Der Chef der griechischen Statistikbehörde muss angeblich damit rechnen, wegen der von ihm ausgerechneten Staatsdefizit-Zahlen angeklagt zu werden. Andreas Georgiou und zwei ranghohen Mitarbeiter wird dabei vorgeworfen, die das Haushaltsdefizit für das Jahr 2009, das Basis für die auferlegten Sparmaßnahmen durch die Kreditgeber des Landes war, größer dargestellt zu haben als es eigentlich ist, berichtet die Zeitung „Financial Times“.
Sollten die drei Statistiker für schuldig befunden werden, drohen ihnen dem Bericht zufolge Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren. Alle drei wiesen jede Anschuldigung als falsch zurück.
Elstat genießt Vertrauen in Brüssel
Die unabhängige griechische Statistikbehörde Elstat, der Georgiou vorsteht, wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Sie soll akkurate Zahlen liefern, nachdem zuvor griechische Haushaltsstatistiken fehlerhaft gewesen waren - wodurch die Probleme des Landes lange Zeit verschleiert werden konnten.
Die neue Statistikbehörde ist bewusst unabhängig konstruiert worden und genießt hohes Vertrauen von Seiten des europäischen Statistikamtes Eurostat in Brüssel und mutmaßlich auch vom Internationalen Währungsfonds, bei der Georgiou eigentlich beschäftigt ist - seine Tätigkeit dort ruht, solange er in Griechenland in Diensten steht.
Der wichtigste Mann Griechenlands!
Jean Lazard (JeanLazard)
- 24.01.2013, 13:07 Uhr
Angesichts des unfähigen GR-Beamtenapparats wäre es ein
Wunder, wenn die Statistiken stimmten!
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 23.01.2013, 15:02 Uhr
der Fehler ist Systemimmanent
michael werner (glaubs-nicht-mehr)
- 23.01.2013, 14:38 Uhr
Vermutlich waren die Zahlen richtig - deshalb nun die Anklage!
Gerold Keefer (solaris21)
- 23.01.2013, 11:38 Uhr
Nichts Neues in Griechenland.
Otto Meier (DerQuerulant)
- 23.01.2013, 11:21 Uhr