20.11.2012 · Die Ratingagentur Moody’s entzieht Frankreich die begehrte Topnote „Aaa“. Das Bankensystem des Landes sei zu groß und ebenso die Verflechtung mit der Peripherie des Euroraums, moniert die Agentur.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
"Übermäßig großes Bankensystem"? Liebe dpa: Englisch lernen.
Die die dpa-Nachricht, Moody's bemängele "das ihrer Meinung
nach übermäßig große Bankensystem und die engen
Handelsverflechtungen mit den Problemländern innerhalb der
Eurozone", wird derzeit in allen deutschen Medien wiederholt.
Moody's schrieb aber etwas anderes: "France's exposure to
peripheral Europe through its trade linkages and its banking system is
disproportionately large [...]".
Also: Durch seine Handelsverflechtungen und sein Bankensystem ist
Frankreich dem Rand Europas übermäßig stark ausgesetzt.
F VERLIERT Triple A - ABER ERHÄLT Gasbohrlizenz von Zypern und beide wollen schnell ESM Geld
wiwo 21.11.12:
"Gerade erst ist ...ein machtpolitisches Kunststück gelungen:
Frankreichs Energiekonzern Total erhielt Ende Oktober Lizenzen, um ein
vielversprechendes Gasvorkommen vor der Zyprischen Küste zu
erkunden. ...
Die zypriotisch-französische Achse funktioniert dank der Gaslizenz
bestens.
Seite an Seite kämpfen Hollande und Christofias nun auch gegen
Bundeskanzlerin Merkel, wenn es darum geht, Gelder aus dem ESM
möglichst schnell den Banken zur Verfügung zu stellen."
Französische Beamte sorgen nun in Brüssel dafür - so
wiwo-, dass Holland´s Wunsch, Zypern nicht "so hart ran zu
nehmen" erfüllt wird.
Frankreich erhält die Gaslizenz, hat nur ca. 15 Mrd
Forderungen/Risiken a.d. EZB - Deutschland sitzt
"partnerschaftlich" aktuell auf 719 Mrd. Forderungen/Risiken
(Target2).
Frankreich ist aus südlichen Engagements geflohen - Deutschland hat
sie geschultert.
Monsieur Hollande, so läuft Partnerschaft nicht!
Die Todesspirale des Euro und des EU-Regimes dreht sich immer schneller...
und kein einziges Land im Euro kann durch die Haftung über den ESM
dem entrinnen; es wird solange gehaftet, bis auch das letzte Land
bankrott ist.
Besonders Frankreich beging den Fehler, bei der Plünderung
Deutschlands zuviele seiner südlichen Vasallen zum Schmaus einzuladen.
Da der deutsche Bürger Jahrzehnte lang ohne aufzumucken, jede
französische Rechnung beglich, sollte es mit dem Euro in die Vollen
gehen und die Dominanz Frankreichs in Europa zementieren.
Im irrationalen Glauben, dass Frankreich immer noch die "grande
Nation" ist und kein industrielles Schwellenland mit negativer
Tendenz, garantierte man mit dem gemeinsamen Euro seinen Vasallen, dass
genug für alle zu holen ist; jetzt grasen seine Spießgesellen
auch im französischen Garten, und bei der mageren Erde bleibt von
der mageren Ernte nichts.
Frankreichs Großmachtträume zerstieben im Winde des
untergehenden Euro und seiner unfähigen, korrupten Eurokraten.
In 1.Linie haben die PIIGS+F eine Zahlungsbilanzkrise aus der die Staatsschuldenkrise resultiert!
Das heißt nichts anderes, als das diese Länder (bedingt durch den EURO und der Unmöglichkeit einer Anpassung durch Abwertung) ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren haben. Welche Dynamik dies entwickelt, kann man auch an dem Anstieg der Target2-Salden gut sehen. Um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen, ist die sogenannte Austeritätspolitik (innere Abwertung) reines Gift, da sie die noch intakten inländischen Geschäftstätigkeiten der notleidenden Volkswirtschaften zerstört. Was notwendig ist um die Zahlungsbilanzen wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, ist eine äußere Abwertung, da nur bei einer äußeren Abwertung die inländischen wirtschaftlichen Aktivitäten unbeschadet weiterlaufen können und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit wieder erreicht werden kann. Innerhalb kurzer Zeit werden die Erfolge in den Zahlungsbilanzen sichtbar werden und die Länder in die Lage versetzen, ihre Verschuldung wieder in den Griff zu bekommen - und nebenbei rettet man damit auch die Demokratie
betrachten wir es als Lehrgeld - Europa wird gestärkt aus der Krise hervorgehen
Es dürfte jedem klar sein, daß auch Frankreich einen Reformstau hat, dessen Behebung Zeit und Geld kosten wird. So ist das eben, Rechnungen werden fast immer präsentiert. Griechenland hat zuviel konsumiert, Frankreich hat seine Strukturen verkrusten lassen, Irland nicht auf seine Banken aufgepaßt, in allen Fällen handlet es sich um nationales Versagen, daß sicher nichts mit dem Euro zu tun hat. Trotzdem denke ich, daß Europa auf dem richtigen Weg ist, es wird Zeit und Geld kosten aber dies ist sehr gut angelegtes Geld! Jeder Cent! Übrigens habe ich um meien Anlagen in franzöischen Papieren keine Sorgen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 20:20 UhrLehrgeld?
Deutschland verliert sein Auslandsvermögen (Target II), zahlt entweder ca 100 Mrd p.a. (gering gerechnet) an die PIIGS (als verlorene "Kredite"),solange es sich noch hinzieht, oder haftet insg. für 1 Billion, wenn der Euro kracht, vernichtet sein inländisches Spar- und Anlagevermögen durch die EZB- Inflationspolitik und riskiert bei sinkender Bonität steigende Zinslasten für den Staatshaushalt, aufzubringen durch Kürzungen und Steuererhöhungen. (Quelle: Targetfalle, Sinn). Wenn dann Ihre Ersparnisse, Lebensversicherung, und französiche Papiere futsch sind, werden auch Sie den Unterschied zwischen Lehrgeld und Katastrophe erkennen.
Welch ein Glück für Frankreich, auf einen fianziell omnipotenten Nachbarn zugreifen zu können
Ein Schnippen mit dem Finger, darauf ein hysterisches, entschuldigendes
und unterwürfiges Kreischen wie ein kleines Mädchen aus dem
Bundestag, dass wir deren Notlage erst so spät erkannt haben und
Frankreich ist gerettet.
Wichtig ist dabei nur, dass die Franzosen sich stetig beschweren und so
laut wie möglich protestieren!
Denn die Zahlungswilligkeit unserer Bundesregierung - und wie geil ist
dass denn, das man dabei auf sein unterwürfiges und für
wertlos erachtetes Bezahl-Volk nicht die allergeringste Rücksicht
zu nehmen braucht? Der Traum einer jeden Despotie - verhält sich
proportional zur Hartnäckigkeit der Schuldenstaaten beim
Demonstrieren, Beschweren und Beleidigen der Spender. Selbst bis
Portugal hat sich das von Griechenland ausgehend herumgesprochen und
funktioniert ganz wunderbar.
Interessante Zeiten und noch weit faszinierender, wenn man dabei nicht
die Rolle eines zum staatsgeknechteten Bezahlkasper
Herabgewürdigten spielen müsste.
Die Ratingagentur Moody’s entzieht Frankreich die begehrte Topnote „Aaa“.
Dafür machen die Franzosen den besten Käse und sind nicht so dick wie Amerikaner und Deutsche. Reisen nach Frankreich lohnen sich allein schon des Genusses und der Ästhetik wegen, dafür lasse ich mir die amerikanischen Aaa am Allerwertesten vorbeigehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 13:24 UhrZustimmung!
Stimmt auffallend, besser hätte ich es auch nicht sagen können....
Die Krise ist im Zentrum des eigentlichen problems angelangt.
In FRA, nun geleitet von aufgeblasenen Salon-Bolschewisten, und daran
gebunden DE.
Und? Alle Krisenreaktionskräfte sind verpulvert für
Lügner und Betrüger. Ein Riesenproblem in der Peripherie und
im Zentrum ist die Korruption und der Steuerbetrug. Da wird nix gemacht.
Und die EU ist Teil des Problems nicht Teil der Lösung! GRE hat die
gesamte EU erschüttert. Wirtschaftlich Fliegengewicht, von den
EU-Prozessen her bewertet wie ein Schwergewicht! Welch
verhängnisvolle Bilanz. Neben so vielen Krisen wird die
Politikerkrise mitsamt der politischen und Lobbykorruption nie
thematisiert.
Ein Fehler wie die Geschichte in tausenden von Fällen aufzeigt!
Der Weg geht von Süden nach Norden - und der Weg ist vorgezeichnet
Im Wettlauf der "schlechtesten" Volkswirtschaften in Europa, liegt der Süden vor dem Norden und Frankreich im oberen Drittel. Schuldzuweisungen sind unangebracht. Weder inländische, noch europäische. Alle europäischen Volkswirtschaften sind von der gleichen Krankheit befallen, ausgelöst von Politikern, die Stimmenkauf durch Wahlgeschenke ehrlicher Politik und der Verkündung unangenehmer Wahrheiten vorgezogen haben. Marginal steht Deutschland heute besser da, der Weg nach unten ist allerdings vorgezeichnet. Es gibt keinen erkennbaren Willen beim deutschen Wahlvolk, noch bei den deutschen Politikern, umzusteuern. Gefragt ist nicht eine andere Partei in der Regierung, gefragt wäre eine grundsätzlich andere Politik. Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft, Ehrlichkeit im Umgang miteinander und der schlankest mögliche Staat wäre die Antwort auf das Problem. Es gab/gibt weder hier noch sonst in Europa dafür ein Mandat. Jetzt zahlen wir den Preis dafür - alle miteinander!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 13:46 UhrAufwärts wird es erst wieder gehen, wenn wir ganz unten sind
Die Eliten werden ihren Bunker nicht verlassen und selbst dann nicht
aufgeben, wenn sie bereits unter Artilleriebeschuß stehen. Alles,
wie gehabt. Nur sehe ich weit und breit keine Wunderwaffe. Die ganze
Munition ist bereits verballert ohne Resultat.
Der angedrohte Papierschnippselregen des Zentralbankpräsidenten als
letzte Verzweiflungstat wird wohl auch niemanden mehr beeindrucken und
somit keine Wende bringen. Die Euro-Beerdigungskosten steigen
mittlerweile exponentiell. Ganz Europa wird um Jahrzehnte
zurückgeworfen, die Südschiene wird Dritte Welt in Kürze.
Aber die Ideologie wird nicht aufgegeben.
Wo ist Fegelein?
Für Gauck ist Ist Europa nach wie vor eine "Verheißung", das verheißt nichts Gutes
Gauck kann jetzt sogar mit einem herabgestuften Frankreich mehr Europa
wagen. Ja das stimmt, das Wagnis wird immer größer. Es ist
schon längst unkalkuliuerbar, da soll man am europäischen
Gedanken nicht zweifeln.
Man kann nur froh sein, dass die Rating-Agenturen zweifeln, und zwar
vollkommen zurecht. Frankreich ist fast so fußkrank wie Spanien.
Es ist an der Zeit zu erkennen, dass die Eurostaaten relativ gesund in
den Euro gegangen sind und sich die Arbeitslosigkeit und die
Bonität im Euro gravierend verschlechtert haben, vgl. fortunanetz.
Gauck und die anderen Euroromantiker werden so lange zuwarten bis ganz
Europa Ramsch ist. Das dürfe derweil blitzschnell gehen, weil sich
die ganze Eurozone in der Rezession befindet.
Keine Sorge, der Euro wird auch in Zukunft stabil und erfolgreich sein!
Wirtschaftsflauten und Rezessionen soll es es auch zu DM Zeiten gegeben,
so sagt man jedenfalls...
Sicher haben die Nationalstaaten Fehler gemacht für die nun die
Rechnung präsentiert wird, allerdings gehört der Euro nicht
dazu!
Wenn man besser hingeschaut hätte, was Banken so treiben, ob die
Risiken durch gefährliche Kredite an Unternehmen und Länder
nicht zu groß werden, hätten wir heute keine Schuldenkrise.
Die ganzen Rettungsschirme haben mit dem Euro absolut nichts zu tun,
vordergründig sollen Länder wie Griechenland
"gerettet" werden, defacto gelten die Rettungsanstengungen vor
allem den europäischen Finanzinstitutionen.
Dies mag ja richtig und nachvollziehbar sein, man sollte aber das Kind
beim Namen nennen und nicht immer unsere Währung vernatwortlich
machen. Die ist nämlich so stabil wie seit Jahrzehnten nicht!
Das steht Deutschland auch bald bevor. Und das ist eine Folge des Euro.
Denn ohne Euro gäbe es keine Schuldenunion, die der Schulden in Euroland ebensowenig Herr werden kann, wie die einzelnen Staaten. Die Ursachen der Verschuldung liegen zwar nicht im Euro selbst begründet, aber durch die gemeinsame Währung sitzen alle im selben Boot. Ob sie wollen oder nicht.
ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn in unserem Nachbarland
die negative "Haushaltssituation", überläuft.
Man "schämt" sich bald, bekunden zu müssen, dass
Deutschland wirtschaftlich so gut dasteht!
Die Belastungsprobe der Deutsch-Französichen Freundschaft kommt
noch, - - und vor allen Dingen die durch Frankreich hervorgerufene.
Was Politiker inszenieren ist eine Sache, wie in der Bevölkerung
zueinander gestanden wird eine andere.
S.
"Unabhängige" Rating-Agenturen
Es wird höchste Zeit, eine unabhängige europäische Rating-Agentur zu implementieren. Die enge amerikanischer Firmen wie Moody's zur Wall-Street lassen Zweifel aufkommen an ihrer Seriosität. Denn die USA müssten längst mit Triple C bewertet werden angesichts ihrer hohen Aussen-Verschuldung und ihrer immens hohen Leistungsbilanz-Defizite. Amerika treibt Europa vor sich her und längt gekonnt von ihren eigenen massiven ökonomischen Problemen ab. Die letzten Domänen amerikanischer Herrlichkeit beruhen auf ihrem technologischen Vorsprung in der Rüstungsindustrie und in Bereichen der Computer-Technologie. Die Hinwendung der USA in Richtung Asien zeigt deutlich, wo die USA am ehesten Marktchancen wittert. In Ländern, denen die zunehmende Dominanz Chinas ein Dorn im Auge ist. Natürlich ist Frankreich ökonomisch angeschlagen. Aber wenn Europa endlich mal den großen Wurf wagen würde, mit einer Wirtschaftspolitik aufzuwarten, die eine gemeinsame Sprache spricht, kann man auf Moody's pfeifen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 12:49 UhrOb nun Moody's
nach Ihrer Lesart als "Thermometer" im Sinne der Wallstreet fungiert oder ein "europäisches" nachmißt...nicht das Thermometer verursacht Fieber, es zeigt es einfach NUR an.
Jetzt wissen wir endlich Bescheid
Ganz Europa soll sturmreif geschossen werden bevor es in den USA
abermals zu Verhandlungen über die Erhöhung der
Schuldenobergrenze kommt. Ergo hat Moody's seine "Dicke Berta"
in Stellung gebracht.
Damit hier aber keine Missverständnisse aufkommen: dies ist
keinesfalls Amerikaschelte sondern einzig und allein Kapitalismuskritik.
Wer die Verflechtung Frankreichs mit der Peripherie des Euroraums
moniert, also den sogenannten "Club-Med-Ländern", der hat
es auf das gute Leben abgesehen und will dieses Modell in Trümmern
liegen sehen, bevor es weltweite Vorbildfunktion erhält.
Der amerikanische Traum ist ausgeträumt, da sich herausgestellt
hat, das es eben nicht jeder schaffen kann, wenn er nur tüchtig
genug ist. Und was heisst hier das Bankensystem Frankreichs sei zu
gross? Ist das US-Bankensystem etwa kleiner?
Sorry, aber wir Europäer müssen uns gegen diese
anglo-amerikanischen Zynismen geschlossen zu Wehr setzen, zur Not mit
einer 10jährigen EURO-Schwäche.
Die Bomben in Frankreichs Tresoren.
Ich wies bereits vor 18 Monaten darauf hin:
"Das Geld der Mitgliedsländer der Westafrikanischen
Währungsunion (UEMOA) und der Zentralafrikanischen
Währungsunion (CEMAC) sowie der Komoren zu einer festgelegten
Parität in Euro konvertierbar.
Das vom damaligen EU-Ratspräsidenten,dem ehemaligen österr.
Finanzminister R. Edlinger (SPÖ), unterschriebene Dokument hat es
durchaus in sich: Einige der ärmsten Staaten Afrikas,allesamt
einstige Kolonien Frankreichs,wurden an die Eurozone gekoppelt, ohne
dass die EZB irgendeinen nennenswerten Einfluss darauf
hätte.Dummerweise wurde die afrikanische Währungsunion nicht
nur an den Euro gekoppelt, sondern Frankreich hält Milliarden von
deren Anleihen".
Weiterhin sind Frankreichs Banken schwer in Gr., Italien und Spanien
involviert, aus denen sie ohne massive, staatliche, d.h. EU-Hilfen
nicht mehr herauskommen. Mir war seit Beginn der Finanzkrise klar, dass
Frankreich für uns der Grabstein wird. Unseren Volksverrätern
in Berlin sicher auch.
verliert Schwanzfedern. Ein Ringelschwänzchen kommt zum Vorschein...
1. Im wesentlichen frz. Banken und die schweizer Nationalbank frz.
Staatanleihen kaufen, und bei der EZB hinterlegen. Letztere hat die
Sicherheitskriterien fuer GR, P, S, I schon so gesenkt, dass es keiner
merkt - in sofern hat der Coba Mann Recht: Ratings spielen keine Rolle,
die EZB kauft blind.
2. Fitsch hat einen frz. Mehrheitsaktionaer, die Herabstufung duerfte
noch eine Weile dauern.
3. Der EZB reicht auch ein "proxy" (aka andere Laufzeit)
Rating einer obskuren canadischen Rating Agentur, um weiterhin von AAA
auszugehen.
4. Spannend duerfte es "nur" fuer das Garantievolumen des
EFSF, ESM sein, bei denen die Ratings noch eine Rolle spielen. Aber da
faellt Herrn Regling sicher was ein, bzw. hat er letzte Woche schon
umgesetzt, denn diese Aktion kam bestimmt nicht ueberraschend. (siehe
das Riesen buhaa um den Frankreich Economist Artikel - von dem nur in D
nichts zu hoeren war....)
Wer hat da von wem abgeschrieben, und warum berichtet die FAZ nicht?
Nicht Griechenland, Spanien oder Italien ...
... sind das größte Problem der Eurozone, es ist FRANKREICH! Frankreich ist weder reformfähig noch reformwillig. Mit dem Sozialisten Hollande an der Spitze geht Frankreich den Weg Griechenlands, nämlich in die Pleite.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 11:13 UhrDAS PROBLEM - ist die Waehrungsunion zwischen D und Frankreich
GR, S, I u.a. sind im Euro, damit der Gegensatz zw. D und F nicht so
auffaellt. DAS PROBLEM ist der Euro, der zusammenbringt, was nicht
zusammengehoert.
Und pleite - sind wir alle - mehr oder weniger. So sehr ich den dt. Euro
Austritt befuerworte, es wird grausam, da werden Verluste sichtbar,
wertlose LV's etc.......
Nur, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken..... ohne Ende.
EU-Geldvernichter fordern jetzt wieder Restriktionen der Ratingagenturen statt....
...das Übel an der Wurzel zu packen: Schluss mit dem Rettungswahnsinn auf Kosten fleißiger Steuerzahler zu Gunsten von Ländern, die jetzt und ganz sicher auch künftig mit asozialer Schuldenmentalität über ihren Verhältnissen leben und dafür Sponsoren in anderen Ländern suchen.
Nach mehr als sechs Monate im Amt ist also die Vorgängerregierung
Schuld. Tsstsstss...
Angesichts der Tatsache, dass von den Sozen zuerst das Rentenalter
zurückgefahren wurde und die Reichen als das eigentliche Problem
Frankreichs ausgemacht waren stellt sich die Situation in F dar wie ein
Formel Eins Bolide am Start im Rückwärtsgang.
Bis die gedreht haben wird sich die Erinnerung an ein Triple-A
längst aufgelöst haben. Wie die das nach Mitterand
überhaupt je erreicht haben ist schon ein Wunder. Der hatte den
Franzosen seinerzeit ja eine ähnliche sozialistische Schaumglocke
aufgesetzt, allerding bald gemerkt dass zum Laufen auch Bodenkontakt gehört.