20.03.2010 · Petros Christodoulou will ohne Hilfen des Internationalen Währungsfonds auskommen. Wie er die 54 Milliarden auftreiben will, die das Land 2010 für Kredite bezahlen muss, erklärt der Schuldenmanager des griechischen Staates im F.A.Z.-Gespräch.
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""Sie versichern also den Anlegern, dass Sie aus eigener Kraft die Kredite ..."
Werter Herr Brian Hayes,
ich habe mir die Mühe gemacht, einige Ihrer ungezählten Kommentare zur griechischen Krise zu lesen oder zu überfliegen... Wow, Hut ab vor soviel Engagement und Leidenschaft!
Bei vielen Ihrer Kommentare vermisse ich eine gewisse, Ihrem Volk häufig (wie ich finde, zu Unrecht!) unterstellte Fair-ness, aber ich kann mir noch nicht erklären, woher dieses unangemessene und verbissene Verhalten rühren mag?! Glauben Sie, auf diesem Weg "deutschen" Beifall und Bestätigung für Ihre überzogene Griechenlandschelte zu bekommen?
Ich gestehe: ich bin Grieche. Somit doch schließlich ein Betrüger und verdiene deshalb die höchste, nur denkbare Strafe: den Ausschluss aus dem Kreis derer, die einen gewissen Respekt verdienen!! Ich werde freiwillig meine Menschenrechte zurückgeben ... wenn ich dadurch nur in Ihrer Gunst wieder aufsteige, Herr Hayes.
Auch habe ich als Grieche natürlich an dem Betrug meiner Regierung mitgewirkt und mich in hohem Maße wirtschaftlich bereichert, ähnlich wie Helmut Kohl bei der Leuna-Werke- Geschichte, Franz-Josef Strauß bei der Starfighter Mär und so weiter und so weiter.
Ihnen, als rechtschaffenem Briten galten Jesu Worte ganz besonders: "Wer frei von Sünde, der werfe den ersten Stein" .
Defizitreduktion? Dass ich nicht lache! - Gerhard Meier-Dünnhaupt
Werter Herr (Meier-) Dünnhaupt,
ja, Sie haben uneingeschränkt Recht! Das griechische Scheitern mit der Bemerkung vorweg zu nehmen und auch noch damit begründen zu wollen, dass "nicht einmal Deutschland" das schaffen könnte, ist eine sehr einleuchtende und mit keinem sachlichen Argument, vom Tisch zu fegende "Realität"!
Ich lache gern mit Ihnen, zumindest auf dem einen Auge. Auf dem Anderen hingegen werde ich trauern: um soviel vergeudete Worte und zerschlagenes Porzelan auf allen Seiten, des scheinbar immer tiefer werden Grabens, der sich durch die Eurozone zieht ...
Sollten Sie mit Ihrer "Prognose" Recht behalten, soll ich Dünnhaupt heißen!
Herzliche Grüße
Andreas Dünnhaupt-Loizidis ;-)
Defizitreduktion? Dass ich nicht lache!
Wenn die Griechen ihr Defizit von 12,7% auf 3% drücken können, dann will ich Meier heißen, denn das hat nicht einmal Deutschland fertiggebracht und wird es bekanntlich auch in den kommenden zwei Jahren noch immer nicht schaffen.
Ich drücke die Daumen! Chapeau!
Guter Artikel - schlechte Bildunterschriften
Ein informativer Artikel, der gut die Reihe sachlicher Artikel der FAZ zur Euro-Schuldenkrise ergänzt. Schade nur, dass der Bildtextler wohl sehr wenig Ahnung von Athener Örtlichkeiten und Geschichte hat. So ist die Akropolis kaum als Symbol der Baufälligkeit zu nehmen...als diese gebaut wurde und wesentlich erst in der Neuzeit als Pulverlager der Türken explodierte, mußten die wenigen Bewohner deutscher Landen noch ein paar Tausend Jahre auf das deutsche Wirtschaftswunder warten...das NUN schon baufällig ist...hmmm
Man holt sich also die deutschen Steuergelder auf dem Umweg der naechsten Finanzkrise rein...
"Sie versichern also den Anlegern, dass Sie aus eigener Kraft die Kredite
zurückzahlen werden?"
"Ja".
Genau das wollen wir hören.
Jetzt müssen nur die Taten folgen.
Und zwar die nächsten 50 Jahre lang.
Man stellt sich die Frage, wieso erst jetzt ein Interview mit dem obersten griechischen Schuldenmanager geführt wurde. Stattdessen ließ man viel wertvolle Zeit verstreichen, in der hier und in anderen Zeitungen viel sensibles Porzellan zerdeppert wurde — von vielen nationalistischen, gänzlich unreflektierten Stammtischkommentaren mal ganz abgesehen. Danke, FAZ.
Eigenartig, dass dieser Artikel von all den Lesern nicht so bombardiert wird wie die anderen Griechenland-Beiträge. Ist der Ihnen allen zu nüchtern oder einfach zu kompliziert um einen (weiteren) "Bashing-Artikel" auf die Griechen zu schreiben?
Schauen Sie, die FAZ hat sich sogar die Mühe gemacht, im Artikel ein kleines Bildchen zu platzieren (um ein wenig mehr Stimmung rein zu bringen) mit dem passenden Kommentar: "Baufällig wie die Akropolis: der griechische Staatshaushalt".