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EU in der Krise Europa am Scheideweg

 ·  Vor 20 Jahren hat die EU das Erfolgsprojekt Binnenmarkt abgeschlossen. Dann begann der Weg in die Währungsunion. Heute streitet Europa verbissen über Schulden, das EU-Budget, Transfers und Kontrollen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (49)

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Otto Berger
Otto Berger (Novaris) - 25.11.2012 08:39 Uhr

Die Nachhaltigkeit von Projekten muß gesichert sein.

FAZ:" Sprich: Während die EU-Staaten ihr Geld nur verschwenden, investiert die EU in sinnvolle Projekte."

Das darf bezweifelt werden. In vielen Fällen sind diese Projekte reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, ohne jede Nachhaltigkeit.
Die "sinnvollen Projekte" können in großer Zahl z.B. in Griechenland, Italien, Spanien und anderswo besichtigt werden.
Projekte sind "sinnvoll", wenn dadurch d a u e r h a f t e Arbeitsplätze entweder vorbereitet oder geschaffen werden und hier bedarf es strikter Kontrollen durch die EU.

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Alex Wegenast
Alex Wegenast (wegimex) - 25.11.2012 02:30 Uhr

Das ist nicht mehr mein Europa !

Das ist das Europa der Funktionäre und ihrer Privilegien, das Europa der fehlenden demokratischen Legitimation, das Europa der Ineffizienz und der Korruption, das Europa des Überwachungsstaates, das Europa der erzwungenen Vereinheitlichung von Kulturen und das Europa der multinationalen Konzerne.
Mein Europa ist das der Freundschaft unter den Menschen, der Freizügigkeit, der Bürgerrechte, der poltischen Freiheit, des Schutzes der Privatspähre, der Kultur und der maximal möglichen Vielfalt inklusive der Gurken.
Schaftt diese drittklassige Bürokratie in Brüssel ab mit all den nichtgewählten Politikern die niemand kennt. Jagt sie weg. Alle gemeinsam. Wir brauchen sie nicht.

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 24.11.2012 21:41 Uhr

"Mehr Europa" heiߟt mehr mehr Inflation für uns Deutsche und mehr Entdemokratisierung

Wer das will, soll die TEURO-Einheitspartei im Bundestag weiter unterstützen.
Alle anderen (etwa 65 %) sollten anfangen, ihren Hintern in Bewegung zu setzen.

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vera schmidt
vera schmidt (vera-s) - 24.11.2012 18:12 Uhr

was meinen diese leute eigentlich...

wie lange man so dermaßen an der bevölkerung vorbei regieren kann?

immer dreister wird in die brieftaschen der bevölkerung der nettozahler gegriffen, immer dreister werden vorhaben vorangetrieben, von denen die da oben doch ganz genau wissen, dass sie von der bevölkerung nicht mitgetragen werden, immer dreister wird demokratie abgebaut zugunsten dieses hirngespinstes eu-zentraldiktatur.

millionen gehen inzwischen auf die straße im süden, und im norden gehen bereits ein paar mit - warten sie wirklich so lange, bis die millionen auch im norden auf die straße gehen? oder sich die leute gegenseitig die birnen einschlagen, die vom norden und vom süden?
oder noch schlimmer: gerade das wollen sie, weil man da doch herrlich die diktatur durchsetzen könnte, notfallmaßnahme, ausnahmezustand, gleichschaltung aller ohnehin schon restlos überwachten menschen in eropa?
hatte europa nicht schon genug unglück mit diesen elenden gleichmacher-phantasien?

wie lange noch...???

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Volker Kraft

Angela Armselig

Daß der Euro nicht zu mehr Frieden, sondern zu immer mehr bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt, kann wohl niemand (außer M&S u.JCJ) mehr übersehen. Der Euro führt nicht zu mehr Europa, sondern er zerlegt Europa.
Aus dt. Sicht ist dabei bedrückend, daß unsere Bundeskanzlerin an vorderster Front der unkritischen, ja unpolitischen dt. Bürger marschiert. Ihr Satz "wenn der Euro zerbricht, zerbricht Europa" dürfte so ziemlich das Dümmste sein, was ein dt. Regierungschef jemals unter sich gelassen hat. Er zeigt, daß Fr. Merkel der Unterschied zwischen einer allg. Idee von Europa und einem ganz konkreten Währungssystem überhaupt nicht klar ist. Sie hat ihre Vorstellungen dazu ja nie auch nur im geringsten mal erläutert. Sie hat in Wahrheit keinen inneren Kompaß, keine Führungsqualitäten, nein, sie ist Weltmeisterin im Durchwursteln. Und wenn sie vom gescheiterten Gipfel zurückkommt, lächelt sie selig vor sich hin: wir haben ja Zeit! Ich denke, hier paßt der Ausruf: armes Deutschland!

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 24.11.2012 12:51 Uhr

Lasst Europa in Ruhe... ihr Bürokraten, Lobbyisten, Imperiumsdemagogen und Banker.

Diese EU-phorik ist doch nichts anderes als der alte Wunsch nach Macht und Imperium, nur darf das nicht mehr national passieren, sondern muss (wir haben ja auch Globalisierung) supranational geschehen. Übrigens, Nazi-Deutschland war kein Nationalstaat in dem Sinne, denn es wollte übernational die Welt ans ich reißen. Der Begriff "national" ist also z.T. zu Unrecht verpönt.

Kann man die europäischen Völker nicht einfach mal in Ruhe lassen, kann man den Bürger nicht einfach mal in Ruhe lassen? Unbehelligt von EU-genormten Einheitsgurken, von quecksilberhaltigen Energiesparleuchten. Wieso muss man uns mit mentalen Erpressungen zuschütten "wenn der EURO scheitert scheitert Europa"?

Wieso rennen die Politiker den Banken hinterher, wieso berichtet das heute-journal wie großartig es ist, dass die Hedgefonds durch die wettberwerbsverzehrten und steuergeldgestützten Staatsanleihen Rekordgewinne machen?

Was ist los in diesem Land, wo bleibt der Bürger? Hockt er apathisch auf dem Sofa?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 13:27 Uhr
Clara West

Mit diesem Vergleich

bin ich eben leider nicht durchgekommen. Aber sie haben Recht.

Das, was mit und durch Brüssel gerade geschieht, ist eine gnadenlose Missachtung der Völker Europas und ihrer Souveränität.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 24.11.2012 12:47 Uhr

Es gibt kein gemeinsames Europa, es gab noch nie eines

es gab nur ein zusammengewürfelter Haufen Rafkes, welche sich aus einer Währungsunion nur die Früchte geklaut haben. Eine Bande sich gegenseitig duldender aber nicht akzeptierender Mitglieder immer nur aufs eigene Landeswohl auf Kosten der anderen bedacht. Das so etwas nicht gutgehen kann weiss man bereits mit dem Verstand eines Kindes. Unsere Politiker aber lügen sich über die Differenzen seit Jahren hinweg, anstatt diese aus dem Weg zu räumen. Um diese aber aus dem Weg zu räumen sind die Ansichten zu verschieden und keiner will auf seine Weltansichtsicht verzichten. Von den aroganten Briten die noch immer im 19.Jhd ihres verblichenen eingebildeten 'Empires' leben, bis zu den hochnäsigen Franzosen die noch immer vom vergangenen Image der 'Grand Nation' träumen und bis hin zu den neuen Weltmachtsphantasien der Deutschen eint nichts dieses Europa. Leider wurde die Zeit in welcher ein positiver Zeitgeist herrschte fruchtlos vertan.

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Joachim Schroeder

Gleichschaltung!

''Unsere Antwort auf welche Krise auch immer war nicht weniger
Europa, sondern mehr Europa'', so kann man von diesem Aus-
spruch eines Van Rompuy ausgehen, daß hier die totale Gleich-
schaltung angestrebt wird, von der wir noch aus der Zeit von
1933 bis 1945 bedient sind, welche die jetzigen Bestrebungen
der EU zur Verstaatlichung der gesamten europäischen Bevöl-
kerung zum Ziel hat, wenn man die grotesken kleinlichen Vor-
schriften dieser ''Animal Farm'' aus Brüssel betrachtet.
Nicht mehr Europa gibt es, sondern mehr Schulden und die Be-
fürchtungen der Nordeuropäer, daß die Rettungsmilliarden ver-
loren sein könnten, dürften sich durch den bevorstehenden Kollaps
von ELA - ESM - Target II - OTM ect., die als finanzielle Krücken
zur Vermeidung der überfälligen Insolvenzverfahren geschaffen
wurden, baldigst bestätigen!

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Erwin Stahlberg

Das Ende naht

In Anbetracht der Ratlosigkeit und Hilflosigkeit der EU
vor den Resultaten eigener Dummheiten,
ist wohl bald mit dem bitteren Ende dieser EU zu rechnen.

Die Früchte aus Vertragsbruechen und Betruegereien
sind zu ungeheuerlich, als dass sie noch lange Bestand haben
könnten.

Zu hoffen bleibt, daß Großbritanniens Premierminister David Cameron
den GORDISCHEN KNOTEN EU
zerschlägt und GB aus dieser „UNION“ austritt.

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Otto Meier

Rettungsschirme werden zu Brandbomben.

Die Sozialisierung privater Verluste bei gleichzeitig anhaltender Umverteilung von unten nach oben, bei stetigem Sozialabbau und permanent zunehmender finanzieller Belastung der Bürger sowie einer gänzlich lächerlichen Regulierung der Finanzmärkte, das sind die Sprengsätze, die nicht nur den Euro, sondern auch Europa gefährden.

Auch unsere selbsternannten Eliten, Experten und Leistungsträger werden bald feststellen müssen, daß man Geld nicht essen kann. Mal sehen, ob Europa dann zu wirklichen Reformen fähig ist. Ich habe da so meine Zweifel, solange unsere "Eliten" sich nicht als solche erweisen.

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Peter Slater

Es gibt 2 Europas, das 1. Europa schreibt Cheques und das 2. Europa verlangt Geld !!

Die Grundprobleme sind und das hat MP David Cameron deutlich gemacht, dass das ERTSTE Europa unendlich viele Cheques schreibt, dessen Summe jedoch bei jedem Cheque ein neuen Höchststand erreicht und das Cameron deutlich macht, das Brüssel immer mehr den steuerzahlenden Bürger von Europa 1 in die Mangel und immer weiter ausquetscht, zugunstens Europas, obwohl dessen nationalen Regierungen dem Bürger zu Hause Sparkurse aufzwingt, weil desen Wirtschaft nicht in die Gänge kommt und das ZWEITE Europa verweigert sich die dirgenden Reformen bzw beenden nicht die gesellschaftlichen und staatlichen Korruptionen und verlassen sich auf die sozialistischen Vergemeinschaftungen, was nichts anderes heisst, das diese Schuldenstaaten weiter von Europa 1 bezahlt werden, damit Europa 2 überleben kann und genau das muss sich ändern. Europa verkommt zu einer reinsten Transferunion und dazu werden immer mehr die Interessen von Bürgern garnicht mehr berücksichtigt, dagegen werden die "Eurocrats" hoffiert !!

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Marianne Spring
Marianne Spring (0915) - 24.11.2012 12:11 Uhr

Sinkendes Vertrauen

und da wundern sich die euromanischen Politiker! Mit ständigem Rechtsbruch und Abbau demokratischer Rechte ist kein europäischer Blumentopf zu gewinnen.
Man faselt ständig nur über den Abbau nationaler Befugnisse und Rechte, ohne dabei im Auge zu haben, weder das Europaparlament ist demokratisch (Ungleichgewichtung der Stimmen) noch hat der Bürger Einfluss auf die Besetzung der Kommissare, er hat weder einen Barroso, nach einen van Rompuy noch einen Schulz gewählt. An welcher Stelle ist die EU demokratisch???? Es ist wie bei des Kaisers neue Kleider - der Kaiser (EU) ist nackt.!!

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Rupert K. Vosil

Viele Mitforisten hier trennen doch überhaupt nicht mehr sauber bezüglich EU/EG/Euro.

Schön alles in einen Topf und alles über einen Kamm scheren. These 1: ohne Euro und die Eurokrise (auch in meinen Augen fragwürdiges Experiment) hätte die EU längst nicht so ein schlechtes Image wie jetzt. These 2: Viele trennen gar nicht mehr zwischen EU und den EGen - über die EU kann man sicherlich sehr geteilter Meinung sein, aber die EGen mit ihren Freiheiten sind uneingeschränkt zu begrüßen. These 3: Der Euro ist originär ein zwischenstaatliches Projekt. Zwar hat die EU die Währung sicherlich von Anfang an begrüßt, aber in's Werk gesetzt werden konnte der Euro nur durch seine Mitgliedsstaaten. These 4: Stichwort "Demokratische Legitimation" der EU - hierzu liest man oft den meisten Unsinn. Natürlich ist die EU (bzw. deren Institutionen) demokratisch legitimiert, und zwar indirekt über die nationalen Parlamente und Regierungen. Nicht umsonst hat sich auch das BVerfG in grundrechtsrelevanten Fragen bis heute vorbehalten, jede Richtlinie der EU etc. notfalls zu kippen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 20:10 Uhr
Reinhold Wüst

Nette Thesen

zu 1.: Nicht beweisbar. Reine Rhetorik.
zu 2.: Wollen Sie ins Jahr 1965 zurück?
zu 3.: a) Stimmt - EU und EWWU sind getrennte Veranstaltungen, deshalb diskutieren und entscheiden auch die Regierungschefs der Nicht-Euro-Zonen-Mitglieder über den Euro mit.
b) Die EU-Kommission hat einen Währungskommissar. Dabei sollte die EZB doch ausschliesslich für die Währung zuständig sein. Soll dieser Kommissar die Haushalte der EU-Mitglieddstaaten prüfen und ggf. ablehnen können? Eigentlich ist das eine Kontrollfunktion der Staatshaushalte und keine Währungsfrage, heisst aber so.
zu 4.: Formal ja, politisch - zumindest strittig. Referenden sind bei uns nicht in der Verfassng vorgesehen; ihre Kontrollfunktion gegenüber der Exekutive nimmt aber die Legislative in unserem System nicht wahr, vgl. ESM-Gesetz im Bundestag und die "Abweichler" (Scheffler, Bosbach, Willsch..)usw. plus "Pofallaismus", strukturell: Kanzlermehrheit sichern.
BVerfG: Das Urteil ist auf Ebene irrelevant.

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Thomas Ulherr

Das Image der zentralen Umverteilungsbürokratie war schon in den 70er Jahren,

zu Zeiten der Milchseen und Butterberge, nicht ohne Flecke. Die EU ein weiterer Schritt zu mehr Zentralisierung, Bürokratie, Hinterzimmer-Politik und Geldverschwendung. Das "Reise-Parlament" hat wohl in keinem der Teilnehmerstaaten ein hohes Ansehen, die Beteiligung an den Wahlen zu dieser impotenten, überflüssigen und verschwenderischen Veranstaltung spricht eine deutliche Sprache.
Alle Beschlüsse und Vorgaben der EU können nur durch und in den Mitgliedsstaaten "werden". Deshalb haben die meisten z.B. auch keine Feinstaubplaketten. Aber: Das Spiel über die "EU-Bande" erleichtert die Durchsetzung von Vorhaben, die in den Nationalstaaten schwieriger oder gar nicht durchsetzbar wären. Muster: Ein "Experte" bringt einen Vorschlag ein (Feinstaub, Glühbirnen, Gurkenkrümmung). Die Medien berichten, immer findet sich Unterstüzung, und wenn nicht gleich großer Protest entsteht, findet das Ding seinen Weg durch die Instanzen - und wird EU Richtlinie....
Stoiber, Verheugen & Co legitimiert?!?

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TOBIAS RÜGER
TOBIAS RÜGER (t.ruger) - 24.11.2012 12:08 Uhr

Überkommene Nationalstaaten abschaffen!

Nur durch Abschaffung der Nationalstaaten und die Umwandlung der E.U. in ein Europa der Regionen wird man die über Jahrhunderte eingeübten Egoismen, die derzeit das Fundament des Euro und damit auch der Union als ganzes zu untergraben drohen, überwinden können. Mittelgroße Einheiten, wie z.B. Dänemark, Katalonien, Bayern oder Ungarn zu einem Bundestaat vereint - das ist die einzig zielführende Lösung zur Beendigung des jetzigen, unbefriedigendem Zustands. Ein Zurück zur Ordnung des 19. Jahrhunderts, das ist eine wahrhaft lächerliche Vorstellung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 14:56 Uhr
Thomas Ulherr

Wieder ein Meister aus Deutschland, der den Völkern und Regierungen

der Nationalstaaten in Europa (der ganzen Welt?!) ihre Abschaffung empfiehlt! Da werden sich die Leute aber freuen, wenn ihnen mal wieder ein "Oberlehrer" erklärt, daß sie sich aufgeben sollen! Fahren Sie doch einfach mal ein paar Kilometer nach Osten: Da liegen Länder, die erst vor kurzem die Segnungen einer überstaatlichen Verbindung abschütteln konnten. Sind Sie wenigstens so demokratisch, jede europäische Nation darüber abstimmen zu lassen, ob sie sich auflösen will? Oder befürworten Sie die Beglückung von oben, á la EU Parlament?

Eine "Umwandlung" in ein "Europa der Regionen" stärkt zwangsläufig die Macht der Zentralbürokratie und derer, die diese Bürokratie für ihre Zwecke nutzen können! Dieser Vorschlag ist ein sicherer Weg ins blutige, tränenreiche Chaos. Ist denn der Geschichtsunterricht vollkommen ins Leere gelaufen?

Der Austritt aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit ist ein schwerer Schritt - gründliches Nachdenken hilft weiter!

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Axel WERNER
Axel WERNER (AWParis) - 24.11.2012 13:11 Uhr

Genau!

Es wird wohl nicht gehen, die Nationalstaaten "abzuschaffen" - da sind die beschränkten Politiker aller Couleur und aller Länder vor. Aber die Nationalstaaten sind geschichtlich ein inzwischen völlig überlebtes Produkt des 19. Jhdt. und haben ihre Untauglichkeit weidlich bewiesen (Kriege ohne Ende, Kolonialismus, usw.) . Ihr Verfallsdatum rückt immer schneller heran, und sie werden sich früher oder später erübrigen: Der Weg in die Union ist unaufhaltsam, nationale Gesetzgebung ist schon heute eine Illusion, Militär, Polizei und Zoll arbeiten schon heute viel enger zusammen, als das öffentlich gemacht wird, die "großen" Themen (z. B. Umwelt, Finanzmärkte) national anzugehen, ist nachgerade lächerlich, ein Oberster Gerichtshof wird von allen angerufen, die sich von ihrer nationalen Justiz ungerecht behandelt fühlen, 27-28 Regierungen für 500 Mio Einwohner sind viel zu teuer, und zum Durchsetzen von Gebietsansprüchen taugen sie auch nicht.
Hoffen wir also auf die Katalanen und Schotten!

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Carlos Anton

Man hüte sich vor Menschen, die nach mehr Europa rufen...

...denn sie vernebeln damit, was sie wirklich wollen. Die Vertreter der Länder im Süden und Osten meinen damit mehr Subventionen, Frankreich und die EU-Bürokraten meinen mehr Zentralismus (und weniger Demokratie) und die Linken erhoffen sich den Sozialismus durch die Hintertür. Wer mehr Europa ruft, ist nicht aufrichtig. Man hüte sich vor diesen Menschen!

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 24.11.2012 11:40 Uhr

Heute streitet Europa verbissen.....?

Falsch. Selbsternannte Euro-Retter und EU-Politiker streiten über ein Europa, das anständige Bürger in Europa nie wollten. Die verlotterten Politiker, die das EU-Desaster über Jahre lang angerichtet haben werden mit Luxuspensionen abhauen und den Bürgern den Dreckhaufen hinterlassen. Falls nicht doch endlich persönliche Haftung für Politiker eingeführt wird. Es darf keinen Vertrauensschutz geben, den gibt es für die Melkkuh "EU-Bürger" auch nicht. Es muß den Glühbirnenverbietern und Gurkenkrümmern richtig weh tun, wenn sie Mist gegen den Willen der Bürger rumwursteln.

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Horst Dettweiler
Horst Dettweiler (dettw) - 24.11.2012 11:37 Uhr

Europa stand am Scheideweg, als halbkriminelle Phantasten meinten,

eine Kunstwaehrung ohne politischen Unterbau (Motto: das wird dann schon) unter Missachtung saemtlicher volkswirtschaftlicher Grundsaetze zwangsweise installieren zu muessen. Heute hat der Euro zu teilweise buergerkriegsaehnlichen Zustaenden in Europa gefuehrt, und angesichts der Massenarbeitslosigkeit besonders unter jungen Menschen werden diese drastisch zunehmen.

Unbeeindruckt von der Realitaet predigen -mittlerweile nicht mehr nur halbkriminelle - Euro-Ultras wie Merkel, Schaeuble den Voelkern, mit genuegend Rechts- und Vertragsbruechen liesse sich das voellig schief konstruierte Projekt noch retten. Das wird ihnen zwar nicht gelingen (die Hedgefonds lachen sich jetzt schon eins), aber im Bewusstsein ihrer Unantastbarkeit reissen sie kommende Generationen in den Strudel einer ueberbordenden Verschuldung.

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Clara West

Natürlich rufen alle "Mehr Europa"

wenn es jemand anderes zahlt. Die Bremer oder Berliner wären auch wenig begeistert, wenn die Bayern sich zu weniger Bundesrepublik entschlössen. Ganz so wie der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sagte: „Großbritannien will kein Budget, es will nicht für Europa zahlen, das sehen wir heute sehr deutlich.“

Böses GB. Macht einfach nicht noch mehr Geld locker. Ist es zu fassen? Alles Europafeinde.

Mich wundert immer wieder wie wenig doch diese gesamte politische Klasse Brüssels hinterfragt wird. Van Rompuy, Barroso und auch Schulz wurden einfach in ihre Ämter gewuchtet. Letzterer sogar durch einen Deal. Wir werden von Leuten regiert, auf deren Wahl wir keinerlei Einfluss hatten oder haben. Die Bürger haben übersehen, dass es sich bei Brüssel eben nicht um eine teure Spielwiese für abgehalfterte und/oder drittklassige Politiker handelt. Das war mal so, aber nun bastelt man an der Diktatur, weil das das einzige ist, was der größte Teil der Brüsseler Spitzen überhaupt kann bzw. kennt.

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Norbert Dr. Leineweber

Die EU war von Beginn an nichts anderes als ein Subventionskartell

Über Jahrzehnte wurde der halbe Haushalt zur Steuerung der Agrarproduktion ausgegebn. All diese Subventionen, Köhäsinonsfonds bis zum Abwinken usw. haben die EU nicht vorangebracht. Statt den Haushalt auf die Hälfte zusammenzukürzen gibt man munter eine Billion aus. Es ist ein Glücksfall wenn endlich einige wenige, wie Cameron, der Subventionsmaschine in die Parade fahren. Für Europa hätte der Binennmarkt gereicht. Nein, dann muss auch noch ein fester Wechselkurs her, an dem Europa zerbricht. Das ganze Drama auf fortunanetz. Und die Politik meint fortzufahren zun können wie bisher. Euroromantiker wie Gauck sind in ihrer Kritiklosigkeit die Totengräber des europäischen Gedankens. Gut gemeint eben, mehr auch nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 19:20 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

volle Zustimmung .....

... und vielleicht noch eine Ergänzung: bei der Erklärung des Phänomens "EU" sollte nicht vergessen werden, dass der Apparat, der sich da auf einer nur sehr dünn legitimierten Meta-Ebene in Brüssel bildet, wunderbar zur Ver- bzw. Entsorgung "verdienter" Parteimitglieder eignet. Dieser Aspekt ist dem gesamten Politikbetrieb, sei es in Berlin, Paris oder Madrid, hoch willkommen .... mit den bekannten Resultaten.

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Ulrich Wahr

Die EU radikal umkrempeln

Viele EU Länder sparen sich zu Tode nur die Beamten im Brüssel wollen immer mehr Macht und Geld für ihre Gehälter, Pensionen und ihre nutzlosen Vorhaben. Zugleich spaltet der Euro die Nationen weil sie fiskalpolitisch nicht mehr national agieren und auf- oder abwerten können. Hier hilft nur eine Radikalkur, nämlich die Anzahl der EU-Beamten um die Hälfte reduzieren, üppige Gehälter und Pensionen massiv kürzen, den Euro abschaffen und den einzelnen Ländern in nationalen Fragen wieder mehr Freiheit lassen. Vor allem sollte man die EU-Bürger bei wichtigen Entscheidungen befragen und sie am Prozess teilnehmen lassen. Ich befürchte aber dass unsere und die EU Politiker so weiter wurschteln und das Projekt letztendlich an die Wand fahren.

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Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft.

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