarbeiter als
fleißige Agenten überall eingeschleust- Draghi , Monti,
Papademos uva. Weltherrschaft durch Milliarden wertlosen Geldes....das
ist ungeheuerlich. Zerschlagen!
Sicher sieht Europa gegenwärtig alt aus. Aber wie steht es eigentlich mit Amerika?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2012 19:12 UhrDie USA sind ein großartiges Land.
Ich bin begeisterter Anhänger einer freiheitlichen Marktwirtschaft,
die den Vereinigten Staaten eine überragende Bedeutung in der Welt
geschaffen hat. Antiamerikanismus ist mir völlig
fremd, einseitige Betrachtungsweise allerdings ebenso.