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EU-Hilfen Griechenland braucht einen Marshallplan

 ·  Griechenland hat fast gar keine Industriestruktur. Deshalb muss EU-Hilfe gezielt in den Aufbau von Forschung und Industrie fließen, auch wenn die Wirkung lange auf sich warten lässt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (52)

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 13.03.2012 12:53 Uhr

Ca. 10 prozent der Millarden gehen vielleicht nach Griechenland

Griechenland ist in erste Linie Opfer, der massiven Lohndumpingpolitik Deutschlands in den letzten zehn Jahren. Deutschland hat damit die Wettbewerbsfähigkeit anderer kleinerer Länder so auch in Griechenland massiv untergraben. Deutschland war und ist nicht Zahlmeister dieser Politik, sondern Gewinner. Wie sonst ist es zu erklären, dass Olivenöl, was aus Griechenland ursprünglich stammt von Deutschland zurück nach Griechenland exportiert wird? Mit Innovation hat das mit Sicherheit nichts zu tun, ebenso wenig wie Deutschland Milch nach Frankreich exportiert. Nur ein paar Zahlen dazu, vor der Währungsunion lag der Export bei ca. 60 Milliarden, nach der Währungsunion hat sich dieser Wert verdreifacht. Da die kleinen Länder keine Möglichkeiten mehr haben abzuwerten, werden sie von der einseitigen Exportorientierten Politik an die Wand gedrückt. Im übrigen die sog. Hilfen für Griechenland sind eher Hilfen für die Banken in Deutschland und Frankreich. Ursachen und Wirkung nicht verwechseln!

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Christian Seidel
Christian Seidel (chs) - 12.03.2012 14:55 Uhr

Marshall Plan?

Wie wäre es mal mit Steuern zahlen?

Ohne gezahlte Steuern ist leider kein Staat zu machen.
Egal, ob der Griechenland, EU oder USA heißt.

Solange die griechische Gesellschaft in der Gesamtheit ihren eigenen Staat als größten Gegner und größte Beute behandelt, wird sich nichts ändern.

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Heike Schneider

Warum?

Die Frage erübrigt sich, schließlich ist nach dem Mauerfall noch der letzte Rest an Industrie und Agrarwirtschaft kaputt gegangen.
Außerdem wurden EU-Gelder vollkommen mißbraucht, in falsche Kanäle gesteckt, auch in Deutscghland und in Nicht-EU-Länder investiert.
Der Betrug ist offensichtlich.
Und daran sind nicht nur griechische Politker Schuld sondern vor allem EU-Politiker.
Im Übrigen, mir hat es gereicht den Spargel aus Griechenland im Mai zu kaufen, jetzt gibt es Spargel aus Sachsen mit Fußbodenheizung hochgeputscht sschon im März.
Früher gabs nicht mal Bananen und Apfelsinen, jetzt platzt man beinahe vor Überfülle.
Und dass mit angefeuertem Konsum durch Transferleistungen, Kindergeld ect.
Wer hier nicht konkurrenzfähig ist und nur auf Kosten anderer Länder lebt ist die Frage.
Lebenswert ist die Massentierzuchthaltung in Deutschland inklusive Zuchtbetriebe in Form von Plattenbauten für Menschen in Deutschland gewiß nicht, vor allem nicht zu den Mietpreis!

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mathias dumke

Warum GR und nicht Marokko oder der Jemen?

Immerhin haben uns diese Länder noch nicht belogen und betrogen.
Seit Beitritt zur Nato (in den '60ern?) wurde dieses Gegend (von einem Staat zu sprechen erübrigt sich doch wohl) in Summe sicherlich mit vielen hunderten von Milliarden unterstützt, herausgekommen ist ein tief verwurzeltes System von Klientelwirschaft und Korruption.
Also muss dieser Weg der Unterstützung der verkehrte gewesen sein.
Abgesehen davon, dass es dem dt. Steuerzahler nach allen Erfahrungen mit GR am A... vorbeigehen sollte, was aus GR wird, wird nur der totale Entzug aller Unterstützung dem Land einen Neuanfang ermöglichen.
Ein Neuanfang kann auch nur nach Vertreibung der jetzigen Kleptokraten und auf dem Niveau Albaniens bzw. Bulgariens erfolgen, alles andere sind naive Traumtänzereien von verwöhnten Abstaubern, die darauf pochen, dass ihnen andere ihren Lebensstandard zu erarbeiten haben.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 12.03.2012 13:22 Uhr

Eulen nach Athen tragen - oder gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht

Wie war das denn vor Jahren mit der Afrika-Entwicklungshilfe? Man baute moderne Farmen, Krankenhäuser mit High-Tech Equippment, Brunnen mit Motorpumpen, asphaltierte Straßen und ein paar Jahre später war alles kaputt, oder geklaut, oder verwahrlost. Und warum? Weil die Mentalität derer denen man helfen wollte, nicht mit der Mentalität der Helfer übereinstimmte. Glaubt einer dass es in Griechenland anders wäre? Ich jedenfalls nicht. Griechenland hat seit seinem EU-Beitritt hunderte von Milliarden erhalten und wo ist all das viele Geld? Konsumiert oder in privaten Taschen. Ist je einer der 10 Millionen Griechen auf den Gedanken gekommen damit etwas Nachhaltiges aufzubauen? Und warum soll es jetzt mit einem Marshall-Plan plötzlich anders sein? Das Problem ist nicht das schöne Territorium Griechenland, sondern die Mentalität derer die dieses Land heute in Besitz haben. Sie haben nichts aber auch gar nichts mehr mit den Griechen gemeinsam, die wir als 3000 Jahre alte Kulturnation kennen.

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Franz Mayr

EU-Marshallplan seit Jahrzehnten in Betrieb

Seit Beitritt zur EG erhält Griechenland massive Mittel aus dem EU-Strukturfonds. Dennoch entwickelt sich viel zu wenig. Muss man den Hund zum Jagen tragen??

Die griechische Gesellschaft und das griechische Volk selbst steht vor der Entscheidung, wie die eigene Zukunft aussehen soll:

Entweder weiter wie bisher?
oder Modernisierung von Gesellschaft, Staat und Land nach modernen EU-Standards?

... gerne auch mit Volksabstimmung in Griechenland: Drachme oder Euro?

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 12.03.2012 13:16 Uhr

das ist doch nur noch zum Piepen

Einen Marschallplan? Will man Griechenland mit Deutschland vergleichen? Als Deutschland 1945 zerstört war, da gab es noch eine funktionierende Industrie und es gab ein fleißiges Volk. 1944 hatte Deutschland noch die höchste Rüstungsindustrie seit Jahren. Und das fleißige deutsche Volk baute Deutschland wieder auf, es gab das sogen. Wirtschaftswunder.
Griechenland hat seinen Marschallplan schon erhalten und alles verballert.
Griechenland ist nicht einmal in der Lage, sein Olivenöl zu vermarkten und liefert das nach Italien.
Griechenland ist - obwohl vom Meer umgeben - nicht einmal in der Lage, seinen Fisch selbst zu fangen geschweige denn, ihn zu exportieren und kauft zu.
Griechenland ist - obwohl Strände´, Sonne und Meer nicht mal in der Lage, eine gutfunktionierende Urlaubsindustrie aufzubauen. Da sollten sie mal zur Türkei rübersehen, wie das geht.
Wie ist das möglich? Ich will hier keinen Kommentar dazu abgeben, ich will niemanden beleidigen.
Aber ich würde gerne.

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Kristian Burfeindt
Kristian Burfeindt (Burfi) - 12.03.2012 13:15 Uhr

Ludwig Erhard nicht Marshallplan!

Deutschland hat insgesamt nur umgerechnet 2% des heutigen jährlichen BIPs durch den Marshallplan erhalten. Dieser KONNTE gar nicht die Wirtschaft beflügeln sondern hat vielmehr die Notdürftigen in der ersten Zeit mit dem Nötigsten versorgt! Ludwig Erhard wurde schon damals nicht zugehört, aber er konnte doch durch einen kleinen simplen Trick das "Wirtschaftswunder" auslösen (den Begriff hat er selbst immer abgelehnt weil es für ihn Logik und kein Wudner war). Jeder kann es heute kostenlos selbst nachlesen. In "Wohlstand für alle" (kostenlos downloadbar) beschreibt er was wirklich geholfen hat: Er durfte keine einzige damalige Regulierung als Wirtschaftsminister verändern ohne Zustimmung der Besatzer. Sein Trick war schlicht einfach ALLE Regulierungen abzuschaffen und damit real die freie Marktwirtschaft zu realisieren. Dies war der einzige Grund für das "Wunder". - Niemals Pläne erzeugen Wachstum sondern immer derjenige der aus freien Stücken produzieren kann!

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Thomas Kobler

Das Einzige was "der Grieche" kann...

...ist Handeln und vor der Taverne Touristen manipulieren. Die Tavernenindustrie ist bereits gross genug und ob es noch eine weiterentwickelte Version des Gyros-Spiesses braucht - Zweifel sind angebracht.

Hinzu kommt, das sich "der Grieche" nicht gerne etwas sagen lässt - man höre nur mal zu, wenn die untereinander diskutieren. Auch hilft es nicht weiter, dass die Lieblingsgebrauchsartikel der Griechen - Handy und Sonnenbrille - Importgüter sind. Das "Made in Greece" hat nur einen Wert, wenn es an Ruinen mit möglichst umgestürzten Pfeilern prangt oder an einarmigen Frauentorsos mit Alabasterteint. Die eher neuzeitlichen Betonskelette, die meist sinnlos in der Inselwelt herumstehen, zählen da allerdings nicht dazu. Sie geben jedoch ein beredtes Zeugnis darüber ab, wie die Zukunft des Landes aussehen wird - es gibt schlicht nicht genug Kapital, um den Kredit aufzuwiegen, den die Griechen verspielt haben.

In Hellas steht eine bitte Zukunft an, selbst mit EU-Hilfen.

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Andreas  Pfisterer

so langsam ....

... realisiert Europa, das Europa und EURO gescheitert sind! Mir fällt das immer der Spruch von "das Reiten auf toten Pferden" ein.....:-) Griechenland ist ein Entwicklungsland, und muss so behandelt werden. Griechenland als ebenbürtigen Partner in einer nicht vorhandenen Partnerschaft zu betrachten, wird weder Ihnen noch Deutschland gerecht. Wir haben in Berlin leider nur solch Gutmenschen, die lieber weiterhin tote Pferde zu reiten versuchen, als den Tatsachen mit allen ihren Konsequenzen gegenüberzustehen und die einzig richtige Entscheidung zu treffen. Griechenland muss sich selbst überlassen werden Alleinschon um anderen Staaten zu signalisieren, dass in erster, zweiter und dritter Linie SIE für Ihre Lage verantworlich sind, und nicht die wurstfressenden, Mercedes-Audi-VW-fahrenden, spiessigen Tennissocken und Sandalenträger, die im Land wo Milch und Honig fliesst, wohnen......

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Wolfgang Ebel

etwas zum Marshall-Plan

Wenn ich mich richtig erinnere , erhielt Deutschland in den Jahren 1949 - 1952 rund 6,5 Milliarden DM im Rahmen des Marshallplanes als Kredit. Dieser ging nur an Westdeutschland. Dieser war nach dem Londoner Schuldenabkommens vom Februar 1953 mit Zinsen zu tilgen. Im Jahre 1962 hatte Westdeutschland rund 13 Milliarden DM zurueckbezahlt. Ein gutes Geschaeft . . . dieser Marshallplan.

Wieviel Euro hat den Deutschland bislang im Rahmen der Rettungsschirme und Bankenrettung an Pleitegeier schon “ gemarshallt “ und zu welchen Konditionen ? Ueber wirklich konkrete Zahlen und Fakten wird geschwiegen. Warum wohl ? Befuerchtet man etwa, dass der deutsche Steuerzahler endlich aufwacht und diejenigen in die Wueste schickt, welche deutsches Volksvermoegen ungebremst und hoch risikoreich verschleudern.

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Viktor Krieger

@Roland Magiera: Sie haben es noch nicht verstanden, dass

nicht "die Griechenbis zur Nase im Dreck" stecken, sondern wir, "die Deutschen", mit unserer Europahörigkeit. "Die Griechen" werden diese Kriese sicher überleben, keine Zweifel. Wir allerdings, mit unserer tief verwurzelten "Hans im Gluck"- und Betreuungsmentalität, fürchte ich, nicht.

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Closed via SSO
Zoufal Johann (Johanik) - 12.03.2012 12:50 Uhr

Unbildung

Es ist geradezu ein Hinweis darauf, dass ein Politiker von Geschichte keine Ahnung hat und nur papageienhaft etwas nachplappert, wenn er einen "Marshall-Plan" fordert, gleichgültig ob für Griechenland oder Libyen oder für die Fidji-Inseln. Im Rahmen des "Marshall-Plans" haben die USA landwirtschaftliche Überproduktion in die Westzonen geliefert, - wofür jene zugegebenermaßen dankbar waren. Vor allem aber diente er als Instrument, um die Westzonen wirtschaftlich an die westeuropäischen Staaten zu binden. Eine abstruse Vorstellung, zwei oder drei Milliarden USD hätten das zerstörte Westdeutschland wieder auf die Beine gebracht. Genauso wenig kann in Griechenland von außen etwas bewirkt werden.

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Dr Rudi
R S (DrRudi) - 12.03.2012 12:22 Uhr

Griechenland hat gerade 10 Jahre Marshallplan hinter sich !!

Bei den Summen, die seit dem Euro-Eintritt sowie in den Jahr(zehnt)en davor an Griechenland, Portugal, etc. von Seiten der E.U. gespendet wurden, würde der feine Herr Marshall vor Neid erblassen! Hinzu kommen Unsummen an Kapital, das in Form von Krediten an diese Länder geflossen ist. Was hat's gebracht? Nicht viel...

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 12.03.2012 12:04 Uhr

Welch ein Unsinn, warum soll GR zum Industrieland geboostet werden? Griechenland war noch ..

nie ein Industriestaat wie D und wird auch nie ein solcher werden können und sicher auch nicht werden wollen. Warum soll es eines der schönsten europäischen Länder Industriestaat werden? Das Land muss sich auf seine ureigenen Ressourcen besinnen die da sind Schiffahrt, Landwirtschaft und Tourismus. Aber vor allem, muss der EURO weg - und das gilt nicht nur für Griechenland, sondern für alle Anderen gleichermaßen. Der EURO hat große Teile der Wirtschaftsstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit aller PIIGS+F zerstört. Warum liegt der Tourismus brach? Die Leute fahren in die Türkei, da es dort günstiger ist, weil die ihre Währung abwerten und Inlands-Preissteigerungen damit ausgleichen konnten. Nationale Währungen sind ein unverzichtbares Regulativ zur Erhaltung der externen Wettbewerbsfähigkeit. Eine Einheitswährung wie der € zerstört sie und stürzt die Staaten in den Ruin. Der € wäre schon längst weg, wenn nicht viele Bürokraten und Politiker damit gleichzeitig ihre Pfründe verlören!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.03.2012 13:54 Uhr
Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 12.03.2012 13:54 Uhr

Was würde passieren, wenn ...

... tatsächlich dieser Marschallplan geschaffen würde? Als erstes würden zusätzlich Beamte eingestellt, die entsprechende Genehmigungen nur gegen Fakelaki ausstellen, und als nächstes würden die Gewerkschaften zum Generalstreik für höhere Löhne aufrufen. Steuern würden nur gegen entsprechende Beteiligung der Steuerbeamten (40-40-20) erhoben ...

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Ulla Nachtmann

Genau so ist es, Herr Noll

Man will die ungerechtfertigten Klagen aus dem griechischen Elfenbeinturm gar nicht mehr hören. Diese ständigen Rufe nach Bevorzugung nerven nur noch.
Worüber nicht ausreichend gesprochen wird, ist was der euro sonst noch in den PIIGS und F anrichtet.
Ein Blick auf diese aufschlußreiche Grafik genügt
,europes-scariest-chart-just-got-scarier' (zh)
Wie kann man sich selbst und anderen Völkern so etwas zumuten - nur um in einer Mißgeburt wie dem euro zu bleiben und auf Kosten produktiverer Länder zu leben?
Ich bin auch zu dem Schluß gekommen - ich war oft genug in GR - dass Griechen KEINE Europäer sind sondern Orientalen mit einer ausgesprochenen Bazaar Mentalität.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 12.03.2012 12:01 Uhr

Verehrter Herr Kritikos,

wie viele Marshallpläne wollen Sie Ihren Landsleuten noch zugestehen? Sind 180 Milliarden aus Brüssel und 240 Milliarden aus dem Euro-Topf plus 100 Milliarden Forderungsverzicht immer noch nicht genug? Wie viel wäre denn Ihrer geschätzten Meinung nach genug?
Nein, wenn ein Medikament sich als absolut unwirksam erwiesen hat, nützt es gar nichts, die Dosis auf 700% zu erhöhen. Da ist eher eine Entziehungskur angemessen.
Ihre Forderungen nach Aufbau einer elitären Forschung in Griechenland stammen aus dem Elfenbeinturm des DIW. Wie wäre es – etwas bescheidener – mit dem Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung und mit einem Steuerabkommen mit der Schweiz? Dann könnte Griechenland sich – in angemessenem Rahmen – weitgehend selbst helfen. Ohne einen Austritt aus der Währungsunion wird es aber nicht gehen, das wissen Sie doch als Wirtschaftswissenschaftler selbst am besten.

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Hendrik Enger

Da fragt man sich doch

wohin die EU-Hilfen vorher geflossen sind...sprich auf welchen Auslandskonten die nun schlummern ? Wie Griechen sich Millionen an EU-Geldern erschleichen und sichern, sieht man hier

Aktuell - Dienstag 10 Januar 2012 - Regionalpolitik
Streit um Subventionen für Landwirte
Griechenland gegen Rückzahlung illegaler Agrarhilfen

Griechenland und die EU-Kommission steuern auf einen langwierigen Rechtsstreit zu. Brüssel fordert 425 Millionen Euro unrechtmäßig verwendeter Subventionen zurück. Athen will das mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof verhindern....Die EU-Subventionen für die griechische Landwirtschaft belaufen sich auf jährlich über 2,5 Milliarden Euro, zusätzlich zu den nationalen Mitteln dieses Sektors. Diese öffentlichen Hilfen stellten 40 Prozent des Einkommens griechischer Bauern und 75 Prozent der Investitionen in die Landwirtschaft des Landes dar. (Quelle: EurActiv)

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 12.03.2012 11:49 Uhr

Geld ist da. Kein Land braucht einen Marshall Plan.

Länder unter auch nur mäßiger "Good Governance" bekommen Geld genug, ja fast zuviel. Brasilien wehrt sich regelrecht gegen fremdes Geld, "Emerging Markets" werden mit Geld überschwemmt, sobald dort auch nur der Anschein einer liberaleren Regierungsform geweckt wird. Das Geld dieser Welt sucht krampfhaft nach Investitionsmöglichkeiten. Staatsgeld wird nur dort gebraucht, wo sich Investitionen nicht rechnen.
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Der Plan für Griechenland sollte darin bestehen, der brüsseler Beamtenoligarchie und der griechischen Politoligarchie die Zähne zu ziehen und die Krallen zu schleifen. Geld ist da und die Griechen brauchen keine Pläne aus brüsseler Beamtenstuben. Wer Pläne macht, soll sie auch selbst ausführen und für Gewinn und Verlust grade stehen - persönlich und materiell, nicht anonym aus einer Amtsstube. Dann wäre es nicht zur EU-Förderung von Olivenhainen auf nicht vorhandenen Grundstücken gekommen.
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Rudolf Ortwein

Welche Industrie

Es wäre schön, wenn Herr Kritikos konkret sagen könnte, in welchem Bereich eine neue Produktion entstehen könnte. Wir sind ja schon weltweit in einer Überproduktionskrise, China bietet Billigprodukte an, der Westen High -Tech. Wo bleiben da noch neue Entwicklungssparten, in einer Region ohne industrielle Basis ? Auch im Studierten-Bereich gibt es europaweit bereits Überkapazitäten.

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Sven Gralla

Geldverschwendung. Zeitverschwendung.

Reden wir hier über Somalia oder Haiti?! Griechenland ist ein privilegiertes Land mit riesigen Resourcen und hängt seit 30 Jahren am Milliarden-Tropf der EU. Damit muss Schluss sein.
Das Land kann auf eigenen Beinen stehen, wenn es denn nur will.

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