21.09.2012 · Die Kontrolleure der internationalen Geldgeber Griechenlands unterbrechen ihre Arbeit in Athen - nun bereits zum dritten Mal. Der Zeitplan gerät damit immer weiter in Verzug.
Von Werner Mussler und Tobias PillerRichtlinien für Lesermeinungen
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Ach, regen wir uns doch nicht so auf ....
... die Griechen sind ein charmantes und nettes Volk, die immer hart
für ihre Aufnahme in die EU gearbeitet habe. In Italien und Spanien
und Portugal hat man Verträge noch nie so ernst genommen. Das ist
doch eine tolle Sache, es wird hat halt gezahlt, wenn das Wetter
schön ist und wenn's nicht geht, auch gut.
Wir sollten in Deutschland nicht diesem Rigorismus anhängen und uns
wie die Dummen an die Buchstaben der Gesetze heften. Wir haben doch
gelernt: rote Linien können überschritten werden, was
interessiert uns das dumme Geschwätz von gestern und Verträge
sind doch das Papier nicht wert und dienen der Beschäftigung von
ein paar Juristen.
Die ganzen Euroverträge sind eh sittenwidrig, daher sollten wir das
nicht zu eng sehen und uns nicht sklavisch daran zu halten versuchen. Es
sind halt nur "grobe Richtungsvorgaben" für die Dummen,
die cleveren machen's anders. Darauf ein Prosit!
Womöglich sind die Kennzahlen dermaßen schlecht, dass man sich darauf verständigt hat, sie erst kurz vor Weihnachten zu veröffentlichen. Dann tritt die komplette Politikerriege einig in affektierter Betroffenheit vor die Kameras und drücken kräftig auf die Tränendrüse des ohnehin schon leicht zu manipulierenden Pöbels. So wird der Weg geebnet für das nächste Hilfspaket, einen noch größeren Rettungsschirm, die nächste "rote Linie"... Alle Jahre (bzw. Monate) wieder.
Ich würde ja gern mal die "Troika" begleiten
...einfach mal so, zum Spaß, oder aus Langeweile, mal sehen, was
denn "die Troika" den ganzen lieben Tag lang so macht, damit
es endlich Abend werden kann. In meiner Phantasie sitzen da Troikaner
mit ihren Troiki in Athener Straßencafés bei Ouzo, Retsina,
Gyros und Tzatziki. Keinesfalls tauchen Bilder auf wie bei meiner
letzten UST-Prüfung durch hiesige das Fin-Amt.
Mal im Ernst, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie die
"Troika" mit echter Arbeit beschäftigt sein sollte. Und
damit ist die "Troika" ist im Verhältnis zu denen, die
man diesen Blödsinn glauben machen will, zu teuer. Teurer als das
Flugticket zu unseren Goldreserven.
Die Troika erkennt nichts, sagt nichts, bewirkt nichts. Die Troika ist
eine Institution wie sie im Roman "Per Anhalter durch die
Galaxis" nicht hätte besser erfunden sein können. Aber
dort gab es immerhin schon eine Raumschiffreise mit Einwegticket -
für alle Versicherungsvertreter und Banker.
Wenn mir als Strafe angedroht wird, was ich mir wünsche, begehe ich die Straftat vorsätzlich
Das war schon zu Zeiten der alten Griechen so (Aristoteles ua), und das ist heute nicht anders. Ich kenne es aus meiner Gerichtszeit nach dem Kriege: Wollte ein Landstreicher im warmen Gefängnis ernährt werden und überwintern, beging er eine dafür geeignete und ausreichende kleine Straftat und wurde vom Amtsrichter entsprechend verurteilt, manchmal mit Augenzwinkern des Richters. „Die Griechen“ (nicht alle, aber viele) wissen das. Nur Frau Merkel weiss es nicht. Denn ihre Dialektik ist nicht diese, sondern eine andere. Sie stammt aus der Schule von Karl Marx und ist unauslöschlich wie die Muttersprache: Albert Einstein sprach in seinen letzten Tagen nur Deutsch. Facit. „Die Griechen“ bleiben Bettler, werden aber weder verhungern noch erfrieren. Denn Frau Merkel will sie um jeden Preis im Euro halten. Dieser ist für die Griechen Gefängnis und Hilfe zugleich. Sie werden weder verhungern noch erfrieren. Aber es gibt für sie keinen Frühling. Diesen gäbe es nur mit der Drachme.
Troika ohne Suchwunder-Erlebnis, GR steht wieder vor Geldautomaten, Merkel mit dt. ecKarte daneben!
Die Pfarrerstochter möchte sich nach ihrem Schwächeanfall, der
zum Bruch ihres Abehnungsgelübdes führte, in der draghischen
Riege der €-Rettungsbesessenen zulasten von D bewähren.
Den draghischen Gelddrucker ohne Grenzen freut der Zulauf zu seinen
Vasallen, Schäuble ist auch schon da.
Nachdem die €-Dilettantenerde mit Juncker, Barroso, Barnier,
Schulz, Merkel, Schäuble & Co die Geldgiftspritzenkur für
GR fortsetzen möchte, ist das Ergebnis der Troika schon heute
Makulatur.
Nur besonders Dumme glauben daran, dass die EU mit ihren verzweifelten,
aber völlig nutzlosen Troika-Besuchen die Griechen dazu bringt, den
Umbau ihres morbiden Wirtschafts- u. Staatsapparats zu beginnen.
Dazu bedürfte es zunächst der Entlassung der unfähigen,
korrupter Beamten u. der Deportation der korrupten Politiker auf
unbewohnte griechische Inseln, damit sie keinen Schaden anrichten u. den
Fortschritt nicht mehr sabotieren können.
Nur dann können sich die vielen lieben guten Griechen wieder freuen.
Das übliche Chaos. Und denen gibt man Mrd. €.
Einem Kunden, der seine Unterlagen derartig chaotisch präsentiert, würde keine Bank etwas leihen. Aber dem Staat Griechenland, der in seinen Grundfesten erschüttert ist leiht man Geld. Anstatt Griechenland umfangreiche Hilfen nach einer Staatspleite zu garantieren, schiebt man diese Entscheidung immer weiter auf. Nur wegen der Wahl in den USA kann ich mir dies kaum erklären, denn schließlich gibt es ja nächstes Jahr auch Wahlen in Deutschland und A. Merkel geht es doch nur um die Erhaltung ihrer Macht. Oder will man das Chaos etwas besser aussehen lassen, bei Griechenland scheint aber selbst dies unmöglich.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.09.2012 14:24 UhrDas Chaos
hat zwei Ursachen: Erstens die Unfähigkeit, Ordnung in den eigenen Sauladen zu bringen und zweitens soll ja gar niemand einen konkreten Überblick über die Sachlage bekommen, weil dann ja auf alle Fälle weiter gezahlt wird.
"Monti spendete Lob für Samaras und sagte, Griechenland solle
auf dem bisherigen Reform- und Sanierungskurs weiterfahren."
Im Klartext:
Monti sagt damit es reicht völlig aus Versprechen zu machen,
gehalten brauchen die Versprechen nicht zu werden - Italien hat
schließlich dieselbe Strategie.
Da sind also mediterrane Lebenskünstler unter sich. Und alle wissen
dass Merkel & Co, sowie die geballte Politiker-Intelligenz aus
CDUCSUFDPSPDGrünen voll hinter diesen
Über-Lebenskünstlern stehen, wie immer alternativlos.
Vor allem fragt man sich, was da Monti zu entscheiden hat.
M. Monti will doch bald selbst etwas für sein Italien. Das Beziehungssystem zwischen Gläubiger und Schuldner ist da etwas durcheinander geraten.
Während in D die gesamte Staatsmaschinerie in Bewegung gesetzt
wird, sollte jemand ein 5-Euro Falschparker-Ticket nicht bezahlen,
werden die (nicht vorhandenen) "Fortschritte" in GR immer
weiter verschleiert und verschleppt.
Und Schäuble wird dann wieder davon schwafeln, daß GR
"auf einem guten Weg ist".
Es ist zum Brechen...
Am Rande.
In Dusseldorf, Bericht der RP vorletzte Woche, wurde ein 82 jähriger, unbescholtener Rentner, der ein 10 EURO Ticket nicht bezahlt hatte, von einem Polizisten zu Hause abgeholt und sollte in Erzwingungshaft verbracht werden. Es kam zu einem Gerangel und er wurde deshalb zu 800 Euro Geldstrafe verurteilt. Das Ticket hat er beahlt. Kein Witz!
Der Bericht wird jetzt endgültig ad calendas graecas verschoben.
....die Troika prüft abschliessend, ob sämtliche griechischen
Staatsanleihen, die sich ehemals im Besitz privater und institutioneller
Anleger befunden haben, an die EZB und europäische Rettungsschirme
(=Steuerzahler) weitergegeben wurden. Dieser Prozess ist scheinbar noch
nicht abgeschlossen - habt Geduld. Erst dann kann der endgültige
*Schuldenschnitt für Griechenland* von den EU Rettungspolitikern
verkündet werden. Somit haben sich dann hochverzinste griechische
Staatsanleihen für die *Märkte* gelohnt. Weiter so! In Spanien
und Italien gibt es noch viel zu holen.
Troika-Suchwunder in GR bis jetzt nicht eingetreten, aber bald kommt der Weihnachtsmann!
Bei penetranter, wiederholt umterminierter Suche nach dem, was es in GR
geben soll, aber nicht gibt, bleibt für die Troika nur noch die
Hoffnung, dass der Weihnachtsmann mit einem Suchwunder aufwartet.
Vielleicht in Form eines Potemkinschen Dorfes!
Dabei wissen alle Beteiligten schon aus der Zeit vor dem 2.
Rettungspaket, dass überhaupt keine Aussicht besteht, dass GR seine
Schulden zurückzahlen kann.
Leider hat Merkel unsinnigerweise gewünscht, dass GR im €
bleibt. Darüber freut sich das Schummelnetz Draghis u. seiner
Brüsseler dilett. Helfer, kann es doch bald wieder die nach oben
völlig offene draghische Wundertüte in Aktion sehen.
Allmählich scheint auch die Troika - endlich - kapiert zu haben,
dass das Hauptproblem der GR-Misere der riesige unfähige u.
korrupte griechische Beamtenapparat bei ähnlich veranlagter
Politikerriege ist.
Nicht bei den Schulden ist der Schnitt zu machen, sondern bei der Mio
unfähiger Beamten, in GR, Brüssel u. bei der EZB!
"IWF will kein zusätzliches Geld an Athen zahlen"
- Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich nicht an
zusätzlichen Kosten für die Griechenland-Rettung beteiligen.
"Jede zusätzliche Finanzierung wird ausschließlich aus
Europa kommen", sagte der Vertreter Griechenlands beim IWF, Thanos
Catsambas, in einem Interview mit der griechischen Zeitung
"Kathimerini". Der IWF habe seine "Möglichkeiten
erschöpft", -
(bei finanzenpunktnet)
.
Angeblich soll auch lt BMF nicht über einen weiteren
Schuldenschnitt diskutiert werden.
Da eh alles meistens Lügen sind, weiss man nicht was von all dem zu
halten ist.
Sollte doch eine neuer Schuldenschnitt gemacht werden, wird die EZB mit
zahlen müssen.
Dann ist das dumme Argument, dass es "uns bisher nichts
kostet" widerlegt.
Ja, ist denn der Sachstand so schrecklich ...
... Dass man einen Monat extra braucht, um den Bericht soweit
aufzuhübschen, dass man weiter Dienst nach Vorschrift, heißt
Brüsseler Vorgaben machen kann? Muss ja eine ganz besondere
Herausforderung sein.
Kollegen Eurokraten, Eure Entscheidung steht doch längst fest, egal
was die Troika hervorkratzt. Hört doch bitte, bitte endlich auf uns
zu vera ... albern
Ich aber sehe mit außerordentlichem Interesse der nächsten
Wahl entgegen. Die Wahlalternative2013 könnte genau das sein, eine
Alternative.
... die Griechen verhandeln schon gut, wenn man bei ihnen einen Hemd
kaufen will, da werden sie ja wohl anständig verhandeln, wenn es um
Milliarden Euro geht.
Man könnte z.B. denken, eine Kommission einzusetzen, die ermittelt,
wieviel Schaden die deutsche Wirtschaftspolitik dem gr. Volk
zugefügt hat (z. B. auch mittels Korruption bei
Rüstungsgeschäften, Lohndumping, Übervorteilung,
Schlechtlieferungen, Defekte Autos, Straßenverkehrsunfälle
dt. Touristen, Reisemängelbetrug, Beschädigung von
Kunstwerken, abschätzige Bemerkungen usw.).
Dann vielleicht einige Demos, bei denen dt. Fahnen verbrannt werden
gegen das Spardiktat aus Berlin.
Glauben Sie nicht? Doch, das kommt bestimmt (zumal wenn Teile davon
bereits amtliche Meinung der Kommission sind ...).
Wie lange eigentlich werden schon der Euro und Griechenland gerettet?
Ich glaube 3 Jahre sind realistisch.
Und jetzt muss die Kommission zugeben, dass die nicht so richtig
weiß was Sache ist?!
Seit 3 Jahren wird das sinkende Schiff vor dem Untergang gerettet. Und
jetzt melden die Rettungskräfte, dass den Havaristen noch nicht
finden konnten?!
Bizarr!
Skandalös ist nicht so sehr ...
,dass ein Volk Geld ausgibt, für das andere hart gearbeitet haben und beim Ausgeben genau weiß, dass es dieses Geld nie mehr zurückzahlen kann. Skandalös ist vielmehr, dass sich jemand wie Herr Monti hinstellt und sagt: "Weiter so ! Irgendwelche Deppen werden es schon zahlen !" Womit er ganz sicher nicht seine Landsleute meint.
Fazit: Kriminelle Konkursverschleppung bis in die höchsten Ämter
wenn ich als Privatmann nicht pünktlich meine Schulden bezahle,
dann kommt der Gerichtsvollzieher. Da hier statt dessen die Troika kommt
und immer wieder unverrichterdinge abzieht gibt es nur eine
Erklärung: Griechenland ist pleite.
Ich vermute, dass diese für manche (unsere "Elite" wie
Schäuble) etwas überraschend kommt, aber andere nicht
erstaunt.
Diese Pleite die dann zu einem systematischen Schock des Euros
führen wird, soll wohl auf nach den US-Wahlen oder zum
Jahreswechsel verschoben werden.
Destabilisierung des Währungssystems!
Entscheidend ist nicht der Bericht der Troika, hinter dem sich die Kanz-
lerin verschanzt, sondern die Zahlen der inzwischen aufgekauften grie-
chischen Staatsanleihen durch die EZB, sowie die verursachten Kosten
durch das ELA (Emergency Liquidity Assisatance) welche inzwischen
wegen der Gefahr der Destabilisierung des europ. Währungssystems
zur Untersuchung vor den Europäischen Gerichtshof gehören!
Schneeballsystem dieser Art sind nicht nur dem Strafrecht
gemäß HGB
unterworfen, sondern wie die Verfolgung von Steuerflüchtlingen dem
internationalen Strafrecht!
Eigentlich hätte der Troika-Bericht diesen Monat kommen sollen.
Aber dann wäre er nicht "so positiv" gewesen, und
höchstwahrscheinlich hätten die Parlamente die nächsten
Kredite nicht bewilligt.
Die eine Taktik ist nun, daß sich der Bericht immer weiter
verzögert, mit dem Ziel, etwas positiver zu werden. Die zweite ist,
das die Regierungschefs schon mal sagen, Griechenland muß in der
Euro-Zone gehalten werden, egal wie der Bericht ausfällt.
Am Beispiel Griechenland sieht man wunderbar, daß Geld
überwiesen wird, auch wenn die Bedingungen nicht eingehalten
werden. Wenn nicht einmal ein kleines Land wie Griechenland Pleite gehen
darf und deswegen endlos gerettet werden muß, kann man sich
vorstellen, wie es mit Spanien weitergehen wird.
Welche Bedingungen will Schäuble eigentlich dem großen
Spanien aufzwingen, wenn die europäische Gemeinschaft schon am
kleinen Griechenland scheitert.
dass die Entscheidung bis nach den US-Wahlen am 6.November vertagt werden sollte, um keine "bösen Überraschungen" zu verursachen und die Wahlchancen eines gewissen Amtsanwärters, der von der EU anscheinend bevorzugt wird, zu gefährden. Dies berichten zumindest Reuters sowie der Daily Telegraph.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 21:59 UhrTroika- Entscheidung nach US Wahlen...
siehe auch 21.09.12 SPON...
Tobias Piller Jahrgang 1962, Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.
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