Die italienische Staatsanwaltschaft will sieben Mitarbeiter der großen amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor´s und Fitch wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht bringen. Gegen zwei Mitarbeiter der Agentur Moody’s habe die Anklage ihre Vorwürfe dagegen fallengelassen, teilte die italienische Steuerpolizei am Montag mit. Ein Gericht muss nun entscheiden, ob ein Prozess eröffnet wird.
Die Justiz hatte schon vor längerer Zeit mitgeteilt, sie untersuche, ob es im Zusammenhang mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens im Jahr 2011 durch S&P zu unerlaubten Marktmanipulationen und der rechtswidrigen Verwendung von vertraulichen Informationen gekommen ist.
Vorwurf: Weitergabe von Insider-Informationen
So soll geklärt werden, ob vor der offiziellen Verkündung Insider-Informationen weitergegeben wurden. Federführung hat die Staatsanwalt in der süditalienischen Kleinstadt Trani.
Angestoßen hatten die Prüfungen zwei Verbraucherverbände, die sich über die Auswirkungen der Agentur-Berichte auf die Aktienkurse in Mailand beschwert hatten. S&P hatte damals in einem Rundumschlag die Bonitätsnote mehrerer Euro-Staaten herabgestuft, darunter auch die Italiens. Fitch hatte angekündigt, in Kürze die Bewertung der Kreditwürdigkeit Italiens um ein bis zwei Noten zu senken. Alle drei Agenturen hatten erklärt, sie seien sich keiner Schuld bewusst. S&P bekräftigte am Montag, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage.
Ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Wallstreet in Italien
Heinz Kunz (omgakawtf)
- 13.11.2012, 08:38 Uhr
Dreimal diurften sie "raten", aber jetzt reicht's
Simon Eichendorff (S.Eichendorff)
- 12.11.2012, 20:18 Uhr
Italiens Staatsanwaltschaft?
Christoph Gruber (christophgruber)
- 12.11.2012, 16:41 Uhr
wow,die "italienische Justiz",wirklich ? Natuerlich nicht, das
sind zwei mediengeile Wichtigtuer aus
Torsten Krause (tkrause)
- 12.11.2012, 15:24 Uhr
Wo das System selber Objekt des Geschäfts ist
Herold Binsack (Devin08)
- 12.11.2012, 14:50 Uhr