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Griechenland-Rettung Banken beteiligen sich mit acht Milliarden

07.05.2010 ·  Die deutschen Banken will sich mit acht Milliarden Euro freiwillig am Griechenland-Hilfspaket beteiligen. Das ist mehr als vermutet, aber deutlich weniger als die Regierung schultert. Dennoch erklärte Deutsche-Bank-Chef Ackermann, das Hilfspaket der Regierung komme „etwas spät“.

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Deutsche Groß-Banken und Versicherungen haben ihren Beitrag zur Unterstützung des hochverschuldeten Griechenlands beziffert. Die Konzerne wollten Engagements von zusammen rund acht Milliarden Euro in Griechenland aufrechterhalten und fortschreiben, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag.

Bislang beteiligen sich Unternehmen, die vor wenigen Tagen an einem Spitzengespräch mit Finanzminister Wolfgang Schäuble teilgenommen haben. Darunter befanden sich Konzerne wie die Deutsche Bank, die Commerzbank sowie die Versicherer Allianz und Münchener Rück. Sie appellieren an „alle deutschen Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, ebenfalls einen positiven Beitrag zu leisten, um den Anpassungsprozess in Griechenland positiv zu begleiten“.

Griechische Staatsanleihen sollen gehalten werden

In ihrer Erklärung heißt es, auslaufende Kreditlinien gegenüber griechischen Schuldnern sollten von den Unternehmen „im Rahmen ihrer wirtschaftlichen und rechtlichen Möglichkeiten“ bis Mai 2013 fortgeführt werden. „Auslaufende Kreditlinien in Höhe von insgesamt rund 3,3 Milliarden Euro sollen durch neu zu vereinbarende Linien oder andere Formen der Finanzierung ersetzt werden.“

Darüber hinaus beabsichtigen Schäubles Gesprächspartner, griechische Staatsanleihen zu halten. Für die bis Mai 2013 fällig werdenden Papiere sollten in Höhe von rund 4,8 Milliarden Euro „Ersatzinvestitionen in Anleihen oder anderen Formen der Finanzierung“ vorgenommen werden.

Unterdessen stimmte der Bundestag mit großer Mehrheit für das staatliche Hilfspaket für Griechenland. Deutschland sagt im Rahmen des Pakets der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) dem hoch verschuldeten Euro-Partner Kredite im Volumen von 22 Milliarden Euro über drei Jahre zu (Bundestag billigt Griechenland-Hilfe).

Ackermann kritisiert: Hilfspaket kommt „etwas spät“

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann übte angesichts der weltweiten Kurseinbrüche an den Aktienmärkten Kritik an der langsamen Gangart bei der Hilfe für Griechenland. Das Rettungspaket für Griechenland „kommt wahrscheinlich etwas spät“, erklärte Ackermann in einem Fernseh-Interview mit dem Sender „Bloomberg News“. Sobald „so ein Momentum in die Märkte kommt, ist das wie eine Welle, die einem dann entgegen kommt. Und die dann noch zu stoppen, ist schwierig.“ Er sei überzeugt, „wenn man es vor einigen Monaten gemacht hätte, hätte man früher die Märkte stabilisieren können.“

Ackermann bezeichnete die finanzielle Hilfe als „richtig“ und den „einzigen Weg“. „Die Politik ist vielleicht etwas zu zögerlich gewesen im Verkünden dieses Programms“, monierte er jedoch. Vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte einem Hilfspaket nicht sofort zugestimmt, sondern sich zunächst um striktere Bedingungen und eine Beteiligung des IWF bemüht.

Die wichtigsten Antworten zum Rettungspaket

Um wie viel Geld geht es bei dem Hilfsprogramm für die Griechen? Und wer zahlt was? Bekommt Griechenland das Geld umsonst? Die wichtigsten Antworten zum Rettungsprogramm für Griechenland finden Sie hier: Bild für Bild: Die Folgen des Rettungsprogramms.

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