Griechenland wird nach den Worten von Österreichs Finanzministerin Maria Fekter mehr Zeit zur Rückzahlung seiner Schulden an die internationalen Geldgeber bekommen. Allerdings darf die Regierung in Athen nicht mit zusätzlichen finanziellen Mitteln rechnen.
In einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung „Österreich“ sagte Fekter auf die Frage, ob Griechenland einen Zahlungsaufschub erhalte: „Ja, wir warten jetzt einmal den Troika-Bericht ab, und Griechenland muss noch einiges auf die Schiene bringen, aber wir werden einen kostenneutralen Aufschub erreichen.“ Sie führte ihre Äußerung nicht näher aus.
Prüfer legen Bericht im Oktober vor
Die Gläubiger-Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission überprüft in Athen die Spar- und Reformschritte. Nach den Worten des griechischen Finanzministers werden die Prüfer ihren Bericht in der zweiten Oktober-Hälfte vorlegen. Ohne Zahlungen der internationalen Geldgeber droht Griechenland die Staatspleite. Am Donnerstag hatte Griechenland angekündigt, 40 Inseln verpachten zu wollen.
Seit Monaten fordert das Land für seinen Schuldenabbau zwei Jahre mehr Zeit. Das rund 11,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm könne leichter bewältigt werden, wenn es auf vier statt bislang zwei Jahre angelegt werde, sagte Ministerpäsident Andonis Samaras. „Wir sprechen von einer Streckung bis 2016.“
IW-Chef Michael Hüther: Zehn Jahre Sanierungszeit
Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, plädierte derweil für einen Zeitraum von zehn Jahren, damit Griechenland seine Wirtschaft sanieren könne: „Die Aufgabe, vor der Griechenland steht, braucht eine Dekade. Das hat man bei der Transformation osteuropäischer Länder gesehen. Im Grunde geht es hier um einen ähnlichen Entwicklungsprozess“, sagte Hüther.
Im Gegenzug forderte er von Griechenland, ein „europäisches Beistandsrecht“ zu akzeptieren. „Das sporadische Überprüfen der griechischen Politik wird in ein laufendes Monitoring überführt“, schlug der IW-Chef vor. „EU-Beamte, die dem Währungskommissar unterstellt sind, sitzen dann ständig in Athen und sorgen dafür, dass Beschlüsse des griechischen Parlaments im Rahmen des Rettungsprogramms auch durchgesetzt werden.“
Die Märkte haben entschieden!
Dennis Dovidat (consulter1976)
- 17.09.2012, 10:27 Uhr
Was muss in GRE konkret geschehen?
Carsten Berg (Carberg)
- 17.09.2012, 09:27 Uhr
Man muss in GRE "funktioniert" haben, um zu wissen, auch 10
Jahre helfen da nix!
Rolf Huchthausen (huchthausen)
- 17.09.2012, 09:07 Uhr
Schulden
Markus Höppner (MarHop)
- 17.09.2012, 08:58 Uhr
GR wird weiter gesponsert, war doch klar
Closed via SSO (waltk)
- 17.09.2012, 08:39 Uhr