11.10.2012 · Nach Ansicht von Olivier Blanchard, Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, sollte die Preissteigerung in Deutschland mehr als 2 Prozent betragen. Die Angst der Deutschen vor Inflation hält er für übertrieben.
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IWF-Chefin Lagarde: "Länder mit finanziellem Spielraum sollten
die Wirtschaft mit höheren Ausgaben ankurbeln, falls das Wachstum
sich weiter verlangsame."
IWF-Chefswolkswirt Blanchard: "Es ist jetzt aber nicht die Zeit
für finanzpolitische Stimuli. Wir haben ein solches Niveau der
Verschuldung, dass wir mit dem Feuer spielen würden."
Oder verstehe ich was nicht?
wenn deren logik so gut wäre
wie sie uns verkaufen wollen, dann frag ich mich bloß, warum wir
denn nun dahingeraten sind, wo wir heute stehen...???
es sitzen immer noch die selben leute in den machtpositionen...
und nachdem offenbar eh alle nix verstehn, könnten wir sie auch
gleich in die wüste schicken und zur direkten demokratie
übergehen... noch mehr blödsinn kommt dabei garantiert nicht
raus...;-)
Deutschland macht keine Fehler, sondern immer nur die Anderen?
Das immer Deutschland in der Welt als „Besserwisser“
auftreten muss, ist mir ein Rätsel. Deutschlands geballte
Intelligenz sollte abdanken, denn denen haben wir das Desaster im
Euroraum in erster Linie zu verdanken. Am „deutschen Wesen, soll
wohl wieder die Welt genesen?
Hat Deutschland aus der Geschichte nichts gelernt? Das Spardiktat des
Herrn Brünning führte ins Desaster und wer danach an die Macht
kam wissen wir doch oder? Deutschland kann in Europa nicht erst alles
nieder konkurrieren, und dann, dafür alleine die kleinen
Länder verantwortlich machen. Erst die Finanzmärkte massiv
deregulieren, und hinter sich beschweren, dass sich die Spekulanten
nicht zwei Mal bitten lassen usw. Warum aber ist es in Deutschland
nicht möglich, die einfachsten Zusammenhänge ernsthaft zu
diskutieren und aus Erfahrungen zu lernen? Beispiele gäbe es genug
für einfache Gedanken, auf die jeder kommen könnte, die aber
kaum jemand im deutschsprachigen Raum zur Kenntnis nehmen will.
@Ulla Nachtmann: Was den Widerstand gegen die Eurorettung so schwierig macht
ist die Tatsache, dass es bei der sogenannten Euro-Rettung um das
Über-Wasser-Halten der übermächtigen USA geht.
Die USA sind im Grunde bankrott, und um die Pleite hinauszuzögern,
werden nun die Reserven der Filialen (EU, D, etc.) verfrühstückt.
Die derzeitige Politkaste ist daher handlungsunfähig.
Und das Volk, das diese zumindest abwählen könnte, scheint
müde, ausgepumpt und zutiefst verunsichert zu sein.
Wo liegen die Kraftquellen?
Ich verstehe weder den IMF noch die trügerische EZB
Könnte es sein, dass Draghi und der IMF uns lächeln
austricksen und Blancharg uns mit Ablenkungsmanövern
,unterhält' währen im Hintergrund GR mit allen Mitteln im
€ gefangen gehalten wird über wiederholte ELAs?
MMnews:
,EZB gibt GR 30 Mrd'
(11.10.2012 - mmnews)
Griechenland verkauft kurzfristige Notanleihen für mehr als 30
Milliarden Euro – Geld für die Zwischenfinanzierung stammt
teilweise von der Zentralbank.
WER kauft die T- bills und werden die dann alle an die EZB
weitergereicht im Rahmen der Schrottanreicherung genannt ELA? Und das
während Griechen weiterhin Konten plündern und GR Firmen den
Sitz ins Ausland verlagern?
CSU Singhhammer regt sich schon auf. Der Abnickverein BT wird so
nämlich außen vor gelassen!
Diese Schweinerei läuft bestimmt nicht ohne Wissen von
Merkel/Schäuble und dem IWF!
Eines Morgens werden die Steuerzahler feststellen, dass Draghi und
Konsorten inzwischen heimlich weitere Schulden- bzw Haftungsberge
angehäuft haben OHNE dass wir es gemerkt haben!
Will uns Herr Blanchard verarschen oder hat der keine Ahnung?
Blanchard sagt: „Die Konsolidierung der Staatsfinanzen ist in
Europa und den Vereinigten Staaten eingeleitet“.
Die von Präsident Obama 2010 eingesetzten Leiter der
Reformkomission zur Stabilisierung der US-Defizite, der ehemalige
Senator Simpson und der ehemalige Personalleiter des Weißen Hauses
Bowles, sowie der Chef von Goldman Sachs Lloyd Blankfein,
äußerten sich heute auf CNBC wie folgt: die USA gehen einer
fiskalischen Katastrophe entgegen („US is nearing fiscal
desaster“). Siehe die Web-Seite von CNBC.
Gibt es so etwas wie Wirtschaftskultur?
Ein paar leicht verkürzte Zitate:
'Druck hat es immer gegeben. Ich bin aber nicht besorgt, dass die EZB
zum Beispiel Anweisungen von Finanzministern entgegen nimmt.'
'Die Unabhängigkeit der Notenbanken ist überhaupt nicht
gefährdet wenn sie in großem Stil Staatsanleihen kaufen.',
'Der Druck des Marktes ist der falsche Weg die Krise zu lösen.
Statt dessen Banken und Haushalts/Schuldenunion.'
Es sind Aussagen wie diese die wohl jeden in Deutschland Studierten
Ökonomen erschaudern lassen. Wiedersprechen sie doch fundamental
den Leitlinien der 'alten Bundesdeutschen Marktwirtschaft' mit der wir
Frankreich meilenweit abgehängt haben (ohne das wir es wollten).
In Frankreich waren es seit Jahrzehnten die Maximen der
Wirtschaftspolitik und werden es auch weiterhin bleiben. Umso
unverständliche ist es mir wie man sich mit Frankreich auf eine
Währungsunion einlassen konnte und diese nun auch noch auf biegen
und brechen verteidigt.
Er sagt es ja ganz deutlich:
Deutschland soll 4% Inflation in Kauf nehmen, damit die
Südländer 0% Inflation haben.
Das ist nichts anderes, als das Kapital der Sparer in den Süden zu
überweisen, wie es heute über die Notenpresse auch schon
passiert.
Die solide wirtschaftenden Staaten sollen auf diese Weise (es
können ja auch 10% Inflation bei uns und 2% im Süden sein)
dauerhaft über die Vermögensentwertung ihre Bürger zahlen.
Ein Anreiz zu Reformen im Süden wird damit vollends zunichte gemacht.
Schau ich mir die Preisentwicklung seit der D-Mark an, komme ich zu
unterschiedlichen Wahrnehmungen.
Beispiel Kaffee: im Supermarkt nahezu gleichgeblieben, von 6-8 Mark das
Pfund auf 3-4 €
in der Gastronomie von 3 Mark die Tasse auf 3€ plus.
Strom, Heizung, Benzin... da werden wir voll abgezockt!
Kleidung: es gab noch nie so qualitativ und optisch ansprechende
Kleidung zu so niedrigen Preisen wie derzeit. Hier hat man die
Ausbeutung in andere Länder verlegt und wir greifen gerne zu!
Elektronische Geräte, Computer, weisse Ware *geiz ist geil*, also
eher billiger geworden!
Lebensmittel: eher moderate Preissteigerungen.
Freizeit : wie Gastronomie teuer geworden, aber wir sollen ja auch
lieber arbeiten .-)
Fazit. bleibt man brav zu Hause hocken, kann man günstig leben, wie
man an HartzIV Regelssätzen ja sieht, ist man aktiv und will am
Leben teilhaben, wird es teuer
und selbst moderate Preissteigerungen werden durch
Lohnzurückhaltung sehr spürbar!
Nur was hat der € damit zu tun?
die Mieten?
kommt wahrscheinlich darauf an, wo man wohnt.
Hier in München waren die Mieten auch zu D-Mark Zeiten schon
katstrophal hoch.
Damals hatte ich eine 3-Zimmer Wohnung 74qm für 1.750 DM warm,
jetzt hab ich 2-Zimmer 72qm Wohnung für 700 € warm.
Aber Mieten lassen sich schwer vergleichen...
.....
vergessen sie bitte nicht die gewaltigen mietsteigerungen. das dürfte bei vielen der größte haushaltsposten sein.+strom, gas.
was der IWF denn nun in deutschland oder europa verloren hätte,
braucht man sich nur umzusehen, was dort abging und -geht, wo
länder schon früher durch den IWF "gesegnet" wurden:
beinhartes durchsetzen neoliberaler (großkonzern-)interessen zu
lasten der bevölkerung, abbau funktionierender sozialsysteme,
streichung von programmen für die armen, privatisierung, deren
nutzen wiederum nicht die bevölkerung der betroffenen staaten hat,
sondern ausländische großkonzerne, z.b. im erdölreichen
nigeria.
wir in europa sind noch nicht neoliberal genug! wir haben noch zu viele
sozialsysteme, noch immer zu wenig privatisierungen, und noch zu viel
demokratie.
durch die hintertüre über die schuldenkrise hat sich der IWF
nun auch in europa festgekrallt. ziel: nivellierung nach unten für
alle - nur nicht für die, die sich daran krumm und dämlich
verdienen.
IWF = garantie für die immer schneller werdende umverteilung von
unten nach oben!
man lese stieglitz, ziegler und andere zu dem thema...
"Terror der Ökonomie" von Viviane Forrester ...
... ist auch interessant und klärt auf!
Oder: "Die Grenzen der Solidarität" von Gret Haller
über Europa und die USA im Umgang mit Staat, Nation und Religion.
Oh ja, auch der internationalen Denkerinnen gibt es viele, die zu wenig
wahrgenommen und gehört werden.
Wie zum Beispiel auch Brigitte Ségol vom Europäischem
Gewerkschaftsbund, die für die Freiheitsrechte, Arbeits- und
Sozialrechte, Bildungsrechte (!) aller Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen in Betrieben und Unternehmen kämpft.
Alles sehr intelligente, kenntnisreiche und lebenserfahrene Frauen! Die
gibt es auch immer noch in den USA an den berühmten
Universitäten. Namen von deutschen Denkerinnen fallen mir gerade
nicht ein, wie peinlich!
viele deutschen ökonomen haben eben logik herr blanchard- das ist
etwas was ihnen völlig abgeht.
ihr unsinniges interview spricht für sich selbst, 4% infaltion in
D erhöht also die kaufkraft der leute??
zu soviel unsinn fällt einem nichts mehr ein.
Kaufkrafterhöhung bei Inflation
Lieber Herr Myer
Das ist nicht unbedingt so unsinnig, wie es auf den ersten Blick scheint:
Bei Inflation ist es durchaus möglich, die Binnenkaufkraft stabil
zu halten. Jedenfalls Renten und Gehälter können mit der
Inflation zusammen steigen so dass die Kaufkraft gleich bleibt.
Geldvermögen werden hingegen tendenziell entwertet, denn die Zinsen
werden ja niedrig bleiben müssen.
Die Kaufkraft im Ausland kann bei Inflation steigen!
Das geht so: Nehmen sie an, bei etwa 4% Inflation in Deutschland steigen
die Löhne entsprechend. In z.B. Spanien ist die Inflation 0%. Nach
3 Jahren hat man als Deutscher in Spanien 12% mehr Kaufkraft. So war das gemeint.
und wohl auch etwas vereinfacht sagt Blanchard doch folgendes: Weil ihr Deutschen Ende der 90er einfach Arbeitsmarktreformen durchgeführt habt, während wir anderen Europäer uns über billigstes Geld auf den Finanzmärkten gefreut und dies fleißig an unsere Landsleute verteilt haben, sitzt der Karren jetzt im Dreck. Da eure Unternehmen allen anderen europäischen Mitbewerben in vielen Branchen überlegen sind und wir weitere Lohnkürzungen politisch nicht verkaufen können, müsst ihr solidarisch sein und den Grund für eure exklusive Stellung als halbwegs funktionsfähige Wirtschaftsnation durch ungemäße Lohnerhöhungen aufgeben. Dann könnten wir fleißig Geld nachdrucken, unsere Wirtschaft würde -auf eure Kosten- wachsen und die Schulden -leider auch das Ersparte- wär plötzlich nur noch die Hälfte wert. Schließlich habt ihr den Krieg verloren. Und um den Chinesen kümmern wir uns, wenns soweit ist!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.10.2012 17:54 Uhrungemäße Lohnerhöhungen?
das ist stark, das ist deutlich, das ist gut für die deutsche
Seele, die Wirtschaft!
Ich reib mir zwar noch die Augen, aber sie haben das wirklich geschrieben!
ungemäße Lohnerhöhungen...
nach Jahren der Lohnzurückhaltung, der schleichenden Umverteilung,
dem schwachen Binnenkonsum?
yo, geiz ist geil!
aber nur, wenn man Unternehmer ist!
Blanchard , Repräsentant der klassischen französischen "Inflations-Schule", gibt Rat !!
Jemand sollte einmal aufzaehlen wie haeufig in Frankreich - seit dem Staatsbankrott, der zur Revolution von 1789 führte - das jeweils gueltige Währungssystem zusammengebrochen ist - wegen unkontrollierbarer Inflation !! Ergibt ein huebsches Suemmchen !! Wahrscheinlich das Fatalste an der französischen Inflations-"Bereitschaft" zur Lösung politischer Probleme: am Ende sind es die "Unteren", die nie vorankommen - aber die "Oberen" bleiben immer "oben" . Völlig unabhaengig davon welcher politischen "Couleur" die "Oberen" angehören. Die Deutschen waeren sehr gut beraten, sich von solchen - an den "Herrn aus Hameln" erinnernden Schalmeien-toene - nicht betoeren zu lassen. Helmut Schmidt - ja scheinbar noch immer in D. gehandelt als der "grosse Weise" in Finanzfragen - hat das vor vielen Jahren einmal auf einen einfachen Nenner gebracht: " 5% Inflation ist besser als 5% Arbeitslosigkeit". Und am Ende hatte er mehr von Beiden !!
Die Aussagen von Olivier Blanchard sind widersprüchlich: auf der einen Seite wünscht er eine...
Erhöhung der Inflation in den Kernländern der Euro-Zone auf
bis zu 4%, auf der anderen Seite meint er, jetzt "aber [ ist ]
nicht die Zeit für finanzpolitische Stimuli. Wir haben ein solches
Niveau der Verschuldung, dass wir mit dem Feuer spielen
würden." Wie passt denn das zusammen ?
Ich vermute, Herr Blanchard erwünscht sich eine höhere
Inflation in Deutschland nicht durch Konjunkturprogramme ( die in
Deutschland sowieso verpuffen würden ), sondern durch massive
Lohnerhöhungen. Ist das sinnvoll ? Sicherlich sind
Lohnerhöhungen in Deutschland leichter zu bewerkstelligen als
Lohnreduzierungen in den Randländern. Herr Blanchard sucht eine
Annäherung der Lohnstückkosten zwischen den einzelnen
Euroländern.
Die deutschen Arbeiter würden sich sicherlich nicht über eine
solche Lohnpolitik beschweren. Auch der explosive Exportüberschuss
Deutschlands würde dadurch reduziert.
Let us think about it ! Der Vorschlag von O. Blanchard ist nicht neu und
sollte kein Tabou sein.
wo ist der Widerspruch?
Finanzpolitische Stimuli wären eine Ausgabenerhöhung des
Staates ohne eine entsprechende Erhöhung der staatlichen Einnahmen
(also eine Erhöhung des Defizits).
Eine Inflation kann es auch ohne erhöhte Defizite geben: Wenn die
Konjunktur in Deutschland gut läuft und höhere Löhne
vereinbart werden.
Das wäre für die Arbeitnehmer zunächst mal angenehm und
würde tendenziell zu einer höheren Inflation führen, ohne
"finanzpolitische Stimuli".
Langfristig führt das zu einer Verschlechterung der
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich.
Aber ein paar Jahre könnte man das ohne grössere Probleme durchhalten.
Wenn die Eurozone zerbricht würde die neue DM derart stark
aufwerten (und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit
belasten) dass 4% Inflation nichts dagen wären.
Der Chefvolkswirt des IWF, einer milliardenschweren, das Schicksal von
Millionen von Menschen entscheidenden Institution bedient sich der
Grundrechenarten, um ein Inflationsziel zu setzen ? 0%+x=2% --> x=4%
ist also die Zielinflation für Deutschland ... Also ich weiss ja
nicht; ich hätte die Inflationen zumindest gewichtet ... Aber gut,
deswegen bin ich vielleicht auch kein IWF Chefvolkswirt, weil ich diese
Berechnungen nicht verstehe ...
Auch interessant, dass er Inflationen von 0% im Süden sieht ... Er
hat wohl keine Zeit gehabt, sich während seiner Rechenkünste
mal einige Zeitungsartikel zu Gemüte zu führen ... In Spanien
zumindest steigt die Inflation ...
Gott schütze uns vor den "Experten"
Ich entnehme dieser sehr ernsthaften Zeitung seit langem vor allem eins: Es gibt kein Rezept zur Bewältigung dieser Krise. Und jeder der eins verkündet, setzt sich dem Verdacht aus, ein Scharlatan zu sein. Erklärt uns zum Beispiel dieser Blanchard, wie man zum Beispiel eine Inflation genau im Zielkorridor von 2% ankommen lässt? welche Maßnamen sind dazu notwendig? An dem tiefsitzenden Wahn, die Politik könne die Wirtschaft steuern, ist schon Karl Marx und alle seine Jünger gescheitert.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.10.2012 20:04 UhrEs gibt sehr wohl Rezepte zur Beendigung dieser Krise. Diese würden in 10 Tagen zu 100% greifen.
Wenn man sie nur umsetzt (siehe "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?").
Der einzige Grund, warum man diese Rezepte (sofortiges
Verschuldungsverbot, Verbot des Gelddruckens, Gebot der
wahrheitsgetreuen Bilanzierung für Banken und Staaten, keine
Haftung für fremde Schulden) nicht umsetzt, ist, dass die
Politkader sich das Machtmonopol verschafft haben und diese kein
Interesse daran haben.
Die Parteifunktionäre wollen einfach Geld drucken, um auf diese
Weise die Bürger hintenherum feige zu bestehlen (Inflationssteuer).
Ich verstehe, daß viele überfordert und verängstigt
sind. Man kann auch jederzeit anderer Meinung sein als der Herr
Blanchard im Artikel.
Doch dieser tiefe Frust, Haß und kleingeistige Nationalismus, der
in vielen Kommentaren durchscheint, ist bedenklich. Lange Zeit habe ich
mich gefragt, wie man früher das Volk dazu bringen konnte, in
Weltkriege zu ziehen. Langsam wird mir klar, daß es auch im
Zeitalter des Reisens, des Fernsehens und des Internets wohl nicht viel
braucht, um die Leute aufzuhetzen.
Kleingeistiger Europäismus
Sehr geehrter Herr Parsons,
Willy Brandt sagte 1989, jetzt wachse zusammen, was zusammengehört.
Und er meinte damit nicht Europa, sondern Deutschland. Ein Kleingeist
also. - Der Gedanke der Nation ist kein künstlicher, sondern
entspricht einem natürlich gewachsenen Organismus; sie können
das gerne auch bei Herder nachlesen. Die Zusammengehörigkeit einer
Nation vermittelt sich u. a. durch die gleiche Sprache, durch die
gleiche Geographie (siehe deren Bedeutung bei Montesquieu), durch Kultur
und vieles andere.
Kleingeistig ist vielmehr eine künstlich gepushte Ideologie, die
bar jeder Vernunft sich über die Interessen der Menschen stellt,
weil sie von sich selbst berauscht ist. Blanchard u. a. kommen mir vor,
als wären sie 24 h/Tag auf Euro-Koks.
Im Übrigen ist die Festung Europa gerichtet gegen andere Nationen
wie China und Japan. Was daran ist denn so großartig? Und
erzählen Sie bitte nicht die lausige Mär vom Frieden in Europa
durch die EU.
mfg
Holger Schreck
....
ach herr parson, wer sich an meinem eigentum vergreift, bekommt nach
möglichkeit eine auf die finger so einfach ist das. mir ist das
völlig egal ob der raubritter ein deutscher oder ein franzose oder
vom planeten krypton kommt.
wer 4 % (oder ga rnoch mhze r) infaltion propagiert, gehört ins
tollhaus -so einfach ist das.
aber stattdessen sitzt der herr auf dem iwf sessel- der iwf im
übrigen dominiert durch die franzosen. die wissen eben wie man
nationalstaatliche machtpolitk betreibt und lassen sich nicht
unterbuttern wie madame merkel oder andere polit-fliegengewichte in D.
Das trifft den "Nagel auf den Kopf".... meine Hochachtung !
... genauso ist es, niemand - den ich kenne - hat das bisher besser ausgedrückt !!
... das ist wirklich eine Wahrnehmung ...
... vergleichbar vielleicht nur noch mit der Wahrnehmung von
"antifaschistischen Schutzwällen zur Zeiten der ehemaligen DDR
oder, kurzum, Dingen, die man gerne sehen will, die es aber nicht gibt,
also reinen Kopfgeburten.
Man kann Dinge auch herbeischreiben. Um die Herkunft zu entdecken,
genügt dann i.d.R. der unfehlbare Sirisee-Test mit dem Gegenteil:
also von "Kleingeistiger Nationalismus" wäre das
"internationale Solidarität". Danke, diese Duftmarke
kennen wir und der Beitrag ist daher ein Wiedergänger aus der
Leserbriefspalte des ND zum "Kriegshetze der BRD" von Eduard
von S. Das kann man auch sammeln...
@ Bryan Hayes:
Eigentlich bestätigen doch die Antworten schon meine Aussage.
Ihre Frage geht ins Leere, weil ich keineswegs mit "diesem
Herrn" übereinstimme. Wie Sie sagen, liegt da vieles im Argen.
Merkwürdigerweise finden die Deutschen jedoch, was Abwälzen
von Schulden und Risiken und "die anderen zahlen lassen"
betrifft, innerhalb Deutschlands völlig in Ordnung bzw. betrachten
das als gottgegeben.
Ihrer Aussage, "Der Grund für den Ton der Kommentare liegt
AUSSCHLIESSLICH darin begründet, dass Herr Blanchard...", kann
ich jedoch nicht folgen.
Wenn das so wäre, dann müßten bei anderen Artikeln hier
auf faz.net zum Thema Finanzkrise der Ton der Kommentare anders sein.
Der ist jedoch immer derselbe.
Ich erkläre es Ihnen:
Mein Schwiegervater, Vertriebener, arbeitete in einem Sägewerk.
Trotz mehrerer schwerer Arbeitsunfälle schaffte er weiter. Seine
Frau arbeitete in der Wäscherei und Bettenzentrale des
Kreiskrankenhauses. Sie infizierte sich mit Tuberkulose. Nach der OP
arbeitete sie weiter und verdiente "dazu". Meine Mutter war
Fabrikarbeiterin, mein Vater war Elektromonteuer. Unsere Familien
erarbeiteten einen bescheidenen Wohlstand. Mein Mann und ich arbeiten
wie die Idioten, wir waren arbeitslos und haben uns wieder aufgerappelt.
Unsere Kinder arbeiten oder studieren. Wir sind stolz auf Erreichtes.
Mit einem Wort: Wir zappeln uns ab, arbeiten, arbeiten, arbeiten.
Sparen. Strengen uns an.
Und jetzt kommen unverantwortliche französische Hallodris wie
dieser Monsieur Blanchard, die noch nie in ihrem Leben ehrlich
gearbeitet haben und wollen uns das Erarbeitete rauben.
Ich fühle nur noch Angst und Hass angesichts des Euro-Desasters,
denn ich weiß genau, wer das Desaster mal wieder ausbaden wird:
WIR
@Chris Heidrich: Nicht mehr Nationalstaat ist die Lösung, sondern die konsequente Durchsetzung
der Europäischen Werte und zwar hier konkret die Freiheit von Zwang
und Diebstahl. U.a. gehört dazu auch, dass Geld gutes Geld sein
muss, ohne Gelddrucken zugunsten von Banken und Politikern. Dazu
gehört auch, dass niemand ohne eigene Einwilligung verschuldet
werden darf oder gezwungen wird, für fremde Schulden zu haften oder
zu zahlen.
Was die Funktionärskader stattdessen tun, ist genau das Gegenteil,
sie wollen die Verbrechensunion, in der Funktionärsfeudalisten die
Untertanen (ehemals: Bürger) nach Belieben willkürlich
belügen, bestehlen und knechten können.
Sie schreiben...
...dummes Zeug und Ihr Kommentar rührt nur daher, dass Sie bisher nicht wahrgenommen wurden. Es geht um das Geld der Deutschen und man darf wohl noch erzürnt darüber sein, mit welcher Chuzpe darüber verfügt werden soll (wid).
Sehr nett, Herr Parsons ...
... sie verstehen also, dass die Leute verängstigt sind ... Ist ja
drollig, wie sie Mitleid mit den dummen Menschen haben, die vor den
Geistern unter ihrem Bett Angst haben ... Sind solche Antworten in einem
Leitfaden der Jungen Union enthalten, um auf verängstigte Alte
zuzugehen ?
Was man wohl sagen kann ist, dass Europa auf der ganzen Linie versagt
hat. Und wenn Europa versagt, ist "mehr Europa" sicher keine
Lösung ... Folglich muss mehr Nationalstaat die Lösung sein
... Zumindestr lohnt es sich, es mal zu probieren
Misstrauen und Angst generieren den Nationalismus.
Woher kommt es, dass "kleingeistiger Nationalismus"
unverkennbar hochkommt? Der fällt nicht vom Himmel. Sein Entstehen
hat Ursachen.
Er kommt daher, dass viele Menschen enttäuscht sind und Angst, wenn
nicht regelrechte Panik, haben.
1. Die Menschen sind enttäuscht, dass sie so viel belogen worden
sind. Dass Statistiken gefälscht wurden. Dass Verträge
gebrochen wurden. Dass Versprechungen nicht eingehalten wurden.
Die Menschen haben Vertrauen verloren. Vertrauen ist die wichtigste
Währung, die sehr schwer wiederzugewinnen ist, wenn sie einmal
verloren ist.
2. Die Menschen, die sich betrogen und belogen fühlen, die kein
Vertrauen mehr haben, haben Angst. Angst davor, weiterhin belogen und
betrogen zu werden. Sie haben Angst davor, durch Inflation und bail-out,
durch Tricks und Täuschungen um ihre Ersparnisse gebracht zu
werden, für die sie Schweiß, Blut und Tränen gegeben haben.
Misstrauen und Angst generieren den Nationalismus.
Und mir geht es auch so.
Der Grund für den Ton der Kommentare liegt AUSSCHLIESSLICH darin begründet, dass Herr
Blanchard de facto grobes Unrecht und Diebstahl gegen die Bürger
durchsetzen will und dazu lupenreinste Propaganda von sich gibt (siehe
zum Vergleich "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?").
Oder was würden Sie z.B. sagen, wenn Ihnen irgendjemand auf der
Straße sagt: "Jetzt rück mal die Kohle raus und gib mir
unbegrenzten Kredit (den ich nie zurückzahle) für alle
Zukunft!"? Denn nichts anderes bedeuten die Worte dieses Herrn.
Herr Blanchard verbreitet unrealistische Zahlen. "Im Süden Null % Inflation"?
Im September stieg die spanische Inflationsrate auf 3,4%. Im August
hatte Italien 3,3 , Portugal 3,2 und Griechenland 1,2 Prozent. Im
Schnitt lag im Euroraum die Inflationsrate bei 2,6 %!
Soll jetzt Deutschland deflationieren, um die EU-Inflationsrate auf 2%
zu bringen?
Herr Blanchard redet der Enteignung der Deutschen Sparer das Wort
Die von ihm beschworene Arithmetik des Ausgleichs zwischen Ländern
unterschiedlicher Produktivität / Leistungskraft muss grechterweise
eine Arithmetik der freien Wechselkurse sein!
Diese Möglichkeit nimmt uns derzeit die (temporäre!) Zwangseinheitswährung.
Nun soll Dampf über die Inflationsraten abgelassen werden. Das
bestraft Sparer und Rentenempfänger bzw. -anwärter in den
Ländern des Nordens, umso mehr als das Zinsniveau ganz im Sinne der
zentralen Verwaltungswirtschaft bei Null festgenagelt bleibt.
Der Süden kann weiterhin billig auf Pump leben und wird für
seine schlechte Wettbewerbsfähigkeit mit niedriger Inflation belohnt.
Das ganze ist eine gigantische Umverteilungsmaschine, die simultan von
unten nach oben und von Norden nach Süden arbeitet.
Es geschieht gegen den Willen und ohne Einwilligung der Deutschen, deren
Vermögen, deren Gesundheit, deren morgige Versorgung und die
Zukunft ihrer Kinder von einer ferngesteuerten Bundesregierung dem
Minotaurus Euro geopfert werden.
Ein Wirtschaftssystem das immer wachsen muß, soll also durch
Zerstörung der Kaufkraft seiner Bevölkerung gerettet werden.
Während die Banken das aus dem Nichts erschaffene Geld kostenlos in
beliebiger Menge bereitgestellt bekommen (Freibier für alle
Banker!) müssen die Bürger die echte Arbeit erbringen bluten
(Zwei Jobs und Reallohneinbußen und Kaufkraftverlust.). Was man
wirklich hätte tun müssen, kann man bei Paul Krugman in der
New York Times nachlesen. Einer der wenigen Ökonomen, der sein Fach
wie eine Wissenschaft behandelt und nicht wie eine Religion zelebriert.
Aber auch Krugman wird es nicht schaffen an einem Fakt vorbei zu kommen:
Wir haben das Zeitalter abnehmender fossiler Energiemengen erreicht. Die
Förderaten sind kaum noch zu halten. Jeder weitere Anstieg an
Bedarf wird die Preise explodieren lassen.
Zusätzlich wird die CO2 Emission stark ansteigen, da zur Produktion
von flüssigen Treibstoffen immer mehr Energie aufgewendet werden
muß. Wir rasen gegen eine Mauer.
Krugman ist genau wie Boginer, Blanchard etc. ein reiner Propagandamann der Parteikader
und der Banken. Mit "Wissenschaft" hat er NICHTS zu tun, er
ist reiner Agitator.
Monsieur will uns provozieren. Wozu macht er das?
Es handelt sich bei dem, was Monsieur Blanchard schamlos in aller
Öffentlichkeit sagt, um einen solchen gefährlichen
ökonomischen Quatsch, dass in mir eine emotionale Gemengelage von
Angst und Wut hochkommt, so dass ich mich nur noch fragen kann:
Will der das? Ist das der eigentliche Zweck? Provokation? Will der
unsere Widerstandskräfte durch das Herauskitzeln ohnmächtiger
Aggressionen paralysieren?
Soll dieses Irrenhäusler-Gequatsche dazu dienen, uns immer weiter
Stück für Stück in einer Art Salamitaktik geistig zu
infizieren, bis unsere Widerstandskraft gegen diesen offensichtlichen
totalen kranken Schwachsinn erlahmt, so dass wir uns nur noch
fatalistisch in die "alternativlose Unvermeidlichkeit" des
Niedergangs und der Verarmung fügen?
Angst vor der Inflation - wir sind mitten drin täglich zu sehen und zu spüren
Dummerweise bin ich zu der Zeit der guten alten DM aufgewachsen und habe mich
unter der alten sehr guten Ägide der Deutschen Mark abgesichert ,
gelebt und gedacht . Leider wird jetzt alles verbaten.
Jetzt unter dem Teuro ist alles anders geworden :
Die Primärinteressen sind gerichtet worden auf Zocken , Abzocken ,
Mehr ,
Intoleranz , Asolidarität , Asozialität .
Diese Primärinteressen werden in New York , Brüssel , London ,
Paris , Berlin , Madrid , Bilbao , Santander ,Rom ,Athen und nun noch
verstärkter in Frankfurt initiiert und umgesetzt.
Und dies alles unter dem Deckmantel der VSE.
Wir haben eine gedeckte und offene Inflation .
500 DM sind keine 250,00 Euro !
Mit 500,00 Dm konnte man gut leben.
500 Euro sind zum sterben zu viel zum leben zu wenig.
Barrilla Nudeln Okt 11 70 cent heute 1,20
usw und so fort
Dummerweise wird uns aber immer gesagt , wir Deutschen produzieren zu
teuer .
Dummerweise sind wir Deutschen zu effizient , zu geduldsam und leidensfähig.
Sind wir Dumm ?