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Griechenland Proteste gegen Sparkurs

04.05.2010 ·  Gewerkschaften und linksgerichtete Parteien weiten in Griechenland ihre Proteste gegen den Sparkurs der Regierung aus. Im öffentlichen Dienst hat ein zweitägiger Streik begonnen, von dem auch Schulen und Krankenhäuser betroffen sind.

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Gewerkschaften und linksgerichtete Parteien haben am Dienstag ihre Proteste gegen den Sparkurs der Regierung ausgeweitet. Im öffentlichen Dienst begann ein zweitägiger Streik, von dem auch Schulen und Krankenhäuser betroffen waren. Am Mittwoch schließen sich die Beschäftigten der Privatwirtschaft in einem Generalstreik an. Bereits am Montagabend drangen Lehrer in die Zentrale des staatlichen Rundfunks ein und erzwangen eine Unterbrechung des laufenden Fernsehprogramms. Die Demonstranten sprengten ein Interview mit Bildungsministerin Anna Diamantopoulou.

Mitglieder der Kommunistischen Partei Griechenlands hängten am Dienstag an der Akropolis in Athen zwei Transparente auf, die zum europaweiten Protest gegen staatliche Sparmaßnahmen aufriefen. Auf Griechisch und Englisch heißt es dort: „Völker Europas - Erhebt euch!“ Zwischen den Transparenten am antiken Parthenon versammelten sich rund 100 Anhänger der Kommunistischen Partei. „Dies ist eine Botschaft an die Bevölkerung in Europa“, sagte KP-Sprecher Panagiotis Papageorgopoulos. „Überall gibt es die gleichen Probleme. Mit organisierten Protesten können wir unser Schicksal in die Hand nehmen, damit unser Leben nicht von EU und IWF bestimmt wird.“

Die EU und der Internationale Währungsfonds haben ein Paket zur Überwindung der griechischen Finanzkrise vereinbart, das die Regierung zu drastischen Sparmaßnahmen verpflichtet. Diese sollen bis 2012 ein Volumen von 30 Milliarden Dollar erreichen. Die Gewerkschaften werfen der von der sozialistischen PASOK gebildeten Regierung vor, mit dem Sparkurs die einfachen Leute überproportional zu belasten.

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