Zehntausende Gegner des italienischen Regierungschefs Mario Monti haben am Samstag in einer nationalen Protestkundgebung in Rom gegen seinen harten Spar- und Reformkurs demonstriert. Unter dem Motto „Vereint mit einem rebellierenden Europa - jagen wir die Regierung Monti davon“ wandten sie sich gegen die Politik des früheren EU-Kommissars.
Monti hatte dem Land Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und eine Renten- und Arbeitsmarktreform verordnet. Am Rande der Großdemonstration kam es zu einigen Ausschreitungen.
Ausschreitungen am Rand der Demonstration
Linke Gewerkschafter, Lehrer und Studenten sowie andere Aktivisten, regierungsunabhängige Organisationen und Kommunisten mit roten Fahnen hatten zum „No-Monti-Day“ in der Hauptstadt aufgerufen. Sie wandten sich „gegen das europäische Diktat und die Finanzierung der Banken“. Die Organisatoren sprachen von 100.000 Teilnehmern.
Am Rande der Großkundgebung bewarfen einige teils vermummte Demonstranten Bankfilialen mit Eiern und Flaschen, sprühten „Bankrott“ an die Wände und stürzten Glascontainer um. Andere blockierten eine Umgehungsstraße und warfen mit Knallkörpern. Etliche Geschäfte an der Strecke hatten aus Angst vor Gewalt geschlossen.
Im Gegensatz zu Protesten in Spanien und Griechenland waren Anti-Spar-Kundgebungen in Italien bisher nicht in Gewalt ausgeartet. Die römische Polizei hatte sich jedoch darauf vorbereitet, dass diesmal auch gewaltbereite Autonome anreisen könnten. Für den Zug der Zehntausenden vom Repubblica-Platz zu der Piazza San Giovanni waren deshalb sehr starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.
Vor einem Jahr hatte es bei einer nationalen Kundgebung gegen den damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi in Rom schwere Auseinandersetzungen Hunderter Demonstranten mit der Polizei gegeben.
''No Merkel Day''
Joachim Schroeder (Pequod)
- 28.10.2012, 17:16 Uhr
Aufruhr in GR, S u. I Folge der Fehler der €-verrückten
Dilettantenherden in Brüssel u. bei der EZB!
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 28.10.2012, 08:10 Uhr
Das simple Problem ist doch ...
Klaus Schmid (Pinin)
- 28.10.2012, 03:39 Uhr
Das alles ist noch sehr moderat! Schreiben Sie doch einmal
Norbert G. Kaess (GeJN)
- 27.10.2012, 20:19 Uhr