26.09.2011 · Von 1981 bis 1984 war Jacques Delors unter Präsident Mitterrand Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister. Im F.A.Z.-Interview spricht der einstige EU-Kommissionspräsident über Europa, das zögerliche Verhalten der Kanzlerin und Visionen.
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"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen" sagte einst Helmut Schmidt. Wer am Abgrund steht, sollte sich vorsichtig zurückziehen, sagt der gesunde Menschenverstand. Eine gemeinsame Wirtschaftspolitik wäre wirklich ein Schritt vorwärts.
Europa als 'exclusiver Club' ??
Mitforist Thomas Schulz, Sie sind derjenige, der auf wenigen Zeilen geballte Vorurteile und Verdrehungen zusammenschreibt, gipfelnd in der perfiden Anspielung auf Delors als 'alter Mann'.
Das Prinzip der europaeischen Idee ist das genaue Gegenteil von Exclusivitaet, da es die Mitglieder der europaeischen Familie zusammenfuehren soll - unabhaengig von geographischer Groesse, etc.. Der Ausschluss aus diesem Bund ist nicht 'ideologisch' unerwuenscht - wie Sie behaupten-, wuerde vielmehr zur erneuten Spaltung des Kontinents fuehren. Doch die Verblendeten wollen dies nicht wahrhaben. Verbissen pflegen sie Feindbilder.
Ich stimme Ihnen in Ihrer Analyse vollkommen zu !
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Natürlich wollte/will diese genannte "EU-Polit-Gang" im Ergebnis ein "Europäisches Großreich" mit Macht erzwingen ,welches genau die geographische Ausdehnung haben solle,welche Sie beschreiben !
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Und natürlich wollten diese TEuro-Größenwahnsinnigen dies vorallem,um das "Großreich Europa" dann wieder zur weltumspannenden und weltbedingenden Großmacht zu machen.
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Man will in Paris,Berlin,Brüssel die 2000jährige Geschichte des historischen "Weltenmittelpunkts" "Europa" wiederaufleben lassen und natürlich insbesondere die USA als Großmacht ablösen.
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Schließlich trauert doch gerade Paris immer noch dem spätestens 1945 verloren gegangenen Status der Großmacht "Grande Nation" hinterher und will dies über das Vehikel EU wieder revidieren !
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Nicht umsonst wird ja mittlerweile allenthalben choralhaft und nebulös (jeglichen Beweis für derartig krude Verschwörungstheorien bleibt man allerdings schuldig!) die Mär von den angeblichen "Angriffen gegen den TEuro und Europa" gesungen .
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Die gesamte Presse beleuchtet mir hier viel zu wenig die Eitelkeit und eitle Großmannsucht,welche die meisten EU-Politiker in Wahrheit umtreibt !
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Für den "euopäischen Freiden" braucht man keinen TEuro!
Wie in Hemingway's Novelle klammern sich in die Jahre gekommene, pensionierte Politiker und Funktionäre verzweifelt an ihr politisches Vermächtniss, das ihre Erben durch Inkompetenz, Skrupellosigkeit und zügellose Machtgier verspielen. Dabei verdrängen sie den Umstand, daß sie es waren, die die ursprüngliche Idee des evulotionär zusammenwachsenden Europas in einen Konsumtempel transformierten, in dem jedes Mitglied seine internen Probleme und unrealistischen Wunschträume mit ungedeckten Schecks finanzieren kann. Daher ist und war es kein Wunder, daß Beitrittsaspiranten auf allen Vieren kriechen, um in den exclusiven Club aufgenommen zu werden. Einmal aufgenommen, können sie alle Zügel schleifen lassen, da ein Rauswurf weder vorgesehen noch aus idiologischen Motiven auch nur in Betracht gezogen werden darf.
Der 'Brüssler Moloch' - und Aristoteles
Letzterer stand fuer Wahrhaftigkeit, eine Tugend, welche den Europa - und Eurohassern voellig abgeht.
2/3 der Deutschen lehnte den EUR ab - und hatten völlig recht damit
Und wenn jetzt 80% weitere Kredite an GR und den EFSF ablehnen, dann haben sie auch recht.
Mehr gibt es nicht zu sagen.
Wie kommen Sie denn auf die Idee, dass eine "monetary policy" bislang eine "fiscal policy" verhindert habe? Beides betreibt die EZB schon seit langem; und das mit zweifelhaftem Erfolg: Staaten wie Deutschland, Irland und Italien sind wirtschaftlich sehr unterschiedlich und würden schon aufgrund Ihrer Unterschiede im Wirtschaftswachstum ganz unterschiedliche Leitzinsen benötigen. "populistische Hetztiraden" durch irgendwelche Parteien habe ich in Deutschland nicht beobachten können.
Sie meinen, die Griechen seien in der Schuldenkrise, weil sie deutsche Konsumgüter kaufen? Die ganze Welt kauft deutsche Konsumgüter (z.B. China, Österreich, Holland, Zypern, Türkei oder oder...). Aber nur Griechenland ist richtig Pleite.
Worin unterscheidet sich Griechenland denn von China, Österreich, Holland etc.?
Sätze, wie in Stein gemeißelt, einfach wunderbar!
"Deshalb gibt es eine geradezu moralische Verantwortung der Politik dafür, dass der Euro ein dauerhafter Erfolg bleibt." Teffender könnte man auch als Euroskeptiker nicht belegen, wie weit der Realitätsverlust der Euromantiker inzwischen fortgeschritten ist. Lieber Herr Delors: Wie könnte wohl ein solches - vorhersehbares - Desaster wie der Euro "dauerhaft erfolgreich" BLEIBEN?! Und was mich wirklich beunruhigt ist der Umstand, dass die Gesellschaft sich anschickt, auch in der jetzigen Krise ausgerechnet wieder auf jene falschen Propheten zu hören, die mit ihrer unfassbaren Naivität, gepaart mit Selbstüberschätzung bis zum Größenwahn, das Desaster verursacht haben! Wie wäre es, wenn wir wenigstens diesmal auf die warnenenden Stimmen derjenigen hören würden, die die Geburtsfehler des Euro von Anfang an klar benannt und die jetzigen katastrophalen Folgen recht präzise prognostiziert haben? Das wäre deutlich klüger, kommt aber wohl gerade deshalb als politische Option nicht in Frage. Ich glaube inzwischen fest daran, dass auf allen Ebenen Politiker zusammensitzen zu dem einzigen Zweck, die zuverlässig schlechteste Lösung für das jeweils anstehende Problem zu erarbeiten - und diesen muss man leider eine hohe Effizienz attestieren ...
Jacques Delors ist kein Mann der großen Worte…
dafür hat das, was er sagt, Gewicht und entspricht einer tiefen inneren Überzeugung. Dieser Mann ist aus dem gleichen Holz wie Adenauer, Monnet, Schumann, Kohl usw., ein Visionär und Pragmatiker in einer Person.
Bravo, Herr Delors, für Ihre mutigen Worte ! Auch Ihre Kritik an Deutschland oder genauer gesagt der zögerlichen Haltung der Bundesregierung seit Beginn der Finanzkrise ist als Freundesdienst zu werten.
Sehr entlarvend, was Jacques Delors hier ausplaudert.
Der Euro wurde gezielt gegen das deutsche Volk eingeführt und er war ein >Geschenk< der Deutschen (welcher Deutschen) an Europa. Mehr ist zum Euro-Desaster und seinen Schuldigen nicht zu sagen. Merkel und Schäuble ist lediglich das >Kompliment< zu machen, dass sie die undurchdachte Vision Kohls bis zum bitteren Ende führen. Na ja, da wir ohnehin >am Abgrund< stehen, braucht es nicht mehr viel, um das Desaster zu vollenden. Das ist vielleicht die gute Nachricht.
@Hr. Teuber: Die vereinigte Politikerschar:
"von Kohl und Waigel, Mitterand, Chriac und "Sarko", Delors, Schröder, Merkel, Schäuble, Eichel, Genscher, Westerwelle, & Co" -sagen Sie.
Wer hat sie gewählt ? Kann es nicht sein, dass das D-Volk auch begeistert war von den Utopien, die diese "Politikerschar", wie Sie sagen, gepredigt hat. Hier eine Auswahl:
1. Europa von Portugal bis zum Ural
2. Ultimative, ideale Einheitswährung, die man an der Grenze und im "Urlaub" nicht wechseln muss
3. Friedenswährung €
4. Kohl hänchenhaltend mit Mitterrand (ehem. Mitglied der faschistischen Regierung Pétain...) in Verdun.
5. Starke €-Währung mit einem angeschlossenen schuldenmachenden Sozialstaat, die den bösen USD ablöst, wie schön eines Tages "stärker" als die USA zu sein (analog den Kommunismusträumen in der DDR) ...
...
Bald wohl die Ernüchterung, wie so oft in der D-Geschichte ...
Das sind die wahren Verantwortlichen, die die Deutschen übergangen ...
... und mit der Scheinregelung einer "No-Bail-Out-Klausel" nach Strich und Faden belogen haben ("Zu meiner Zeit als Kommissionspräsident war Helmut Kohl deutscher Bundeskanzler und Theo Waigel sein Finanzminister. Beide haben mir gesagt, dass zwei Drittel der Deutschen dagegen seien, die D-Mark aufzugeben ..."). Das Abenteuerliche daran ist nur, dass deren heutige Statthalter namens Merkel und Schäuble diese Politik offenkundig ungestraft fortsetzten können ...
Sehr geehrte Forum-Nutzer,
Aussagen wie: Jacques Delors ein ungeeigneter Berater sollten gut überdacht werden.
Die jetzige Krise ist von allen Regierenden provoziert worden. Wie Herr Delors im Interview gesagt hat, braucht eine "monetary policy" als Waffenbruder eine "fiscal policy". Das nationale Souveränitätdenken hat aber einen solchen Schritt verhindert und anstatt eine solide Lösung für die Versäumnisse der Vergangenheit zu finden beginnen auch anscheinend seriöse Parteien mit populistischen Hetztriaden auf die Gemeinschaft, um die Wählerstimmen zu fischen, welche das kostspielige Warten in dieser Krise schlussendlich finanzieren. Es sind nicht die wohlhabenden, welche diese Krise am meisten Spüren werden. Es sind Leute denen es genommen wurde von der nationalen Politik aufgeklärt zu werden um was es eigentlich geht. Hat sich einer schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum Griechenland solche Schulden hat? Nein, es hat nicht hauptsächlich mit Beamten und dem Widerwillen Steuern zu Zahlen zu tun. Sie haben vor allem deutsche Konsumgüter gekauft, was wiederum deutsche Arbeitsplätze und den privaten Konsum finanziert.
Den Griechen zu helfen hat nichts mit Solidarität zu tun, sondern mit einer gesunden Wirtschaftspolitik.
Ein Technokrat und seine blutleere
Visionen über Europa. Wie geistig berührend waren dagegen die Reden unseres Papstes.
Abgrund? Stimmt. Einige "drüben", Deutschland diesseits. Das will Delors ändern:
Auch Deutschland soll in den Abgrund geholt werden .....!
Vermutlich passiert das auch. Die "Fallen" waren schon 2000 aufgestellt. Nun taumelt Merkel hinein. Die Abgeordneten heucheln Verantwortungsbewusstsein etc., werden aber mit überwältigender Mehrheit den finanziellen Untergang Deutschlands beschließen.
Ein Fall für den D-Verfassungschutz
"(ich) finde es wichtig, dass sich zwischen dem Volk und den Regierenden eine Instanz, das Parlament eben, befindet, die Einfluss nehmen kann"- sagt der grosse EU-Sozialist Delors.
Das sagt wohl alles: in D soll eine fürstenähnliche Regierung absolut regieren und nicht das D-Volk via das Parlament. Das Parlament soll lediglich Einfluss nehmen..., d.h. das D-Volk ist kein Souverän, eine klarer Verstoss gegen das GG.
Daran ändert leider nichts, dass de facto in D solche Zustände bereits existieren, das D-Volk ist völlig machtlos gegen die Enteignung (ebenfalls verfassungswidrig) durch die div. €-Rettungsschirme, KfW-Beteiligungen etc.
Dafür sollten die Deutschen noch dankbar sein - für die angeblichen "Vorteile des €", die von den D-Politikern in ihrer Naivität auch so gesehen werden. Man folgt das newspeak der EU wie die DDR damals die UdSSR gefolgt hat (von der Sowjetunion lernen ist siegen lernen...).
Armes Deutschland nach diesem €-"Sieg", Leute haut ab !
Woher nehmen Sie die Annahme, daß bei gallopierender Inflation Gehälter,
Pensionem , Löhne und Hartz IV schneller steigen als die Inflation? Genau
umgekehrt wird ein Schuh draus . Am schnellsten steigen die Inflationsraten,
die Steuern und die Kreditzinsen. Vielleicht schauen Sie mal in das Kleinge-
druckte Ihres Darlehenvertrages bezüglich Zinsanpassung und Sonderkün-
digungsrechten. Nicht nur die Geldvermögen sind betroffen , sondern alle die
Sie auf der Gewinnerseite wähnen. Die großen Kapital- und Immobilienver-
mögen werden beim Neuanfang eher geringfügig durch eine außerordentliche
Vermögensabgabe beteiligt. Bitte lesen Sie die Geschichte Deutschlands im
20. Jahrhundert !
Und wer hat uns zum Abgrund hingeführt ?
Die vereinigte Politikerschar : von Kohl und Waigel, Mitterand, Chriac und "Sarko", Delors, Schröder, Merkel, Schäuble, Eichel, Genscher, Westerwelle, & Co.
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All die unfähigen,allein an der eigenen Machtfülle und Wiederwahl interessierten und jeglicher ehrlicher,fundierter Fachberatung grundsätzlich feindlich gesinnten Politiker!
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"...je weiter Europa fortschreitet, um so mehr steht auf dem Spiel, umso größer sind die Risiken." Was soll den das nun? Wenn also weniger Integration besteht, sind die Risiken also geringer. Na dann kann das pragmatische Handeln nur darauf gerichtet sein, die Risiken zu minimieren. Europa ist kein Ziel an sich, es soll letztlich zu günstigeren Lebensbedingen führen als die untereinander völlig separierte Vielstaaterei. Aber dass zu diesem Ziel des einheitlicheren Europas die finanzielle "Rettung" Griechenlands gehören sollte, das ist nicht einleuchtend. Ganz im Gegenteil, mit einer Überwälzung der von Griechenland mutwillig und in voller Absicht herbeigeführten Überschuldung auf andere Staaten wird die Zwietracht wiederbelebt.
Mehr und mehr und mehr und ...
Die IWF-Konferenz verlangt eine abermalige fünffache Erhöhung des Rettungsfonds, um auch Italien und Spanien abzusichern. Bisher hat der Bundestag noch nicht einmal die vorige, im Juli beschlossene "Griechenrettung" (= Bankenrettung) bestätigt, die bereits den Jahresetat der Bunderepublik übersteigt. Vielleicht kommt bei einer weiteren Verfünffachung endlich der Moment, wo selbst die Volksvertreter nicht mehr mitmachen.