05.08.2012 · Die Prüfer, die Griechenlands Sparfortschritte beurteilen, sprechen von Fortschritten. Aber sie wollen schon im September wieder kommen. Deshalb bekommt Griechenland vorerst kein Geld aus dem Hilfsprogramm - sondern von der EZB.
Von Tobias Piller und Werner MusslerRichtlinien für Lesermeinungen
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Troika attestiert Griechenland "Reformwillen"
Steht in einem Arbeitszeugniss z.B. "Herr X. war bemüht den Anforderungen zu entsprechen", so ist das eine nette Umschreibung für "Vollpfeife".
"Haushaltskürzungen seien aber immer noch einfacher zu
realisieren als fundamentale Reformen,"
Genau hier liegt der Hund begraben.
Sollten sich die Blockierer durchsetzen, bleibt GR dauerhaft ein Klotz
am europäischen Bein. Ein Klotz, von dem die Eurozone sich dann
schleunigst befreien muss.
Wenn es jedoch gelingt, die notwendigen Veränderungen umzusetzten,
wird das Thema "Griechenland" zu Recht als eine der
größten Erfolgsgeschichten überhaupt in die Geschichte
eingehen. Eine Revolution, die jenen der osteuropäischen Staaten am
1989 ebenbürtig ist.
Daß der Reformwillen Griechenlands bisher übersehen wurde,
liegt wohl in unseren mangelnden Geschichtskenntnissen. haben doch die Griechen schon zu Zeiten der Mittelmehrwährungsunion (ca 1864 bis ca 1927) diesen Willen mehrfach bekunden müssen. Auch im Vorfeld der Aufnahme in die EUROzone ist dieser Wille mehrfach mündlich und schriftlich dokumentiert.
nur noch Schäuble: "Wir sind auf ein guten Weg....". Fragt sich nur wohin der Weg führt?
... scheinen die allermeisten "Rettungsmaßnahmen" nur
dem Zweck zu dienen, dass die Diebe ihre Beute behalten können.
Wer sich vor allem im Bankensystem oder im politischen bzw.
Bürokratieapparat bereichert hat, soll so lange wie möglich
stabile Verhältnisse haben. Der "normale" Bürger
kriegt seit Jahren von den hunderten von Milliarden
"Rettungsgeldern" praktisch nichts mit.
Mit dem, was sich so abspielt, werden viele überzeugte
Europäer und gute Steuerzahler ihre Einstellung überdenken,
falls nicht schon geschehen.
Der gegenwärtige Zustand Europas ist absurd, er gehört
dringend geändert statt gerettet.
Für wie blöd halten die einen eigentlich?
Das ist doch alles nur noch krank. Griechenland soll um jeden Preis
gerettet werden, deswegen ist es völlig egal bzw. steht vorher
schon fest, was bei den sogenannten Kontrollen herauskommen wird.
Interessant könnte höchstens noch sein, wie der Rechtsbruch
diesmal verbrämt wird.
Was es bedeutet, wenn in (Arbeits)Zeugnissen etwas von Bemühen und Potenzial steht...
Die Griechen haben bestimmt auch den Willen
zum Mond zu fliegen, nur werden sie es nie tun. Diese Naivität und Dummheit der EU ist durch nichts mehr zu übertreffen!
Zur Feier 2-er Bronzemedaillen+ zum Plaudern übers Sparen: Griechenland mietet für 190.000 €
... pro Woche den Carlton Club in der royalen St. James’s Street.
Der Carlton Club bezeichnet sich selbst als "ältesten
elitärsten und wichtigsten aller konservativen Klubs" Londons.
Die Mittel für die noble Repräsentanz des Pleitestaates wurden
aus Geldern der staatl.Lotterie
Griechenlands abgezweigt , einen weiteren Teil schoss die offenbar
feierkundige griechische Handelskammer in London zu.
Reformwille heißt nicht, Reformen anzukündigen oder gar zu versprechen das hat Griechenland schon oft genug getan. Reformwille heißt, Reformen auch umzusetzen. Und das hat Griechenland in zwei Jahren so gut wie nicht getan. Wenn die Troika das nicht berücksichtigt, dann soll sie ihre Arbeit ergebnislos beenden. Wie lange will man den deutschen Steuerzahler eigentlich noch an der Nase herumführen? Griechenland schuldet Europa etwas: nämlich Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.
Wenn Griechenland reformiert und Bayern sich nicht ändern will
Dann wäre es wohl das Beste, die EU trennt sich von den Bayern. Mit unsolidarischen Volksstämmen sollte sich Europa nicht lange herumärgern.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.08.2012 10:24 UhrGute Idee
Gäbe es einen unabhängigen Staat Bayern, ich wäre schon gestern dahin ausgewandert.
Wenn Bayern aus der EU, dem Euro und aus Deutschland austreten würde,
und dann noch eine gute Politik a la Schweiz einführen würde,
dann würde Bayern neben der Schweiz die Spitzenposition in Europa einnehmen.
So einfach ist das.
Die einzige Frage ist, warum die das nicht machen?
Schön wärs
dann könnte man auswandern ohne Deutschland verlassen zu müssen.
Ich dachte immer, die armen Troikaner müssen immer wieder nach
Griechenland und in verstaubten Büros mit missmutigen Beamten herum
sitzen und jeden Beleg kontrollieren.
Gott sei Dank habe ich mich da wohl geirrt. Sie führen produktive
Diskussionen, wahrscheinlich in angenehmer Atmosphäre, denn da hat
Griechenland ja schöne Plätzchen zu bieten.
Und im September ist das Wetter da auch noch ganz passabel, nicht mehr
so heiß. Da läßt es sich noch produktiver diskutieren.
heute in griech.Zeitung: "proslipseis" : ca 6000 neue Beamte werden eingestellt
heute titelte "ta nea-online" , dass in diesen Tagen ca 6.000
Tausend neue Beamte eingestellt werden und zählte auch gleich die
Ressorts auf.
Das Ressort Steuerprüfung war übrigens nicht darunter.
Wir werden völlig verschaukelt - die Troika hatte heute einen
klaren vorformulierten Text, den sie der Presse mitzuteilen hatte. Es
wird weiter auf Zeit und unser Geld gespielt, bis der BGH unseren
endgültigen finanziellen Untergang und unsere Entmüdigung
durchgewunken hat.
bitte mehr Info
Welche Ressorts waren's denn? Und wer hat für die Einstellungen gesorgt?
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!
Der Volksmund weiß es besser als die Troika-Experten und alle Politiker, die die gemeinsame Währung bis zur letzten deutschen Euro verteidigen wollen. Griechenland ist nur durch eine unglaublichen Betrug in die Eurozone aufgenommen worden und hätte allen schon nach dem Auffliegen sofort wieder ´rausgeworfen werden müssen. Seit drei Jahren führen die griechischen Politiker den Rest Europas an der Nase herum. Keine einzige ernsthafte Reform, um die vollständig selbstverschuldete Krise zu bekämpfen, wurde umgesetzt, aber es gibt immer neues Geld. Und selbst wenn tatsächlich bis 2014 11 Milliarden Euro eingespart werden, so ist das bei 360 Milliarden Euro Staatsschulden lächerlich. 80 Milliarden Euro deutscher Steuergelder, die bisher zur Rettung Griechenlands eingesetzt wurden, sind doch längst verloren. Warum um Himmels willen sollen jetzt noch weitere Milliarden dort versenkt werden? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
Offensichtlich hat die Troika und die Politik die Strategie geändert. Es gibt jetzt fürs Ankündigen von Sparmassnahmen Wohlwollen und Lob und vermutlich Geld. Darin haben die Griechen Übung. Ob die Ankündigungen realisert werden, interessiert anscheinend nicht mehr, sonst dürfte es kein Geld geben, denn realisert wurde nach der letzten Ankündigung im März so gut wie nichts. Jetzt wird auch klar, warum Politiker auf das Prüfungsergebnis der Troika im September verweisen. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie das Ergebnis aussieht, es wurde der Troika ja quasi von der Politik vorgegeben. Die strikte Linie Geld gegen Auflagen wurde faktisch gebrochen, das haben mittlerweile auch die Griechen verstanden, auch Irland und Portugal, Spanien und Italien werden lernen. Es wird nur Theater für die Öffentlichkeit gespielt. Wir sind in der Transferunion angekommen.
So langsam habe ich echt ein ungutes Gefühl. Ist das noch Demokratie?
Ist das alles noch Demokratie?
Wir bekommen ein Gemeinschaftwährung. Die Masse der
Bevölkerung in Deutschland sah das schon zu beginn sehr kritisch.
Kritiker wurden belächelt, verspottet und Mundtod gemacht. Ich kann
mich noch gut an die Anzeigen des Effektenspiegels Herausgebers
erinnern. Kohl treibt uns mit seinem Euro Wahnsinn in den Untergang. Ich
glaube in der FAZ gab es diese Anzeigen auch!
Und jetzt kommt es noch schlimmer. Nach knapp 10 Jahren schlagen die
wirtschaftlichen Unterschiede voll durch. Vorweg die Verschuldung im Süden.
Jetzt muss diese Währung um jeden Preis gerettet werden, koste es
die Deutschen was es wolle.
Nebenbei schaffen wir die Demokratie ganz ab ob wir jemals eine hatten
steht auf einem anderen Blatt.
Welch ein Desaster! ! ! !
Ich bin gespannt auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Aber ich
bin wenig optimistisch.
Egal wie die sache ausgeht. Eines steht schon jetzt fest:
Verlierer ist der Mittelstand in Deutschland ! !
Verlierer
Herr van Mark,
ich stimmer Ihnen völlig zu.
Aber Verlierer ist generell der Mensch, denn keiner entscheidet mehr.
Das Volk zahlt Steuern und darf Leben. Immerhin.....
Aber ich bin wirklich von der Menscheit enttäauscht, denn es
reagiert keiner mehr.
Sind ja die meisten nur FB Demonstranten......bloss nicht nass werden.
Ausser.........es geht um einen Bahnhof, dann hört aber der Spass
in D auf.
Demokratie?
Kohl hat es immer betont, dass wir eine parlamentarische Demokratie haben. Übersetzt heist das, eine parlamentarische Parteiendiktatur.
Gibt es ernsthafte und erfolgreiche Bemühungen, die ausstehenden Steuern......
griechischer Bürger im In-Und Ausland sachgerecht zu besteuern, um die Einnahmeseite zu verbessern. Bei den vielen Milliarden im Ausland einschl. Immobesitz lohnt sich das Eintreiben schon.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.08.2012 09:49 UhrAntwort:
Ja, zumindest im Inland.
In der Pre-Euro-Zeit wurden die (selbständigen) Griechen
übrigens nach dem Wert ihrer Autos besteuert - wer also seine
üppigen Einnahmen in einem standesgemäßen Fahrzeug zum
Ausdruck bringen wollte, hat vom Finanzamt die entsprechende Rechnung kassiert.
Das musste fallen genauso wie die exorbitanten Zölle (oder
Sonderabgaben, ich bin mir nicht mehr sicher), die Neuwagen
ungefähr doppelt so teuer gemacht haben wie in Deutschland.
Auf die Milliarden in der Schweiz und in England hat man keinen Zugriff
- sind ja souveräne Staaten und die werden sich hüten, die
geschätzten griechischen Investoren ans Messer zu liefern.
Wahr ist, ab einem bestimmten Vermögensstand ist die volle
Steuerleistung eine freiwillige Sache. Von den 4 von Tantiemen immer
noch prächtig verdienenden Abba-Mitgliedern wohnen auch 3 in
Steuerparadiesen, nur Agnetha ist stur in Stockholm und zahlt sich dumm
und dämlich.
Um Reformwillen zu attestieren, bracht niemand eine Troika. Gefragt ist die GR-Vertragserfüllung!
Nach den bisherigen Erfahrungen mit GR aus dem prekären
griechischen Zahlungs- u. Leistungsverhalten sowie dem erschwindelten
GR-EU-Beitritt sowie den vielen leeren Versprechungen ist es geradezu
lächerlich, wenn die Troika GR-Reformwillen "attestiert".
Das hört sich gut an, aber nur für sehr Dumme.
Aufgabe der Troika kann es nicht sein, Willensbekundungen von GR
auszuloten, sondern ihr obliegt es, die 100e Punkte zu kontrollieren,
die GR zu erfüllen hatte.
Es ist davon auszugehen, dass diese Troika im Sep sich noch
zusätzliche beschöningende Worte zum bisherigen Versagen von
GR ausdenkt, damit die unfähigen €-Retter wieder teueres Geld
an das insolvente u. zu Leistungen vorerst unfähige GR versenden
kann.
So funktioniert das Netz der €-Schummelunion: Die Troika-Kontrolle
gerät immer mehr zur Farce. Die bösen Rating-Agenturen werden
wüst vermaledeit. Und das alles nur, damit wieder der
€-Bürger Geld nach GR fließen kann, zur vermeintlichen
Rettung des €.
D zahlt alles.
Reformwillen gibt es, Ergebnisse keine.
Blödes Geschwätz um politisch motivierte Geldverbrennung zu rechtfertigen.
Wann endlich wird agressiv gegen diese EZB-Betrügereien (reine Staatsfinanzierung) vorgegangen?
Wann endlich wagen unsere Politiker den Aufstand gegen diese Gesetzesbrüche , die zu 27 % mit deutschem Steuergeld erfolgen, ohne dass Deutschland dem offiziell zustimmt. Wie weit darf Draghi uns ungestraft in die Tasche greifen? Wo bleibt Herr Seehofer, abgetaucht? Von unserem Finanzminister und seinem Anhang Merkel ist da sicher wenig zu erwarten, außer heimlicher Zustimmung zu einem weiteren Schritt zur Abschaffung des deutschen Wohlstands.
Tobias Piller Jahrgang 1962, Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.
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