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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Kreditwürdigkeit Moody’s warnt EU vor Herabstufung

 ·  Moody’s senkt den Ausblick für das Top-Rating der Europäischen Union auf negativ. Die Ratingagentur begründet ihre Warnung mit den negative Aussichten für die Spitzennote der vier Schwergewichte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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Jörg Addicks (JADH) - 05.09.2012 01:30 Uhr

„Moody’s warnt EU vor Herabstufung“? Naheliegend! Sogar zwingend?

Die Warnung richtet sich aber wohl an die EURO-Zonenstaaten, einen Teil der EU, oder?

Unklarheit der Begriife erschwert klares Denken. Die FAZ ist bzgl. des Gebrauchs der Begriffe überwiegend -aber leider nicht immer- korrekt. Jedoch scheinen die Politkaste und der Staatsfunk Begriffsverwirrung als Mittel der Desinformation einzusetzen. Auch dazu finden sich übrigens in Prof Issings Gastbeitrag "Großer Beifall von allen Seiten" (FAZ 03.09.2012) Hinweise.

Auffällig ist: Bei Schreckensnachrichten wird –meistens zutreffend- von der „EU“ und/oder der „Euro-Zone“ gesprochen, während alle Jubelnachrichten unter „Europa“ dargeboten werden.
Klar, weil wir "Europa" wollen; leben wir doch gern auf diesem schönen Kontinent. Ob wir die "EU" und/oder die "Eurozone" wollen, ist da schon eine ganz andere Frage! Das mag zeigen, welche Verstellung ("Hinterfotzigkeit" würde ein Bayer wohl sagen?) hinter der neuen Propaganda-Aktion "Ich will Europa" steckt.

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frank ruf

Finanz-Zirkus

Ein Trennbankensystem und das Ende des Euro, wenn die beiden Dinge nicht bald kommen, ruiniert sich Europa....

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franz  feldmann

seit wann hat die EU eine Währung oder eine Wirtschaftspolitik?

Ehrlich, ich verstehe den Artikel in den Formulierungen nicht wirklich! EU erhält negative Prognose? Einzelne Länder , ja; Eurozone,- ja! Aber "EU"? Was hat GB bspw. mit dem Rating von Deutschland oder mit dem Euro (positiv) zu tun?
Es ist ein Skandal, nebenbei, dass GB überhaupt noch ein TopRating hat, wenn man die Wirtschaftsdaten anschaut.

Cum grano salis sehe ich die drohende Herabstufung allerdings positiv! Denn je eher sich herausstellt, dass sich die EU und der EUro auf dem Holzweg befinden, desto eher erleben Wahnsinnsprojekte wie EZB Anleihenankauf bankrotter Staaten etc. ein Ende (zumindest wächst die Wahrscheinlichkeit).

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Heinz Rehbein

Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt

kommt heute auf Arte um 20:15 in voller Länge

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Norbert Dr. Leineweber

Das Rating der Krisenländer überträgt sich auf die ESM-Geschädigten

Die Herabstufung kommt viel zu spät, da die "guten" Schuldner 1 Billion aufbringen müssen, wohlgemerkt ohne die Target 2-Salden, vgl. fortunanetz.
Eine Herabstufung auf A für Deutschland ist unvermeidlich. Oder glaubt im Lande irgend jemand, dass Deutschland noch ein reiches Land ist, wenn der Durchschnittsverdiener mit 2.500 brutto mit 700 Euro in Rente geht? Und im Vorgriff darauf hat man ja vor 5 Jahren beschlossen ein Besteuerungssystem für die Renten einzuführen. Augenwischerei ohne Ende.

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Otto Meier

Eine berechtigte Warnung.

Die Lesermeinungen geben bislang zwar durchaus berechtigte und nicht von der Hand zu weisende Argumente wieder, aber diesmal liegt Moody´s goldrichtig. Die Vergemeinschaftung der Schulden, wie auch immer es benannt wird, wird Europa und insbesondere die Eurozone endgültig ruinieren. Daran kann nun wirklich niemand mehr ernsthafte Zweifel hegen.

Die Politik wird in gewohnter Manier aber auch diese Warnung ignorieren und trotz nationaler Zwietracht am Euroirrsinn festhalten. Das erfordert in tatsächlicher Alternativlosigkeit die Vergemeinschaftung der Schulden, auch wenn Euro und Europa daran ohne Zweifel scheitern werden.

Ohne ernsthafte Regulierung der Finanzmärkte, ohne Neustrukturierung der Steuer- und Abgabensysteme und ohne Rückkehr zum Sozialstaatsprinzip steuern Europa und damit auch Deutschland auf eine Katastrophe zu, gegen die der schwarze Freitag wie ein Kindergeburtstag erscheint. Die neoliberale Idee ist gescheitert, Gesellschaften können so nicht funktionieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2012 12:14 Uhr
Miklas Ross

Herr Meier,

Ihrem 3. Absatz stimme ich gänzlich zu!

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Miklas Ross

@Edelmann T2

Knapp dahinter folgt: „Capital World Investors“ mit 28.205.000 Aktien. Das sind 12,38% Anteil der Rating-Agentur Moody’s. Weitere große Aktionäre sind: Price (T.Rowe) Associates., Capital Research Global Investors, ValueAct Holdings, L.P. usw. - allesamt am Finanzmarkt tätige Großinvestoren beziehungsweise Fonds, die jeweils etwa 3% bis 5% Anteile an der der Rating-Agentur Moody’s halten. Die 10 größten Aktionäre zusammen halten einen Anteil von 52,66% an Moody’s.

Glauben Sie an einen Zufall, dass Warren Buffett bester Investor aller Zeiten und gleichzeitig größter Aktionär der Rating-Agenturen Moody’s ist? Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!

Glauben Sie an einen Zufall, dass die größten 10 Anteileigner zusammen 52,66% der Aktien - und damit die absolute Mehrheit - halten? Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!

Glauben Sie daran, dass die Rating-Agentur Moody’s völlig unabhängig von den 10 Aktionären ist, die mehr als 50% der Anteile halten? Glauben Sie nicht? Ich auch nicht!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2012 12:13 Uhr
Miklas Ross

Stimmt

leider Frau Jürgens, da wurde aus ideologischen Gründen sehr viel Porzellan zerschlagen. Anstatt sofort mit geeinter Stimme klar zu stellen, dass ein Angriff auf die Eurozone mit allen Mitteln verhindert werden wird, gackerte der europäische Hühnerhaufen wie irre. Ein Machtwort der EZB zur rechten Zeit, hätte kein Geld gekostet und hätte genügt. Na ja, hätte hätte liegt im Bette und was Nichthandeln, bzw. dummes Gerde anrichtet, können wir gerade alle bestaunen.

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 04.09.2012 11:41 Uhr

Herr Ross, alles richtig, aber...

die Strategie, Investoren aus Europa zu vertreiben, wird gelingen. Und das Problem liegt nicht bei den Rating-Agenturen und Warren Buffet et al., sondern bei der europäischen Politik; diese reagiert nämlich nur auf "die Märkte". Mit dieser Strategie hat sie schon verloren, denn ihre Schachzüge können von "den Märkten" bequem vorherberechnet oder sogar provoziert werden. Uns fehlen erfahrene, kluge, weitsichtige und vor allem mutige Akteure, mit dem derzeitigen Personal wird Europa an die Wand gefahren.

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Miklas Ross

@Herr Edelmann T1

Die USA haben eine höhere Schuldenquote als die Eurozone – 2011, US 100,0%, EZ 87,2 - und ein höheres Staatsdefizit – US 8,7%, EZ 4,1%. dazu kommt, dass die USA in vielen Regionen ein weit ärmers Land sind, als es sich die meisten Leute vorstellen können. Der Industriesektor ist bis auf Ausnahmen nicht wettbewerbsfähig, die Infrastruktur gleicht in großen Teilen der eines Entwicklungslandes. Doch trotzdem ist Bernankensteins Währungsmonster bei Kräften und auf allen Märkten gern gesehen, während der Euro taumelt.
Allerdings ist es so, dass Moodys natürlich nicht objektiv ratet. Dies ist unter anderem der Eigentümerstruktur geschuldet.
Großaktionäre der Rating-Agentur Moody’s
Da findet sich an erster Stelle ein illusterer Name: Warren Buffett

Mit 28.415.250 Aktien ist Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, der größte Aktionär. Ihm, beziehungsweise seiner Holding Berkshire Hathaway, gehören damit 12,47% der Rating-Agentur Moody’s.

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Jörg Faber

Goldman Sachs muß zerschlagen werden


Mit seinem Raubzug und dem Untergang des Konkurrenten Lehman Brs. 2007 ist Goldman Sachs in der Lage, die „Finanzmärkte“ zu dirigieren. Das ist kein „Kasino“-spiel mehr, es geht um weltweite Anlagen.Verschuldete Staaten werden vom „Kapitalmarkt“, sprich Goldman Sachs abhängig. Die Ratingagenturen stehen im gleichen Stall, sie sorgen mit drohenden Ankündigungen dafür, daß die Einsätze immer höher und die Maßnahmen im Euroraum immer verzweifelter werden. Die EZB wird zur zweiten Fed, Geld drucken- für die Banken- wer kontrolliert die Banken? GS, und was geschieht mit den Milliardengewinnen? Man kreiert und füttert immer neue Fonds: Rohstoffe, Lebensmittel, alles. So kauft man sich mit künstlichem Geld die Ressourcen der Erde, und die Steuerzahler schuften für die Zinsen. Goldman Sachs hat seine „ehemaligen“ Mitarbeiter als fleißige Agenten überall eingeschleust- Draghi , Monti, Papademos uva. Weltherrschaft durch Milliarden wertlosen Geldes....das ist ungeheuerlich. Zerschlagen!

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Hans Edelmann

Und Amerika?

Sicher sieht Europa gegenwärtig alt aus. Aber wie steht es eigentlich mit Amerika?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2012 19:12 Uhr
Hans Edelmann

Die USA sind ein großartiges Land.

Ich bin begeisterter Anhänger einer freiheitlichen Marktwirtschaft, die den Vereinigten Staaten eine überragende Bedeutung in der Welt geschaffen hat. Antiamerikanismus ist mir völlig
fremd, einseitige Betrachtungsweise allerdings ebenso.

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