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Euro-Krise Steinbrück will Griechenland mehr Zeit geben

 ·  SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will Griechenland mehr Zeit für Reformen geben. Dass das Land etwas tut, zeigen neue Haushaltszahlen: Demnach erzielte Athen im vergangenen Jahr vor Zinsen zum ersten Mal seit langem einen kleinen Überschuss.

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will dem hoch verschuldeten Griechenland mehr Zeit für Reformen geben, selbst wenn das zusätzliches Geld kosten sollte. Die in der Krise steckenden Euro-Staaten müssten ihre Haushalte in Ordnung bringen und ihren Schuldenstand konsolidieren, sagte Steinbrück an der London School of Economics.

Aber vor allem für Griechenland müsse dabei der Zeitrahmen ausgeweitet werden. Das werde möglicherweise Geld kosten, auch Geld aus Deutschland, sagte Steinbrück. Das müsse man der Bevölkerung und den Wählern auch sagen. Bei der schwarz-gelben Bundesregierung vermisse er das aber, fügte Steinbrück hinzu. Er warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu stark auf Konsolidierung konzentriert zu sein. Neben einem Sparkurs müsse es in der
Euro-Zone aber auch eine striktere Bankenregulierung und Wachstumsimpulse geben, betonte Steinbrück.

Erster Primär-Überschuss seit vielen Jahren

Unterdessen hat Griechenland im vergangenen Jahr 2012 nach neuesten Angaben des Finanzministeriums erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben, wenn man Zinszahlungen nicht berücksichtigt. Das Land habe einen kleinen sogenannten Primär-Überschuss von 434 Millionen Euro erwirtschaftet, hatte das Finanzministerium in Athen am Montag mitgeteilt. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte es noch ein Primär-Defizit von 3,5 Milliarden Euro gegeben.

Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne. Der Überschuss sei ein Zeichen dafür, dass die „Voraussetzungen für einen Neustart der Wirtschaft geschaffen werden“, erklärte der Vize-Finanzminister, Ioannis Staikouras.

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