04.09.2011 · Die Europäische Union bekommt ihre Finanzen nicht in den Griff. Der Zusammenhalt wird brüchig. Und am Ende hassen alle die Deutschen. Ein Szenario.
Von Winand von PetersdorffRichtlinien für Lesermeinungen
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Sparprogramme sind des Teufels.
Auch wenn ich mit vielen "Schlecht" beurteilt werde, bleibe ich dabei: Sparprogramme sind schlecht, man sieht es klar und überdeutlich am Beispiel Griechenland. Helfen kann nur noch ein Schuldenschnitt.
Das „Worst Case Szenario“ von Herrn v.Petersdorff muss nicht Realität werden.
Wann endlich wird offen zugegeben, dass Griechenland niemals in der Lage sein wird, sich aus eigener Kraft aus der gegenwärtigen Schuldenkrise zu lösen? Die „Verhandlungen“ des IWF, der EZB und der EU in Athen haben nur das bestätigt, was die Meisten schon längst ahnten, aber aus diversen Gründen sich und der Öffentlichkeit nicht eingestehen wollten: in Folge der aufgezwungenen Sparmaßnahmen schrumpft die griechische Wirtschaft schneller als sie Ersparnisse erzeugt. Mit anderen Worten, die Schere öffnet sich anstatt sich zu schließen.
Es gibt nur zwei Alternativen: entweder Griechenland scheidet aus der Währungsunion aus ( eine sehr teuere und dazu sehr riskante Variante ) oder aber die Euroländer helfen den Griechen wieder auf die Beine durch Schuldenerlass, Garantien und laufende Haushaltshilfen.
Diese Variante ist zwar auch teuer, allerdings überschaubar und finanziell verkraftbar. Eine entschlossene, jedoch strikt auf Griechenland begrenzte Hilfspolitik würde die Märkte sofort beruhigen und den anderen schwachen Ländern in Europa Zeit kaufen, um ihre Finanzen wieder in Ordnung zu bringen. Griechenland ist ein Sonderfall und muss getrennt behandelt werden: mit oder ohne Euro wäre Griechenland heute bankrott.
@ Lea Karow: Sie glauben noch an die ablenkende Legende der Politik?
Deutsche Waren werden nicht gekauft, weil es in Griechenland den Euro gibt!
Sie werden gekauft, weil sie gut sind und die deutschen Unternehmen für
Qualität und Zuverlässigkeit stehen!
Sparprogramm hat Griechenland bereits ruiniert.
Der griechische Finanzminister hat bereits Alarm geschlagen und in diesem Fall lügt er nicht. Er sagt nur, was jeder denkende Mensch vorraussehen konnte: Wenn ihr ein Sparprogramm fordert, verringert ihr die Kaufkraft und dadurch geht unsere sowieso schon schwache Wirtschaft endgültig in die Knie.
Ich verstehe nicht, wie eine so einfache und offensichtliche Wahrheit nicht in die Köpfe der scheinbaren Fachleute und der Politiker geht.
Werden wir von Idioten oder von Sadisten regiert? Das ist für mich die aktuelle Frage.
Als Italiener (Architekt), der insgesamt seit 43 Jahren in Deutschland lebt und seit 3 Monaten in Sizilien bin (mein Aufenthalt geht bereits zu Ende) kann ich nur ein NEIN auf eine eventuelle Emission von Eurobonds sagen. Mein Land ist seit fast 70 Jahren von Banden von Politikanten regiert, die immer von Wählern gewählt worden sind, die nicht in der Lage gewesen sind (und noch sind), sich eine Richtung zu geben. Pdl und PD (Partito Democratico für eine Ansammlung von Menschen die immer eine kommunistische Weltanschauung gehabt haben und geblieben sind und nicht in der Lage sind, sozialistisch oder sozialdemockratisch zu denken) und alle anderen Splitteransammlungen sind keine Parteien im deutschen Sinne (oder nach dem deutschen Parteigesetz), da ihnen sowohl eine politische Idee (Glauben oder Ideal) fählt als auch eine politische Visione, die unter bestimmten Umständen Wirhlichkeit werden könnte. Den Abgeordneten (Onorevoli !), die sie gewählt haben fählt professionalität und Glaubwürdigkeit, wie die 2 Billionen Staatsverschlung bezeugen. Und für dieses Unwohl sollen Länder wie Deutschland (also auch ich und meine Frau, meine Kinder und Enkelkinder), Holland, Österreich oder Finnland bezahlen ? NEIN, und wieder NEIN ! Basta !
Das optimistische Szenario des DB-Chefvolkswirts ist in Wahrheit ein unendlicher Alptraum, während sein pessimistischer Ausblick tatsächlich nicht ohne Charme ist: „Die starken Länder könnten bei wachsender Unzufriedenheit anfangen, Parallelwährungen zu emittieren, die nach und nach den Euro verdrängen.“ Liebe Mitforisten, Sie sehen wie hoch unsere, der Ohnmächtigen „Unzufriedenheit“ in den Kalkulationen der Machthaber gehandelt wird. Bleiben wir also bei der Fahne der bürgerlichen Freiheit und des bürgerlichen Verantwortungsethos.
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WIR SIND DAS VOLK!
Politiker sollten wegen Gesetzesbruch angezeigt werden!
Maastricht Verträge werden gebrochen und jetzt will man unbegrenzt Geld in den Schirm stecken ! Nein Frau Merkel, ich wähle eine Anti Euro Partei.
Natürlich verteuert eine starke Währung die Exporte. Das ist aber auch gut so, wenn diese durch hohe Produktivität hergestellt werden. Es schützt die Schwächeren und sichert den Produktiven gleichzeitig billigere Importe, also preiswerte Rohstoffe, Vorprodukte und Urlaubsreisen als „Lohn“ für die hohe Produktivität. Zudem exportiert Deutschland vor allem solche Güter, die auch bei höheren Preisen gekauft werden (Qualitätswettbewerb mit unelastischer Nachfrage).
Dass eine stärkere Nachfolgewährung für den Euro dem deutschen Export schadet, ist ebenso eine Legende wie niedrige Zinsen für Eurobonds und die ganzen anderen Luftgemälde der Euro-„Retter“.
Würde die neue Währung steigen, bedeutet dies auch VIEL geringere Einfuhrpreise!
Ist Ihnen klar, dass Öl, Gas und alle Rohstoffe in US $$$ abgerechnet werden?
D.h. doch, dass jede Export-Firma Rohstoffe billiger einkaufen kann und im niedrigen Einkaufspreis liegt oft der wahre Gewinn. Das kann dann selbstverständlich in die Preise fließen = man produziert billiger und kann anders kalkulieren = billiger VERKAUFEN um die eigene Wetbewerbsfähigkeit zu stützen.
Jede Medaille hat immer 2 Seiten und Verängstigte und Verunsicherte (oder Ideologen) reden immer nur von EINER Seite.
Unsere Auslandsurlaube würden auch viel preiswerter und als Besitzer von DM (oder wie auch immer die neue Währung heißt), wären wir gern gesehene Gäste - besonders wenn wir bereit wären in den Dolce Vita Staaten BAR zu bezahlen, oder?
Mentalitäten änder sich nämlich nicht.
Also, nicht alles glauben was die tägliche Propaganda hergibt!
Wo wir bei Gleichnissen wären, wie wäre es damit:
Ich erhöhe meinem Untermieter die Miete und zwinge ihn, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen. Dieses Geld gebe ich meinem hoch verschuldeten Nachbarn als Kredit mit der Auflage, meine Gartengeräte und meine Serviceleistung damit einzukaufen. Nun richte ich den Garten meines Nachbarn nach meinen Vorstellungen her und mache dabei noch ein gutes Geschäft. Auch der Nachbar freut sich, denn er hat ohne Arbeit einen schönen Garten, und die Schulden kann er eh' nicht zurückzahlen. Es gibt nur einen Dummen, aber wer fragt den schon..., er hat eine Kündigungsfrist von 4 Jahren, und Alternativwohnungen gibt es nicht!
Der unbedingte Wunsch, die Fehlkonstruktion EURO retten zu wollen ist fatal!
Dies zeigt, dass "Ostmark-Angie" nicht annähernd weiß, von was sie spricht. Wieviel Rettungsgeld darfs denn sein? 7, 8 oder vielleicht 10 Billionen EURO, oder mehr? Man muss bedenken, es ist ein komplettes Währungssystem - der EURO - mit den dazugehörigen Staaten krachend gescheitert und kein einzelnes kleines Unternehmen. Eine solche Fehlkonstuktion wie den EURO kann man auf Dauer nicht am Leben erhalten - mit keinem Betrag der Welt. Die Fehlkonstruktion EURO leitet unvorstellbare Beträge in die falsche Richtung und schädigt massiv insbesondere die gesunden Länder. Bsp.: Gäbe es die Pesete noch und hätte ACS Peseten gegen DM tauschen müssen, wäre ein Kauf von HochTief niemals möglich gewesen, da zu teuer - mit dem EURO war dies möglich. Der innerspanische Wert des EURO war längst gesunken, der Außenwert jedoch nicht. Diese Differenz der NICHT VOLLZOGENEN ABWERTUNG geht zu unseren Lasten. Dies wird sich, mit heute noch unvorstellbaren Beträgen, in der Zukunft fortsetzen - nicht nur via Spanien, alle PIIGS und auch Frankreich sind ante portas. Deutschland würde regelrecht ausgeplündert werden, wenn wir nicht sofort austreten und zur DM zurückkehren. Ebenso wäre dies für die Niederlande, Finnland und Österreich zu empfehlen.
So schön die Idee einer Parallelwährung auch klingen mag: Eine deutsche Parallelwährung, die natürlich sofort extrem stark werden würde, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für unsere vollkommen exportabhängige Volkswirtschaft.
Das Ende des Brüssler Molochs ist gekommen!
Kaum sechs Jahrzehnte sind vergangen als der Engländer Kirchhügel in der Schweiz die Aufrichtung des despotisch-bürokratischen Molochs zu Brüssel und die Einsetzung seiner Lysander verkündete, mit dem die Macht des geschlagenen Deutschlands fortan in den Dienst seiner Feinde gestellt werden sollte:
„I am now going to say something that will astonish you. The first step in the re-creation of the European Family must be a partnership between France and Germany. In this way only can France recover the moral and cultural leadership of Europe. (…) The structure of the United States of Europe, if well and truly built, will be such as to make the material strength of a single state less important. Small nations will count as much as large ones and gain their honor by their contribution to the common cause. The ancient states and principalities of Germany, freely joined together for mutual convenience in a federal system, might take their individual places among the United States of Europe.”
- nun wird sich Deutschland fragen müssen, ob es, welches mühelos das römische und napoleonische Joch abgeworfen hat, sich dem Brüssler Joch fügen will? Ein teueres und würdeloses Dasein wäre dies...
Das Märchen, das die Politik von der Finanzindustrie gelenkt würde, ist sowohl alt als auch schlicht falsch. Nur am BSP Deutschland: die wesentlichen geretteten Banken sind die Landesbanken, die in Staatsbesitz sind. Und dann sollte man sich mal die Gesetze und Verordnungen bzgl. der Bankbranche ansehen - die Politik zwingt sowohl hierzulande wie in vielen Staaten die Banken seit Jahrzehnten in einen sehr engen Regelungsrahmen, um politische Ziele (wie eine starke Förderung des Wohnungsbaus, starken Vertrieb von Staatsanleihen etc.) sicherzustellen. Das geht über Gesetze, Verordnungen, Mindestreservevorschriften, angeblichen Verbraucherschutz etc..
Aber im Zweifelsfall ist diese Branche immer ein guter Prügelknabe - wie schon seit dem Mittelalter in Europa. Damals (und auch in näherer Vergangenheit) waren die "Geldverleiher" und "Juden" (wurde häufig synonym verwendet) auch immer laut Fürsten und später Diktatoren an allem Schuld.
Ihre Aussage wäre richtig wenn die Politik die Finanzindustrie lenken würde. Doch das ist wohl für mittlerweile jeden ersichtlich das es umgekehrt ist. Der "internationale" Geldadel kauft und lenkt die Politiker.
Die Märkte werden's regulieren
Bankrotte kommen bekanntlich auf Katzenfüßen angeschlichen und brechen dann urplötzlich wie wütende Tiger ein. Auch die Lehman-Katastrophe verlief so. Noch am Vortag glaubten die "Experten", dass man alles retten könne. Zu hoffen, dass Europa so weitermerkeln kann wie bisher, ist absurd.
Der Euro ist so schlimm wie ein verlorener Krieg
Zumindest legen das die Gedankenspiele eines Lastenausgleichsgesetzes nahe. Aufgrund dieses Gesetzes von 1952 mußten vor allem Immobilienbesitzer die Hälfte des Wertes ihres Vermögens in einen Ausgleichsfonds einzahlen, aus dem 15 Millionen Bombenopfer und Heimatvertriebene entschädigt wurden. Es handelte sich also beileiben nicht um einen kleinen Teil des Vermögens.
Deuro, Neuro oder weitere Erpressung des Gelds der Sabinen und Heinrichen
Der Bundestag sollte jetzt besser nur ZwischenMaßnahmen entscheiden und sich bitte zumindest einige Monate Zeit nehmen zur weiteren Entscheidungen. Umstieg aufs Deuro oder Neuro, besser ohne NL, ist auch eine schwere Entscheidung.
Der ehemalige NL Finanzminister Zalm hat heute ins Fernsehen ausgesagt nach Ende der Euro gebe es eine Krise schlimmer als in 1933. Wenn Leute wie Zalm einen Umstieg aufs Neuro beschaffen sollen stimmt das. Zalm war vielen Jahren Leiter der fehlende Vorbeugung. Die Bankenkrise ist mit Lehman Brother NL angefangen. Die Goldman, Morgan und solches Unfug haben versucht mit Schwerschortcrashangriffen die NL Bank ING zu stürzen, viertgrößte der Welt. Hätte das Unfug Erfolg, wäre die Krise hundert mal schlimmer.
In Deutschland gibt es jedoch kompetente Leute um eine Währungsumstieg erfolgen zu lassen.
Sollte nochmahl den Vorschlag veröffentlicht werden daß die GISP Regierungen die Millionairen in der GISP und die mit GISP Passen zig procent vermögenversteuern können und das Eigentum als 200% Burg die Neuro Nationen übertragen. Machen die das nicht haben die GISP Regierungen es selber gewähtl dem Steuerparadies für die Millionairen wegen ins alten Euro zurückgelassen zu werden.
Frau Merkel repräsentiert doch den typischen BRD-Deutschen
in ihrem Glauben, sich Freundschaften erkaufen zu können und damit das mangelnde nationale Ego zu stärken!
Ist eine europäische Lösung ausreichend für eine globale Krise?
Die Hilfen in Europa versagen; die Hilfsmassnahmen versagen auch in Japan und USA.
Warum also keine globale Lösung suchen? National, bzw EU-weit ist keine Regulierung der Finanzmärkte sinnvoll. Warum also die Krise nicht als globale Chance begreifen, um notwendige Korrekturen im wirtschaftlichen Zusammenleben zu gestalten? Ein massloser Verbrauch der Ressourcen macht keinen Sinn; Sinn macht ein ressourcenschonender Verbrauch. Warum also die Wirtschaft nicht entsprechend Transformieren? Eine nationale Unabhängigkeit von den chemisch-physikalischen Existenzbedingungen ist eine politische Illusion!
Winand von Petersdorff-Campen Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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